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Lauftreff.de hat aufgehört

Die Nachricht zu verkünden, dass der LaufReport-Partner seinen "virtuellen Lauftreff" sowie die weiteren Branchendienste Marathon.de und Halb-Marathon.de zum Jahresanfang eingestellt hat, gelingt mir nicht ohne Wehmut. Nach 26 Jahren ist Schluss, so Helge Schroeter-Janßen, und bedankt sich kurz und knapp bei allen Lesern für die jahrelange Treue.

"Er ist der König", so der Tenor der Laufsport-Internetseiten-Betreiber zu Beginn dieses Jahrhunderts.

 

"Ich weiß nicht genau, an welchem Tag ich mit meiner Seite online gegangen bin. Ich habe einen Ausdruck vom 13.11.1995 und er ist so peinlich, dass ich ihn garantiert niemandem zeigen werde. Titel der Seite war 'Running in germany', denn das Internet war damals noch 100% Englisch. Nach kurzer Zeit habe ich die Seite dann auch in Deutsch angeboten und nach einem intensiven Brainstorming war der Name "Lauftreff" geboren", blickt Helge zurück und weiter: "Als ich mit der Seite startete hatte ich keine Vorstellung, ob das überhaupt irgendjemanden interessiert. Mein Ziel: 100 Besucher pro Monat sollten es schon sein. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass es später Tage mit 100.000 Besuchern geben würde. Meine Statistik gibt insgesamt 73,2 Millionen Besuche in den 26 Jahren aus."

Helge Schroeter-Janßen im September 2021

Die allererste Website (info.cern) wurde am 6.8.1991 veröffentlicht. Die Übertragungsgeschwindigkeit mit Telefonkopplern war dermaßen langsam, dass man gut beraten war, sich auf wenig Textinhalt zu beschränken. Man kann daraus etwas den technischen Stand Ende 1995 ableiten, muss aber einbeziehen, dass die Entwicklung rasant war und das Internet früh den Ruf eines Game-Changers hatte. Kaum ein Unternehmen, das sich nicht bereits Mitte der Neunziger intensiv mit einem eigenen Auftritt im Web befasste.

So erschien im SPIRIDON Magazin 3/96 ein Artikel "Laufen im Internet" mit der ersten Erwähnung von Helges virtuellem Lauftreff. "Die Presse war begeistert. Eine Illustrierte präsentierte Lauftreff.de als Internet-Tipp des Monats mit den Worten: Nun gut. Es gibt schönere Seiten im Web. Aber ...!, erinnert sich der Berliner Helge Schroeter-Janßen und räumt ein: "Ja, meine Seiten waren einfach aufgebaut. Die Besucher sollten schnell und mit wenig Klicks zu ihrer Information kommen."

Unsere Partnerschaft

 

Als wir im Herbst 2001 LaufReport vorbereiteten, war die Idee, bereits Vorhandenes zu ergänzen. Einer Kooperation mit den wenigen Internetanbietern im Laufsport stand insofern nichts im Wege und wir konnten uns über hilfreiche Tipps unserer Marktbegleiter freuen. Mit Helge entwickelt sich ein regelmäßiger Austausch, der zu Beginn des Jahres 2005 in einer vereinbarten Partnerschaft mündete.

LaufReport meets Lauftreff. Hier am Rande des Berlin Marathon im Jahr 2004

Helge Schroeter-Janßen heute dazu: "Es gibt wohl kaum ein besseres Beispiel für den Begriff ‚Win-Win-Situation' als die Partnerschaft zwischen Lauftreff.de und LaufReport.de. LaufReport hätte sicher nie so viele Leser ohne die Verlinkungen bekommen. Aber Lauftreff.de profitierte durch die Auflockerung mit aktuellen Laufberichten und es kamen auch viele neue Besucher über LaufReport zu Lauftreff.de."

Die Entscheidung

Ich hatte nie daran gedacht, dass wir Lauftreff.de überdauern würden. Helge hat mich früh davon informiert, dass er zum Jahresende wohl aufhören würde. Ich hoffte vergeblich, er würde noch einlenken, aber seine Gründe kann ich nur zu gut nachvollziehen. Helge: "Nun ja. Wie gesagt betreibe ich die Seiten schon sehr lange. Und irgendwann muss einfach Schluss sein. Durch die Corona-Pandemie hat die Zahl der Laufveranstaltungen vorübergehend stark abgenommen und auch meine Besucherzahlen sind entsprechend niedrig. Es hat sich einfach angeboten, diese Gelegenheit zu nutzen. Es hätte mich natürlich gereizt, die Zahlen mit abflauender Pandemie wieder nach oben zu treiben. Und dann? Der Abschied wäre nur noch schwerer geworden."

Helge Schroeter-Janßen über sich: Ich laufe fast täglich. 2911 km im letzten Jahr. 88.464 km insgesamt. Bestzeiten: 10 km in 36:45, HM in 1:22:23, M in 2:50:49

Lieber Helge, ich danke Dir für die vielen Jahren stets verlässlicher Zusammenarbeit und wünsche Dir alles Gute sowie eine Zukunft mit vielen guten Augenblicken und unzähligen Laufkilometern. Es wird spannend, wie wir uns ohne Deine unterstützenden Dienste behaupten können.

Walter Wagner, 5. Januar 2022

Gelungene GRR-Mitgliederversammlung unter Corona-Bedingungen in Brilon

Ein feierlicher Empfang im historischen Rathaus der Hansestadt Brilon und die Ehrungen im Foyer der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten eG bildeten den Auftakt der unter Corona-Bedingungen organisierten Jahresmitgliederversammlung von German Road Races (GRR) e.V., Impulsreferate, Workshops und die satzungsgemäße Tagesordnung rundeten eine arbeitsintensive dreitägige Veranstaltung im Tagungshotel im Kurpark im winterlichen Brilon ab.

