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Das Berglauf-Journal 2025

1991 schlug die Geburtsstunde des alljährlichen Wegbegleiters durch die Berglaufsaison. Seither haben die Möglichkeiten des Internets viel Gutes vom Markt verdrängt. Doch richtig stellt Wilfried Raatz fest, dass ein festes Buch unzweifelhaft auch Vorteile hat. Dass das Berglauf Journal gewinnbringend ist und über den Lesestoff hinaus im Laufe einer jeden Saison zum praktischen Nachschlagen dient, ist ebenso zweifelsfrei. Reich bebildert, voller Informationen und absolut empfehlenswert. Walter Wagner im März 2025

Profilierter Mix zum Lesen und Laufen

 

In der Tat, mehr Profil geht nicht! Hochalpine Läufe mit atemraubendem Bergauf und Bergab haben im neuen Berglauf-Journal ebenso ihren Platz wie die zweifellos auch ihren Reiz besitzenden Läufe im eher sanft-hügeligen Mittelgebirge - so facettenreich zeigt sich einmal mehr das aktuelle Taschenbuch zum Berg- und Traillaufen im Outdoor-Sportjahr 2025.

Die Berglauf- und Trailszene ist in Bewegung. Nicht nur, dass es eine kaum zu überschauende Zahl von Events aller Größenordnung gibt, darunter Läufe mit großer Tradition wie auch Neulinge, die in einem Angebot vor besonderer Kulisse aufwarten, sie sind weltweit bekannt oder nur der lokalen Szene ein Begriff. Sie alle jedenfalls werden mit viel Engagement und Herzblut organisiert. Und dies ist Seite für Seite im neuen Berglauf-Journal zu spüren.

In einem Rückblick werden Jubiläen wie am Hochfelln beleuchtet, die gerade für Deutsche und Schweizer sehr erfolgreiche Europameisterschaften im französischen Annecy journalistisch aufbereitet, zudem interessante Gespräche mit der Doppel-Europameisterin Nina Engelhard oder dem laufenden Briefträger und Schweizer Berglaufmeister Jonathan Schmid geführt. Dies sind nur einige der Akzente neben zahlreichen weiteren spannenden und höchst informativen Stories aus der Berglauf- und Trailrunning-Szene, die die Redaktion unter dem im Laufsport bestens bekannten Journalisten, Trainer und Organisator Wilfried Raatz verfasst und mit attraktiven Bildern ausgestaltet hat. Sie alle zeugen von der Einzigartigkeit dieser vielgestaltigen Sportart.

Wer jetzt spätestens mit den Füßen zu scharren beginnt, der findet sicherlich im umfangreichen Terminkalender von Deutschland, der Schweiz und Österreich wie auch in den 90 Profilen angesagter Events die passende Mitmachmöglichkeit entsprechend seiner Ambitionen und Fähigkeiten.

Auf 240 Seiten werden einmal mehr die vielfältigen Facetten des landschaftsbetonten Laufens skizziert, gleich ob dies nun Trailrunning oder Berglaufen genannt wird. Für Generationen von Läufern ist das Berglauf-Journal längst zur unverzichtbaren Lektüre und zum Saisonplaner, bedeutsames Lebenselixier im Jahresablauf geworden. Für viele der Leistungssportler, aber auch für mehr oder natürlich auch weniger ambitionierte Freizeitläufer hat das Taschenbuch längst einen exponierten Platz im Bücherregal erhalten.

Wilfried Raatz Berglauf-Journal 2025,
240 Seiten, 100 Farbfotos. Inhalt: Stories, Portraits. Eventprofile, Statistik, Preis Eur 13,50 zzgl. Porto. Direktbezug im Internet unter www.berglauf.info oder über den Buchhandel unter ISBN 978-3-929071-36-8

"Der Spaß ist das Maß"

Vorsicht: Dieses Buch kann einem die schlechteste Laune verderben!

 

Und das zu einem Preis, zu dem Therapiestunden sonst nicht zu haben sind. Ebenso verführerisch: die Aussicht, dass sich diese Therapie auf der Couch praktizieren lässt. Nein, hier grüßt nicht Sigmund Freud, sondern Joanna Zybon, ihres Zeichens Lauftherapeutin und Lauftrainerin. Ihre "Masche": Menschen spaßbetont ans Laufen heranzuführen - und das schon seit 2010. Dazu lässt sie sich immer wieder Neues einfallen. Ihre Fähigkeit zu adaptieren, zu erfinden und vermeintlich Undenkbares miteinander zu verbinden, erscheint grenzenlos, sucht ihresgleichen. Und kommt erfrischend gut an, denn: Ihre Laufschule, die "Berliner Laufmasche" hat nicht nur großen Zulauf und Erfolg, sondern Bekanntheit auch über die Grenzen der Bundeshauptstadt hinaus erlangt.

