22.8.26 - 30. Reichelsheimer Michelsmarktlauf

Gestiegener Zuspruch macht Laune

von Constanze & Walter Wagner 

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Ausdauer und Durchhaltevermögen sind Kennzeichen der Triathlon-Abteilung des KSV Reichelsheim besonders im Hinblick auf die Organisation von Veranstaltungen. Eine gewisse Bekanntheit und Beliebtheit über das Gemeindeareal hinaus haben die "KSV-Radausfahrten". Lediglich der Triathlon-Wettbewerb gehört der Vergangenheit an.

Der Adventslauf, der am 13. Dezember bereits seine 34. Austragung erleben wird, als auch die jetzige Jubiläumsauflage des Michelsmarktlaufs mit deutlichem Teilnehmeranstieg, belegen die Beständigkeit, mit der beim KSV Sportveranstaltungen organisiert werden und damit eben auch Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinde im Odenwaldkreis ein sportliches Freizeitangebot nahe gebracht wird.

Der Reichelsheimer Michelsmarktlauf führt über vier anspruchsvolle Runden durch die sanften Hügel des Odenwalds
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

1994 ist das Premierenjahr des Michelsmarktlaufs, zwei Mal fiel er während der Pandemie auflagenbedingt aus. Noch in aller Munde, wenngleich sich zunehmend verklärend, ist die fünfte Durchführung im Jahr 1998, als ein aufgeschreckter Hornissenschwarm den Läuferinnen und Läufern schmerzlich zusetzte, als diese entlang einer Streuobstwiese den Nestbewohnern zu nahe kamen. Zwar sind Hornissenstiche weniger gefährlich als landläufig angenommen, es sei denn man hat eine Allergie, aber den Spaß am Laufen verderben sie zweifelsohne.

Alle Rennen führen durch den Ortskern, vorbei am Publikum gesäumten Alten Rathaus, jetzt Regionalmuseum, hin zum aktuellen Rathaus und Gemeindeverwaltung mit Start- und Zielpunkt

 

Beim Michelsmarktlauf wurde in der Folge die Runde verkürzt und somit den Hautflüglern ausgewichen. Dass die Teilnehmerfelder dennoch nicht viel größer wurden und Austragungen mit 40 bis 50 Zielerfassungen die Fortsetzung des fordernden, aber oft gelobten Laufs gefährdeten, wird nicht verschwiegen. Doch aufgegeben wurde zum Glück nicht und die Übergabe der Organisation in die Hände der nachfolgenden Generation gelang zudem. Der verdiente Aufschwung blieb nicht aus. Zur Laufserie im Odenwaldcup schloss man sich seit dem letzten Jahr zudem dem Lang Lauf Cup an, um Teilnehmer ins Gersprenztal zu locken. Und doch war man nun einigermaßen überrascht über die zahlreich eingehenden Anmeldungen und froh darüber, das Nummernchip-Zeiterfassungssystem rechtzeitig angeschafft zu haben.

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Anstieg zu Beginn ... ... und am Ende jeder Runde

Die Berührungspunkte mit dem namensgebenden und seit 1949 veranstalteten Michelsmarkt sind eher weitläufig. In den Anfängen wurden die Sieger im Festzelt geehrt, aber so richtig passte wohl beides nicht zusammen. Nun stand es allen frei, im Anschluss an die körperliche Ertüchtigung den Abend noch mit der Band Lost Eden ausklingen zu lassen, dem Top-Act am Samstagabend des fünftägigen Marktspektakels. Dazwischen konnte das Reichelsheimer Freibad zum Duschen und Schwimmen aufgesucht werden, dies für alle Laufteilnehmer kostenlos.

Eine von Birken gesäumte Flachpassage zum Luft holen Auf jeder Runde Schloss Reichenberg und die Michaelskirche im Blick

Kinder- und Jugendläufe

Start und Ziel aller Läufe sind direkt vor der Gemeindeverwaltung, drinnen gab´s die Startunterlagen und im Anschluss im Hof die Siegerehrungen und der gesellige Ausklang. Den Anfang machten um 16.00 Uhr die Bambini. Für die 400 Meter lange Runde lagen 17 Anmeldungen vor und bei den Jüngsten unterm Startbanner war die große Aufregung riesig, schließlich wussten die meisten gleich mehrere Vorgänger-Generationen an der Strecke. Radvoraus- und -Radschlussfahrer sind in Reichelsheim obligatorisch, die Strecken von der Feuerwehr abgesichert und jede Ecke und Kurve mit bunten Kreidepfeilen bestens präpariert.

