1.11.25 - 45. Rodgauer Winterlaufserie in Rodgau-JügesheimSerienauftakt mit Klassezeiten und hohem Teilnehmerzuspruch |
| von Jörg Engelhardt |
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Mit 439 Zieleinläufen in beiden Wettbewerben, legt der Serienbeginn im Vergleich zum letzten Jahr nochmals deutlich zu. Patrick Ellguth, Abteilungsleiter für Langstreckenlauf bei der SKG Rodgau 1888 e.V., der gemeinsam mit Nina und Guiseppe Troia von der Agentur Troia Events federführend für die organisatorische Durchführung dieser Veranstaltung ist, tat im Vorfeld des diesjährigen Serienauftaktes das, was er im Vorfeld des letztjährigen Serienauftaktes auch schon tat. Er sah mit gemischten Gefühlen aus dem Fenster und in der Tat, tauchte die immer noch sehr farbenfrohe Herbstlandschaft sich ins regnerische Grau. |
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| 45. Rodgauer Winterlaufserie, erneut mit 2 Streckenangeboten im Serienprogramm | |
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"Das ist etwas, was ich mich im Vorfeld immer frage, ob dieses Schmuddelwetter nicht zu viele Läuferinnen und Läufer vom Start abhält? Allerdings waren die Voranmeldungen schon sehr gut. Wir haben allein im noch sehr neuen 5-km-Lauf schon 100 Voranmeldungen, was wir im letzten Jahr noch nicht hatten." Auch sonst sollten die Sorgen des Organisationsleiters schnell verschwinden. Denn trotz des durchgängigen Nieselregens fanden sich nochmals fast 60 Laufbegeisterte mehr im Maingau-Stadion ein, als dies im ohnehin schon sehr teilnahmestarken vergangenen Jahr der Fall war. Damals kamen beim neu eingeführten 5-km-Lauf sowie dem traditionell stattfindenden 10-km-Lauf 381 Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Diese damals schon sehr erfreuliche Zahl, bei noch etwas besserem Wetter, wurde heute eindeutig übertroffen.
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Auch Shams Hassary, vom Hauptsponsor Harema, einem ortsansässigen Unternehmen, das mit der Herstellung von Reinigungsmitteln und Putzmaschinen für Großunternehmen erfolgreich auf dem europäischen Markt agiert und auch einen Teil der Siegerpreise für die schnellsten Läuferinnen und Läufer stiftet, zeigte sich sehr erfreut. "Wir waren schon im vergangenen Jahr sehr zufrieden mit der Teilnehmerzahl. Dass es heute nochmals so viel mehr waren, ist schön zu sehen und macht Spaß." |
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| Einen schnellen ebenen Kurs mit bunt-herbstlichem Panorama bekommen alle geboten ... | ... Blumen und Medaillen erwarten die drei Tagesschnellsten in beiden Wettbewerben |
Überhaupt war die Stimmung trotz des Schmuddelwetters wieder sehr gut und die Überdachung zwischen dem Vereinshaus und dem anliegenden Fußballplatz tat dann ihr übriges, dass Mitlaufende wie auch Zuschauer trotz der Regenfälle ihre Speisen und Getränke im Trockenen einnehmen durften. Ansonsten war wieder alles angerichtet für ein regionales und familiäres Läuferfest, das auch diesmal wieder neben den überwiegend aus Hessen kommenden Aktiven, vor allem Laufbegeisterte aus den nahe gelegenen Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern anlockte. Sportlich blieb alles beim Altbewährten.
Es begann pünktlich um 14:00 Uhr mit dem 5-km-Lauf der kleinen Serie und endete mit dem 10-km-Lauf der großen Serie. Wie immer gibt es in beiden Konkurrenzen vier Serienläufe, die am jeweils ersten Samstag in den Monaten November, Dezember, Januar und Februar ausgetragen werden. Wer in die Gesamtwertung der Serie aufgenommen werden möchte, muss drei der insgesamt vier Serienläufe ins Ziel bringen. Für Teilnehmende an allen vier Läufen, wird das schlechteste Ergebnis aus der Gesamtwertung gestrichen und nur die drei schnellsten Läufe gewertet. Selbstverständlich sind aber auch Einzelstarts an jedem der vier Veranstaltungstage möglich.
Dass Christian Ache vom SSC Hanau-Rodenbach eine hohe Grundschnelligkeit besitzt, konnte er in diesem Jahr unter anderem schon beim Mini-Marathon im Rahmen des Kassel Marathons unter Beweis stellen. Dort absolvierte er die 4,2 Km lange Strecke als Zeitschnellster in 13:01 min. Der junge Mann, Geburtsjahrgang 2007, ist nicht nur ein starker Läufer, sondern auch ein sehr guter Triathlet, der als solcher natürlich nicht für den renommierten Laufsportverein aus dem Main-Kinzig-Kreis antritt, sondern für das Triathlon-Bundesliga-Team VfL Münster ReaCard Triathlon Team.