Der alltagsüblichen Einladung zum Sich-Bewegen stellt Joanna Zybon jetzt eine Einladung zum Nichtstun zur Seite - jedenfalls fast: Es ist Lesetherapiezeit! In "Das Funkeln der Schweißperlen" gibt sie laut Untertitel "Geheimnisse einer Lauftrainerin" preis - ihre. Das ist nicht nur für Laufnovizen interessant, sondern auch - oder gerade - für Lauftrainer und Lauftherapeuten. Sie alle dürfen einen unterhaltsamen, "lyrischen Schmöker" erwarten. Und der kommt so leicht und anstrengungslos, humorvoll bis phantastisch wie auch Gedanken und Praxis anregend daher, dass relevante Sachverhalte und Ratschläge zum Laufen nicht wie Trockenfutter schmecken. Schon wie die Autorin zu Beginn ihre Leser begrüßt, ist an Liebenswürdigkeit und Individualität kaum zu übertreffen. Horst Milde, der das Vorwort beisteuerte, schrieb: "Sie ist eine wahre Wortkünstlerin der Sprache, die aufhorchen lässt und gleichzeitig verwundert, dass man nicht schon so gedacht hat."

In unkonventioneller Art arbeitet Joanna Zybon sich am Körper des Läufers ab, von Kopf bis Fuß und seziert die Körperteile, die Einfluss auf die menschliche Laufentscheidung haben. Dabei nimmt sie stets Maß an der schlimmsten aller Verletzungen, der "Verletzung der Sportfreude". Dem "Spaßmangelsyndrom" auf der Spur, proklamiert sie entschieden: "Jede Läuferin kann ein hohes Spaßlevel erreichen, wenn sie nur bereit ist, ihre Vorlieben gründlich zu erforschen und spaßrelevante Parameter zu beachten." Welche dies sein können, beschreibt sie u. a. mit einer Werkzeugkiste voller Übungen, Spiele und Bewegungsgeschichten, mit einer Pro- und Kontra-Liste zur Frage "jetzt laufen", mit einem Vertragsmuster für einen Kontrakt mit dem inneren Schweinehund und und und. Ihre Vorschläge münden in den eines jährlichen sportpsychologischen Check-ups, bei dem die spaßrelevanten Parameter abgeklopft werden.

Schon wer die Buchseiten durch die Finger gleiten lässt, erkennt die Vielfalt der optischen und inhaltlichen Gestaltungselemente und fühlt sich eingeladen, mit dem Lesen zu beginnen. Ich selbst bin so in das Buch hineingesogen worden, dass ich es in einem Rutsch lesen musste. Immer wieder wurde ich von der Autorin überrascht, immer wieder wurden bestimmte ihrer Aussagen zu Brandbeschleunigern meines Denkens. Und Joanna Zybon wäre nicht sie selbst, wenn bestimmte Feststellungen nicht bloß in ihrer Negativform richtig sein könnten. Also, Willkommen in der bunten Welt der Joanna Zybon! Sie ist ohne Übertreibung eine Magierin des großen Laufzirkus!

"Das Funkeln der Schweißperlen" - ein Buch, das man nicht nur einmal zur Hand nimmt. Und das sich wunderbar als Geschenk für gute Freunde eignet.

Gelesen und besprochen von Wolfgang W. Schüler

Joanna Zybon: Das Funkeln der Schweißperlen. Geheimnisse einer Lauftrainerin. Hildesheim: Arete Verlag, 159 Seiten, 13,5 x 20,5 cm,
18,00 €, ISBN 978-3-96423-137-6 - Leseprobe zum Download

Autobibliografie

Schwerpunktthema Lauftherapie 1985 - 2025

 

von Wolfgang W. Schüler

Mit Geleitwort, Portrait, Interview, Wissenschafts- und Pressespiegel

Wolfgang W. Schüler hat sein bisheriges Schaffen in einem Buch festgehalten. Damit liefert er hinsichtlich der Lauftherapie einen umfangreichen Rückblick auch auf deren Entwicklung. Wie Dr. phil. Arwed Bonnemann in seinem Geleitwort anmerkt, ist es kein Buch im eigentlichen Sinne. Zweifelsfrei nennt er den gewählten Begriff Autobibliografie als zutreffend. In diesem Sinne handelt es sich hier weder um eine Rezension, noch um eine Empfehlung. Im Folgenden eine Präsentation der Autobibliografie und ein Interview, das Jens-Uwe Riedmüller mit Wolfgang W. Schüler führte.

Zur Präsentation und zum Interview im LaufReport HIER

 

Pfeile im Revier - ein Laufkrimi

Rezensiert man ein Buch aus der Tastatur von Markus Heidl für das Internetjournal www.laufReport.de, ist zu unterstellen, dass die meisten Leser sowohl den Autor, als auch seinen Schreibstil bereits kennen werden, wenngleich es sich dort um Reportagen über Laufveranstaltungen und die Beiträge für die Kolumne Pro & Kontra handelt. Nach seinem gewagten Erstling Bitte laufen Sie rechts ran! mit 31 fantasievollen und kurzweiligen Geschichten, folgte sein zweites Buch: ein Laufkrimi. Das Lauftalent Kaisa Nieminen, überlebte den Wechsel ins neue Metier und bekam in Schröders Kasten eine tragende Rolle. Sie, als auch Kriminalhauptkommissar Joshua Grimm, bleibt uns in Pfeile im Revier erhalten.