Zum Auftakt der dreitägigen Zusammenkunft der GRR-Mitglieder begrüßte Bürgermeister Dr. Christof Bartsch im historischen Rathaus die Hansestadt Brilon die Delegierten der GRR-Veranstalter und outete sich nach einem kurzen geschichtlichen und wirtschaftlichen Abriss seiner Stadt vor allem als Marathonläufer mit regelmäßigen Starts auch auf kürzeren Laufveranstaltungen. In den Räumen des Titelsponsors des örtlichen Ausrichters der GRR-Mitgliederversammlung, dem Volksbank Firmenlauf Brilon, war das Briloner Stadtoberhaupt wie auch Volksbank-Vorstand Karl-Udo Lütteken in besonderem Maße gefordert, als sie die Glaspokale und Awards der geehrten Läufer und Funktionäre zumindest vor der Kamera präsentierten, denn nach 2020 wurden die Ehrungen angesichts den der Corona Pandemie geschuldeten Einschränkungen lediglich virtuell durchgeführt.

Die Preisträger wurden erstmals gemeinsam von German Road Races und dem Online-Portal laufen.de präsentiert.

"Wir haben eine exzellente Wahl getroffen, die allerdings auch einige Überraschungen offenbarte und vor allem auch die Vielfalt unseres geliebten Laufsports deutlich machte", stellte Moderator Wilfried Raatz als Vorstandsmitglied von German Road Races die in lockeren Gesprächen präsentierten Läufer und Funktionäre fest.

Als Läufer der gewiss nicht einfachen Saison 2021 wurden der vor allem durch seine im Alleingang in Dresden erzielten Marathon-Olympianorm als äußerst willens- und kampfstark aufgefallene Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg) und die bereits 50jährige mit Weltklasseleistungen aufwartende Sandra Morchner (Laufteam Kassel) geehrt. Bereits seit 2004 werden die Nachwuchsläufer des Jahres ausgezeichnet, in Brilon fiel die Wahl auf die auf allen Distanzen in Deutschland im U20-Bereich führende Blanka Dörfel (SCC Berlin) und auf den im Berglauf wie auch auf der Straße gleichermaßen erfolgreichen 17jährigen Lukas Ehrle (LG Brandenkopf). Trainer des Jahres wurde nach 2009 erneut der Regensburger Chefcoach Kurt Ring.

Viel Beifall gab es für Uta Pippig, die den "Award für das sportliche Lebenswerk" erhielt. Die aus ihrer "zweiten Heimat" USA zugeschalteten Berlinerin gewann in den 90er Jahren jeweils dreimal den Berlin-Marathon und den Boston-Marathon sowie als bislang einzige Deutsche den New York-City-Marathon und betreut heute Projekte ihrer Stiftung "Take the Magic Step" sowie das im Rahmen des BMW Berlin-Marathon durchgeführten Charity-Projekt "Run for Children".

Die Agentur SCC Events GmbH wurde für ihren großartigen Beitrag zum Restart der Laufevents ausgezeichnet. Mit einem massentauglichen Konzept konnten drei Großanlässe mit dem Berlin-Marathon, dem Halbmarathon und der City Night in Berlin mit über 40.000 Finishern durchgeführt werden.

Auf der Arbeitsebene wurden im Plenum der GRR-Mitglieder das Laufjahr 2021 unter Corona-Bedingungen beleuchtet und über die geplante Lauf-Bundesliga zum Teil kontrovers diskutiert. Der in einem der Workshops konzipierte "Tag des Laufens" mit einem bundesweiten Start am 1. Juni 2022 wird eines der zukunftsorientierten Ziele von German Road Races, zu denen auch die Lauf-Bundesliga, die bessere Vermarktung der Laufregionen sowie der weitere Ausbau von Kinder- und Jugend-Laufangeboten im Rahmen der GRR-Veranstaltungen und ein intensiver Meinungsaustausch mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) zählen.

Die Berichte des sechsköpfigen GRR-Vorstandes wurden ebenso mit Beifall bedacht wie auch der wiederum positiv gestaltete Jahresabschluss zum 30. September 2021, zu dem das GRR-Magazin "road races" entscheidend beigetragen hatte.

Die Jahresmitgliederversammlung 2022 findet in Trier statt.

Weitere Informationen unter www.germanroadraces.de

GRR-Presseinformation vom 2.12.2021 - Bild: Heinfried Maschmeyer (GRR)

Deutsche Meisterschaften 10 km in Uelzen am 31.10.2021
  Frauen
Ges. Name Verein Zeit
1 Klein, Hanna LAV Stadtwerke Tübingen
31:40
2 Reh, Alina SCC Berlin
31:43
3 Dattke, Miriam LG Telis Finanz Regensburg
32:49
4 Hendel, Kristina LG Braunschweig
33:08
5 Dörfel, Blanka SCC Berlin
33:15
6 Schöneborn, Rabea LG Nord Berlin
33:41
7 Mommers, Natascha TSV 1863 Herdecke
33:53
8 Dieterich, Eva Laufteam Kassel
34:01
10 km DM in Uelzen am 31.10.2021- Altersklassen Frauen
U18 Benfares, Sofia LC Rehlingen
35:06
U20 Dörfel, Blanka SCC Berlin
33:15
U23 Dieterich, Eva Laufteam Kassel
34:01
35 Mommers, Natascha TSV 1863 Herdecke
33:53
40 Englisch, Bettina TSG 1845 Heilbronn
36:28
45 Paurat, Miriam PSV Grün-Weiß Kassel
38:05
50 Müller-Scherzant, Gabi TuS Deuz
39:27
55 Schwartze, Alexandra OSC Waldniel
40:39
60 Lyda, Hannelore SG Bredenbeck-Holtensen
46:42
65 Göttnauer, Margret LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain
46:21
70 Vogl, Gudrun LG Gäu Athletics
50:20
75 Ritschel, Anja TV Waldstraße Wiesbaden
52:10
80 Bayer, Waltraud LG Bremen-Nord
1:07:01

