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Petition für die Rettung der Läufe gestartet

Unterstützung von Alina Reh und Philipp Pflieger

 

Die Corona-Pandemie hat so gut wie alle Läufe und Events gestoppt, die Veranstalter und Vereine bangen um ihre Existenz und Zukunft. Viele weitere Unternehmen sind im Hintergrund abhängig von solchen und natürlich auch jeglichen anderen Events in den Bereichen Sport und Kultur, zum Beispiel Medaillen, Zeitnahme, Messen, Security, Technik oder Absperrungen. Hier steht eine gesamte Branche auf der Kippe.

Damit diese bedrohliche Situation auch von der Politik wirklich verstanden und wahr genommen wird, setzt die Interessengemeinschaft der deutschen Straßenlaufveranstalter German Road Races (GRR) e.V. jetzt auf eine Petition: Save The Events - Rettet unsere Läufe. "Wir brauchen jede Stimme, um den Laufsport zu retten", sagt Horst Milde, der GRR-Vorsitzende.

Der Aufruf zur Abgabe der Stimme unter www.openpetition.de/petition/online/save-the-events-o-rettet-unsere-laeufe erhält prominente Unterstützung. Deutschlands Topläufer Alina Reh und Philipp Pflieger machen sich dafür stark - weitere werden folgen.

"Als Profisportler bin ich meist relativ nah dran an den Organisatoren großer Laufveranstaltungen und fühle dementsprechend mit ihnen in der derzeitig schwierigen Situation. Hinter diesen Veranstaltern stehen aber auch noch eine ganze Menge weiterer Dienstleister die durch die aktuelle Corona-Krise um ihre Existenz fürchten müssen und natürlich fühle ich mich auch diesen verbunden", sagt Philipp Pflieger. Der deutsche Top-Marathonläufer, der für LT Haspa Marathon Hamburg startet und seinen zweiten Marathon-Olympiastart anstrebt, fügt hinzu: "Es wird höchste Zeit, dass sich auf Bundes- und Landesebene endlich intensiv mit dieser Problematik beschäftigt wird, denn ansonsten wird das gravierende Folgen haben für die Laufszene wie wir sie kannten. Deswegen begrüße ich diese Initiative und unterstütze sie gerne."

Ohne Lauf-Veranstaltungen wäre Alina Reh vielleicht nie zum Laufsport gekommen. Die Europameisterschafts-Vierte über 10.000 m des SSV Ulm, die ihr großes Potenzial im Straßenlauf bereits mehrfach bewiesen hat, sagt: "Nicht nur wir Sportler trauern der Absage von vielen Straßenläufen nach, sondern vor allem die Veranstalter dieser Läufe trifft es hart. Vereine und viele Unternehmen, die an solchen Events hängen, bangen um ihre Zukunft und Existenz. Laufsport verbindet und ist der einzige Sport bei dem Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Leistungsniveaus an der gleichen Startlinie stehen und die gleiche Strecke bewältigen. Gerade Kinder kommen bei Straßenläufen das erste Mal in Kontakt mit dem Laufsport und können sich gegenseitig messen. So hat auch bei mir alles begonnen. Durch Bambini- und Schülerläufe habe ich die Freude am Laufen gefunden und bin erst dann zur Leichtathletik gekommen. In diesem Sinne brauchen wir viele Stimmen, um die Zukunft des Straßenlaufes und somit die Zukunft des Läufernachwuchses sowie die läuferische Bewegung in der Gesellschaft zu retten. Bitte unterstützt alle diese Initiative."

Der GRR-Vorsitzende Horst Milde und Cecilia Wenig, die Initiatorin der Petition, erklären gemeinsam: "Hier steht ein Sport auf der Kippe, der einmalig ist: Breitensportliche Läufer und Läuferinnen verschiedenster Nationen, Kulturen und Religionen starten gemeinsam mit Eliteathleten in einem Rennen. Integration und Zusammengehörigkeit sind Grundpfeiler der Veranstaltungen, hinzu kommt die enorm wichtige präventiv-medizinische Bedeutung des Laufsports, auch durch die Kinder- und Jugendläufe sowie Walking- und Nordic-Walking-Gruppen. Wer Läufe als Zuschauer erlebt, wird motiviert, selbst diesen gesunden Sport zu betreiben. Diese Entwicklung hat über Jahrzehnte dazu geführt, dass alleine in Deutschland viele Millionen diesen Sport heute betreiben. Doch in der Krise gibt es für den Laufsport keine Lobby. Die Politik muss sich endlich genauer mit dieser Krise beschäftigen und aktiv nach Lösungen suchen."

Bereits mehrfach hat sich German Road Races für die Einrichtung eines Finanz-Hilfsfonds für Veranstalter eingesetzt, der für viele Organisatoren überlebensnotwendig ist. Auch nach drei Monaten ist hier noch nichts passiert.

Race News Service Pressemitteilung der German Road Races vom 27.7.2020
Foto © www.photorun.net

TV Rheinzabern sagt Winterlaufserie 2020/2021 ab

Leichtathletik-Abteilungsleiter Daniel Hochmuth und dem gesamten Turnverein hat sich die Entscheidung zur Absage nicht leicht gemacht. "Doch wie so viele andere Veranstalter in unserer näheren Umgebung, aber auch Veranstalter der großen Marathonläufe (z.B. Frankfurt), muss nun auch der TV Rheinzabern seine überregional bekannte Winterlaufserie für 2020/2021 absagen. Termine wären gewesen: 13.12.20 (10km), 10.01.21 (15 km) und 07.02.21 (20 km)", so Daniel.

Und weiter: Auch uns ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen, aber aus unserer Sicht ist sie die einzig richtige in der aktuellen Situation. Die Gesundheit aller am Lauf Beteiligten (und das sind ja nicht nur die Teilnehmer, Trainer und Zuschauer) gilt es zu schützen. Wir möchten verantwortlich handeln und kein Risiko eingehen.

Selbstverständlich haben wir uns lange über ein entsprechendes Hygienekonzept Gedanken gemacht. Leider mussten wir aber feststellen, dass dieses Konzept hauptsächlich organisatorisch, aber auch finanziell von unserem Verein nicht zu stemmen ist. Zudem hätte das Konzept einen derart großen Einfluss auf unsere Veranstaltung gehabt, dass am Ende die eigentliche, gewohnte Winterlaufserie mit all ihrem familiären Flair und dem bekannten Rahmen nicht mehr als solche erkennbar gewesen wäre. Am Ende stünde ein Event nach dem Motto ‚Anreisen, Laufen, Abreisen'. Ein Lauf ohne jegliches Wettkampffeeling (da Block-Starts), ohne Verpflegung, ohne Siegerehrung. Selbst die bekannten, kalten Duschen in der Umkleide müssten geschlossen bleiben. Und das Ganze noch zu überteuerten Teilnehmergebühren von etwa 18€ -20€ für 10 km, um irgendwie die Ausgaben zur Umsetzung der Hygieneverordnung zu decken.