Erst mit dem zweiten Laufkrimi die Fährte zur attraktiven Kaisa aufzunehmen, ist problemlos möglich. Spielorte, Verbrechen und handelnde Personen sind nicht als typischer Fortsetzungsroman angelegt. Eine Heimatverbundenheit zum Trainingsterrain des Autors ist freilich gegeben, es darf jedoch bezweifelt werden, dass es dort tatsächlich dermaßen gesetzwidrig und gefährlich zugeht, wie im Roman. Was mit Brandstiftung beginnt führt über zerstochene Reifen und einer schweren Körperverletzung schließlich sogar zu einem Mord. Eine Leiche, der mutmaßliche Bogenschütze, liegt im Naturschutzgebiet. Findet sich im Umweltschutz, im Klimaterrorismus das Motiv für die zunächst unerklärlichen Taten im Grün? Die Wälder des Frankfurter Speckgürtels bevölkern zu jeder Tages- und Jahreszeit u.a. Spaziergänger, Gassigeher, Radfahrer und Läufer. Aber Gewaltverbrecher?

Die Revierförsterin Caroline Peters unterstützt mit ihren Kenntnissen die sich festfahrenden Ermittlungen. Hauptkommissar Grimm ist dem Täter nicht auf der Spur und seine Probleme im Privatleben führen schließlich sogar… Doch halt, ich will nicht zu viel ausplaudern.

Diverse Beziehungskisten aufzuarbeiten, zumindest anzureißen, dafür hat Markus Heidl ein Händchen und erspart uns derlei Randnotizen glücklicherweise wieder nicht. Auch wird in einem Laufkrimi selbstverständlich trainiert und an einem Laufwettbewerb teilgenommen. Wieder liefert Markus Heidl über 300 Seiten spannende Lektüre für kurzweilige Stunden, wenn´s draußen mal wieder allzu garstig ist um selbst die Laufschuhe zu schnüren. Doch Vorsicht, erst einmal angefangen mit dem Lesen, lässt einen der Fall nicht los. So viel sei doch noch verraten, das dicke Ende kommt zum Schluss und mit diesem hat bestimmt niemand gerechnet.

Markus Heidl ist promovierter Ingenieur, doch eignen sich seine bisherigen Bücher durchaus auch für Bildungsfernere, die mehr ihrer Zeit fürs Training als die Ausbildung aufgebracht haben. Anders ausgedrückt, er schwadroniert nie mit Fremdwörtern, die man nachschlagen muss. Ob der Krimi auch jugendfrei und für Jugendliche geeignet ist, darüber kann ich nicht urteilen. Fraglos sind Kinder heutzutage mit ganz anderen Inhalten vertraut – leider.

Gelesen und beschrieben von Walter Wagner

Markus Heidl: "Pfeile im Revier" - Laufkrimi
Ampel Publishing, erschienen am November 2024, € 16,00
310 Seiten, Format 148 x 210 x 25 mm, 430g mit kaschiertem Einband & Klappen.
GTIN/EAN: 978-3-9825732-8-1

Klartext Gesundheit! Von Dr. Dr. med. Lutz Aderhold

Ernährung-Bewegung-Entspannung-Denken

Die Buchvorstellung aus dem Verlags-Comptoir Rolle / Vopelius Verlag Jena

Selten hat mich ein neues Fachbuch so begeistert wie das vom ehemaligen erfolgreichen Langstreckenläufer und Mediziner Lutz Aderhold (Arzt für Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie und Fachzahnarzt für Oralchirurgie).

 

Mit dem vorliegenden komplexen Werk liegt eine qualitativ hochwertige Darstellung zum Thema Gesundheit vor, die leicht verständlich lesbar ist. Der Autor hat schon in der Unterschrift zum Titel des Buches dargestellt, dass er den Sinn der präventiven Lebensgestaltung erfasst hat. Das sind die ausgewogene Ernährung, die Sicherung der lebensbegleitenden Bewegung, das soziale Sicherungssystem durch Entspannung und Meiden von Einsamkeit und nicht zuletzt das Training der Gehirnfunktionen bis in das hohe Alter. Diese Lebensmaxime, als epigenetisches Quartett verdichtet, wird aktuell sowohl im Gesundheitssystem als auch in der Politik erkannt, aber derzeitig unvollständig im Sinne der Prävention realisiert.

Diese vier Grundsäulen sind die Basis der stabilen persönlichen Gesundheit und damit der Langlebigkeit. Weltweit ist diese Annahme durch den US-Journalisten Dan Buettner 2005, der durch die Darstellung der "Blauen Zonen", wo über 100jährige überproportional lange leben, bekannt geworden.