Roland Pößiger, der den Michelsmarktlauf zusammen mit dem damaligen Leichtathletikabteilungsleiter Hans-Peter Lode auf Wunsch der Gemeinde ins Leben gerufen hatte, und die 1. Vorsitzende des KSV Reichelsheim und jetzige Leichtathletikabteilungsleiterin Melanie Lauser eröffnen mit den Kinder- und Jugendläufen den 30. Reichelsheimer Michelsmarktlauf

Dem Auftakt folgten ab 16.30 Uhr die Jugendläufe über eine 1,4 km lange Wendepunktstrecke. Altersgemäß eingeteilt in die U10/U12 mit 79 Zielerfassungen bzw. U14/U16 mit 18 LäuferInnen im Ziel. Der Jugendlauf der jüngeren Schüler wurde von den Zwillingen Emil und Anton Wolf angeführt, die in der U12 mit Emil in 4:56 min und Anton in 4:58 min der LGO/SC Beerfelden einen Doppelsieg bescherten, im Odenwaldkreis alles andere als überraschend. Dritter wurde Marlon Huber von der HSG Rodenstein in 5:05 min. In der Klasse U10 siegte Maximilian Zink von der LGO/TSV Erbach in 5:16 min. Zweiter wurde Ben Ehrhard (LGO/TSG Bad König) in 5:27 min vor Nil Barleben in 5:32 min.

Beim Jugendlauf der MU10 und MU12 läuft Emil Wolf knapp vor seinem Zwillingsbruder Anton ins Ziel (beide von der LGO/SC Beerfelden und U12) Auf Platz 3 im Zieleinlauf und in der U12 läuft Marlon Huber von der HSG Rodenstein ein Maximilian Zink von der LGO / TSV Erbach gewinnt als Siebtplatzierter die U10

Bei den Mädchen feierte die LG Odenwald/TSG Bad König gleichfalls einen Doppelsieg mit Lena Balles in 5:24 min und Marie Reeg in 5:36 min. Den dritten Rang in der U12 erlief sich Elisa Hering von der LGO/SC Beerfelden in 5:43 min. Herausragend die U10-Siegerin Maja Uhrig in 5:25 min, deren Vereinskameradin Marlene Helm in 6:00 min wiederum eine Doppelsieg für die LGO/SC Beerfelden holte, vor der ebenfalls für die LGO startende, aber dem TSV Erbach angehörende Mathilda Mills, Dritte der U10 in 6:02 min.

Den weiblichen Jugendlauf der U10 und U12 gewinnt U12-Starterin Lena Balles (305) von der LG Odenwald/TSG Bad König (hier im Zielspurt mit Philipp Hildebrand von der GAZ) knapp vor der U10-Schnellsten Maja Uhrig (grünes Trikot) von der LGO /SC Beerfelden Auf Rang Drei folgt die Zweite WU12 Marie Reeg, ebenfalls von der LG Odenwald/TSG Bad König

Im zweiten Lauf, um 16.50 Uhr gestartet, dominierte Colin Bischof vom TSV Höchst in 4:25 min das Rennen und war zugleich einziger Teilnehmer der U16. Jonas Siefert von der LGO/TSG Bad König, Erster des U10/U12-Laufs 2024 und 2025, siegte in 4:36 min in der U14 vor Leonard Schmidt (TSV Höchst) in 4:50 min und Ben Luca Mittelstädt vom KSV Reichelsheim Fußball in 5:09 min.

Gleichfalls war bei der weiblichen Jugend Luisa Segbers (LGO/TSG Bad König) in 5:22 min beste und einzige Teilnehmende der U16, deren Vereinskameradinnen Mara Kislinskiy in 4:47 min und Mayla Schrod in 5:11 min das Podium der U14 komplettierten, das von der in 4:43 min Streckenrekord laufenden Ida Walter vom SV 1896 Mörlenbach angeführt wurde, die Siegerin der U12 im Vorjahr. Die 12jährige Schülerin aus sportlicher Familie hat eine 800 m Bestzeit von 2:37 min und läuft Strecken bis 2000 Meter.

Beim Jugendlauf der MU14 und MU16 übernimmt U16-Starter Colin Bischof (Nr. 206) vom TSV Höchst sofort die Führung. Ganz links mit der Nr. 213 Jonas Siefert von der LGO/TSG Bad König, der als Zweiter die MU14 gewinnt. Neben ihm mit der Nr. 203 seine Vereinskollegin Mara Kislinskiy, Zweite der WU14 und leicht verdeckt dahinter Ida Walter vom SV 1896 Mörlenbach ... ... die ebenfalls in der WU14 startend mit Streckenrekord gewinnt

Mit den Ergebniseinträgen war die Marke 100 bereits vor dem Hauptlauf überschritten, für den sich 103 TeilnehmerInnen als Solisten und weitere in 12 Staffeln á 4 Aktiven vorangemeldet hatten. Insgesamt beteiligten sich 250 Sportlerinnen und Sportler erfolgreich am Michelsmarktlauf und überragen damit die 150 Finisher des Vorjahres deutlich.