Hinzukommt, dass zurzeit die IGS Sporthalle intensiv renoviert wird, sodass uns diese auch mit passendem Hygienekonzept nicht zur Verfügung gestanden hätte.

Das ist alles nicht in unserem Sinne.

Wir hoffen alle, dass die Krise im kommenden Jahr weitestgehend überwunden ist, sodass wir am dritten Advent im Dezember 2021 unsere traditionelle Winterlaufserie wie gewohnt starten können. Bis dahin wünschen wir allen viel Gesundheit. #xundbleiwe

Mit sportlichen Grüßen
Daniel Hochmuth (18.08.2020)

Ich möchte der OÖ. Leichtathletik etwas zurückgeben

4-facher Olympiateilnehmer Günther Weidlinger ist neuer Präsident des
OÖ. Leichtathletik-Verbandes

Beim, auf Grund der Corona Pandemie verschobenen, 73. Verbandstag des OÖ. Leichtathletik-Verbandes wurde der 4-fache Olympiateilnehmer und mehrfache Österreichische Rekordhalter Günther Weidlinger einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Gemeinsam mit einem verjüngten und erfahrenen Team will Weidlinger in den nächsten Jahren die oberösterreichische Leichtathletik gemeinsam mit den Mitgliedsvereinen gestalten. "Als Athlet habe ich viel von der organisierten Leichtathletik bekommen, das will ich als Präsident zurückgeben", schildert Günther Weidlinger seine persönliche Motivation im Rahmen der Wahl.

Oberösterreich ist das Leichtathletik Bundesland Nummer 1

 

Gemeinsam mit den Mitgliedsvereinen soll sich der OÖLV in den nächsten Jahren noch breiter aufstellen und stärker in den Regionen mit den Vereinen zusammenarbeiten. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Leichtathletik in Oberösterreich lebt und auch auf Weltklasse-Niveau mithalten kann. "Wir wollen das Potential der oberösterreichischen Leichtathletik nutzen, sichtbarer werden und weiterhin das Leichtathletik Bundesland Nummer 1 bleiben", gibt Weidlinger die Richtung vor. Unterstützt wird er dabei von einem erfahrenen und jüngeren Team. Stefan Bachl, Peter Hiller, Philipp Albert und Armin Kraml sind als Vize-Präsidenten in den nächsten drei Jahren für die Bereiche Sport/Infrastruktur (Bachl), Finanzen/Personal (Hiller), Öffentlichkeitsarbeit (Albert) und Kampfrichterwesen (Kraml) verantwortlich und bringen damit ihre Erfahrungen und persönlichen Kompetenzen ein. Mit Cathina Jo Ahrer (Lehrreferat) und Nikolaus Franzmair (Athletenverterter) konnten zwei aktive Athleten für den Vorstand gewonnen werden.

Günther Weidlinger 2019 beim 10er des Wolfgangseelaufs - Foto © LaufReport

OÖ Mehrkampf-Kompetenzzentrum als Zentrum der Leichtathletik
Um auch in Zukunft international mitmischen zu können wird in den kommenden Jahren von Seiten des Landes OÖ kräftig in die oberösterreichische Leichtathletik investiert. Im Zentrum steht hier klar das OÖ Mehrkampf-Kompetenzzentrum in Linz. Aktuell wird dort die Freiluftanlage komplett neu errichtet. Oberösterreich verfügt in Kombination mit der direkt benachbarten Trainingshalle in Zukunft damit über die modernste Leichtathletikanlage Österreichs. "In den kommenden Jahren wollen wir das Mehrkampf-Kompetenzzentrum schrittweise ausbauen und beispielsweise vermehrt Fortbildungen für Athleten und Trainer anbieten", so der für Sport zuständige Vize-Präsident Stefan Bachl.

OÖLV mit zusätzlicher WO/MAN-POWER und neuer Adresse
Als eine seiner ersten Maßnahmen wird der neue Vorstand sein hauptamtliches Team im Büro des OÖLV ausbauen und kommt damit den laufend zunehmenden Anforderungen und Aufgaben entgegen. "Wir wollen, dass der Linz, 25. Juni 2020 Oberösterreichische Leichtathletik-Verband als Servicedienstleister unseren Vereinen zur Seite steht. Daher ist es mir wichtig, mit entsprechender Personalressource in unserem Büro eine Servicestelle zu schaffen", begründet Günther Weidlinger diesen Schritt, der mit Unterstützung durch das Sportland OÖ gesetzt werden soll. "Wir sind froh und dankbar, dass wir bei unseren Vorhaben immer auf offene Ohren und die Unterstützung des Landes Oberösterreich und Sportlandesrat Markus Achleitner zählen können."

Ebenfalls neu ist ab Juli die Adresse des OÖLV. Auf Grund der Entwicklungen um das Stadion auf der Gugl ist der OÖLV gezwungen ein neues Büro zu beziehen. Glücklicherweise konnten dafür Räumlichkeiten im Gebäude der Sportunion OÖ in der Wieningerstraße 11 in Linz gefunden werden. "Der ideale Platz für unser Büro - in direkter Nähe zu unserer Trainingshalle und der neu entstehenden Freiluftanlage", freut sich Weidlinger über die neuen, modernen Räumlichkeiten.

Zur Person - Günther Weidlinger

Medieninformation Oberösterreichischer Leichtathletik-Verband von 25.6.2020

Trailrunning im Saarland

Trails zwischen Mosel und Saar

Im Freizeitangebot des Saarlandes sind ab sofort auch Trailrunning-Touren enthalten. Insgesamt vier mögliche Trails im Naturpark Saar-Hunsrück stehen den Läufern dabei zur Auswahl. Trailrunning bezeichnet das Laufen oder Joggen abseits asphaltierter und gekennzeichneter Gehwege. Trailrunner sind auf kleinen Pfaden inmitten der Natur unterwegs, ob Schotter-, Wiesen- oder Waldweg. Die unterschiedlichen Untergründe der Strecken fordern das Koordinations- und Reaktionsvermögen sowie die Ausdauer.

Die Trails des Saarlandes verlaufen überwiegend auf den Wegen und Pfaden der örtlichen Premiumwanderwege im Dreiländereck und sind daher auch für Einsteiger geeignet.

Die Tour "Auf den Trails der Römer" führt auf ca. 5 Kilometer durch den Meeswald an der römischen Villa Borg. Die ebenfalls bei Perl gelegenen und etwa zehn Kilometer langen Touren "Trailtour durch Weinberge mit tollen Aussichten ins Dreiländereck" oder "Trailtour vom Schlossberg zu den Schützengräben" bieten hingegen eine kleine Herausforderung. Die knapp 26 Kilometer lange Tour "Auf den Spuren der Geschichte rund um den Schwarzbruch" bei Mettlach lässt die Trailrunner einen Blick auf die Saarschleife werfen und auf einige interessante Relikte vergangener Tage stoßen.