Der Autor grenzt im Buch seine Argumentation in vier Schwerpunkte ein. Im ersten Schwerpunkt, den er Grundlagen nennt, beschreibt er die menschliche Evolution nach aktuellem Erkenntnisstand und argumentiert dazu mit den modernen Auffassungen der Genetik und Epigenetik. Er betont eindeutig, dass für den gesunden Lebenswandel die Epigenetik den dominanten Einfluss hat. Im Schluss betont der Autor, dass das epigenetische Quartett, welches durch einen gesunden Lebensstil repräsentiert wird, ein wesentlicher Schutzmechanismus vor Tumoren, Inflammationen und vorzeitiger Senilität ist.

Aktuell dazu hat er die gegenwärtigen Forschungsergebnisse zum Mikrobiom des Darmes und dessen Querverbindung zum Zentralnervensystem dargestellt. Diesen Erkenntnissen zugeordnet handelt er die Funktionen des Immunsystems zur Gesunderhaltung ab, denn 80 % der Immunzellen werden im Darm gebildet. Er führt Argumente auf, wie der vielfältig vorhandene hohe Stresslevel in seiner Quantität vermeidbar bzw. zu reduzieren wäre. Stressbewältigung ist zugleich eine wichtige Maßnahme zur Vermeidung psychischer Irritationen mit Krankheitswert. Aderhold betont, dass die Berücksichtigung des persönlichen Zirkadianen Rhythmus eine unterstützende Maßnahme zur Steigerung der geistigen Kompetenz und auch der sportlichen Leistungsfähigkeit sein kann, eine im Hochleistungssport bewiesene Strategie. Im Kapitel Gesundheit beschäftigt sich der Autor mit der Salutogenese, das Prinzip der Gesunderhaltung, welches durch die Störung der Homöostase im Organismus durch die Heterostase repräsentiert wird und letztlich das Ergebnis der Adaptation an die Lebensumstände darstellt. Durch adaptive Vorgänge könnten Destabilisierungen der Gesundheit (Erkrankungen) leichter überwunden und zugleich auch bei Gesundheit die Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Hierfür sind mehr Bewegung und regelmäßiger Sport gute Beispiele.

Um die Ursachen des Alterns wissenschaftlich aufzuklären, gibt es seit Jahren über 100 Theorien. Der Autor bemühte sich, aus dem Dschungel der Alterstheorien die möglicherweise zutreffenden herauszuarbeiten. Wahlweise vermittelt er auch die Argumente der "Alterstheoretiker". Insbesondere arbeitet er die Langlebigkeitsmechanismen auf molekularer Ebene heraus. Dabei erklärt er den Zusammenhang der Einflussnahme bestimmter Proteine auf Langlebigkeitsgene, die Sirtuine. Auf die Sirtuine wirken, neben bestimmten sekundären Pflanzenstoffen, auf die AMPK (Adeninmonophosphat aktivierte Proteinkinase) und PGC-1?, der Hauptregulator der Mitochondrienbildung, sowie die proteinbildenden Effektoren wie mTOR, Insulin und IGF-1 besonders ein. Dabei ist es von Bedeutung, dass die Bewegung bzw. der Sport die Langlebigkeitsregulatoren AMPK, mTOR und Sirtuine die Durchblutung und Energieproduktion der Muskelzellen erhöhen. Die Telomere (Schutzkappen der Chromosomen) haben derzeit große Aufmerksamkeit in der Alternsforschung bekommen, zumal durch Ausdauersport ihr Abbau verlangsamt werden kann und damit auch die Regenerationsfähigkeit verbessert wird.

Im Kapitel Ernährung hat der Autor seine Positionen dargestellt, denen ich nichts Negatives hinzuzufügen habe, zumal ich selbst Verfasser eines mehrfach verlegten Ernährungsbuches im Sport bin. Er beschreibt ausführlich die lebensnotwendigen Wirkstoffe wie ausgewählte Vitamine, selektive Mineralien und die Omega-3-Fettsäuren sowie deren Einfluss auf die Gesundheit. Ihr Defizit ist messbar und sollte besonders im Alter oder bei Erkrankungen beachtet werden.

Ausführich werden Bewegungsformen und Sport in ihrem Einfluss auf die Gesundheitsstabilität abgehandelt, dazu die Maßnahmen der Regeneration, wie psychische Entspannung, Muskelentspannungstechniken, Wirkung von Saunieren, Massagen u.a.

Im Abschnitt Denken zeigt der Autor, wie mentale Techniken wie Selbstsuggestion und Affirmationen Hilfe zur Selbsthilfe bieten können. Er weist aber auch klar darauf hin, wie wichtig bei psychischen Problemen eine professionelle Unterstützung durch Psychologen und Psychotherapeuten ist.

Im Kapitel Erkrankungen werden Bilanzen zwischen Gesundheitsausgaben und Nützlichkeit der Gesundheitsprävention dargestellt. Perspektivisch könnten Finanzen zur Therapie sinnvoller ausgegeben werden, wenn sie frühzeitig in zahlreiche Präventivkonzepte fließen würden. Es werden die Stärken und Schwächen der wissenschaftlichen Medizin (Schulmedizin) und der Alternativmedizin herausgearbeitet und eine klare Stellungnahme für die Anwendung einer wirksamen Medizin im Krankheitsfall abgegeben.

