Sydney Running Festival im LaufReport präsentiert

22.9.13 - 13. Sydney Running Festival

'Fun for everyone' von Sydney bis Singapur

Eine Laufreise mit Werner Otto Sportreisen

von Axel Künkeler

Sydney - das klingt wie Musik in den Ohren. Die mit rund 4,5 Mio. Einwohnern größte Stadt Australiens gehört zu den zehn beliebtesten Metropolen weltweit. Der Sydney Marathon ist jedoch weit davon entfernt, dem Vergleich mit den ganz großen Marathons standzuhalten. Hier werden keine Weltrekorde wie zuletzt (wieder) in Berlin aufgestellt. Selbst persönliche Bestzeiten sind aufgrund des Streckenprofils eher schwierig. Und die Teilnehmerzahlen sind von den rund 40.000 bei den größten Marathons der Welt in Berlin oder New York ganz weit entfernt. Dennoch geht auch vom Sydney Marathon eine ganz besondere Faszination aus. Eine Faszination, die zum 13. Sydney Running Festival 2013 erneut einige Dutzend Deutsche anlockt. Etliche von ihnen nahmen an einer Laufreise von Werner Otto Sportreisen auf den fünften Kontinent teil.

Matthias Gerkum (5.v.r.) von Otto Sportreisen mit den Finishern von 9km-Bridge Run, Marathon und Halbmarathon Ein Dutzend Deutsche kam mit Otto Sportreisen zum Sydney Running Festival mit Anschlussreise durch Australien

Aus 57 Ländern kommen die vom Veranstalter mit mehr als 34.000 angegebenen Teilnehmer des Sydney Running Festivals 2013. Also doch einer der ganz großen Marathons der Welt? Weit gefehlt!

Abgesehen davon, dass die tatsächlichen Finisher-Zahlen knapp unter 30.000 liegen (29.877), sind es auf der klassischen Distanz gerade mal 3.390 Läufer und Läuferinnen, die das Ziel am Opera House, dem berühmten Wahrzeichen Sydneys erreichen. Der große Rest verteilt sich auf die übrigen Distanzen des 13. Sydney Running Festivals: den Rollstuhl-Marathon (5 Finisher), den 4-KM-Family Run (4.628), vor allem aber den 9-KM-Bridge Run (14.137) sowie den Halbmarathon (7.617).

Insgesamt nehmen deutlich mehr Frauen (16.164) als Männer teil, doch die weibliche Dominanz resultiert vor allem aus den kürzeren Strecken. Beim Halbmarathon halten sich beide Geschlechter noch die Waage und auf der klassischen Distanz liegt der Frauenanteil lediglich bei gut einem Viertel (904).

Neben dem Uluru gehört der Kings Canyon zu den Sehenswürdigkeiten im Outback

Von der Tradition reicht Sydney ebenfalls nicht an die ganz großen Marathons heran. Weder an Berlin noch New York, schon gar nicht an Boston, den ältesten Marathon der Welt, der seit 1897 jährlich ausgetragen wird. Dieses Jahr also bereits zum 117. Mal. Da nimmt sich die 13. Auflage des Sydney Running Festivals wirklich bescheiden aus. Erst mit der Austragung der Olympischen Spiele im Jahr 2000 kam man in Sydney auf die Idee, einen Marathon-Event zu veranstalten. Ein Jahr später, im Jahr 2001 fiel dann der Startschuss für die Premiere des Sydney Marathons. Natürlich hat man es als Newcomer immer schwer, sich gegen die ganz Etablierten zu behaupten. Doch die Konzeption des Running Festivals mit der Philosophie des "run that's just fun for everyone" kann als durchaus erfolgreich bezeichnet werden.

Sonnenaufgänge im australischen Outback sind besonders schön Das Opera House ist das bekannte Wahrzeichen von Sydney