Alle Trails sind in die bestehende Saarland-Touren App integriert worden. Die Saarland Touren App ist ein nützlicher digitaler Begleiter für alle in der Natur Aktiven. Das Herzstück der App sind die stufenlos zoombaren topografischen Karten im Maßstab 1:25.000 und der Zugriff auf die umfangreiche Touren-Datenbank der Tourismus Zentrale Saarland. Die integrierte GPS-Positionsanzeige zeigt den eigenen Standpunkt an und ermöglicht als Navigator eine sichere Orientierung auf allen Wegen. Die App steht kostenlos im Google Play Store und im Apple AppStore zum Download bereit.

Weitere Informationen unter www.urlaub.saarland

Pressemitteilung der Tourismus Zentrale Saarland vom 29. Mai 2020

News-Mitteilung der German Road Races (GRR):

Vielen deutschen Läufen droht das Aus, GRR fordert erneut Rettungsfonds

Die German Road Races (GRR) schlagen Alarm: Rund einem Drittel der deutschen Laufveranstalter droht aufgrund der im Zuge der Coronavirus-Krise abgesagten Rennen das Aus. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Vereinigung der Straßenlauf-Veranstalter durchführte. GRR fordert daher das Bundes-Innenministerium erneut auf, über einen Rettungsfonds entsprechende Gelder zur Verfügung zu stellen, um die Veranstalter vor der Insolvenz zu bewahren und die Läufe zu erhalten. Benötigt wird nach Berechnungen der GRR eine Summe von 4,5 Millionen Euro. Damit könnten etwa 500 Laufveranstaltungen gerettet werden.

Aus der GRR-Umfrage ging hervor, dass 70 Prozent der Veranstalter nur ein bis zwei Läufe pro Jahr organisieren. Da die Pandemie die Veranstalter in der Lauf-Hochsaison zwischen März und Mai trifft, erleiden viele einen kompletten Einnahmeausfall.

Die befragten Veranstalter gaben an, dass ihnen aufgrund der Absagen ein Umsatzschaden von 11,4 Millionen Euro entstanden ist. Bei einer Hochrechnung auf alle Straßenläufe kommt GRR auf 90 Millionen Euro Umsatzausfall. Der Schaden für die Veranstalter wird von den Befragten insgesamt auf 36 Millionen Euro geschätzt. Rund ein Drittel der Veranstalter gibt an, in absehbarer Zeit Existenzprobleme zu bekommen, falls es keine weiteren Hilfen gibt. Bei der Umfrage wurde offensichtlich, dass für viele Organisatoren die bisherigen Bundes-Hilfen nicht ausreichen oder auch gar nicht erst greifen, weil die Organisationsformen durch das Raster fallen.

"Wir müssen davon ausgehen, dass in den nächsten Monaten jede Laufveranstaltung abgesagt werden muss. Aufgrund der Situation gibt es zudem kaum Anmeldungen für die noch nicht abgesagten Rennen im Herbst", sagt Horst Milde, der GRR-Vorsitzende und jahrzehntelange Chef des Berlin-Marathons. "Ohne zusätzliche Hilfsprogramme in Form von Zuschüssen können die kleinen und mittleren Laufsportveranstalter dieses Krisenjahr wirtschaftlich nicht überleben."

Race-News-Service Mitteilung vom 28.4.2020

Carlos Lopes lief vor 35 Jahren Marathonweltrekord

Heute, 20. April 2020, vor genau 35 Jahren gelang es dem Portugiesen Carlos Lopes als erstem Menschen die 2 Stunden 8 Minuten Marke bei einem Marathon zu unterbieten. Der nun 73jährige Langstreckenläufer, Marathon-Olympiasieger von Los Angeles 1984, verbesserte am 20.4.1985 in Rotterdam den inoffiziellen Marathonweltrekord des Briten Steve Jones, gelaufen am 21.10.1984 in Chicago, von 2:08:04 h auf 2:07:12 h. Knapp drei Jahre hatte der Rekord von Alberto Lopes Bestand, dann schaffte, wiederum in Rotterdam, der Äthiopier Belayneh Dinsamo in 2:06:50 h den Sprung unter 2:07 Stunden und hielt sich über zehn Jahre an erster Stelle der ewigen Bestenliste. Erst am 20. September 1998 gelang dem Brasilianer Ronaldo da Costa in Berlin in 2:06:05 h die Marathondistanz noch schneller zu absolvieren.

Reiht man Carlos Lopes Weltrekord in die weltweite Bestenliste von 2019 ein, stünde er an 81. Stelle. 97 Mal wurde allein im letzten Jahr schneller gelaufen. In der ewigen Liste der gelaufenen Marathonzeiten nimmt er den 629. Rang ein und ist an der 282. Stelle der schnellsten Marathonmänner aller Zeiten.

20.4.20 wawa

Zurich Maratón de Sevilla am 23.2.2020

In den Blickpunkt rückte der Marathon in Andalusien, weil Hendrik Pfeiffer und Anja Scherl sich dort für die Olympischen Spiele in Japan qualifizieren wollten. Dass dies beiden gelang, sei vorweg genommen.

Es siegte der Äthiopier Mekuant Ayenew Gebre in 2:04:46 h vor dem Kenianer Barnabas Kiptum in 2:05:05 h und Regasa Bejiga, ebenfalls Äthiopien, in 2:06:24 h.

Hendrik Pfeiffer vom TV Wattenscheid 01 unterbot als 28. in 2:10:18 h die Olympianorm von 2:11:30 h deutlich.

Bei den Frauen gab es ein enges Rennen, das Juliet Chekwel aus Uganda in 2:23:13 h für sich entscheiden konnte. Es folgten Gada Bontu Bekele in 2:23:39 h und Sifan Melaku als Dritte in 2:23:49 h, beide aus Äthiopien.

Anja Scherl wurde Neunte in 2:28:25 h und unterbot ebenfalls klar die Olympiaquali von 2:29:30 h. Maude Mathys, die dreifache Schweizer Berglauf-Europameisterin, wurde 14. und steigerte sich auf 2:30:41 h, verpasste aber das geforderte Olympialimit.

Ergebnisse unter https://www.zurichmaratonsevilla.es/

wawa/23.2.2020

eDreams Mitja Marató de Barcelona am 16.2.2020

Starke Resultate

Innerhalb von nur 16 Sekunden waren die ersten 6 Plätze vergeben. Es siegte der junge Kenianer Victor Chumo in 59:58 min. Zeitgleich in genau 60 Minuten folgten Stephen Kissa aus Uganda und Moses Koech aus Kenia. 60:06 min wurden für den Eritreer Abrar Osman gestoppt. Als Fünfter kam Tesfahun Akalnew aus Äthiopien in 60:10 min vor Mande Bushendich aus Uganda (60:14 min) ins Ziel. Bester Euopäer war der Brite Ben Connor in 1:01:34 h auf Rang 8.

