Henry Rono

Ganz oben und ganz unten

von Ralf Klink im Juni 2020 

Es ist nun fast auf den Tag genau 42 Jahre her, dass ein Mann innerhalb von weniger als drei Monaten seinen vierten Weltrekord auf der vierten unterschiedlichen Distanz lief und damit die Bestmarken auf allen klassischen metrischen Bahnstrecken zwischen 3000 und 10000 Metern hielt. Henry Rono - vielleicht eines der größten Lauftalente aller Zeiten - war in diesem Moment auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Doch später landete er auch ganz unten.

Geboren wurde der spätere Wunderläufer 1952 wenig überraschend im kenianischen Hochland. Und wie die meisten seiner in der Welt des Laufens erfolgreichen Landsleute gehört er als Nandi zur Volksgruppe der Kalenjin. Diese bilden zwar nur gut zehn Prozent der Gesamtbevölkerung Kenias, stellten und stellen aber nahezu alle Medaillengewinner, Rekordhalter und Marathonsieger.

Ronos Vater starb früh bei einem Unfall mit einer Landmaschine. Der kleine Henry war da gerade einmal sechs. Seine Mutter musste die Kinder alleine aufziehen. Nach seiner Schulzeit ging das aufstrebende Talent erst einmal zum Militär. Denn bevor sich die kommerziellen Trainingscamps der verschiedenen Manager im Hochland etablierten, war der Staatsdienst auch in Kenia die beste Möglichkeit für junge Athleten zum Erfolg.

 

Als einer der ersten Kenianer erhielt Rono dann ein Stipendium für ein College in den USA und kam 1976 gemeinsam mit Samson Kimobwa an die Washington State University, um das dortige Universitätsteam zu verstärken. Denn nicht nur im Football- und Basketball gibt es in einem Ligasystem Wettkämpfe zwischen den amerikanischen Hochschulen sondern auch in der Leichtathletik und im Crosslauf.

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Beide Kenianer gewannen wie geplant für ihre Universität eine Reihe von Titeln. So siegte Rono Ende der Siebziger gleich dreimal bei den nationalen Collegemeisterschaften im Gelände. International erregte allerdings zuerst einmal Samson Kimobwa Aufsehen, als er im Juni 1977 in Helsinki den vom Briten Dave Bedford gehaltenen Weltrekord über 10000 Meter um einige Zehntelsekunden auf nun 27:30,5 unterbot.

Das Jahr darauf war dann allerdings die große Saison des Henry Rono. Die Rennen begannen für ihn bereits im Januar, wo er unter anderem einen Zehntausender im neuseeländischen Auckland gewann. Eine Woche danach siegte er Anfang Februar beim traditionsreichen San Blas Halbmarathon in Puerto Rico, dem lange Zeit bedeutendsten Rennen über diese Distanz, auf der Straße. Hinter ihm wurde Bill Rodgers, der viermalige Sieger des Boston Marathons nur Zweiter.

Den ersten richtigen Paukenschlag setze der Kenianer jedoch am 8. April bei einem Leichtathletik-Dreikampf der Universitäten von Kalifornien, Arizona und Washington im Hochschulstädtchen Berkeley an der Ostseite der Bucht von San Francisco. Denn in 13:08,4 unterbot der Sechsundzwanzigjährige den Fünf-Kilometer-Weltrekord des Neuseeländers Dick Quax um viereinhalb Sekunden.

Auch seine zweite Bestmarke lief Rono im roten Trikot mit den Buchstaben "WSU", diesmal in Seattle bei den "Northwest Relays"- trotz ihres Namens kein reiner Staffelwettbewerb. Auf der kenianischen Schokoladenstrecke 3000 Meter Hindernis nahm er am 13. Mai dem Schweden Anders Gärderud dessen beim Olympiasieg in Montréal erzielten Rekord ab und drückte ihn auf 8:05,4.

Sowohl einen Weltrekord in einem College-Meeting als auch eine neue Bestmarke in einem olympischen Endlauf zu erzielen, scheint in der heutigen Zeit kaum noch vorstellbar. Längst werden solche Rennen schließlich minutiös mit gestaffelten Tempomachern und exakt kalkulierten Zwischenzeiten durchgeplant. Auch nach 42 Jahren werden die beiden Zeiten Ronos übrigens vom zuständigen US-Universitätssportverband NCAA noch immer als aktuelle Hochschul-Rekorde geführt.

 

Nach dem Ende der traditionell im späten Frühjahr stattfindenden College-Saison suchte der Kenianer nun einen Wettkampf über 10000 Meter, um einen weiteren Weltrekord, nämlich den seines Teamkollegen Samson Kimobwa zu attackieren.