Zusammenfassend ist das Buch ein gelungener Versuch des Autors, die Probleme der Gesundheit, der Gesundheitsverbesserung und Maßnahmen für ein gesundes Altern ausführlich darzustellen. Dabei stellt sich heraus, dass eine gesunde (mediterrane) Ernährung, ausreichend Bewegung bzw. lebensbegleitender Sport, kommunikationspsychologisches Verhalten und auch stete geistige Beanspruchung, die entscheidenden Säulen für eine individuelle Zufriedenheit und auch Langlebigkeit sind. Nicht die ererbten Potentiale zeichnen die Lebenstüchtigen aus, sondern dominant die epigenetischen Verhaltensmuster, zu denen das Quartett Ernährung, Bewegung, Entspannung und Denken gehört.

Ich wünsche dem Buch "Klartext Gesundheit!" einen großen Leserkreis.
Prof. Dr. med. habil. Georg Neumann

Dr. Dr. med. Lutz Aderhold: Klartext Gesundheit!
Ernährung - Bewegung - Entspannung - Denken
Die besten Strategien für mehr Gesundheit, Energie und Wohlbefinden
284 Seiten, kartoniert,18,00 €
ISBN: 978-3-947303-44-1 Verlags-Comptoir Rolle / Vopelius Verlag, Jena 2024

Keine Periode - was jetzt?

 

Sportlich, schlank, durchtrainiert - das klingt nach einem perfekten und vor allem gesunden Körper. Wenn die Periode ausbleibt, ist das ja nicht weiter schlimm, oder? "Keine Periode - was jetzt?" öffnet Sportlerinnen die Augen. Denn es ist eben doch problematisch, wenn frau keine Blutung mehr hat.

Die Autorin Nicola Sykes war begeisterte Sportlerin, die täglich trainierte und ihr Gewicht unter Kontrolle hielt. Als sie später an Familiengründung dachte, aber keine Menstruation hatte und daher nicht schwanger werden konnte, begann sie zu recherchieren. Ihre Erkenntnis: Eine hypothalamische Amenorrhö verhinderte einen gesunden Zyklus. Aber warum? Und was kann ich tun?

Sie startete einen englischsprachigen Blog, sammelte Erfahrungsberichte und wissenschaftliche Studien. Ihre Erkenntnisse fasste sie in einem Ratgeber zusammen, der nun auf Deutsch erschienen ist. Der Untertitel "Wie du deinen Zyklus zurückerlangst und deine Fruchtbarkeit optimierst" deutet das Ziel an.

Keine Periode zu haben ist nämlich nicht nur bei einem Schwangerschaftswunsch ein Problem. Wenn der Körper keinen Eisprung zulässt, heißt das, dass er nicht genug Energie übrig hat, um sich eine Schwangerschaft zuzutrauen. Zudem fehlen verschiedene Hormone, die normalerweise ausgeschüttet werden. So ein Mangelzustand hat Folgen beispielsweise auch für die Knochendichte. Diese Zusammenhänge zeigt Sykes auf und hofft dabei, die betroffenen Frauen zu überzeugen, dass der Zustand "keine Periode" auf Dauer ungesund ist.

Der Ratschlag "Weniger trainieren und mehr zunehmen", der gelegentlich von Frauenärzten zu hören ist, ist schnell gegeben, berücksichtigt aber nicht die Psyche. Denn für viele Frauen gehören der Sport und das Gewicht zu ihrem Selbstbild. Einen neuen Blick auf den eigenen Körper zu entwickeln, ist nicht einfach. Deshalb führt die Autorin sehr viele Beispiele aus ihrem Forum an, in dem Frauen über die Schwierigkeiten schreiben, ihr Leben zu ändern.

"Keine Periode - was jetzt?" ist eine Motivation - vor allem für Sportlerinnen - , das Thema anzupacken. "Es gibt kein Buch, das mein Leben so sehr beeinflusst hat wie dieses - und zwar hundertpro zum Positiven", schreibt eine Leserin.

Instagram: @keine.periode

Gelesen und besprochen von Birgit Schillinger

Sykes, Dr. Nikola: Keine Periode - Was jetzt? - Wie du deinen Zyklus zurückerlangst und deine Fruchtbarkeit optimierst.
467 Seiten, 19,95 Euro (nur E-Book); 24,95 Euro (E-Book plus gedrucktes Buch) bei https://www.noperiodnowwhat.com/buch

Detlef Kuhlmann - Sportpädagoge aus Leidenschaft

Prof. Dr. Detlef Kuhlmann aus Bielefeld wird am 8. Oktober 2024 70 Jahre. Am selben Tag erscheint das ihm gewidmete Buch "Detlef Kuhlmann - Sportpädagoge aus Leidenschaft".