Für die deutschen Läufer lohnte sich die Reise ins mediterrane Katalonien. Einige nutzten die guten Bedingungen um sich für die Teilnahme an den Europameisterschaften zu empfehlen, wo im Olympiajahr zum zweiten Mal bei einem Halbmarathon anstelle eines Marathons die Titel vergeben werden, und für neue persönliche Bestzeiten. Der beste Deutsche, Amanal Petros, Elfter in 1:02:18 h, erbrachte mit diesem Ergebnis den geforderten Leistungsnachweis für seine Olympianominierung über Marathon.

Glänzend aufgelegt präsentierte sich Simon Boch in 1:02:31 h als Dreizehnter. Samuel Fitwi kam hinter dem Österreicher Thimon Theuer zeitgleich in 1:02:34 h auf Rang 16. Mit Philipp Pflieger als 19. in 1:02:50 h blieben gleich vier Deutsche unter 63 Minuten. Weitere sehr gute Ergebnisse erbrachten Tobias Blum in 1:03:19 h, M40-Sieger Konstantin Wedel in 1:03:28 h und Simon Stützel in 1:03:29 h.

Ashete Bekere siegt in 1:06:37 h bei den Frauen

Asnakech Awoke sorgte in 1:07:04 h für einen äthiopischen Doppelsieg im Frauenrennen. Dorcas Kimeli aus Kenia wurde in 1:07:10 h Dritte. Hinter der dritten Äthiopierin und U23-Besten Roza Dereje (1:08:38) kam mit Charlotte Arter in 1:10:01 h eine Britin auf Rang 5. Sechste und beste der zahlreichen starken deutschen Läuferinnen war Alina Reh in 1:10:08 h.

Die Zwillinge Deborah und Rabea Schöneborn liefen 1:11:37 h bzw. 1:11:40 h auf Rang 8 und 9. Zeitgleich in 1:11:40 h kam Miriam Dattke als Zehnte ins Ziel. Laura Hottenrott blieb in 1:11:56 h noch unter 62 Minuten. Domenika Mayer lief in 1:13:10 h ebenso persönliche Bestzeit wie Thea Heim in 1:13:26 h.

Die Liste der Zieleinläufe umfasst 18.568 Einträge.

Alle Ergebnisse https://edreamsmitjabarcelona.com/resultados/2020/

wawa/16.2.2020

39. Osaka Women´s Marathon am 26.1.2020

Katharina Steinruck läuft 2:28:48 h

Mit dem Top-Ergebnis von 2:28:48 h beendete Katharina Steinruck den Osaka Women´s Marathon am 26.1.2020 auf Rang 14. "Wir haben im Vorfeld alles richtig gemacht", freute sich Katrin Dörre-Heinig, Marathon-Bundestrainerin, persönliche Trainierin von Katha und 4x Gewinnerin dieses Marathons am Sonntagmorgen. Schrecksekunde nach 26 km als eine Kontrahentin "Katha" touchierte, ein Oberschenkelkrampf war die Folge. "Alles ging gut, super."

Der internationale Frauenmarathon in Osaka, ein World Athletics Gold Label Rennen, war für die japanischen Läuferinnen ein Qualifikationswettbewerb für die Olympischen Spiele. Es gewann Mizuki Matsuda , die nach 2:21:47 h die Ziellinie im Yanmar Stadium erreichte. Mimi Belete (Bahrain) wurde in 2:22:40 h Zweite. Es folgten die Äthioperinnen Sintayehu Lewetegn (2:23:03) and Meskerem Asefa (2:23:31).

Vor zwei Jahren begann die Marathonkarriere der 24jährigen Matsuda mit einem Sieg an gleicher Stelle in 2:22:44 h. Bei der japanischen Marathonmeisterschaft im September, wo sich die beiden Ersten direkt für die Olympiateilnahme qualifizierten, wurde sie Vierte. Sie hofft nun auf den noch freien dritten Startplatz im Nationalteam. Rei Ohara, ihre vermutlich größte Konkurrentin um das Olympiaticket wurde in 2:28:12 Dreizehnte. Die letzte Gelegenheit Matsuda den Platz streitig zu machen ist beim Nagoya Frauenmarathon am 8. März. Matsuda räumte ein, dass sie auf eine bessere Zeit gehofft und eine Verbesserung des Nationalrekords als Ziel hatte. Den hält seit 2005 Mizuki Noguchi mit 2:19:12 h, gelaufen in Berlin.

26.01.2020 Walter Wagner

Katharina Steinruck vor ihrem Start beim Osaka Women´s Marathon

Klares Saisonziel für Katharina Steinruck, geb. Heinig, sind die Olympischen Spiele in Tokyo und ihre Teilnahme am nach Sapporo verlegten olympischen Marathonlauf.

"Katha", die die Olympianorm bereits im Oktober in Frankfurt erfüllt hat, kann in Osaka den noch geforderten Leistungsnachweis erbringen, Halbmarathon in einer Durchgangszeit von 1:13:30 h bzw. eine Marathonendzeit von 2:32:00 h. Ihr Ziel ist es aber im Bereich ihrer persönlichen Bestzeit von 2:27:26 h zu laufen. Diese Zeit gar zu unterbieten würde ihre Chance auf die Olympiateilnahme zementieren.

Weitere Bewerberinnen um die beiden freien Plätze hinter Melat Kejeta vom Laufteam Kassel, die mit ihrer Zeit von 2:23:57 h von einer sicheren Teilnahme an den Spielen für Deutschland ausgehen kann, werden bei diversen Frühjahrsmarathons versuchen die Olympianorm von 2:29:30 h zu erfüllen.

Katharina Steinruck ist gesund. Bundestrainerin und Mutter Katrin Dörre-Heinig, die in ihrer Karriere viermal in Osaka gewann, berichtete heute aus Japan: "Die Aufregung ist wieder fürchterlich. Sorgen mache ich mir am meisten darum, ob Katha zum gemeinsamen Laufen Mädels findet, denn der Großteil geht den Marathon für 2h20 an. Alleine Laufen, wäre übel." Katharina Steinruck trifft am Sonntag auf 13 Gegnerinnen mit besseren Vorleistungen.

24.01.2020 Walter Wagner - Foto © Robert Steinruck

Titelverteidiger Robbie Simpson gewinnt erneut den Jungfrau-Marathon

Titelverteidiger Robbie Simpson (GBR) gewinnt erneut den Jungfrau-Marathon
Robbie Simpson sicherte sich beim traditionsreichen Jungfrau-Marathon erneut den Sieg. Der Schotte blieb mit 2:59:29 Stunden unter der Drei-Stunden-Marke und distanzierte den Marokkaner Abdelhadi El Mouaziz um 2:35 Minuten und den Kolumbianer William Rodriguez Herrera um 2:47 Minuten. Bei den Frauen siegte Simone Troxler (Chardonne) vor Theres Leboeuf (Aigle) und Sara Willhoit (GBR).