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Als man in Wien davon hörte, wurde kurzfristig ein Rennen im Prater organisiert - und zwar nicht im großen Stadion sondern nebenan auf dem mit einer neuen Tartanbahn bestückten Sportplatz des "Vienna Cricket Club", der trotz seines Namens seit langem ein Leichtathletik-Verein ist. Parallelen zum Vorjahr und dem am Ende erfolgreichen Versuch Eliud Kipchoges, die Marathonstrecke erstmals unter zwei Stunden zurück zu legen, sind hier nicht nur aufgrund der gleichen Örtlichkeit durchaus zu erkennen.

Neben Rono waren gerade noch drei weitere Läufer am Start, Domingo Tibaduiza aus Kolumbien und Joel Cheruyiot aus Kenia hießen zwei davon. Dazu kam noch der als Hase vorgesehene Jos Hermens - heutzutage eher als Manager von Topstarts wie Haile Gebrselassie, Kenenisa Bekele und Eliud Kipchoge bekannt, aber in seiner aktiven Zeit vielfacher Landesmeister und für viele Jahre sogar Stundenweltrekordler.

Der Lauf von Wien entsprach also von vorne herein viel eher dem Bild, das man sich heute von einem Rekordrennen macht. Und die ersten Runden wurden auch genau im Plan absolviert. Statt wie vorgesehen nach fünf Kilometern stieg der Niederländer allerdings bereits einige Runden vorher aus. Und prompt fiel das Tempo ohne den Schrittmacher auf dem vierten Kilometer deutlich ab.

 

Selbst wenn der Schnitt danach wieder angezogen wurde, war man mit einer Durchgangszeit von 13:48 bei Halbzeit nicht unbedingt voll im Soll. Eine Anekdote erzählt, dass Rono in der Runde danach noch einmal auf die Bremse trat, weil er beim Zurufen der Zwischenmarke stattdessen 13:38 verstanden hätte und glaubte noch immer deutlich zu schnell zu sein. Doch mit einer deutlich schnelleren Hälfte sicherte er sich schließlich mit 27:22,47 klar die angestrebte Bestmarke.

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Bis diese jedoch endgültig vom internationalen Leichtathletik-Verband geführt wurde, sollte noch mehr als ein halbes Jahr vergehen. Obwohl für Langstrecken zu jener Zeit noch nicht verbindlich vorgeschrieben, war die Zeitnahme nämlich elektronisch erfolgt. Allerdings funktionierte die dazugehörende Zielfoto-Anlage nicht. Und ohne Vorlage des Zielfotos konnte es laut Regularien auch keine Anerkennung einer elektronisch gemessenen Zeit geben.

Trotz der zur Sicherheit mit der Hand vorgenommenen drei offiziellen Stoppungen und einer Fernsehaufzeichnung des komplette Rennens wurde die neue Marke erst nach monatelangen Diskussionen ratifiziert und noch viele Jahre in den Listen ausdrücklich mit dem nichtelektronischen Wert 27:22,4 genannt.

Den letzten Rekord seiner unglaublichen Serie lief Henry Rono dann am 27. Juni 1978 im legendären Bislett-Stadion von Oslo, das über die Jahre fast zwei Dutzend Weltrekorde auf den Mittel- und Langstrecken erlebt hat. Längst war der Kenianer zum Star aufgestiegen und sollte auch das absolute Zugpferd für das Meeting in der norwegischen Hauptstadt werden.

Als er jedoch kurz vor dem Start von Mitorganisator Svein Arne Hansen - heute Vorsitzender des Europäischen Leichtathletik-Verbands († 21.06.2020) - gefragt wurde, wie er sich fühlen würde, soll Rono mit "ziemlich schlecht" geantwortet haben. Hansen, damals kaum älter als der Kenianer, ging daraufhin besorgt zum britischen Meeting-Direktor Andy Norman. Ein Top-Star, der keine Leistung brachte und stattdessen im Feld unterging, war schließlich überhaupt nicht im Sinne des Erfinders.

"Sag ihm er bekommt noch tausend Dollar extra, wenn er Weltrekord läuft", war die trockene Antwort des Engländers. Und Rono lief in einem bravurösen Alleingang mit 7:32,1 tatsächlich den von Veranstaltern und Publikum erhofften Weltrekord. Suleiman Nyambui aus Tansania - in den späten Achtzigern unter anderem zweimaliger Sieger beim Berliner Marathon - und der Brite Nick Rose kamen als Zweiter und Dritter mit mehr als acht Sekunden Rückstand ins Ziel.