Deutsche Meisterschaften 10 km in Uelzen am 31.10.2021
  Männer
Ges. Name Verein Zeit
1 Voigt, Nils TV Wattenscheid 01
28:46
2 Fitwi Sibhatu, Samuel LG Vulkaneifel
28:52
3 Ringer, Richard LC Rehlingen
28:54
4 Hendel, Sebastian LG Braunschweig
29:13
5 Boch, Simon LG Telis Finanz Regensburg
29:25
6 Dahlke, Jonathan TSV Bayer 04 Leverkusen
29:27
7 Orth, Florian LG Telis Finanz Regensburg
29:30
8 Thorwirth, Maximilian SFD 75 Düsseldorf-Süd
29:31
10 km DM in Uelzen am 31.10.2021 - Altersklassen Männer
U18 Ehrle, Lukas LG Brandenkopf
31:27
U20 Belfqih, Anas TV Waldstraße Wiesbaden
31:21
U23 Schneider, Velten VfL Sindelfingen
29:41
35 Katib, Joseph LG Braunschweig
30:19
40 Arnold, Raphael TSG Schwäbisch Hall
31:53
45 Kotissek, Thomas LG Allgäu
31:43
50 Molero-Eichwein, Miguel Spiridon Schleswig
32:59
55 Wissmann, Ingo LG Lemgo
35:14
60 Bouricha-Hörmann, Hans FC Ebershausen
38:40
65 Lang, Ludwig SVG Ruhstorf/Rott
39:17
70 Daudrich, Viktor SVG Ruhstorf/Rott
42:28
75 Nehring, Wolfgang VfL Ostelsheim
47:09
80 Kramer, Fokke Bosauer SV
47:26
85 Vogt, Wilhelm LG Lüneburg
1:04:54

Alle Ergebnisse zur Deutschen Meisterschaft 10 km in Uelzen am 31.10.2021
www.sv-rosche.de/anmeldung/ergebnisse10kmDM

Trauer um Winfried Aufenanger

  Die Laufgemeinschaft und das Marathon-Team in Kassel trauern um Ihren "Mister Marathon" Winfried "Aufi" Aufenanger, der mit 74 Jahren in der Nacht zum Sonntag verstorben ist. Das Marathon-Team ist Aufi unheimlich dankbar für die in den letzten Jahren geleistete Arbeit als Trainer, Organisator des Kasseler Citylaufs und langjähriger Veranstalter des Kassel Marathons. Mitteilung im LaufReport

Hirschhäuser und Harrer triumphieren im Münchner Olympiastadion

Alexander Hirschhäuser und Corinna Harrer sind die Sieger des GENERALI MÜNCHEN MARATHON. Beide gewannen damit auch die deutschen Meistertitel über die 42,195-km-Distanz. Alexander Hirschhäuser (ASC Breidenbach) lief nach 2:18:38 Stunden mit einer persönlichen Bestzeit ins Ziel im Münchner Olympiastadion. Bei guten, anfangs jedoch sehr kühlen Wetterbedingungen siegte Corinna Harrer (LG Telis Finanz Regensburg) in 2:43:11.

Deutsche Marathonmeistertitel gingen an Alexander Hirschhäuser und an Corinna Harrer
Foto © Foto: Norbert Wilhelmi / GENERALI MÜNCHEN-MARATHON

Bei der 35. Auflage des GENERALI MÜNCHEN MARATHON gingen insgesamt 10.659 Läufer aus 85 Nationen an den Start. Diese Zahl teilte sich auf in 3.198 Marathon- und 5.545 Halbmarathonläufer sowie 1.916 Athleten, die sich in die Startlisten des 10-km-Rennens eingetragen hatten. Damit war der GENERALI MÜNCHEN MARATHON der drittgrößte deutsche Lauf in diesem Jahr nach dem Berlin-Marathon und dem Halbmarathon in der Hauptstadt.

Ebenso wie in Berlin konnte das Rennen in München trotz der andauernden Corona-Pandemie stattfinden, nachdem die Veranstalter den Behörden ein entsprechendes Hygiene-Konzept vorgelegt hatten. Für alle Läufer sowie punktuell auch für Zuschauer galt am Sonntag in München die "3-G-Regel". Läufer und die betreffenden Zuschauer mussten einen Nachweis über eine Corona-Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test vorweisen.

"Das Konzept mit dem Zwei-Runden-Kurs beim Marathon ist mit knapp 11.000 Teilnehmern voll aufgegangen. An der Strecke herrschte eine super Stimmung, die Männer sind für ihre Verhältnisse sehr gute Zeiten gelaufen. Nächstes Jahr kehren wir jedoch wieder auf die Originalstrecke des GENERALI MÜNCHEN MARATHON zurück. Start und Ziel im Olympiastadion wollen wir beibehalten: Diese Kulisse sorgt bei Aktiven wie beim Publikum für einmalige Momente und hat der Deutschen Marathon-Meisterschaft einen würdigen Rahmen geboten", sagte Race-Direktor Gernot Weigl.