 

Viele kennen Detlef Kuhlmann als Läufer. Schon als Jugendlicher hat er seine Laufschuhe geschnürt, um an Volksläufen teilzunehmen. Allein 30mal hat er den Berlin-Marathon absolviert und 33mal den Hermannslauf von Detmold nach Bielefeld. In seiner Altersklasse stellte er zweimal einen (inoffiziellen) Weltrekord im Staffellauf über 10 x 10.000m auf.

Viele kennen ihn auch als denjenigen, der seit Jahrzehnten in verschiedenen Zeitschriften und Portalen Neuerscheinungen des Laufbuchmarktes vorstellt. Und seit 1990 den Berliner Literatur-Marathon organisiert und moderiert, bei dem Laufliteraten zum Auftakt der Berlin-Marathon-Woche aus ihren neuen Werken vorlesen, was weltweit seinesgleichen sucht.

Detlef Kuhlmann ist ebenso Mitglied der Jury zur Vergabe des Horst-Milde-Awards, einer Auszeichnung, mit der das Lebenswerk bedeutender Persönlichkeiten des Laufsports gewürdigt wird. Bisherige Preisträger waren Werner Sonntag, Manfred Steffny, Hans-Georg Kremer, Prof. Dr. Alexander Weber und zuletzt Sylvia Schenk.
Auch als Trainer für den SCC Berlin hat er zusammen mit Dirk Borgert und Bernd Hübner gewirkt.

Nicht nur das wird - illustriert von zahlreichen Fotos - im Buch beschrieben, u.a. von Horst Milde.

Aus der Sportwissenschaft kennt man Detlef Kuhlmann u.a. als langjährigen Professor für Sportpädagogik an der Leibniz Universität Hannover. Zahlreiche akademische Weggefährten zeichnen seinen Weg in und durch die Sportwissenschaft, sein Wirken an der Universität und für zahlreiche Sportverbände nach. Deutlich wird sein hoch engagiertes Eintreten für breitensportliche Zugänge, für "Sport und Erziehung" wie final für "Sport als Lebenskunst". Hierbei erweist sich Detlef Kuhlmann stets als Theoretiker und Praktiker, dem die Verbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit den Gegebenheiten bzw. Anforderungen der Praxis wichtig ist. Für seine Engagements ist er bereits mehrfach ausgezeichnet worden.

Schließlich erfahren wir auch von Angehörigen und Freunden, wie Detlef Kuhlmanns' Weg in den Sport bereits zu Kindheitstagen vorbestimmt erschien.
Das Buch ist dick und schwer, hat 335 Seiten und ist auf exklusivem Fotopapier gedruckt. 30 Autoren, inklusive der Jubilar, kommen in ihm zu Wort. Beschrieben wird eine wissenschaftlich, sportlich und menschlich faszinierende Persönlichkeit. Die Beiträge sind kurzweilig, informativ und motivierend. Insbesondere die zahlreichen Lauffotos möchten einen gleich die Laufschuhe anziehen lassen.

Das Buch hat der Pädagoge Wolfgang W. Schüler aus Wiesbaden, ein Wegbegleiter von Detlef Kuhlmann aus der Laufszene, konzipiert und herausgegeben; es enthält u.a. Beiträge von:

Wolfgang W. Schüler (Hrsg.):
Detlef Kuhlmann - Sportpädagoge aus Leidenschaft.
Streiflichter zu seinem 70. Geburtstag.
Ahrensburg: tredition Verlag, 2024, 335 Seiten, 32,99 €

Detlef Kuhlmann (geb. am 8. Oktober 1954 in Bielefeld) hat über 40 Jahre an verschiedenen Hochschulen in der Sportwissenschaft gewirkt - zuerst an der Universität Bielefeld, danach an der FU Berlin, der Uni Regensburg und zuletzt fast 20 Jahre als Professor und Leiter des Arbeitsbereichs Sport und Erziehung (Sportpädagogik) am Institut für Sportwissenschaft der Leibniz Universität Hannover. Zwischendurch war er drei Jahre wissenschaftlicher Referent und stellvertretender Leiter der Führungsakademie Berlin des Deutschen Sportbundes.

Detlef Kuhlmann war selbst wettkampfaktiv im Handball und im Laufsport; daneben hatte und hat er zahlreiche ehrenamtliche Funktionen im Sport und in der Sportwissenschaft inne: Er war u.a. neun Jahre Vorsitzender des Fakultätentag Sportwissenschaft, dem Zusammenschluss der Fakultäten und Institute für Sportwissenschaft an den Hochschulen in Deutschland. Seit 2022 ist er im Hochschulrat der Deutschen Sporthochschule Köln tätig.

Anlässlich seines 70. Geburtstags erscheint "Sportpädagoge aus Leidenschaft" mit Beiträgen von Wegbegleiterinnen (u.a. Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, Sportwissenschaftlerin an der FU Berlin und langjährige Vize-Präsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes) und Wegbegleitern (u.a. Prof. Dr. Ansgar Schwirtz, Sportwissenschaftler an der TU München und Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft). Der Jubilar selbst ist u.a. mit dem Vortrag "Wohin steuert die Sportwissenschaft?" vertreten, den er bei seiner feierlichen Verabschiedung im Januar 2023 in Hannover gehalten hat.