Das Rennen ging Christian Ache sehr zielgerichtet an und riss schon früh eine kaum mehr zuzulaufende Lücke auf den Rest des Feldes. Sein Sieg stand niemals in Frage. Die einzige Frage war: Ob er nicht die Siegerzeit vom Maximilian Hartmann (16:46 min.) aus dem vergangen Jahr unterbieten könnte? Er konnte, und als er einsam und allein in die Zielgerade des Maingau-Stadions einbog richtete sich sein Kampf nicht mehr gegen einen starken Gegner, der auch nicht vorhanden war, sondern einzig und allein gegen die Uhr. Würde er die 16:00 min. Marke knacken? Auch diese Frage konnte am Ende mit Ja beantwortet werden. Denn nach 15:59 min. blieb für ihn die Uhr stehen, was neben dem Gesamtsieg, den Triumph in der MU20 zur Folge hatte. Er ist damit nach Streckenrekordhalter Jakob Breinlinger (15:20 min.) auch der Einzige, der bisher unter 16 Minuten bleiben konnte.
Vorjahressieger Maximilian Hartmann (MT Melsungen) konnte an seine Siegerzeit aus dem Vorjahr nicht heranlaufen und belegte nach 17:33 min. den zweiten Platz. Damit siegte er auch in der MHK. Der Drittplatzierte Sebastian Bienert (LG Bad Soden Neuenhain), der letztes Jahr noch im 10-km-Lauf vertreten war, erlief sich den letzten freien Ehrenplatz bei den Männern in 17:45 min. und kam dadurch auch zum M35-Sieg. Julius Faber (TCEC Mainz) war als Vierter im Ziel, der schnellste Läufer aus Rheinland-Pfalz. Da er der MU18 angehört, trug er nach 18:10 min. in dieser Altersklasse den Sieg davon. Raphael Feikert, letztes Jahr Zweiter im Gesamteinlauf der Männer in 18:15 min. konnte diese Zeit exakt wiederholen, landete damit allerdings diesmal nur auf Platz 5. Dennoch ließ er sich den Sieg in seiner Altersklasse M30 nicht nehmen. Benedict Göllet vom ReaCard Triathlon Team des VfL Münster belegte in 18:47 min. den sechsten Platz und wurde damit Zweiter in der MU18.
Bei den Frauen war Jasmin Volz (Aera Sports Team/ MTG Mannheim) nicht zu besiegen. Nach 19:04 min. gewann sie damit auch in der Frauen-Hauptklasse. Platz 2 sicherte sich Nachwuchsläuferin Anna Grosse vom Laufteam des TV Alzey, die in 20:39 min. in der WJ U16 nicht zu schlagen war. Das Podium der Frauen komplettierte Heidi Kristensen (TV Waldstraße Wiesbaden), die nach 21:36 min. in der W35 siegte. Direkt hinter ihr kam Leni Julia Barth (SG Spiesheim) nach 21:47 min. zum WU18-Sieg. Nina Herrmann belegte nach 21:49 min. den fünften Platz und kam damit in der WHK zu Platz 2. Platz 6 sicherte sich Vanessa Conradt von der LG Vellmar, die in 22:06 min. den dritten Platz in der WHK belegen konnte.
Der 5-Km-Lauf war wesentlich stärker frequentiert als bei der Premiere im Vorjahr. 43 Frauen und 59 Männer kamen ins Ziel. Das waren 20 Zieleinläufe mehr als vor 12 Monaten.
Auch über die längere Strecke wurden insgesamt 40 Zieleinläufe mehr als im letzten Jahr registriert. Zwei Spitzenläufer, die schon vergangenes Jahr das Feld anführen konnten, waren auch diesmal wieder mit von der Partie. Leander Fink (TV Alzey / Brooks Road Runner), der vor Jahresfrist den ersten Lauf der Serie in 31:20 min. knapp vor Fabian Sposato gewinnen konnte und der Australier Samuel "Sam" Blake (Eintracht Frankfurt), der im Vorjahr erst zum zweiten Lauf in die Serie einstieg und diese letztlich auch gewann. Mit einer Zeit von 31:04 min. war er als Tagessieger damals noch ein bisschen schneller als sein heute stärkster Gegner bei seinem damaligen ersten Lauf. Später konnte der starke 1500-Meter-Spezialist selbst diese Zeit nochmals toppen, als er im dritten Serienlauf in 30:43 min. den Grundstein zum Gewinn der gesamten Serie legte. Ein lediglich fünfter Platz in 31:03 min. im vierten Serienlauf gefährdete seinen Seriensieg damals nicht mehr.
Diesmal schon beim ersten Serienlauf am Start, wird Sam Blake beim zweiten Lauf aussetzen, denn in der italienischen Emilia-Romagna will er eine Woche später seinen allerersten Marathon bestreiten und diesen möglichst in einem Bereich von 2:20:00 h ins Ziel bringen. Überhaupt wird er in seiner künftigen Ausrichtung neben den 1500 m öfter auch auf längeren Strecken zu sehen sein. "Der Marathon in Italien passt prima in mein Konzept, damit ich auch die Weihnachtszeit in vollen Zügen ohne Wettkampfdruck genießen kann." Heute jedoch wollte er sich mit einer schnellen Zeit und möglichst auch mit dem Tagessieg eine gute Ausgangsposition für den Rest der Serie verschaffen, denn neben einem guten Marathondebüt will er erneut den Seriensieg in Rodgau realisieren.
