31.12.22 - 31. Silvesterlauf Heddesheim

Der letzte Spurt des Jahres - ein Silvesterlauf gehört zum Läuferleben dazu

von Birgit Schillinger 

 

"Endlich mal nicht frieren beim Silvesterlauf", freut sich Claudia vom Zeitmess-Team. Also dieses Jahr statt "Brrr" "BR"-Timing in voller Funktion: Die Zeitnahme durch Bernd und Claudia Rollar klappte erwartungsgemäß einwandfrei.

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Die 31. Auflage des Heddesheim Silvesterlaufes zog über 800 Sportler an das Sportzentrum am Badesee, eine starke Teilnehmerzahl, "womit noch vor einer Woche überhaupt nicht gerechnet werden konnte", so Orga-Leiter Markus Kunkel. Angesichts der frühlingshaften Temperaturen von 15 Grad hätte der Badesee ruhig geöffnet werden können - Da wäre vielleicht mancher Läufer gerne reingesprungen.

Das Laufshirt wurde Christiane Sattler zu warm, für den Zieleinlauf hielt sie es in die Kamera Auch das Team von BR-Timing musste dieses Jahr nicht frieren
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Kurz-kurz war angesagt, d.h., kurze Hose, kurzärmeliges Oberteil. Wehe dem, wer zu viel anhatte. Da nützte auch der kühlende Wind nichts mehr. Die Bedingungen waren optimal, die Laufstrecke wie immer reizvoll: Nach einer Einführungsrunde über den Trimm-Dich-Pfad folgten eine oder zwei Runden um den See. Das eine ergab die Minimeile (4,4 Km), das andere die Heddesheimer Meile (etwa 7,7Km).

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Cheforganisator Markus Kunkel (links) freut sich über seinen Stammgast Konrad Reiter, der schon 30 Mal dabei war Ebenfalls dabei , ein großes Team der TSG 78 Heidelberg

Konrad Reiter hat bis auf die 30. Ausgabe alle Silvesterläufe mitgemacht. Der 79jährige Mannheimer ging es dieses Jahr nach einer OP locker an, als treuer Sportabzeichen-Absolvent und Mitglied des Skiclubs Heddesheim (der die Veranstaltung ins Leben gerufen hatte) ist er dem Lauf sehr verbunden. 2012 hatte der Verein OBM (Odenwälder-Bike-Marathon) die Organisation des Silvesterlaufes übernommen, weil der Skiclub nach 22 Jahren abgesprungen war. Gemeinsam mit Sponsoren konnte Orga-Chef Markus Kunkel damals die Veranstaltung retten.

Erwin Hube (links) applaudiert den Schülern - später gewinnt er die M80 beim Hauptlauf Fortschritt durch Ausbildung steht auf dem Fantasie-Menschen am Trimm-Dich-Pfad

"Nach zwei Jahren Corona-Pause hätte ich gedacht, dass die Zahlen nach oben gehen, weil die Leute froh sind, dass wieder etwas stattfindet", meint Markus Kunkel. Aber noch immer leiden die Veranstalter unter der Corona-Müdigkeit und Zurückhaltung der Teilnehmer. Auf die startwilligen Läufer war leider - das muss hier gesagt werden - die Anmeldetheke nicht vorbereitet. Die Ausgabe war nicht ausreichend besetzt und zu umständlich organisiert. Eine lange Schlange bildete sich bei der Abholung der Startnummern (nicht bei den Nachmeldungen), was dann zu Verzögerungen von bis zu einer halben Stunde im Zeitplan führte.

Daniel Walz vom Lieselotte Gymnasium Mannheim gewinnt den Schülerlauf über 1,4 km Marlon Lo Cicero wird zweiter Schüler Triathletin Cara Bugert (TSV Amicitia Viernheim) war schnellste Schülerin

Mit 20 Kindern reiste der LSV Ladenburg an. Und gleich im Bambinilauf holte Vincent Emilius Ebert den Sieg für den Verein. Knapp dahinter schon das erste Mädchen: Marie Strauch vom SV Seckenheim. Auch beim Schülerlauf mischten die Damen vorne mit. Cara Bugert (TSV Amicitia Viernheim) beeindruckte auf Gesamtrang drei. Die 10jährige Triathletin trainiert drei bis vier Mal Schwimmen in der Woche, dazu je einmal Laufen und Radfahren. Sie gewann vor der vereinslosen Ella Friedemann und Emilia Tremmel (SG Leutershausen). Bei den Jungs war Daniel Walz (Liselotte Gymnasium Mannheim) vor Marlon Lo Cicero (ohne Verein) und Henri Schmitz (Team Radsport Wagner) erfolgreich.

Die Minimeiler auf der Startgeraden David gewinnt vor Lukas Koser (beide Team Nikar Heidelberg) die Minimeile über 4,4 km

Auf der Minimeile gab es ein Familienduell der Triathleten, das der 16jährige David Koser eine Sekunde vor seinem ein Jahr älteren Bruder (?) Lukas (Team Nikar Heidelberg) entschied. Malte Kolb (TSV 05 Rot) gewann als Dritter die Männer-Hauptkasse. Emma Schwinn war schnellste Frau vor Katharina Mandras (MTG Mannheim) und Helena Jung (SC Vogt).

Malte Kolb (TSV Rot) wird Dritter über die Minimeile Emma Schwinn (672) ist schnellste Frau der Minimeile über 4,4 km

Für den Hauptlauf über 7,7 Km waren 600 Teilnehmer gemeldet. Die 32jährige Juliana Böhm (MTG Mannheim) hatte vor vier Jahren schon einmal in Heddesheim gewonnen, damals noch ohne Verein. Die vielseitige Sportlerin trainiert bis Mai auf ihren Saisonhöhepunkt, den Dämmermarathon, hin, dann steigt sie um auf Tennis, wo sie in einer Mannschaft für die Punkte sorgt. Auch die drittplatzierte Franziska Schildhauer ist nicht nur Läuferin: Sie startet erfolgreich im Triathlon in der Liga für Viernheim. Die zweite Frau Leonie Gieser (LCO Lorsch) konzentriert sich ganz auf das Laufen, sie hatte ihren Freund, den Triathleten Philipp Rhein, mitgebracht, der dann bei den Männern gewann.

Die schnellsten Frauen der Heddesheimer Meile Leonie Gieser (2.), Juliana Böhm (1.) und Franziska Schildhauer (3.) Sieger des Hauptlaufes Steffen Kundel (2.), Philipp Rhein (1.) und David Taylor (3.)

Philipp Rhein startete bisher für Viernheim, will aber nächste Saison nicht mehr die kurzen Strecken Liga-absolvieren. Ab 2023 geht er für Darmstadt an den Start, denn er will mehr auf Mittel- und Langdistanz trainieren - darunter auch auf seine Ironman-Distanz-Premiere in Roth. Er konnte am Ende seinen bisherigen Teamkollegen Steffen Kundel (TSV Amicitia Viernheim) abschütteln. Auf Rang drei folgte David Taylor (Clapham Chasers).

Sonderwertung für den schnellsten Heddesheimer - Der Fußballer Abdiaziiz Jamal (FC Fortuna Heddesheim) gewinnt einen Krimi von Manfred Krämer Der letzte Sprint in diesem Jahr - gute Laune im Zielkanal
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Fazit: Gute Stimmung auch dank vieler Zuschauer beim letzten Lauf des Jahres, denn "ein Silvesterlauf muss sein" - offenbar die Meinung von 800 Sportlern!

Bericht und Fotos von Birgit Schillinger

Ergebnisse www.br-timing.de & Info www.heddesheimer-sl.de

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