Bei den ersten nationalen Meisterschaften im Marathon seit 2019 hatte sich im Mittelteil des Rennens Tom Thurley (Potsdamer Laufclub) etwas abgesetzt. Mit fünf Sekunden Vorsprung passierte der 28-Jährige, der vor zwei Wochen bei seinem Marathon-Debüt in Berlin nach rund 35 km ausgestiegen war, die Halbmarathonmarke nach 69:27 vor Alexander Hirschhäuser. Während Tom Thurley das Tempo im letzten Drittel des Rennens jedoch nicht halten konnte und sich am Ende mit Rang sechs in 2:23:55 zufrieden geben musste, übernahm Alexander Hirschhäuser vor der 30-km-Marke die Spitze und lief zu einem klaren Sieg.

"Heute bin ich stolz auf mich, dass ich meinen Stiefel durchgelaufen und durch alle Tiefen gegangen bin. Die Qualifikation für das EM-Team ist interessant. Man muss sich Ziele stecken, und als Deutscher Meister darf man das auch anstreben", sagte der 29-jährige Alexander Hirschhäuser mit Blick auf die Europameisterschaften in München im kommenden Jahr. Mit 2:18:38 Stunden unterbot er in München seine bisherige Bestzeit um 15 Sekunden und gewann vor Anthony Tomsich (LAV Stadtwerke Tübingen), der sich in der zweiten Hälfte des Rennens von Platz sechs bis auf Rang zwei nach vorne geschoben hatte und nach 2:19:30 im Ziel war. "Es war eine tolle Veranstaltung - so etwas hat allen gefehlt", sagte Anthony Tomsich, der sowohl die deutsche als auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt und seit einiger Zeit in Deutschland lebt. Zwei Wochen nachdem er beim Berlin-Marathon nach 25 km vorzeitig aus dem Rennen gegangen war, belegte Philipp Baar (SCC Berlin) in München nun Rang drei mit 2:21:03.

Im Rennen der Frauen liefen Isabel Leibfried (TSG Heilbronn) und Corinna Harrer lange Zeit gemeinsam an der Spitze. Die Halbmarathon-Marke passierten sie nach 1:22:02 Stunden, und auch bei Kilometer 30 war noch keine Vorentscheidung gefallen. Im Bereich der 35-km-Marke konnte sich dann mit Corinna Harrer die Favoritin absetzen. Die 30-jährige frühere Mittelstrecken-Spezialistin, die 2013 bei der Hallen-EM eine Silbermedaille über 3.000 m gewonnen hatte, lief schließlich mit einem deutlichen Vorsprung nach 2:43:11 ins Ziel im Olympiastadion. "Daheim zu laufen und Deutsche Meisterin zu werden, das ist toll. Es ist einfach nur traumhaft, hier in das Olympiastadion laufen zu können. Es gab viel Unterstützung durch die Zuschauer", sagte Corinna Harrer. Während Isabel Leibfried nach 2:44:09 als Zweite im Ziel war, folgte die Schweizerin Andrea Meier als Dritte in 2:46:58. Rang drei bei den Deutschen Meisterschaften belegte Merle Brunnée (MTG Mannheim), die im Gesamtklassement mit 2:53:14 Sechste wurde.

Gute Ergebnisse gab es beim parallel veranstalteten 10-km-Rennen. Hier setzte sich Maximilian Thorwirth (SFD Düsseldorf) in 30:29 Minuten vor Robert Baumann (LAV Stadtwerke Tübingen/30:56) durch. Das Rennen der Frauen gewann Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen) in 32:10 mit großem Vorsprung. Sie schob sich mit diesem Streckenrekord auf Rang drei der deutschen Jahresbestenliste und auf Platz neun in der europäischen Liste für 2021.

Weitere Informationen und Ergebnisse im Internet unter: www.generalimuenchenmarathon.de

Pressemitteilung Race-News-Service für MÜNCHEN MARATHON GmbH vom 10.10.2021

Deutsche Marathon Meisterschaft 2021 in München
  Frauen (26 im Ziel)
Ges. Name Verein Zeit
1 Harrer, Corinna (W30) LG Telis Finanz Regensburg
2:43:11
2
Leibfried, Isabel (W30)
TSG 1845 Heilbronn
2:44:09
3 Brunnée, Merle (W20) MTG Mannheim
2:53:14
4 Beese, Florentine (W20) Hannover Athletics
2:55:49
5 Ochs Katrin (W40) LG Filder
3:01:49
6 Prager, Sabrina (W30) LG Passau
3:02:30
7 Rennecke, Franziska (W20) LG Rhein-Wied
3:05:09
8 Beck, Anja (W20) LG Region Landshut
3:08:53
Deutsche Marathon Meisterschaft 2021 Altersklassen Frauen
40 Ochs, Katrin LG Filder
3:01:49
45 Materna, Ingrid SVG Ruhstorf/Rott
3:18:10
50 Ramsauer, Christine Team Memmert
3:12:42
55 Habel, Rosi TSV Wolfratshausen
3:45:42
60 Storch, Ilse LC Tölzer Land
3:24:57
65 Kaiser, Gabriele SC Unterpfaffenhofen-Germering
4:17:26
70 Biermanski, Brigitta TSV Starnberg e.V.
5:03:41
Deutsche Marathon Meisterschaft 2021 Mannschaften Frauen (1)
1 TSV Wolfratshausen
Ulrike Greif (W45) 3:42:32
Rosi Habel (W55) 3:45:42
Carina Neubauer (W45) 3:59:23
11:27:37