Hoher Sightseeing-Faktor auf anspruchsvoller Laufstrecke

Damit setzen die Veranstalter in Sydney am hohen Sympathiewert ihrer Stadt an. Der Spaß am Laufen, der Sightseeing-Faktor einer überaus attraktiven Stadt stehen absolut im Fokus. Vom Start an der berühmten, 1932 fertig gestellten Harbour Bridge bis zum Ziel am Opera House, das seit der Eröffnung in den 1960er Jahren mit einer außergewöhnlichen Architektur die Silhouette Sydneys prägt, geht es an vielen Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum vorbei. Dabei hat man immer wieder den Blick auf den Sydney Harbour, den Hafen mit seinen vielen Buchten zwischen Pazifik und Parramatta River. Durch die verschiedenen Stadtteile wie ‚The Rocks', der ersten englischen Siedlung und heutigem Hafenviertel am quirligen Circular Quay oder durch Millers Point mit seinen schönen, alten Häusern aus der Kolonialzeit oder das zu einem Tagungs- und Vergnügungsviertel modernisierte ehemalige Industriegebiet Darling Harbour geht es ebenso wie durch die herrlichen Grünanlagen im Stadtzentrum: Hyde Park und den großen Botanischen Garten. Das mächtige ANZAC Memorial, das Kriegsdenkmal im Jugendstil oder die katholische St. Mary's Cathedral im spätviktorianischen Baustil sind dabei nur einige der weiteren Attraktionen entlang der Laufstrecke.

Die Laufstrecke führte über zahlreiche Brücken und hatte allein beim Halbmarathon fast 500 Höhenmeter Über die berühmte Harbour-Bridge führten die ersten Kilometer Im Stadtteil The Rocks, die Harbour Bridge im Visier

Afrikaner gewinnen den Sydney Marathon

Die hat es -auch sportlich betrachtet- durchaus in sich. Durch die vielen Brücken summieren sich die Anstiege allein beim Halbmarathon auf 480 Höhenmeter; beim Marathon dürften es sogar 600-700 HM sein. Die somit nicht eben flache Strecke weist zudem gefühlte Hundert 180-Grad-Spitzkehren und anschließende Gegenverkehre auf, so dass Sydney nicht gerade als schnelle Strecke prädestiniert ist. Dennoch werden an der Spitze zwar keine Weltklasse-Zeiten, aber durchaus respektable Ergebnisse erzielt.

Den Marathon der Männer gewinnt der Kenianer Willy Koitile in 2:13:48h vor dem aus Marokko stammenden Franzosen El Hassane Ben Lkhainouch (2:14:28h) und dem Südafrikaner Lucky Mohale (2:15:58h). Bis zur Halbmarathon-Marke führte eine sieben-köpfige Spitzengruppe das Feld an, bevor sich der Kenianer auf den letzten Kilometern von seinen Konkurrenten absetzte. Allein zwischen KM 35 und 40 nahm er den beiden Verfolgern bis zu einer Minute ab. Hinter dem Sieger-Trio folgten je zwei weitere Kenianer und Äthiopier, bevor der Australier Alexander Matthews (2:25:32h) als Achter einlief.

Gelaufen wurde mit Ganzkörper-Bekleidung gegen die intensive Sonnenstrahlung Gelaufen wurde mit nacktem Oberkörper Gelaufen wurde mit Hut

Für den 27-jährigen Koitile war es der zweite Marathon-Sieg nach Shanghai 2011, wo er noch in diesem Jahr erneut gewinnen will. "Die Strecke hier in Sydney ist sehr schön, leider war es für eine bessere Zeit zu schwül-warm", so der Kenianer, der sich schon vor dem Rennen fit genug fühlte, zu gewinnen. Nun will er 2014 erneut in Sydney antreten und dann versuchen, den Streckenrekord zu brechen. Ein Vorhaben, das bei den Frauen schon heuer gelang.

Neuer Streckenrekord bei den Frauen

Die Äthiopierin Biruktait Degefa pulverisierte in 2:32:46h den bisherigen Streckenrekord, den die Australierin Krishna Stanton gleich bei der Premiere 2001 aufgestellt hatte, um fast sechs Minuten. Degefa's Landsfrau Workitu Ayanu Gurma blieb als Zweite in 2:33:20h ebenfalls noch deutlich unter dem alten Rekord, den die Kenianerin Irene Mogaka (2:38.20h) als Dritte nur knapp verfehlte. Die starke Besetzung an der Spitze des Frauenfeldes war auch daran ersichtlich, dass die japanische Vorjahressiegerin Mitsuko Hirose noch hinter Lingling Jin aus China (2:38:53h) diesmal in 2:52:26h nur Fünfte wurde. Degefa war dagegen sowohl mit ihrem Sieg als auch ihrer Zeit sichtlich zufrieden. Wie Willy Koitile will auch sie 2014 erneut antreten und versuchen, ihre Rekordzeit weiter zu verbessern.