Dabeisein wäre alles

Wie Athletinnen und Athleten bis heute gegen Ausgrenzung kämpfen.
Eine neue Geschichte des Sports

 

Dabeisein wäre alles - der Konjunktiv "wäre" deutet es an: Diese Sportler waren nicht dabei. Welche? Autor Martin Krauß lenkt den Blick auf diejenigen Sportler, die unbeachtet, ausgegrenzt oder nicht startberechtigt waren - und dies aus verschiedenen Gründen: Die Hautfarbe passte nicht, die Religion, die politische Gesinnung, das Geschlecht.

Krauß erzählt die Geschichte des Sports mit einem kritischen Blick auf diejenigen, die definierten, was Sport sei und wer starten dürfe: Im 19 Jahrhundert gründeten sich erste Sportverbände. Diese nahmen nur "Amateure" auf. Mechaniker, Arbeiter und Handwerker waren aber ausgeschlossen, weil sie ja durch ihre tägliche Erwerbstätigkeit sich angeblich ein bezahltes Training verschafften. Konkret bei den Ruderern: Das Rudern durfte - wörtlich - "nur aus Liebhaberei betrieben" werden. Wer im Bootsbau arbeitete, war ausgeschlossen.

Der Amateurstatus verlangte beispielsweise auch, dass das Eiskunstlaufpaar Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler ihre Olympia-Silbermedaille zwei Jahre nach den Spielen offiziell im "Aktuellen Sportstudio" zurückgeben mussten, nachdem bekannt wurde, dass sie einen Vertrag bei einer Eisrevue schon vor Olympia unterschrieben hatten. 23 Jahre später sah man es doch nicht mehr so streng und gab ihnen die Medaillen wieder zurück…

Dass Frauen von vielen Sportarten ausgeschlossen wurden, ist bekannt. Dass sie in einigen Disziplinen auch besser als Männer sind, führt der Autor an Beispielen wie den zahlreichen Rekorden bei Schwimmausdauerwettbewerben aus. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es erfolgreiche Frauenweltspiele, die sich nicht mehr Frauen-Olympiade nennen durften, weil das Internationale Olympische Komitee IOC inzwischen Frauenleichtathletik als Entgegenkommen ins Programm genommen hatte. Noch heute ist die Gleichberechtigung nicht überall angekommen, wenn Frauen beispielsweise deutlich geringere Preisgelder erhalten.

Ähnliche Geschichte bei den "Gay Olympic Games": Auch die Weltspiele der Homosexuellen mussten den Namen "Olympic" streichen. Dennoch sind die "Gay Games", inzwischen offen für die LGBTQ+-Community, ein Erfolg. Mit fast 11.000 Teilnehmenden waren sie 1994 größer als die Olympischen Spiele.

Natürlich darf ein Kapitel über Caster Semenya (auch auf dem Cover abgebildet) nicht fehlen. Die ehemalige 800m Weltklasse-Läuferin besitzt (männliche) XY-Chromosomen und einen erhöhten Testosteron-Spiegel (aufgrund von innen liegenden Hoden statt einer Gebärmutter). Autor Krauß schildert die demütigenden Untersuchungen und Startverbote, die dann wieder zurückgenommen wurden. (Semenyas Situation war zweifellos entwürdigend, aber hier hätte ich mir auch etwas Verständnis für die Proteste der "normalen" Frauen gewünscht, die gegen Semenya chancenlos angetreten sind.)

Der Leser erfährt unglaubliche Geschichten mit vielen unbekannten Details. Ein Beispiel: Bis ins 19. Jahrhundert wurde das Schwimmen in Afrika auf beachtlichem Niveau betrieben. Bei Sklaven waren Schwimmfähigkeiten wegen der Fluchtgefahr dann nicht mehr erwünscht. Europäer kannten Schwimmen nur als eine Technik, bei der der Kopf über Wasser bleiben wollte - und sie staunten über die seltsame Schwimmtechnik der Afrikaner: Diese kraulten! So gesehen passt der Untertitel: Eine neue Geschichte des Sports.

Gelesen und besprochen von Birgit Schillinger

Martin Krauß: "Dabei sein wäre alles" - Wie Athletinnen und Athleten bis heute gegen Ausgrenzung kämpfen. Eine neue Geschichte des Sports.
Verlag C. Bertelsmann, Erschienen am 15. Mai 2024
Hardcover, 448 Seiten, 7 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-29268-3

Neu im Seniorensport? Tipps für ältere Läufer

Eichi? Den kennt jeder Läufer in der Pfalz (und Umgebung). Eichi ist eine Institution:

 

Hans-Jürgen Eichberger war in seinen jungen Jahren ein erfolgreicher Langstreckenläufer, ist aber inzwischen mehr noch durch sein Trainingswissen hoch geschätzt. Er hat schon viele Athleten zu einer nicht für möglich gehaltenen Bestzeit gebracht. Nun hat Eichi ein Ratgeber-Buch speziell für Senioren geschrieben. "50 - 60 - 70. Für Senior*innen und solche, die es werden wollen" ist in dem kleinen pfälzischen Verlag Hekma in Maikammer erschienen.