Robbie Simpson kennt die Strecke, die von Interlaken auf die Kleine Scheidegg auf 2061 m.ü.M. führt, in- und auswendig. Bei seiner fünften Teilnahme kam der Titelverteidiger aber erst am Schluss auf Touren. Bis Kilometer 38 führte ein Trio mit El Mouaziz, dem Eritreer Petro Mamu und Rodriguez Herrera. El Mouaziz, der schon die Marathons in London und New York gewinnen konnte, debütierte bei der 27. Austragung in Interlaken. Knapp vier Kilometer vor dem Ziel drehte Simpson auf und hängte in einem unglaublichen Finish seine Konkurrenten ab. "Ich habe mich heute gar nicht so gut gefühlt. Erst am Schluss ging es für mich auf. Deshalb freut mich dieser Sieg umso mehr", so Simpson.

Von den 4000 Läuferinnen und Läufern, die in Interlaken von der fünffachen OL-Weltmeisterin Judith Wyder auf die Strecke geführt wurden, klassierte sich der Zürcher Stephan Wenk als bester Schweizer im sechsten Rang. Der 36-Jährige, der dieses Jahr bereits den Swissalpine-Marathon gewann und beim "Eiger Ultratrail" Zweiter wurde, war mit seiner Platzierung mehr als zufrieden: "Ab Kilometer 10 habe ich mich immer wohler gefühlt und es lief mir wirklich sehr gut. Das Wetter spielte für mich heute keine grosse Rolle. Trotzdem fehlte mir ganz am Schluss die Substanz und ich büsste noch zwei Plätze ein. Meine Zeit von 3:05:23 Stunden ist mein bestes Resultat überhaupt", freute sich der erschöpfte Wenk.

Eine "superglückliche" Siegerin

Von der Atmosphäre auf den 1829 Höhenmetern schwärmte Simone Troxler, die Favoritin und Siegerin bei den Frauen. "Es war einfach ein wunderschönes Erlebnis. All die Glocken, Alphörner und so vieles mehr - es war genial." Die Waadtländerin gab im vergangenen Jahr ihr Debüt am Jungfrau-Marathon und ist auch eine starke Strassenläuferin, wie sie 2018 mit Rang 2 am Lausanne-Marathon bewies. Die Strecke auf die Kleine Scheidegg verlangte der 23-Jährigen alles ab. "Ich musste ab Wengen sehr leiden. Die Kälte war krass und ich hatte Krämpfe. Ich wusste wirklich nicht, wie ich da noch den Berg hochkommen soll und es war auch mental schwierig, weil ich das Feld allein anführte", gab Troxler zu. Mit ihrer Zeit von 3:36:13 Stunden war sie trotz aller Schwierigkeiten nur drei Minuten langsamer als im Vorjahr. Auf dem zweiten Platz klassierte sich Theres Leboeuf aus Aigle mit einem Rückstand von 1:34 Minuten.

Grosse Herausforderung mit dem Wetter

Der Kälteeinbruch und Schneefall der vergangenen Tage stellte das Organisationskomitee vor grosse Herausforderungen. "Wir haben auf der Strecke dank grossartigen Helfern den Schnee weggeräumt und wir wussten, dass wir mit etwas Regen und viel Nebel zu kämpfen haben würden", sagte OK-Präsident Toni Alpinice. Sein Team hat in den letzten Stunden unermüdlich daran gearbeitet, dass alle Läuferinnen und Läufer im Ziel auf der Kleinen Scheidegg ankommen. "Wir haben über 5000 Wärmefolien bereitgestellt und zusätzlich dafür gesorgt, dass wir noch mehr warme Getränke verteilen konnten".

Populäre Rennen auf der Höhematte in Interlaken

Am Tag vor dem grossen Marathon nutzen jeweils etliche Para-Athleten die Möglichkeit, ihre Schnelligkeit unter Beweis zu stellen. So dominierte einmal mehr die Pararace-Meile Marcel Hug vor Beat Bösch und Heinz Frei. Bei den Frauen siegte Manuel Schär vor Sandra Graf.

Jungfrau-Minirun und Mini-Marathon - die Rennen für alle

Kurz nach 15 Uhr machten sich auch die Kleinsten auf zu ihren Rennen. Der Jungfrau-Minirun in Kategorien von MuKi und VaKi bis zu den U16-Kids stösst immer auf viel Interesse. Ein Erlebnis war bestimmt nicht nur der Lauf. Vielen Kindern wurden die Medaillen vom ehemaligen Weltcup-Skirennfahrer und Weltmeister Marco Büchel übergeben.

Resultate Männer und Frauen HIER

Pressemitteilung Jungfrau Marathon 2019 vom 7.9.2019

Clara Hartmann, Teamsprecherin des Koberstädter Waldmarathon und Abteilungsleiterin SG Egelsbach Triathlon, informierte am 20.08.2019 über die Absage des 41. Koberstädter Waldmarathon: Leider haben das zuständige Forstamt und die Gemeinde Egelsbach heute die Entscheidung getroffen, dass der Koberstädter Waldmarathon (am 25.8.19) nicht genehmigt werden kann. Aufgrund der Unwetterschäden sind die Sicherheit der Teilnehmer im Wald und der Rettungswege für die Einsatzfahrzeuge des DRK nicht gewährleistet.

Kommentar zur Absage des 41. Koberstädter Waldmarathon

von Thomas Disser 

Der Koberstädter Waldmarathon am 25.08.2019 findet nicht statt. Mein nächster Lauf-Report aus der Sicht eines Marathon-Teilnehmers war hierfür geplant. Ich war genauso motiviert für diesen Bericht, wie das neue Organisations-Team, das aus der Triathlon-Abteilung der SG Egelsbach entstanden ist. Mit neuem Schwung trat das Team an die nicht leichte Aufgabe heran, nach der 40. Austragung 2018 das Heft in die Hand zu nehmen. Dem Team war gelungen, Bewährtes beizubehalten und damit auch die Wiederholungstäter nicht zu verprellen, und gleichzeitig über die neuen Medien einen völlig anderen Läuferkreis anzusprechen. Über 800 Voranmelder über die verschiedenen Distanzen vom Kinderlauf bis zur Marathondistanz bestätigen das.

Wer am vergangenen Sonntag gegen 18 Uhr Zeuge des verheerenden Unwetters im Kreis Offenbach wurde, konnte sich eigentlich nicht vorstellen, dass eine Woche danach der Koberstädter Waldmarathon stattfindet. Die über 1000 Einsätze von Feuerwehr und anderen Hilfsdiensten im Kreisgebiet sprechen für sich. Zum Glück gab es keine Todesopfer, gut 20 Personen wurden verletzt. Ansonsten viele Schäden an Gebäuden und Autos. Viele Waldwege sind nicht mehr existent, es müssen viele tausend Bäume sein, die die Forstleute in den nächsten Monaten zu beseitigen haben. Wir Läufer können unsere Lieblings-Strecken durch die Wälder erst mal streichen.