Durch den Hyde-Park mitten im Stadtzentrum Im Hyde Park ging es vorbei an der St. Mary's Kathedrale

Japaner und Australier dominieren beim Halbmarathon

Yoshihiro Nishizawa aus Japan bei den Männern und Laura James aus Sydney bei den Frauen heißen die Sieger auf der Halbmarathon-Strecke. Nishizawa erreichte das Ziel nach 1:07:02h vor dem in Äthiopien geborenen Australier Gemechu Woyecha (1:07:56h) und Vlad Shatrov, einem weiteren Australier, der in 1:09:20h Dritter wurde. Laura James gewann in 1:18:36h vor ihrer Landsfrau Jane Fardell (1:19:26h) und Ema Harada (1:20:16h) aus Japan. Die 27-jährige James war selbst völlig überrascht von ihrem Sieg: "It's definitely the biggest result of my career." Die Lokalmatadorin, die im Marketing einer Gesundheitsorganisation arbeitet, nutzt meist ihre Mittagspause für ihre Trainingsläufe in und um Sydney. Derzeit bereitet sie sich auf ihr großes Saisonziel Mitte Oktober vor: dann will sie erstmals einen Marathon unter drei Stunden laufen. In der Form von Sydney sollte sie das Ziel durchaus schaffen können.

Das Ziel von Halbmarathon und Marathon lag unmittelbar am Opera House Der falsche Weg war es zwar nicht. Trotzdem führte die Laufstrecke auf der Gegen-Fahrbahn zurück

Fest in australischer Hand -trotz vieler ausländischer Teilnehmer- waren die Podestplätze beim 9-KM-Bridge Run, den David Mainwaring in 28:57 Minuten bei den Männern und Belinda Martin in 32:16 Minuten bei den Frauen gewannen, sowie beim Family Run und Walk über 3,5 Kilometer mit Josh Hall (11:02min.) und Georgia Evans (12:14min.) als den beiden Siegern.

Wenig Stimmung bei frühen Startzeiten

Von den deutschen Startern aus der Laufgruppe von Otto Sportreisen nahmen Christine Koop aus Gronau bei Hannover (58:07min.) und die Berlinerin Waltraud Ihlenfeldt (1:17:40) am 9-KM-Bridge-Run teil. Der 72-jährige Rolf Ihlenfeldt, der nach zahlreichen Marathon-Läufen altersbedingt nur noch kürzere Strecken läuft, musste bereits ganz früh ran. Bereits um 6:15 Uhr wurde der Halbmarathon gestartet, den der Berliner in 2:39:40h absolvierte. Um die selbst im australischen Frühling mitunter schon recht hohen Mittags-Temperaturen zu vermeiden und um die von den Läufern genutzten Hauptverkehrsadern Sydneys nicht den ganzen Tag zu blockieren, wurde der Start auf die für viele ungewohnt frühe Uhrzeit gelegt.

Die Japanerin Katsuru Watanabe war als fröhliche Servierkraft unterwegs Vorbei am ANZAC-Kriegs-Denkmal Durch das Bankenviertel von Sydney

Die äußeren Bedingungen waren jedoch von Beginn an ideal. Recht frische Temperaturen im knapp zweistelligen Bereich zum Start, trocken und sonnig - bestes Läuferwetter also. Zwar stieg die Quecksilbersäule im Laufe des Vormittags kräftig an, doch die Getränkeverpflegung war optimal. Alle 5km, beim Marathon teils alle 2,5km gab es Wasser und ISO-Getränke. Gels oder Riegel, Kekse oder Obst waren jedoch beim Halbmarathon bis hin zur Zielverpflegung Fehlanzeige; lediglich beim Marathon gab es an etlichen Stellen neben Getränken Energy Gels.

Zu der frühen Morgenstund` standen kaum Zuschauer an der Strecke. Da zudem auch keine Musikbands den Läufern und Läuferinnen einheizten, kam keine rechte Stimmung auf. Beim Marathon-Start eine gute Stunde später um 7:20h war es nicht viel anders. Nur an einigen wenigen Punkten im Stadtzentrum und dann vor allem im Ziel-Bereich entlang des Circular Quay zum Opera House feuerten etliche Zuschauer die Läufer an.

Die sportbegeisterten Australier nutzen das Wochenende bei schönem Wetter wohl lieber um an die vielen Bade-Strände zu fahren. Beim Kriterium Zuschauer-Resonanz bleibt Sydney also ebenfalls weit hinter vielen anderen Marathons in Europa und Amerika zurück.