Schon auf dem Cover sind bekannte Seniorenläufer aus der Pfalz und dem Elsass wiederzusehen. Das Buch möchte Mut machen, denn im Seniorenalter gelten andere Gesetze: "Stagnation musst du akzeptieren!", schreibt Eichberger gleich im Vorwort.

Das Buch richtet sich mit vielen Tipps vor allem an Anfänger, beispielsweise was Bekleidung und Laufschuhkauf betrifft. Die Trainingspläne sind für Laufanfänger und Späteinsteiger.

Erfahrene Läufer finden manche nützliche Hinweise, beispielsweise bei welchen Fußproblemen welche Schnürung helfen kann. Hier spricht der Schuhexperte, denn Eichi eröffnete in den 90er Jahren Kandel einen Laufschuhladen und wurde zu einem gefragten Schuhexperten. Obwohl der Laden inzwischen übernommen wurde, ist Eichi immer noch dort bei der Kundenberatung aktiv.

Eichberger hat eine Marathon-Bestzeit von 2:19:52 Stunden (in Kandel) und schrammte mit 30:17 über 10.000m nur knapp an der 30Minuten-Grenze vorbei. Seine Stärke waren Landschafts- und Bergläufe.

Nett sind nostalgische Rückblicke: Zwei Briefe, in denen 1975 die inzwischen verstorbene Trainerlegende Ernst van Aaken ihm Tipps zum Langstreckentraining gibt, oder Fotos von alten Spikes oder Laufschuhen.

Gelesen und besprochen von Birgit Schillinger

Hans-Jürgen Eichberger: 50 - 60 - 70. Für Senior*innen und solche, die es werden wollen. Maikammer: Hekma-Verlag. 2023.
160 Seiten, Softcover. 14,90 Euro.
ISBN 978-3-946024-03-3

 

Schrödingers Kasten

Ein Laufkrimi

Markus Heidl ist Wiederholungstäter geworden, hat seinem Debüt Bitte laufen Sie rechts ran! Träume eines Läuferlebens! ein weiteres Buch folgen lassen. Ein brutaler Kriminalfall mitten in der Marathonvorbereitung, der in der Rhein-Main-Metropolregion spielt, aber beim Marathon in Berlin eskaliert und endet. War sein Erstling noch eine Sammlung von 31 Geschichten, von denen allein sechs der attraktiven Kaisa Nieminen gehörten, widmet er in Schrödingers Kasten die 306 Buchseiten der laufsportbegeisterten angehenden Strafverfolgerin in Gänze.

Kaisa absolviert ihr Referendariat bei Hauptkommissar Joshua Grimm im Kommissariat Offenbach. Ideenreich und zielstrebig verfolgt sie die Aufklärung des Gewaltverbrechens. Joshua Grimm ist von ihr begeistert. Ja, entflammt. Seine Referendarin ist jedoch bereits vergeben. Ist sie? - Forsch geht sie ans Werk, mitunter unvorsichtig. Die Ermittlungen gehen gut voran. Das Bild wird klarer. Zeugenaussagen und medizinische Erklärungen belasten den Verdächtigen zusehends. Allein, es mangelt an Beweisen. Dann wird der Verdächtige selbst Opfer.

Während der Aufklärung heißt es für Kaisa den Trainingsplan für ihren ersten Marathon einzuhalten. Ein sehr ambitionierter Halbmarathon in der letzten Vorbereitungsphase läuft vielversprechend. Mit Interesse verfolgen Hauptkommissar und Täter das leistungssportliche Vorhaben von Kaisa Nieminen. Sind genauso gespannt auf den Ausgang des Rennens und der Ermittlungen wie wir Leser. Wie wird alles enden? Gibt es ein Happy End? Oder doch eine Katastrophe?

Nun ja, bespricht man einen Krimi, darf man nicht zu viel verraten. Markus Heidl hat was die Polizeiarbeit anbelangt einiges recherchiert und Rat eingeholt. Hinsichtlich der Marathonvorbereitung hat er selbst seine Erfahrungen gemacht. Für Läuferinnen und Läufer wirkt der Lesestoff zwiespältig: einerseits eine Anregung zum Training, aber andererseits gefesselt im Lesen und der Frage auf der Spur: Was hat Schrödinger im Kasten?

Gelesen und besprochen von Walter Wagner

Markus Heidl: Schrödingers Kasten - ein Laufkrimi Verlag ampelpublishing.de 2023
306 Seiten, 400g mit kaschiertem Einband und Klappen
16,00 € inkl. MwSt. (CHF 18,00), zzgl. Versandkosten
GTIN/EAN (ISBN): 978-3-9820781-9-9

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