Deutsche Marathon Meisterschaft 2021 in München
  Männer (85 im Ziel)
Ges. Name Verein Zeit
1 Hirschhäuser, Alexander (M20) ASC 1990 Breidenbach
2:18:38
2 Tomsich, Anthony (M30)
LAV Stadtwerke Tübingen
2:19:30
3 Baar, Philipp (M20) SCC Berlin
2:21:03
4 Schöfisch, Marcus (M30) Lauftraining.com Lauffreunde e.V.
2:22:17
5 Ziganke, Jens (M30) SV Reichenau
2:22:38
6 Thurley, Tom (M20) Potsdamer Laufclub
2:23:55
7 Dietz, Thorben (M30) SSV Ulm 1846
2:24:44
8 Fuchs, Maxim (M30) LG Passau
2:28:23
Deutsche Marathon Meisterschaft 2021 Altersklassen Männer
35 Goerlich, Manuel LSF Münster
2:28:30
40 Sassnink, Michael LC Aichach
2:34:20
45 El Makrini, Hakim Milers Colonia 2020
2:40:33
50 Mey, Markus TV Eifeler Turnkraft Konzen
2:40:53
55 Koch, Matthias LAV Stadtwerke Tübingen
2:47:30
60 Disse, Ottmar LG Wolfstein
3:02:11
65 Betzler, Matthias Spvgg Höhenkirchen
3:07:42
70 Edelmann, Fritz TSV Dinkelsbüh
3:57:08
75 Rode, Peter LG Vellmar
5:04:32
Deutsche Marathon Meisterschaft 2021 Mannschaften Männer (10)
1 LAV Stadtwerke Tübingen
Anthony Tomsich (M30) 2:19:30
Timo Göhler (M30) 2:28:40
Matthias Koch (M55) 2:47:30
7:35:40

Übertragung von COVID-19 bei Laufveranstaltungen ist sehr selten

Eine neue Studie zeigt, dass das Risiko einer COVID-Übertragung bei Laufveranstaltungen durch grosse und kleine Aerosole sehr klein ist. Durch Starts in kleinen Gruppen oder Einzelstarts kann dieses Risiko weiter gesenkt werden.

Wie gross ist das Risiko, sich bei einem Laufanlass anzustecken und welche Strategien helfen, dieses Risiko weiter zu senken? Dieser Frage ist Michael Riediker vom Schweizerischen Zentrum für Arbeits- und Umweltgesundheit (SCOEH) nachgegangen. Er hat dabei in einem ersten Schritt auf einer Leichtathletikbahn Experimente durchgeführt, bei denen, von einer sich auf der Rundbahn bewegenden Testpuppe, entweder feine und grosse Aerosole freigesetzt wurden. Hinter dieser Testpuppe bewegte sich ein Feld von Dummies, die mit Sensoren ausgestattet waren. Die Übertragung durch feine Aerosole simulierte er mit einer Nebelmaschine. Für die grossen Aerosole wurde Lebensmittelfarbe mit einer professionellen Pestizidspritze freigesetzt. Die Aerosol-Grösse stellte Michael Riediker dabei so ein, dass sie der Grösse menschlicher Aerosole ("feiner Nebel" bzw. "grosse Tröpfchen") entsprachen. Da die von der Testpuppe freigesetzte Menge an Nebel oder Farbe bekannt war, konnte folglich bestimmt werden, welcher Anteil bei den Testdummies ankommt.

Auswertung mit Computermodell
Die Informationen zur Übertragungsrate in Abhängigkeit von Geschwindigkeit und Distanz für kleine und grosse Aerosole wurden danach in ein Computermodell gefüttert und die Übertragung zwischen Teilnehmenden einer Laufveranstaltung simuliert. Als Grundlage dienten dabei die Laufzeiten von echten Laufveranstaltungen. Bei der Simulation wurde die Laufstrecke in 10-Meter Segmente unterteilt und für jedes Segment berechnet, wie viele Aerosole von einer infizierten Person, auf die hinter ihr im gleichen Segment laufenden Personen übertragen werden. Die Anzahl infizierter Personen im Rennen wurde aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage auf 0.25% aller Teilnehmenden angesetzt. Die Simulationen sind also eine pessimistische Schätzung, da die Läuferinnen und Läufer aktuell nur mit einem Covid-Zertifikat zu Laufevents zugelassen sind und die Infektionsrate so weiter tief gehalten wird.

Auch beim Massenstart ein geringes Risiko
Erste Resultate zeigen, dass das Risiko sogar bei einem Massenstart recht gering ist. Bei 61% der 10-Kilometer-Läufe mit 100 Teilnehmenden hatte es mindestens eine infizierte Person im Starterfeld. Wenn man nur die Läufe mit einer infizierten Person am Start anschaut, kommt es bei jedem zehnten Lauf vor, dass eine andere Person möglicherweise eine infektiöse Dosis erhält. Die mittlere erhaltene Dosis ist tiefer, wenn die Starts in kleinen Gruppen oder in Form von Einzelstarts, beispielsweise alle zwei Sekunden, erfolgen. Das Ansteckungsrisiko erhöht sich mit steigenden Teilnehmerzahlen, bleibt aber selbst bei 1000 Läuferinnen und Läufer sehr tief. Wenn ein Lauf mit 1000 Teilnehmenden einen gestaffelten Start durchführt, hätte es bei der gegenwärtigen epidemiologischen Lage nur gerade bei jedem fünften Lauf eine Person, die eine möglicherweise kritische Dosis erhält.

Auch auf der Rundbahn wurde getestet
Ebenfalls simuliert wurde die Situation von dicht beisammen laufenden Gruppen, wie sie zum Beispiel bei Leichtathletik-Meetings vorkommt. Bei einem 1500-Meter Lauf ist das Risiko einer Ansteckung ebenfalls sehr gering. Dies einerseits, weil die Wahrscheinlichkeit, eine ansteckende Person am Start zu haben, sehr klein ist. Andererseits weil die Laufdistanz kurz ist. Etwas weniger günstig war die Situation bei einer simulierten 11-köpfigen Gruppe, die in enger Formation 30 km zusammen läuft. Zwar hatte es nur gerade in 25 der 1000 simulierten Laufgruppen eine infizierte Person. In diesen Gruppen erhielt dann aber eine der 10 gesunden Personen eine möglicherweise kritische Dosis.