Auch Schlümpfe gibt es offenbar in Australien Beim Family Run liefen bzw. gingen Kind und Kegel über 4 Kilometer 'Bärchen' lief ganz optimistisch den Halbmarathon

Dennoch zeigte sich Wayne Larden, Direktor des Sydney Running Festival zufrieden: "Erneut ein wunderbares, erfolgreiches Event für Sydney und Tausende von Gästen aus den anderen australischen Staaten sowie die internationalen Besucher." Zudem zeige der gestiegene Leistungsstandard der Elite-Läufer, besonders beim Frauen-Marathon, den wachsenden Status des Sydney Marathon auf internationalem Niveau, so Larden. Daher erwarte er in den nächsten Jahren steigende Teilnehmerzahlen beim Event, speziell auf der Marathon-Distanz.

Deutsche Läufer suchen das Erlebnis, nicht das Ergebnis

Auf den Marathon hatten sich auch die meisten deutschen Teilnehmer fokussiert. Dabei galt jedoch meist die Devise: ‚Das Erlebnis zählt, nicht das Ergebnis'. Zumal die Höhenmeter für die meisten sowieso keine Bestzeiten zuließen. Der in Belgien geborene 64-jährige Alphonse Schyns, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt, hat eine PB von 3:33h und will möglichst mal unter 3:30h laufen. Er kommt vom Rennradsport, ist erst mit 56 seinen ersten Marathon gelaufen. Auf der anspruchsvollen Strecke in Sydney schafft er eine 3:45:03h und wird damit immerhin Siebter der M60.

Die Säulen vor dem Olympia-Stadion von 2000 erinnern an die vielen Volunteers Den Sightseeing-Faktor beim Sydney-Marathon hielten viele Läufer selbst im Bild fest LaufReporter Ralf Klink ist beim Sydney-Marathon aktiv dabei und wird als nächstes noch den Melbourne Marathon mitlaufen

Nur wenig später kommt Harald Lippold mit einer Zeit von 3:48:47h ins Ziel. Der 40-Jährige aus Gronau bei Hannover nutzt das Marathon-Training zur Vor- und Nachbereitung seiner Bahnsaison. Seit seinem 18. Lebensjahr läuft er jährlich 2-3 Marathons. "Beim 101. höre ich auf", hat Lippold sich vorgenommen. Schwerpunkt sind für ihn ohnehin die 1.500 Meter auf der Leichtathletik-Bahn. Marathonzeiten scheinen daher für ihn eher nebensächlich.

Dies gilt erst recht für die weiteren deutschen Marathon-Teilnehmer. Zu den ‚Viel-Läufern' gehört auch Ralf Klink aus Riedstadt bei Darmstadt, der als Läufer und LaufReporter weltweit aktiv ist. Da sind die 4:30:25h für den 48-Jährigen absolut unwichtig. In dem Umfeld jenseits der Vier-Stunden-Marke kommen auch die Schalke-Fans Susanne Kathage-Riedel, Thomas Riedel gemeinsam in 4:17:18h und Sven Kunkel in 4:33:13h (alle aus Mühlheim/Ruhr) sowie Birgit Klee (4:34:08h) aus Bad Ems als 45. der W45 ins Ziel. Ebenso die Dortmunder BVB-Fans Sabine Gänz und Volker Gänz, die in Sydney vor allem aber ihr Vorhaben umsetzen, auf allen fünf Kontinenten einen Marathon zu laufen. Ob sie nun weiterhin Marathon laufen werden, nachdem das Ziel erreicht ist, bleibt abzuwarten. Sie wären aber nicht die ersten Marathonis, die sich gleich wieder neue Ziele stecken.

Der 40-jährige Harald Lippold aus der Nähe von Hannover läuft mit 3:48:47h noch unter die Top1000 Platz 45 in der W45 belegt die 48-jährige Birgit Klee aus Bad Ems in 4:34:08h Der 64-jährige Alphonse Schyns aus Bad Ems wird in 3:45:03h 7. M60

Aus Dortmund kommt auch Gudrun Heinisch, die in Sydney ihren siebten Marathon läuft. Mit ihrer Zeit von 4:38:05h ist die 63-Jährige angesichts des Streckenprofils sehr zufrieden. Zumal sie damit sogar einen Podestplatz erreicht: Gudrun Heinisch wird Dritte in der W60. Urkunden und Medaillen mit dem Konterfei von Peter Norman, dem australischen 200m-Silbermedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele von 1968 bekommen alle Teilnehmer, ebenso ein Finisher-Shirt. Das Shirt gibt es jedoch nur beim Marathon, während die ebenso recht hohe Startgebühr von 90 Euro beim Halbmarathon nur die Medaille beinhaltet.