Das Orga-Team hatte in seiner Krisensitzung 3 Tage vor dem Lauf keine andere Wahl als die Absage zu beschließen. Die Forst-Behörden, in diesem Fall sogar zwei, da in zwei Landkreisen zu laufen wäre, konnten keine Genehmigung erteilen. Die Sicherheit für die Läufer und die für eine Veranstaltung in dieser Größenordnung notwendigen Rettungsfahrzeuge war nicht zu gewährleisten. 38 der 42 Marathon-Kilometer verlaufen im Wald.

In früherer Zeit wurde der Koberstädter schon mal kurzfristig verlegt, allerdings bei deutlich geringeren Schäden. Eines der Forstämter war bereit, einen Streckenteil freizugeben. In heutiger Zeit haben sich die Maßstäbe, wie weit man einen Ermessensspielraum auslegt, allerdings verschoben. Risiken geht niemand mehr ein, zu schnell wird man wegen irgendwas verklagt. Mein Verein musste in den 1990er Jahren den "Seligenstädter Wasserlauf", der üblicherweise am Mainufer entlang stattfindet, wegen Hochwassers kurzfristig ins Stadtgebiet verlegen. Das war auf dem kurzen Dienstweg mit Behörden-Segen sogar möglich, heute unvorstellbar.

Wie dem auch sei, der 41. Koberstädter Marathon findet am letzten Sonntag im August 2020 statt. Einen Nachholtermin in diesem Jahr wird es nicht geben, organisatorisch nicht machbar und ohne Kollision mit einem anderen Lauf. Die Waldwege müssen auch noch geräumt werden, das dauert. Die diesjährigen Voranmelder werden einen Rabatt erhalten. Das junge Orga-Team bleibt hoffentlich bei der Stange. Wer als Veranstalter eine solche Situation bewältigt, muss dann auch mit einem "schönen Lauf" belohnt werden. Ich bin dabei!

Foto © LaufReport / Thomas Disser 

Kommentar von Thomas Disser vom 23.08.2019

Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER

13.-19. Mai 2019 - ISF-World Schools Championship in Split/Kroatien

 

Inzwischen ist wieder Alltag für die Schüler-Weltmeisterinnen aus Magdeburg. Täglich also Schule, Training, vielleicht mal ein Stadtbummel, aber immer den Fokus gerichtet auf die Doppelbelastung von Ausbildung und Leistungssport. Die sechs Mädchen, die vor einem Monat den Titel der ISF-World Schools Championship gewonnen haben, fallen im Schülergewusel am Magdeburger Sportgymnasium nicht weiter auf.

Das große Plakat im Eingangsbereich weist jedoch auf den großen Erfolg der sechs Leichtathletinnen hin, und auch die Besucher im Sekretariat sehen den großen "Pott" auf dem Empfangstresen. Dieser "erzählt" von der großartigen Leistung der Sportgymnasiastinnen im kroatischen Split und ihrem Goldcoup.

» ...zum Beitrag von Almuth Steinhoff im LaufReport HIER

IAAF, ITRA und WMRA beschließen neue Partnerschaft

Gemeinsame Weltmeisterschaften im Berglauf und Trailrunab 2021

Die Leichtathletik-Familie wächst beständig weiter und expandiertdabei auf neue Gebiete. So wird 2021 ein bedeutender Meilenstein fürden Trail- und Berglaufsport mit der Einführung der "IAAF WorldTrail and Mountain Running Championships" gesetzt - das Ergebniseiner einzigartigen Partnerschaft zwischen der IAAF, der ITRA und derWMRA.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz im Vorfeld des Ultra Trail du MontBlanc (UTMB) in Chamonix verkündeten die International Trail RunningAssociation (ITRA) und die World Mountain Running Association (WMRA),dass sie sich mit dem globalen Leichtathletik-Dachverband zusammen tunund damit den Beginn einer neuen Ära für zwei der weltweit größtenLauf-Gemeinden einläuten werden.

IAAF-Präsident Sebastian Coe sagte dazu, dass Laufen die natürlichsteSache der Welt sei und man die Menschen überall in der Welt dazuermutigen wolle, in jener Umgebung zu laufen, die ihnen die meiste Freudebereitet.

Als globale Organisation sei es für die IAAF wichtig alle Läuferunter einem gemeinsamen Dach zusammen zu bringen. Und dieser Prozess würde2021 mit der Ausrichtung einer kombinierten Trail- und Berglauf-Weltmeisterschaftunter der Ägide des Weltverbandes einen weiteren entscheidenden Schrittnach vorne machen. Es sei ein neues und faszinierendes Gebiet und manfreue sich darauf Langstreckenläufern vollkommen neue Möglichkeitenzu bieten, um in spektakulären Umgebungen und auf herausforderndenStrecken miteinander zu konkurrieren, wie sie traditionelle Trail- undBerglaufveranstaltungen nun einmal aufweisen.

Mit dem neuen Abkommen werden die beiden Organisationen offizielle technischePartner der IAAF und werden neben der International Association of Ultrarunning(IAU) - einem weiteren beratenden Partner des Leichtathletikweltverbandes- daran arbeiten das Trail- und Berglaufen weltweit zu entwickeln, zuverbreiten, zu fördern und damit auf ein völlig neues Niveauzu heben.

Diese einzigartige Partnerschaft bringt alle Formen des Laufens, einesder Kernelemente der Leichtathletik unter einen gemeinsamen Schirm. Eckpfeilerdieser Kooperation soll die neue im Zweijahresrhythmus veranstaltete Trail-und Berglauf-WM sein, die 2021 erstmals ausgetragen wird. Aktuell werdendie beiden Weltmeisterschaften im Trail-und Berglaufweltmeisterschaftenjährlich ausgetragen und von der ITRA und der WMRA eigenständigorganisiert.

Für die Berglauf-Gemeinde erklärte WMRA-Präsident JonathanWyatt, dass man begeistert sei, ein Teil dieser großartigen Initiativezu sein, mit der man die Weltspitze im Trail-und Berglauf bei einem Ereigniszusammen bringen könne.

ITRA-Präsident Michel Poletti meinte Trailrunning sei eine weltweitboomende Disziplin, die entsprechende internationale Aufmerksamkeit genausoverdiene wie die Topathleten, die sie betrieben. Deswegen sei das Partnerschaftsprojektmit der IAAF ein wichtiger Schritt für diesen Sport. Es sei ein Weg,das Wissen und die Fähigkeiten aller Beteiligten zu kombinieren unddie eigenen Erfahrungen zu teilen.

Die Organisation der "IAAF World Trail and Mountain Running Championships"zusammen mit der WMRA würde laut Poletti eine glänzende Zukunftversprechen, in der jede Disziplin ihre Identität bewahren und zudemdie Werte für die man stehe hochhalten könne, nämlich Authentizität,Respekt und Fair-Play.