 

Kein anderer Läufer konnte je Rekorde über alle diese vier Distanzen erzielen, geschweige denn sie auch noch gleichzeitig zu halten. Und Henry Rono hatte zu allem Überfluss gerade einmal einen Zeitraum von 81 Tagen zwischen April und Juni gebraucht, um dieses Kunststück zu vollbringen.

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Am nächsten kam ihm noch sein Landsmann Moses Kiptanui, der über flache 3000 und 5000 Meter sowie auf der Hindernisstrecke in den Listen steht. Und angesichts immer stärker werdender Spezialisierung, die selbst das früher normale Doppel von fünf und zehn Kilometern immer schwerer machen, ist es auch kaum zu erwarten, dass es ihm jemals jemand gleichtun wird.

Vier Jahre lang konnte Henry Rono sich durchgängig Vierfach-Weltrekordler nennen. Und seine beiden Dreitausender-Bestmarken überdauerten sogar jeweils elf Jahre, bevor sie über die Hindernisse mit wirklich nur hauchdünnen 8:05,35 von Peter Koech in Stockholm und auf der Flachstrecke von Said Aouita- einem Läufer mit fast noch größerer Bandbreite und Weltrekorden von 1500 bis 5000 Metern - durch eine 7:29,45 in Köln unterboten werden konnten.

Die vierte Bestmarke bedeutete allerdings noch lange nicht das Ende von Henry Ronos Erfolgsserie. Im Juli 1978 gewann er bei den Afrika-Spielen in Algier Goldmedaillen über 10000 Meter und 3000 Meter Hindernis, Anfang August holte er bei den Commonwealth Games in Edmonton über 5000 Meter und die Hindernisstrecke noch zwei weitere Male Gold.

Und auch danach gab Rono keine Ruhe, hetzte weiter von Sportfest zu Sportfest, stand praktisch bis Ende September jeden zweiten oder dritten Tag irgendwo an der Startlinie, um dann im November bereits wieder mit seiner Universitätsmannschaft in die Crosslauf-Saison einzusteigen. Am Ende des Jahres hatte Rono mehr als fünfzig Rennen bestritten und zwei Drittel von ihnen auch gewonnen.

Doch schon zu dieser Zeit griff Henry Rono immer wieder einmal zur Flasche. Abseits von Sport und Studium gab es im kleinstädtischen Pullman, dem Sitz der Washington State University kaum etwas zu tun. Dass Englisch nach seiner Muttersprache Nandi und der ostafrikanischen Verkehrssprache Swahili nur seine dritte Sprache war, machte es ihm nur noch schwerer Kontakte zu finden. Mit seinen Kommilitonen, die sich maximal für Football und Baseball interessierten, hatte er wenig gemein. Psychische Probleme kamen hinzu.

Und Rono war zudem längst nicht der einzige kenianische Läufer, der mit dem plötzlich erlangten Ruhm und Geld nicht wirklich klar kam. Es gab etliche durchaus vergleichbare Fälle. Der bekannteste ist dabei vielleicht der bereits verstorbene Marathonolympiasieger von Peking Sammy Wanjiru. Wenn auch auf einem etwas niedrigeren Niveau lässt sich das wohl durchaus mit jenen kickenden Jungmillionären in Europa vergleichen, denen gelegentlich vollkommen die Bodenhaftung verloren gegangen ist.

Einen weiteren Schlag erhielt die trotz weiterhin sehr guter, wenn auch nicht mehr absolut einzigartiger Leistungen schon etwas auf wackeligen Füßen stehende Karriere des Wunderläufers, als das kenianische NOK beschloss, wie schon in Montréal auch an den Spielen von Moskau nicht teilzunehmen. Der vierfache Weltrekordler Henry Rono bekam genau wie eine ganze Generation kenianischer Athleten erneut keine Chance, um olympisches Edelmetall zu kämpfen.

Rono trank noch mehr als zuvor und legte über den folgenden Winter auch an Gewicht zu. Dennoch brachte er sich für den Sommer wieder soweit in Form, dass er bei internationalen Sportfesten antreten konnte. Im August und September reihte er erneut Wettkampf an Wettkampf, stand mehr als ein Dutzend Mal in irgendeinem europäischen Stadion an der Startlinie.

Innerhalb von zwei Wochen kam er dabei in Koblenz, Rieti und London gleich dreimal bis auf vier Sekunden an seine eigene Bestmarke über 5000 Meter heran. Zwischendurch, gewann er in Brüssel mit 27:40,78 auch noch einen Zehntausender und sicherte sich im kleinen Ingelheim durch einen dritten Platz hinter Steve Scott und Thomas Wessinghage auch den dritten Platz in der Weltrangliste über 3000 Meter.

