26.11.23 - 40. Goldbacher Winter-Crosslaufserie - 4. Lauf

Bis zur Halbzeit schon über 1900 Finisher

von Thomas Disser 

Kaum hat die Jubiläumsausgabe des 40. Goldbacher Wintercross am ersten November-Sonntag begonnen, sind schon wieder vier Rennen gelaufen. Der vierte Termin schließt die erste Hälfte der Serienwertung ab.

 

Wobei in diesem Jahr an der Edelweißkapelle noch zweimal gerannt wird und die Läufe Nummer fünf und sechs bis zum zweiten Advent zur Austragung kommen. Aber widmen wir uns heute zunächst den Läufen bis Nummer vier. Orga-Chef Günther Wenzel und sein Team vom TV Goldbach haben allen Grund zur Zufriedenheit. Mit Teilnehmerzahlen, die zwischen 470 und knapp 500 pendeln, hat man zur Halbzeit schon über 1900 Läuferinnen und Läufer insgesamt im Ziel notiert. Dazu bisher einen freundlichen Wettergott, der einerseits die Strecke in den gewünschten Zustand, nämlich crossig, versetzt hat. Andererseits ist während der Rennen Regen-Pause angesagt. Zumindest bis jetzt. Sehr gut!

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Halbzeit bei der 40. Goldbacher Winter-Crosslaufserie
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Wie lief es bisher sportlich?

Bestens. Was niemand aufgrund der Streckenbeschaffenheit am dritten Lauftag erwartete, passierte eben doch. Ein neuer Streckenrekord von 33:04 Minuten wurde aufgestellt. Marius Abele vom Paradieschen Team / SSC Hanau-Rodenbach unterbot den seit 2016 von Solomon Merne Eshete aufgestellten Rekord von 33:06 Minuten um zwei Sekunden.

 

In der Zwischenzeit hatten sich schon einige Laufhelden die Zähne an der alten Bestmarke ausgebissen. Dem neuen Rekordhalter hatten Goldbach-Experten das Meisterstück zwar schon zugetraut. Dass es nun bei nicht optimaler Strecke auch gelungen ist, zeugt von der läuferischen Klasse von Marius Abele.

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Walking-Start: mit dabei 2. v.l. Heiko Herzog (177) von der TSG Mainaschaff, die den "Oscheffer TSG-Lauf" im Juli veranstaltet Die Walker bringen Farbe in den nebligen Wald

Vor dem vierten Lauf werden wie üblich die Wetterprognosen und Streckenbeschaffenheit auf der Webseite als "Cross-Flash" publiziert. Toller Service. Es sieht nach weiterhin crossiger Strecke aus, was nach den Regenfällen der letzten Tage auch zu erwarten ist. Also kommen die inzwischen bewährten Cross-Schlappen wieder zum Einsatz. Vor lauter Euphorie wurde ich am letzten "Black-Friday" beinahe schwach und wollte das gleiche Paar nochmal kaufen. Nur als Vorrat, weil sie so gut passen. Blieb aber aus unbekanntem Grund standhaft. Jetzt werden die im Einsatz befindlichen erstmal bis zur Profilgrenze gelaufen. Die halten mindestens noch eine Wintercross-Saison.

Gut gelaunter Sonntagfrüh-Lauftreff der TSG Kleinostheim Zum Start versammeln sich wieder hunderte Laufhelden

Wie läuft es heute?

Einige Aspiranten für vordere Plätze sind nicht da. Damit wird es wieder ein neues Sieger-Trio geben. Das Thermometer zeigt rund 10 Grad weniger als letzten Sonntag an und bleibt knapp über dem Gefrierpunkt. Ansonsten der gleiche Grauton am Himmel, aber die Wolken halten auch heute dicht.

Die Läuferinnen und Läufer sind gut drauf und ausgeschlafen. Kein Wunder, Gottschalk hat bei seiner letzten Show gestern Abend nicht überzogen. Musikalische Unterhaltung wird auch vor dem Startschuss geboten. Mit Kulthits von Gerd Brand aus Haibach. Wohl keine andere Laufveranstaltung hat eigens geschriebene Songs zu bieten. Beim Text ist eindeutig der Läufer zu erkennen, Kult eben!

Die ersten 500 Meter sind geteert … … bevor es auf die Waldwege geht

Mit dem gewohnten Countdown aus der Lautsprecherbox lässt Günther Wenzel 472 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke. Die ist besser in Schuss als befürchtet. Klar sind die Cross-Passagen eher größer und tiefer geworden. Bei der vierten Ausgabe der Saison sind die Laufhelden bereits gut vertraut und ziehen ein buntes Band entlang des Waldweges bis zur ersten nennenswerten Steigung bei Kilometer eins. Wie immer ist der Maximalpuls an diesem Punkt schon erreicht. Bis Kilometer zwei geht's rauf und runter mit dem ersten crossigen Vorgeschmack. Einige Zuschauer gibt es auch, die vor und nach der ersten Schleife gleich zweimal die sportlichen Leistungen mit Applaus und motivierenden Sprüchen versehen. Nun wechseln sich Bergauf- und Bergabpassagen sowie flott zu laufende Waldwege mit matschigen Bereichen ab. Langeweile kommt keinesfalls auf, und auf den anspruchsvollen Abschnitten ist Konzentration nötig. Der höchste Punkt etwa bei Kilometer 6 ist eine Art Belohnung, Matsch ist nun passé und es kommt ein längeres Bergabstück, dass eine ansonsten unerreichte Kilometerpace möglich macht. Man muss nur die mentale Handbremse lösen. Wunderbar!