Ruth Croft, Weltklasse-Trailläuferin aus Neuseeland, meinte, dassdie neue Partnerschaft eine gute Sache sei, weil auch die Sportler selbstTeil eines Rennes sein wollten, bei dem alle Topathleten im Zweijahresrhythmuszusammen kämen. Das neue Konzept wäre absolut notwendig gewesen,um diesen Sport voran zu bringen.

Es mache ihn wirklich neugierig, endlich einmal alle Topläufer ineinem Rennen zu vereinen, ergänzte Jim Walmsley, Elite-Trailläuferaus den USA.

In den kommenden Monaten wollen ITRA, WMRA und IAU eng mit der IAAF zusammenarbeiten, um die Details der neuen Weltmeisterschaften festzulegen undzudem neue, ebenfalls im Zweijahresrhythmus ausgetragene Kontinentalmeisterschaftenzu kreieren, die ein weiterer Bestandteil der neuen Expansionsstrategiezur Ausdehnung des Trail- und Berglaufens in neue Bereiche sein sollen.

Ralf Klink übersetzte diese IAAF Pressemitteilungvom 28.8.2018

Ein Kurpfälzer Stabhochspringer an der Spitze der deutschen Leichtathleten

 

Der heute 60jährige Jürgen Kessing war Mehrkämpfer und Stabhochspringer beim ABC Ludwigshafen. Später wechselte der gebürtige Wormser zur MTG Mannheim, wurde dann in Mannheim DLV-A-Trainer für Sprung, bevor es ihn beruflich nach Kaiserslautern verschlug. Über die Staatskanzlei Mainz führte ihn der Weg in Ludwigshafens Partnerstadt Dessau, wo er bis zum Bürgermeister aufstieg. Seit 2004 ist er - bereits in der zweiten Amtsperiode - Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen. Und nun kam im November ein neues Amt hinzu: Jürgen Kessing übernahm den Vorsitz des Deutschen Leichtathletikverbandes und wurde damit Nachfolger von Clemens Prokop, der den DLV 17 Jahre lang geleitet hatte.

Ihre eigene sportliche Karriere begann in der Pfalz: Wie kamen Sie zur Leichtathletik?

Mein erster Verein war der ABC Ludwigshafen. Der dortige Trainer Edgar Nikolaus hat in mir das Mehrkampftalent entdeckt und die Lust am Stabhochsprung geweckt. Die vielseitige Ausbildung war sehr prägend.

Warum gerade Stabhochsprung?

Das war einfach eine Herausforderung. Stabhochsprung ist eine der komplexesten Disziplinen überhaupt: Man braucht Schnelligkeit, Kraft, Koordination… und Mut!

Welche Erfolge waren Ihnen wichtig?

Nun ja, ich war zwei Mal Rheinlandpfalz-Meister im Stabhochsprung - einmal in der Halle, einmal im Freien. Andere Platzierungen weiß ich so genau gar nicht mehr. Das ist lange her. Wir haben sehr intensiv trainiert. Mental zehre ich aber noch heute von dem damaligen Training.

Später sind Sie zur MTG Mannheim gewechselt. Und haben als Trainer gearbeitet?

Da in Ludwigshafen keine Bundesliga-Mannschaft mehr zustande kam, wurde ich von der MTG gefragt, ob ich nicht ihr Team - damals mit den Rizzi-Brüdern - verstärken wolle. Und dann wurde ich Übungsleiter für Sprung (mit A-Trainer-Schein) und Stabhochsprung. Beispielsweise der heutige Mannheimer Leiter für Sport und Freizeit, Uwe Kaliske, hat bei mir trainiert.

Sie sind dem ABC Ludwigshafen und der MTG Mannheim immer noch verbunden?

Im vergangenen Sommer hatte ich den Freundeskreis des ABC nach Bietigheim-Bissingen eingeladen. Das war lustig, alte Trainingskameraden wiederzutreffen. Auch mit den Mannheimern habe ich immer noch freundschaftliche Kontakte.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Vereine in Mannheim/Ludwigshafen?

Die Region Rhein-Neckar ist in der Leichtathletik stark. Da sind sehr engagierte Menschen zugange. Beispielsweise ABC und MTG haben unterschiedliche Schwerpunkte. Die MTG ist stark im Sprint, Hürdenlauf und Wurf, der ABC legt sein Augenmerk auf den Sprung sowie Stabhochsprung - und macht eine gute Nachwuchsarbeit.

Wie sehen Sie die Leichtathletik in der Region, auch außerhalb des Stadions?

Die Mannheimer Juniorengala hat einen exzellenten Ruf und ist ja ein Highlight in der Region. Aber auch die Straßenläufe wie der Marathon gehören zur Leichtathletik-Familie. Ich würde mir wünschen, dass die vielen Hobbyläufer auch in die Vereine kommen. Und dort die Betreuung, die Trainingsqualität und die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten schätzen lernen. Mein Ziel ist es, die Menschen an die Vereine heranzuführen: Der DLV hat 820.000 Mitglieder, bis 2030 soll es in Richtung eine Million gehen.

Werden Sie die Anti-Doping-Politik Ihres Vorgängers fortsetzen?

Das Anti-Doping-Gesetz ist das Lebenswerk von Clemens Prokop. Es ist unheimlich wertvoll. Meine Position ist ganz auf der Linie meines Vorgängers. Medaillenzählen kann nicht das Nonplusultra sein. Wenn ich sehe, wie Gesa Krause sich nach ihrem Sturz aufgerappelt und nicht geklagt hat, dann halte ich diese Leistung für fast wertvoller als einen Medaillengewinn. Sie hat damit für den Sport eine unschätzbare menschliche Größe gezeigt.

Sie steigen gleich mit einer Großveranstaltung ins Amt ein: den Europameisterschaften in Berlin (6. Bis 12. August). Eine ideale Gelegenheit für den DLV, sich zu präsentieren?

Ja, ich freue mich schon darauf. Das Leichtathletik-Publikum ist ein Garant für gute und faire Stimmung. Und Berlin ist eine Reise wert. Wir haben für die Außenveranstaltungen eine "Europäische Meile" am Breitscheidplatz geplant: Dort, wo der Terroranschlag war, werden Start und Ziel der Straßenläufe und Siegerehrungen sein. Ein symbolträchtiges Zeichen. Ich hoffe Ihre LeserInnen werden dabei sein. Wer nicht, wird etwas verpassen.

Mit DLV-Präsident Jürgen Kessing sprach Birgit Schillinger
Foto: Stadt Bietigheim-Bissingen

Lauf-Wahl leicht gemacht....

Lauftermine bei Lauftreff.de

Im Laufkalender unseres Berliner Partners Lauftreff.de sind weit über 5000 Volkslauf-Veranstaltungen aufgelistet.

Besonderer Service der LaufReport-Partnerseite Lauftreff.de sind ausgereifte Suchmaschinen zur effektiven Auswahl geeigneter Laufveranstaltungen. Die Auswahlangaben sind jeweils verlinkt zu weiteren Infos bzw. zur Veranstalter-Homepage sowie zu verhandenen Laufankündigungen im LaufReport. Die Daten werden laufend aktualisert und auf den neuesten Stand gebracht.