Ronos im Winter angesichts von mindestens zehn Kilogramm Übergewicht noch milde belächelte Aussage, dass er seinen eigenen Weltrekord über fünf Kilometer angreifen wolle, war auf einmal gar nicht mehr so utopisch. Nur zwei Tage nach einer 13:12.34 in London trat er am 13. September 1981 im norwegischen Kleinstädtchen Knarvik, etwa dreißig Kilometer nördlich von Bergen, erneut über diese Distanz an.

Die Nacht zuvor hatte Rono wieder einmal viel zu tief in die Flasche geschaut und kämpfte mehr gegen seinen Kater als gegen die Konkurrenz. "Zum Glück war die Bahn rund" lautete später sein Kommentar zu seinem Zustand während des Rennens. Und doch gelang es ihm tatsächlich seine Ankündigung in die Tat umzusetzen und Weltrekord zu laufen. Bei 13:06,20 blieb die Uhr nach zwölfeinhalb Runden stehen.

Es war das letzte große Aufbäumen eines Jahrhunderttalentes. Was in diesen Jahren für einen Henry Rono in wirklicher Topform möglich gewesen wäre, ist natürlich Spekulation. Doch die Dreizehn-Minuten-Marke über fünf Kilometer dürfte genauso in Reichweite gewesen sein wie die siebeneinhalb Minuten auf 3000 Metern. Und selbst an einer Zeit von unter acht Minuten über die Hindernisse hätte er vielleicht kratzen können.

Nach der Saison 1982, die Rono immerhin noch einmal unter die besten fünf der Weltrangliste über fünf und zehn Kilometer brachte, aber seinen Weltrekord über 5000 Meter kostete, weil der Brite David Moorcroft in Oslo mit 13:00,41 knapp an der Traumgrenze vorbei schrammte, stürzte der Kenianer endgültig ab.

Sein Studium hatte er nie richtig zu Ende gebracht. Das bei seinen vielen Starts im Leichtathletik-Zirkus verdiente Geld war längst ausgegeben oder verschwunden. Der noch immer auf mehreren Distanzen amtierende Weltrekordler konnte sich nach seinen Alkoholexzessen nicht einmal mehr erinnern, auf welcher Bank und welchem Konto er es denn deponiert haben könnte. Korrupte Funktionäre und schlechte Agenten besorgten den Rest.

Rono ging zurück nach Kenia, kam dort aber genauso wenig klar und tauchte wieder in den USA auf. Er schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch, wusch Autos, schleppte Koffer. Er bettelte bei seinem früheren Sponsor Nike um irgendeine Arbeit, er wolle notfalls auch den Boden putzen. Und er bekam von der Firma, die noch wenige Jahre zuvor groß mit ihm geworben hatte, nicht einmal diesen Job. Auch in Oregon hatte man nach vielen Versuchen, ihm irgendwie unter die Arme zu greifen, die Geduld endgültig verloren.

Gleich mehrere Entziehungskuren führten nicht zum Erfolg. Immer wieder einmal fuhr Rono auch betrunken Auto und wurde verhaftet. Einmal stellte der Internationale Leichtathletik-Verband eine Kaution, um ihn vor dem Gefängnis zu bewahren. Am Ende landete der einstige Sportstar sogar in einem Obdachlosenasyl.

Statt gut sechzig Kilogramm wie zu seiner Glanzzeit wog der 1,73 große Henry Rono irgendwann über hundert Kilo und erinnerte eher an einen Schwergewichtsboxer als an einen Läufer. Und trotzdem gab es auch immer wieder lichte Momente, in denen er sich in den Sport zurück kämpfte, wie ein Marathonstart in Chicago 1986 (immerhin Platz 26 in 2:19:12) oder ein Halbmarathonsieg 1991 mit 1:05:06 im texanischen Austin. Doch der nächste Absturz folgte prompt.

Irgendwann schaffte es Rono dann aber doch noch vom Alkohol los zu kommen. Jahrelang lebte er in Albuquerque im US-Bundestaat New Mexico, arbeitete dort am Flughafen und nebenbei manchmal auch als Trainer. Nach über drei Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten mit allen Höhen und Tiefen kehrte Henry Rono im Vorjahr schließlich nach Kenia zurück. Es bleibt nur zu hoffen, dass er dort endlich zu jenem ruhigen Leben findet, das er sich eigentlich verdient hätte.

Das Portrait der Serie Heroes erstellte Ralf Klink
Grafik Ursula Güttsches

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