Die Mühlheimer Sven Kunkel und Thomas Riedel laufen für Deutschland Susanne Kathage-Riedel und Ehemann Thomas freuen sich über den gemeinsamen Zieleinlauf Einziger Podestplatz für deutsche Läufer -Gudrun Heinisch aus Dortmund wird in 4:38:05h Dritte der W60

Laufen UND Reisen als Ziel

Sei's drum, werden sich die Meisten gesagt haben. Sind sie doch alle nicht allein des Laufens wegen nach Sydney gekommen. Getreu der LaufReport-Rubrik "Laufen und Reisen" ist sogar die Reise auf den fünften Kontinent fast noch wichtiger als Marathon oder Halbmarathon, erst Recht der Bridge Run. Werner Otto Sportreisen, ausgewiesener Laufreise-Spezialist für Afrika und Fernost, ist (zumindest in diesem Jahr) wohl der einzige Anbieter, der das Sydney Running Festival im Programm hat. Matthias Gerkum hat inzwischen die Geschäftsführung von Werner Otto übernommen; ist ebenso wie sein Partner und Vorgänger Seiteneinsteiger. Die beiden haben sich jedoch einen sehr guten Ruf in der Szene erworben. Einige Teilnehmer der Australienreise waren mit Otto Sportreisen schon mehrfach unterwegs.

Da geht's lang zum Ziel. Am Circular war das Ziel nicht mehr weit Beim Zieleinlauf hatte man die Harbour-Bridge wieder im Blick

Ohnehin sind die meisten von ihnen im ganz positiven Sinne reisefreudige Genussläufer, die ‚laufend die Welt entdecken'. Und natürlich gibt es in Australien, ein Kontinent so groß wie Europa, eine Menge zu entdecken. Sydney selbst begeistert als eine Stadt, die mediterranes Flair und Klima des Südens mit Sauberkeit und Wohlstand des Nordens verbindet.

In der weltoffenen Stadt mit ihren über 650 Stadteilen, die sich auf mehr als 50 Kilometer in jede Himmelsrichtung erstrecken, leben 30.000 Deutsche, in Australien insgesamt rund 130.000. Die Reisegruppe hat vor dem Marathon ausreichend Zeit die Stadt zu besichtigen, Ausflüge an die berühmten Strände Bondi Beach und Manly oder in die Blue Mountains zu machen. Insgesamt weist Australien bei rund 36.000 Kilometer Küste (also nahezu einmal um den Äquator) rund 20.000 Kilometer Sandstrände auf.

Von Sydney geht die Laufreise am Tag nach dem Running Festival über Alice Springs weiter in das australische Outback. Nach der Metropolregion das dünn besiedelte Landesinnere, wo schon jetzt Temperaturen von fast 40 Grad herrschen. Sonnenauf- und -untergänge am Kings Canyon, den Kata Tjutas (Olgas) oder dem Uluru (Ayers Rock), heiliger Berg der Aborigines sind beeindruckende Erlebnisse. Über die Kultur der australischen Ureinwohner erfahren die Deutschen auch einiges im Kulturzentrum Tjakupai bei Cairns. Die Stadt liegt im tropischen Nordosten Australiens, ist die letzte Station der 17-tägigen Reise. Regen- und Mangroven-Wälder werden hier ebenso besichtigt wie das weltweit größte Korallenriff, das Great Barrier Reef. Schnorcheln und Tauchen stehen auf dem Programm, das ansonsten aber auch ein, zwei Tage freie Zeit zum Baden und Entspannen am Pazifik-Strand bietet.

Einer der Höhepunkte der Laufreise von Otto Sportreisen war der Sonnenuntergang am Uluru-Ayers Rock Zum Ende der Australien-Reise warteten herrliche Strände am Pazifik
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Danach heißt es auch schon Abschied nehmen, jedenfalls von Australien. Doch die Rückreise hält mit dem Zwischen-Stopp in Singapur noch einen krönenden Abschluss bereit. Der Stadt-Staat von der Größe Hamburgs mit gut fünf Millionen Einwohnern ist ein dynamischer und lebhafter Schmelztiegel der Kulturen, eine City mit faszinierender Architektur, ein wichtiger Handels-Umschlagplatz, an dem rund 800 deutsche Firmen eine Niederlassung haben und fast 8.000 Deutsche leben. So wird aus einem (Halb-)Marathon in Sydney eine Laufreise, die einen Bogen spannt von Sydney nach Singapur mit einer Vielzahl höchst unterschiedlicher Eindrücke und Erlebnisse.

Bericht und Fotos von Axel Künkeler

Informationen und Ergebnisse zum Sydney Marathon HIER
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