Ermutigende Ergebnisse für Laufevents
Das Fazit der Studie ist für Organisatoren erbaulich: Bei Laufveranstaltungen im Freien gibt es nur ein sehr geringes Ansteckungsrisiko. Dieses kann weiter gesenkt werden, wenn mit Einzelstarts oder in Kleingruppen gestartet wird. Wenn vermieden wird, dass Teilnehmende über sehr lange Zeit sehr nahe hinter anderen Personen laufen, verringert sich die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung durch Covid-19 nochmals.

Diese Studie wurde vom Verein Swiss Runners und Swiss Athletics finanziell unterstützt. Alle Resultate sind vorläufig. Ein Fachartikel mit Beschreibung der Methodik und der Resultate ist in Vorbereitung und wird schon bald bei einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift eingereicht.

Pressemitteilung Swiss Running vom 8.10.2011

Haspa Marathon Hamburg 2021

Martin Musau und Gadise Mulu siegen auf der Hamburger Glacischaussee

4.219 Läuferinnen und Läufer sorgen für ein gelungenes Laufsportfest

Hamburg, 12. September 2021 Gadise Demissie Mulu und Martin Musau heißen die Siegerin und der Sieger des Haspa Marathon Hamburg 2021. Die Äthiopierin (23) gewann bei ihrer dritten Marathonteilnahme die Frauenkonkurrenz nach 2:26:19 Stunden, der Athlet aus Uganda (23) siegte bei seiner Marathonpremiere nach 2:10:14 Stunden.

"Die Vorbereitungen waren sehr spontan, ich hatte gerade einmal eine Woche Zeit, alles zu planen und mich auf das Rennen vorzubereiten, dennoch lief das Rennen großartig, bis hin zu den Zuschauern, die mich toll begleitet haben. Ich bin sehr glücklich und würde mich freuen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein", so die sichtlich euphorische Siegerin Gadise Mulu. Auch Martin Musau freute sich über seinen Sieg in der Hansestadt: "Eine Marathon Premiere ist immer etwas Besonderes, da sollte man zunächst bescheiden sein. Ich hatte mir eine Zeit unter 2:10 Stunden vorgenommen, bekam aber im Schlussabschnitt muskuläre Probleme. Dass es dennoch für den Sieg gereicht hat, macht den Erfolg umso größer und mich sehr glücklich."

Zufrieden mit der Veranstaltung zeigte sich auch Chef-Organisator Frank Thaleiser: "Wir haben mit der Vorbereitung in den letzten Wochen und der Umsetzung heute das erreicht, was unter den derzeitigen Bedingungen möglich war, und das ist nicht eben wenig. Ich denke, dass wir damit auch einen großen Schritt in Richtung einer neuen Normalität gemacht haben."

Seit dem Morgen ab 8:00 Uhr waren insgesamt 4.434 Läuferinnen und Starterinnen sowie ein Handbiker in den drei Wettbewerben Marathon, Halbmarathon und Staffelmarathon an den Start gegangen. Bis 15:45h waren insgesamt 4.219 erfolgreich im Ziel.

Am morgigen Montagvormittag startet die Anmeldung für den 36. Haspa Marathon Hamburg. Termin hierfür ist der 24. April 2022.

Weitere Informationen und Ergebnisse unter: www.haspa-marathon-hamburg.de

Weitere Informationen unter: www.haspa-marathon-hamburg.de

Pressemitteilung Marathon Hamburg Veranstaltungs GmbH vom 12.9.21

Prof. Dr. Wildor Hollmann, Sportmediziner von Weltrang und Befürworter des Laufens, ist tot

 

"Gesund und leistungsfähig bis ins hohe Alter" lautet eines der zahlreichen Bücher von Prof. Dr. Wildor Hollmann, in dem er 2006 auf leicht verständliche Art den Wissensstand der Medizin zu diesem Thema zusammengefasst hat. Er, der Vieles, was hierzu zu sagen war, selber im Laufe der Jahrzehnte erforscht und zu hoher allgemeiner Akzeptanz geführt hatte, verstarb am 13. Mai 2021 im Alter von stolzen 96 Jahren.

Zum Nachruf von Wolfgang W. Schüler im LaufReport HIER

Foto zeigt v.r. Prof. Dr. Wildor Hollmann und Wolfgang W. Schüler und bei einem privaten Treffen in Wiesbaden 2006

+++ PRESSEMITTEILUNG INDOOR MEETING KARLSRUHE 2021 +++

INDOOR MEETING Karlsruhe: Weltklasse-Meeting auch in schwierigen Zeiten

Er hat es schon wieder getan. Erneut präsentierte Ausnahme-Stabhochspringer Renaud Lavillenie Karlsruhe und dem INDOOR MEETING eine Flugshow vom Allerfeinsten und stellte seinen eigenen Meeting-Rekord, der aus dem Jahr 2016 datiert, ein. 5,95 Meter im ersten Versuch hieß es für den Franzosen, für den Karlsruhe auch ohne Fans ein gutes Pflaster ist. "Gewöhnlich bekommen wir hier in Karlsruhe eine sehr gute Stimmung geboten, das war heute etwas anders. Aber hier in Karlsruhe ist immer eine ganz besondere Atmosphäre", sagte der Franzose im Anschluss an seinen Wettkampf. "Jeder von uns Athleten möchte Top-Leistungen abliefern, als Geschenk an die Organisatoren", so Lavillenie weiter.