Sportsucht im Marathonsport

 

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sich Silke Hippler mit dem Thema auseinandergesetzt. "Zur Prävalenz der primären Sportsucht im Marathonsport - eine Online-Befragung" so lautet der Arbeitstitel und auch LaufReport-Leser waren vor Wochen angehalten, an der Befragung teilzunehmen. Mit der Auswertung der Befragung schließt die Arbeit. Eine kurze Zusammenfassung ist ihr voran gestellt. Das Thema weckt aber sicher das Interesse von Läuferinnen und Läufern soweit, dass man es nicht beim Lesen der Zusammenfassung belässt.

Zum Beitrag von Silke Hippler im LaufReport klick HIER

Das Medical Team von SCC EVENTS informiert

Bei Langstrecken-Wettbewerben wie Halbmarathon- oder Marathonläufen bestehe kein höheres Risiko, eine Herzattacke zu erleiden als im sonstigen Leben. Dies wurde jetzt im Rahmen einer Langzeit-Studie in den USA festgestellt, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde (Cardiac Arrest during Long-Distance Running Races).

In die Untersuchung flossen die Daten von 10,9 Millionen Läuferinnen und Läufern ein, die zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 31. Mai 2010 an Marathon- und Halbmarathonläufen in den USA teilgenommen hatten. In diesem Zeitraum erlitten 59 Teilnehmer einen Herzstillstand, 42 davon starben. Von den 59 Betroffenen waren 51 Männer, wobei anzumerken ist, dass in den USA der Frauenanteil bei Halbmarathon- und Marathonläufen deutlich höher liegt als in Europa; teilweise sind dort in etwa gleich viele Frauen wie Männer am Start solcher Veranstaltungen.
Dies bedeutet, dass Herzattacken bei Laufwettbewerben nicht häufiger auftreten als im normalen Leben. "Die Tatsache, dass es sich dabei in der Regel um sportlich aktive Menschen handelt, die auch sonst einen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil pflegen, spielt insofern eine untergeordnete Rolle, als einerseits familiäre Dispositionen (Herzerkrankungen bei Eltern, Geschwistern und nahen Verwandten) und andererseits unerkannte Vorerkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck) eine wichtige Rolle spielen", erklärte Dr. Lars Brechtel, medizinischer Direktor des BMW BERLIN-MARATHON.

Im Vergleich mit der Studie aus den USA liegt die Häufigkeit für schwere kardiale Zwischenfälle beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON und beim BMW BERLIN-MARATHON, den beiden größten deutschen Laufveranstaltungen ihrer Art, im Vergleichszeitraum zwischen 2000 und 2011 leicht höher. Dies begründet sich einerseits bereits mit dem Hinweis der Autoren, dass die Häufigkeit in ihrer Studie möglicherweise unterschätzt wird, weil nicht alle Zwischenfälle erfasst werden konnten. Auch unterscheidet sich die Geschlechterverteilung der Teilnehmer in den USA deutlich von der in Europa. Während in Berlin ca. 75% der Teilnehmer Männer sind (diese tragen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Zwischenfälle in sich), gehen in den USA etwa gleichviele Männer wie Frauen an den Start. So waren auch in den vergangenen Jahren bei den beiden Berliner Großveranstaltungen ausschließlich Männer von derartigen Vorfällen betroffen.

Auffallend ist, dass das zugrunde liegende Krankheitsspektrum deutlich unterschiedlich ist. Während in den USA insbesondere die hypertrophe Kardiomyopathie - eine genetisch bedingte Herzerkrankung - in ca. der Hälfte aller Fälle für die schweren kardialen Zwischenfälle verantwortlich gemacht wurde, stehen in Berlin typischerweise die Fälle mit Minderdurchblutung des Herzens bedingt durch eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße und die daraus folgenden Herzinfarkte im Vordergrund.

Gegenüber den USA ist die Überlebenschance bei schweren kardialen Zwischenfällen in Berlin jedoch besser, was durch die gute medizinische Versorgungsstruktur und die präventiven Bemühungen des Medical Teams von SCC EVENTS erreicht wird.

Auffallend ist, dass ein Drittel der betroffenen Läufer in den USA in den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf bereits kardiale Symptome aufwies. 17% hatten zudem eine positive Familienanamnese, 10% Anzeichen einer viralen Infektion in den letzten zwei Wochen vor dem Vorfall. Somit wäre eine weitere Reduktion der Zwischenfälle möglich, wenn entsprechende Screening-Angebote wie der PAPS-Test (Persönlicher Aktivitäts- und Präventions-Screening-Test) und entsprechend daraus resultierende sportärztliche Untersuchungen konsequent genutzt werden würden. Ebenso sollte auf einen Start bei Vorliegen eines Infektes in den Wochen vor dem Rennen verzichtet werden.

Der PAPS-Test ist seit Jahren in den Anmeldeprozess bei allen Veranstaltungen von SCC EVENTS integriert und gibt den Teilnehmern erste Hinweise auf ein möglicherweise individuell erhöhtes Risiko. Sportmedizinische Voruntersuchungen können durch diesen Test nicht ersetzt werden. Sie sollten vielmehr von jedem Läufer eigenverantwortlich vor einer Teilnahme an Laufveranstaltungen wahrgenommen werden.

SCC-Pressemitteilung von Thomas Steffens vom 18.01.2012

Nur ein Marathon ist ein Marathon

Ist der "Marathon" im Sinne einer Laufveranstaltung 42.195 Meter lang oder bloß 38 Kilometer? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an, in welcher Sportart man aktiv ist. Im Laufsport ist weltweit eine exakte Streckenvermessung etabliert. Im Triathlon ermöglicht das Regelwerk hingegen Abweichungen von bis zu zehn Prozent. Dem entspricht auf der Marathondistanz eine Kürzung um 4,2 Kilometer! "Triathlonstrecken können nicht als ordnungsgemäß vermessene Distanzen gelten, solange nicht die gleichen Vorgangsweisen wie im Straßenlauf angewandt werden", so Hugh Jones von AIMS, der Vereinigung der Internationalen Marathons und Straßenläufe. Der Vienna City Marathon betont, dass Laufleistungen bei Triathlons deshalb relativiert werden müssen und der Name "Marathon" im Laufsport wie eine Marke positioniert werden soll. ... weiter geht es HIER

PRESSE-INFO VIENNA CITY MARATHON, 4. Oktober 2011

Dokumentarfilmer Michael Schwarz traf Läufer Horst Preisler:

Videoinstallation „Lebenslauf“ – jetzt preisgekrönt

Als Preisler die Anfrage erreichte, ob er bereit sei, an einem solchen Projekt mitzuwirken, war sein erster Gedanke: „Klar, so kann ich doch jungen Menschen helfen, ein solches Projekt zu gestalten.“ Zum Beitrag von Wolfgang W. Schüler im LaufReport klick HIER

 

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