Hinauf zu Kilometer 1 Julia Heinz (25) vom TV Goldbach: am Vortag Marathon-Dritte in Hockenheim, heute lockeres Auslaufen

Bis zum Ziel geht es natürlich nicht nur bergab. Nach dem tiefsten Punkt der Strecke muss die letzte Bergwertung gemeistert werden. Ein junger Läufer neben mir meint "bergauf mag ich nicht". Das gehört nicht nur in Goldbach dazu, ist aber an diesem Streckenabschnitt eine echte Herausforderung. Trotz der relativ niedrigen Pace auf dem steilsten Stück zeigt die Uhr bei Kilometer 9 eine doch gar nicht so schlechte Zwischenzeit an. Daher sollte man diesen "Heartbreak Hill" nicht zu sehr überbewerten und einfach weiterlaufen. Der letzte Kilometer hat zwar noch zwei kleinere Bergaufstücke im Programm. Aber beim letzten ist man schon fast in Hörweite von Günther Wenzel, der die Teilnehmer namentlich im Ziel begrüßt. Auf den letzten zweihundert Metern geht es nochmal leicht bergab. Es lädt dazu ein, die letzten Reserven zu mobilisieren, um vielleicht noch ein paar Sekunden herauszuholen. Wer weiß, ob diese für die Serienwertung wichtig sind. Startnummer nach vorne, und lächelnd ins Ziel. Wieder schön gelaufen beim Wintercross in Goldbach!

Zuschauer mitten im Wald Lieber am Matsch vorbei als mittendurch

Wer gewinnt heute?

Aktive des SSC Hanau-Rodenbach belegen die Plätze eins und zwei. Fabian Sposato holt sich den Tagessieg mit deutlichem Vorsprung in 34:57 Minuten vor seinem Vereinskollegen David Johnson, der die Ziellinie nach 36:35 Minuten passiert. Der dritte Platz geht an Florian Schottstätt (Greenfit Ultra Boost), der nach 38:39 Minuten im Ziel gewertet wird.
Bei den Damen ist Kerstin Bertsch auch heute nicht zu schlagen. Auch diesmal schiebt Ehemann Simon Bertsch den Kinderwagen und so kann Kerstin eine neue Saison-Streckenbestzeit in 38:56 Minuten erlaufen. Zweite wird Mona Winter von Spiridon Frankfurt, die diesmal nach 43:30 Minuten den Zielkanal an der Edelweisskapelle erreicht. Sandra Reichel aus Kahl wird Dritte in 45:36 Minuten.

Fabian Sposato (3112) führt schon bei km 2 deutlich und holt sich den Tagessieg David Johnson (34) wird Zweiter

Die Tagessieger werden mit weihnachtlichen Leckereien beschenkt. Ich wusste gar nicht, dass es von dem bekannten Aachener Chocolatier derart große Geschenke-Packungen gibt, die bei manchem den Satz "oh je, so viele Kalorien" auslösen würden. Bei Sportlern ist das natürlich kein Problem, bei Läuferinnen und Läufern schon gar nicht.

Heute muss Papa ran: Simon Bertsch (32) mit Nachwuchs flott unterwegs 6 Füße bzw. Pfoten beweisen es: Cross geht auch ohne Schuhe, bei Thomas Borgstädde und seinem tierischen Begleiter Nachhaltig: Bunte Tee-Becher-Parade

Die After-Race-Versorgung aller Athleten ist in bewährten Händen und wird hundertfach genutzt. Einfach schön, sich nach dem Lauf zum Tee-Plausch zu treffen. Das i-Tüpfelchen ist allerdings, nach der Dusche in der TV-Sporthalle das feine Kuchenbuffet aufzusuchen. Jeden Sonntag gibt es eine leckere Auswahl. Dazu wird allerdings nicht nur Kaffee getrunken. Das eine oder andere Gerstenkaltgetränk wird nach dem Lauf bevorzugt. Probiere ich das nächste Mal.

Tagessieger umrahmt von Vertretern der TH Aschaffenburg: Zweiter David Johnson (2.v.l.), Sieger Fabian Sposato (3.v.l.) Dritter Florian Schottstätt (4.v.l.) Die schnellsten Damen des Tages: Zweite Mona Winter (2.v.l.), Siegerin Kerstin Bertsch (3.v.l.), Dritte Sandra Reichel (4.v.l.)
Foto © Günther Wenzel
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Bericht und Fotos von Thomas Disser

Infos & Ergebnisse www.wintercross.de

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