Renaud Lavillenie - Foto © Andreas Arndt

Weltklasse-Leistungen bekam Karlsruhe 2021 genügend geboten. Insgesamt acht Weltjahresbestleistungen, vier Landesrekorde sowie zwei Meetingrekorde lauteten das Fazit. Neben Renaud Lavillenie stellte auch die Portugiesin Auriol Dongmo einen neuen Meetingrekord auf. Sie gewann den Kugelstoß-Wettbewerb der Frauen mit 19,65 Meter was neben Meetingrekord auch Weltjahresbestleistung und Landesrekord zum Auftakt der World Athletics Indoor Tour bedeutete. Auch die dreimalige Weltmeisterin von Berlin und amtierende Weltmeisterin über die 200 Meter Dina Asher-Smith zeigte sich beim INDOOR MEETING in Topform und stellte mit ihrem Finallauf von 7,08 Sekunden gar ihre persönliche Bestleistung in der Halle ein. "Ich habe mich sehr über meine heutige Leistung gefreut und das nicht erwartet", sagte die Britin nach ihrem Sieg. Am Ende siegte sie vor Orlann Ombissa-Dzangue und Ajla del Ponte.

60m mit Sprint - Foto © Andreas Arndt

Eine Riesenüberraschung durften man hingegen bei den 400 Meter erleben, als Marvin Schlegel vom LAC Erdgas Chemnitz in einer Zeit von 46,61 Sekunden über die zwei Stadionrunden eine starke Konkurrenz um Oscar Husillos sowie den mehrfachen Welt- und Europameister in der Halle Pavel Maslak hinter sich ließ. "Ich bin hierher gereist mit der Prämisse, einfach mein Bestes zu geben und noch mal an die Zeit von letztem Mal ranzulaufen. Dass es jetzt zum Sieg reicht, ist mega geil", sagte der 23-Jährige nach seinem Rennen. Mit Katharina Trost entschied ebenfalls eine deutsche Athletin ihren Wettkampf für sich. Sie siegte über die 1.500 Meter in einer Zeit von 4:12,02 Minuten und damit Weltjahresbestleistung vor Winnie Nanyondo aus Uganda.

Sowohl die 3.000 Meter der Frauen als auch der Männer standen beim INDOOR MEETING Karlsruhe 2021 ganz im Zeichen der Kenianer. Bei den Frauen war es am Ende mit der Kenianerin Beatrice Chepkoech die Weltrekordhalterin über die 3.000 Meter Hindernis im Freien, die sich mit ihrem Sieg in 8:41,98 Minuten die volle Punkteausbeute für das Ranking der World Athletics Indoor Tour sicherte. Der Meetingsieger der 3.000 Meter bei den Herren hieß wie im vergangenen Jahr Bethwell Birgen, der mit seiner Zeit von 7:34,12 Minuten seine Zeit aus dem Vorjahr um mehr als vier Sekunden unterbot.

Schnelle Zeiten boten beim INDOOR MEETING Karlsruhe auch die Hürdensprinter. Bei den Männern war es der U20-Weltrekordler Wilhelm Belocian aus Frankreich, der in pfeilschnellen 7,49 Sekunden siegreich war. Etwas überraschend fiel hingegen das Ergebnis bei den Frauen aus. Hier verwies die Finnin Nooralotta Neziri in 7,92 Sekunden unter anderem die WM-Vierte Tobi Amusan, Hallen-Europameisterin Nadine Visser sowie mit Elvira Hermann die Freiluft-Europameisterin auf die Plätze zwei, drei und vier. Unglaubliche 8,18 Meter standen am Ende auf der Anzeigentafel für den Weitsprung-Ausnahmekönner und Hallen-Weltmeister von 2018 Juan Miguel Echevarria, der bereits mit seinem ersten Sprung des Abends die Gewinnerweite erreichte. Den Dreisprung der Frauen entschied mit Liadagmis Povea ebenfalls eine Athletin aus Kuba. In Weltjahresbestleistung von 14,54 Metern sicherte sie sich den Rang auf dem Gewinnerpodium. Der Brite Elliot Giles gewann die 800 Meter in einer Zeit von 1:45,50 Minuten, Lokalmatador Christoph Kessler von der LG Region Karlsruhe belegte mit persönlicher Bestleistung Rang sechs.

60m mit Sprintsiegerin Dina Asher-Smith - Foto © Andreas Arndt

"Wir haben unglaubliche Leistungen unserer Athletinnen und Athleten gesehen. Man hat gemerkt, dass diese nach so langer Wettkampfpause hungrig waren", sagte Sportdirektor Alain Blondel nach dem 37. INDOOR MEETING Karlsruhe und zieht damit eine durchweg positive Bilanz. "Karlsruhe hat wieder beste Werbung für die internationale Leichtathletik gemacht. In sieben Ländern weltweit waren wir heute zwei Stunden live zu sehen", fügt er hinzu. Dem kann sich Martin Wacker, Meetingdirektor und Geschäftsführer der ausrichtenden Karlsruhe Marketing und Event GmbH nur anschließen: "Dieses Meeting geht in die Geschichte ein. Wir haben mit der Durchführung des Meetings unter diesen Voraussetzungen ein Zeichen für die Leichtathletik gesetzt und hoffen, dass wir diese Erfolgsgeschichte 2022 gemeinsam wieder mit unseren Fans in der Halle fortsetzen können."