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| Noch liegt Diana Engelmann in Führung, wird aber noch bis auf Platz 3 zurückfallen | Kerstin Bertsch (rechts) und Kathrin Walter folgen dicht auf |
Dabei sah es zu Beginn noch ganz anders aus, denn zunächst ergriff vor allem Christoph Mattner (BMPRO Aschaffenburg) die Initiative, um neben dem bereits erwähnten Leander Fink den Vorsprung auf Sam Blake weiter auszubauen. Dies schien auch zu gelingen, denn beim ersten Kilometer war die Lücke, die die Beiden gerissen hatten, schon ziemlich groß. Doch es gelang Sam, diese recht bald zuzulaufen, um dann ebenfalls den beiden ärgsten Gegnern zu entwischen. Als er schließlich als erster ins Stadion einlief, war sowohl von Christoph Mattner, als auch Leander Fink lange nichts zu sehen.
Sam Blake holte sich in 30:46 min. den deutlichen Tagessieg. Leander Fink gelang eine schnellere Zeit als beim letztjährigen Auftakt vor 12 Monaten, so dass er in 31:12 min. den zweiten Platz einnahm. Da sein Bezwinger der M30 angehört, konnte er dadurch den Sieg in der MHK feiern. Dritter wurde Tim Völker vom stark vertretenen SSC Hanau-Rodenbach, der in 31:26 min. auch zum Sieg in der MU18 kam.
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| Sam Blake legt mit seinem 10km Sieg den Grundstein zum zweiten Seriensieg in Folge | Leander Fink belegt Platz 2 | MU18 Sieger Tim Völker komplettiert das Podium |
Christoph Mattner, der zu Beginn zusammen mit Leander Fink noch das Feld anführte, konnte nach 31:59 min. als Vierter den Sieg in der M35 festmachen. Platz 5 erlief sich Tom Knauer, der in 32:26 min. einen weiteren Altersklassensieg für den SSC Hanau-Rodenbach erzielen konnte. Er war in der MU20 die klare Nummer 1. Gianmarco Lazzeri von Eintracht Frankfurt sicherte sich in 33:50 min. den sechsten Platz und belegte hinter seinem Vereinskameraden Samuel Blake den zweiten Platz in der M30.
Bei den Frauen sorgte Kerstin Bertsch in 37:27 min. nicht nur für den Tagessieg, sondern sicherte auch den ersten Platz in der eigentlich nicht vorhandenen und wettbewerbsübergreifenden Familienwertung. Denn über 5-Km erliefen sich ihr Sohn Emil (1. U12) und ihre Tochter Johanna (1. U14) schon Siege in ihren Altersklassen und ließen eine Vielzahl der erwachsenen Männer und Frauen klar hinter sich. Ihren Sieg heute empfand Kerstin Bertsch als etwas ganz Besonderes, denn: "Ich bin heute vor fast auf den Tag genau 30 Jahren zum ersten Mal bei dieser Winterlaufserie an den Start gegangen."
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| Kerstin Bertsch ist einmal mehr nicht zu schlagen. Ihr allererster
Start bei der Rodgauer Winterlaufserie liegt fast auf den Tag genau 30 Jahre
zurück |
Kathrin Walter folgt auf Platz 2 |
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Platz 2 sicherte sich Kathrin Walter (Aera Sports Team), die in 38:13 min. auch in der W30 triumphierte. Dritte wurde W45-Siegerin Diana Engelmann vom TuS Katzenelnbogen-Klingelbach in 39:43 vor der WU20-Schnellsten Franka Fleckenstein (ESV Gemünden/VfL Münster) in 39:48. Platz Fünf ging an Daniela Köcher, die ebenfalls für den SSC Hanau-Rodenbach startet, in 40:15 min., was ihr zudem auch den Sieg in der W40 einbrachte. Nachwuchsläuferin Selma Markgraf (MTV Kronberg) veredelte ihren sechsten Platz mit dem Sieg in der Altersklasse WU16. Für sie wurde eine Endzeit von 41:37 min. gestoppt.
Die Rodgauer Winterlaufserie hat sich erneut als eine erste Adresse im hessischen -, wenn nicht gar deutschen Laufsportkalender um diese Jahreszeit präsentiert. Sehr gute sportliche Leistungen, familiäre Atmosphäre und eine nochmals höhere Teilnahmeresonanz allein schon sind Garanten hierfür. Und der weiterhin spannende sportliche Verlauf, bei den noch drei kommenden Serientagen, ist es sowieso.
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Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt Ergebnisse maxx-timing.de - Infos skgrodgau.de Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER |
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