Weiter geht es mit der World Athletics Indoor Tour am 9. Februar im französischen Liévin, bevor es über Boston (13. Februar), Torun (17. Februar) am 24. Februar zum Tour-Abschluss nach Madrid geht.

www.meeting-karlsruhe.de

Pressemitteilung INDOOR MEETING KARLSRUHE 2021 vom 30.1.2021

Sportsucht im Marathonsport

 

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sich Silke Hippler mit dem Thema auseinandergesetzt. "Zur Prävalenz der primären Sportsucht im Marathonsport - eine Online-Befragung" so lautet der Arbeitstitel und auch LaufReport-Leser waren vor Wochen angehalten, an der Befragung teilzunehmen. Mit der Auswertung der Befragung schließt die Arbeit. Eine kurze Zusammenfassung ist ihr voran gestellt. Das Thema weckt aber sicher das Interesse von Läuferinnen und Läufern soweit, dass man es nicht beim Lesen der Zusammenfassung belässt.

Zum Beitrag von Silke Hippler im LaufReport klick HIER

Das Medical Team von SCC EVENTS informiert

Bei Langstrecken-Wettbewerben wie Halbmarathon- oder Marathonläufen bestehe kein höheres Risiko, eine Herzattacke zu erleiden als im sonstigen Leben. Dies wurde jetzt im Rahmen einer Langzeit-Studie in den USA festgestellt, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde (Cardiac Arrest during Long-Distance Running Races).

In die Untersuchung flossen die Daten von 10,9 Millionen Läuferinnen und Läufern ein, die zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 31. Mai 2010 an Marathon- und Halbmarathonläufen in den USA teilgenommen hatten. In diesem Zeitraum erlitten 59 Teilnehmer einen Herzstillstand, 42 davon starben. Von den 59 Betroffenen waren 51 Männer, wobei anzumerken ist, dass in den USA der Frauenanteil bei Halbmarathon- und Marathonläufen deutlich höher liegt als in Europa; teilweise sind dort in etwa gleich viele Frauen wie Männer am Start solcher Veranstaltungen.
Dies bedeutet, dass Herzattacken bei Laufwettbewerben nicht häufiger auftreten als im normalen Leben. "Die Tatsache, dass es sich dabei in der Regel um sportlich aktive Menschen handelt, die auch sonst einen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil pflegen, spielt insofern eine untergeordnete Rolle, als einerseits familiäre Dispositionen (Herzerkrankungen bei Eltern, Geschwistern und nahen Verwandten) und andererseits unerkannte Vorerkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck) eine wichtige Rolle spielen", erklärte Dr. Lars Brechtel, medizinischer Direktor des BMW BERLIN-MARATHON.

Im Vergleich mit der Studie aus den USA liegt die Häufigkeit für schwere kardiale Zwischenfälle beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON und beim BMW BERLIN-MARATHON, den beiden größten deutschen Laufveranstaltungen ihrer Art, im Vergleichszeitraum zwischen 2000 und 2011 leicht höher. Dies begründet sich einerseits bereits mit dem Hinweis der Autoren, dass die Häufigkeit in ihrer Studie möglicherweise unterschätzt wird, weil nicht alle Zwischenfälle erfasst werden konnten. Auch unterscheidet sich die Geschlechterverteilung der Teilnehmer in den USA deutlich von der in Europa. Während in Berlin ca. 75% der Teilnehmer Männer sind (diese tragen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Zwischenfälle in sich), gehen in den USA etwa gleichviele Männer wie Frauen an den Start. So waren auch in den vergangenen Jahren bei den beiden Berliner Großveranstaltungen ausschließlich Männer von derartigen Vorfällen betroffen.

Auffallend ist, dass das zugrunde liegende Krankheitsspektrum deutlich unterschiedlich ist. Während in den USA insbesondere die hypertrophe Kardiomyopathie - eine genetisch bedingte Herzerkrankung - in ca. der Hälfte aller Fälle für die schweren kardialen Zwischenfälle verantwortlich gemacht wurde, stehen in Berlin typischerweise die Fälle mit Minderdurchblutung des Herzens bedingt durch eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße und die daraus folgenden Herzinfarkte im Vordergrund.

Gegenüber den USA ist die Überlebenschance bei schweren kardialen Zwischenfällen in Berlin jedoch besser, was durch die gute medizinische Versorgungsstruktur und die präventiven Bemühungen des Medical Teams von SCC EVENTS erreicht wird.

Auffallend ist, dass ein Drittel der betroffenen Läufer in den USA in den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf bereits kardiale Symptome aufwies. 17% hatten zudem eine positive Familienanamnese, 10% Anzeichen einer viralen Infektion in den letzten zwei Wochen vor dem Vorfall. Somit wäre eine weitere Reduktion der Zwischenfälle möglich, wenn entsprechende Screening-Angebote wie der PAPS-Test (Persönlicher Aktivitäts- und Präventions-Screening-Test) und entsprechend daraus resultierende sportärztliche Untersuchungen konsequent genutzt werden würden. Ebenso sollte auf einen Start bei Vorliegen eines Infektes in den Wochen vor dem Rennen verzichtet werden.

Der PAPS-Test ist seit Jahren in den Anmeldeprozess bei allen Veranstaltungen von SCC EVENTS integriert und gibt den Teilnehmern erste Hinweise auf ein möglicherweise individuell erhöhtes Risiko. Sportmedizinische Voruntersuchungen können durch diesen Test nicht ersetzt werden. Sie sollten vielmehr von jedem Läufer eigenverantwortlich vor einer Teilnahme an Laufveranstaltungen wahrgenommen werden.

SCC-Pressemitteilung von Thomas Steffens vom 18.01.2012

Dokumentarfilmer Michael Schwarz traf Läufer Horst Preisler:

Videoinstallation „Lebenslauf“ – jetzt preisgekrönt

Als Preisler die Anfrage erreichte, ob er bereit sei, an einem solchen Projekt mitzuwirken, war sein erster Gedanke: „Klar, so kann ich doch jungen Menschen helfen, ein solches Projekt zu gestalten.“ Zum Beitrag von Wolfgang W. Schüler im LaufReport klick HIER

 

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