Im Blickpunkt stand ein Teilnehmer, der nicht zum ersten Mal Runden beim Michelsmarktlauf drehte, nun aber seit 12. August Bürgermeister von Reichelsheim ist und somit eine ganze Palette von Aufgaben und Terminen wahrnehmen musste. Die Rede ist vom parteilosen Christian Hofmann. Allein vier Mal wechselte er seine Kleidung, war zu vernehmen. Er kam im Freizeitlook an, stieg rasch in seinen hellblauen Anzug um die Tier- und Landmaschinen-Ausstellung des Michelsmarkts zu eröffnen. Gleich zurück am Rathaus begleitete der vormalige GAZ-Lehrer 40 seiner ehemaligen Schüler aus zwei Sportklassen im Trikot der GAZ-Schule, und schlüpfte schließlich ins Trikot der Feuerwehr Reichelsheim um als Staffelschlussläufer alles zu geben.

Bürgermeister Christian Hofmann im GAZ-Sporttrikot vor dem Start zum Jugendlauf ... ... und im Feuerwehr-Tenue bei seinem Staffeleinsatz

Als wäre das doch selbstverständlich gratulierte er schlussendlich völlig entspannt allen Gesamt- und Altersklassenplatzierten bei der Siegerehrung persönlich. Das freute aus der Funktionärsriege des KSV Reichelsheim sowohl Roland Pößiger, der den Michelsmarktlauf zusammen mit dem damaligen Leichtathletikabteilungsleiter Hans-Peter Lode auf Wunsch der Gemeinde ins Leben gerufen hatte. "Laufsportveranstaltungen boomten und jeder Ort hatte eine. Da wollte Reichelsheim einen zum Michelsmarkt passenden Lauf", so Pößiger, der weiterhin hilft, wo immer er kann, heißt, als Moderator fungiert sowie beim Auf- und Abbau mit vollem Einsatz dabei ist. Vor sechs Jahren übernahm Melanie Lauser die Abteilungsleitung Leichtathletik und in der Folge die Organisation des Michelsmarktlaufs. Seit April ist sie 1. Vorsitzende des Gesamtvereins, als Nachfolgende von Jürgen Göttmann, der diese Funktion 33 Jahre ausgeübt hatte.

Nicht nur als Staffelteilnehmer schnell wie die Feuerwehr, auch an allen neuralgischen Streckenpunkten sorgte die Feuerwehr Reichelsheim für eine verlaufsichere Strecke

Auf die Unterstützung des verlässlichen Helferstabs aus dem Verein, der Feuerwehr und zahlreicher ortsansässiger Sponsoren kann Melanie Lauser bauen. Neben Pokalen für die Gesamtsieger erhielten alle Platzierten Sachpreise und bei der abschließenden Tombola freuten sich nicht wenige über einen von örtlichen Gewerbetreibern gestifteten Gewinn. Ein besonderer Dank ging an die Bäckerinnen und Bäcker für die tollen Kuchenspenden, die am Ende der Veranstaltung restlos ausverkauft waren.

Zum Hauptlauf

Der gemeinsame Start mit den Staffeln, die jede Runde wechseln, bringt einiges an zusätzlicher Bewegung auf die Runde. Die mitunter jugendlichen Akteure sprinten mit Speed zum Wechselpunkt, dass man nicht glauben mag, dass sie dieses Tempo die etwa 2,5 km lange Runde durchgehalten hatten. Für die Zuschauer ist die integrierte Staffel auf jeden Fall ein Gewinn, denn mit einer guten Portion Ehrgeiz wird um jede Position gekämpft.

Staffelwechsel bei "The running Gag" ... ... und der KSV-Fußballjugend

Besonders engagiert sind die "Reigels Runners", die vor zwei Jahren mit einer Staffel antraten, im Vorjahr mit zwei und der Ansage heuer drei Staffeln an den Start zu bringen. Doch wurden es sogar deren Fünf. Und diese Entwicklung scheint erst am Anfang zu stehen. Die Gruppe hat mit der Brauerei Schmucker einen Sponsor gefunden, ist mit Trikots ausgestattet worden und warb im Gegenzug mit der Ausgabe einer alkoholfreien Produktvariante für den Getränkehersteller. Mit den Plätzen 1 und 3 wiederholten sie den Ausgang des Vorjahres und belegten nun zudem die Ränge 5, 8 und 9. Die schnellste der drei Staffeln der KSV Fußballjugend wurde Zweiter, Bürgermeister Hofmann wurde mit der flotteren der beiden Feuerwehrstaffeln Sechster.

Staffelübergabe bei ... ... und Ausschank durch die "Reigels Runners"

Auf ihren vier Runden durch die Ortskerngassen und durch die Wiesenauen vermischten sich überrundete Läufer, Staffelteilnehmer und Altersklassenstars und man verlor zunehmend den Überblick. Doch die Führenden beider Geschlechter waren mit ihren Start-Ziel-Siegen ein guter Orientierungspunkt für das gesamte Renngeschehen.

Keine Überraschung und doch mit Lendenwirbelbeschwerden in dieser Saison gar keine sichere Bank war der Sieg von Carlayl Wenz von der LGO / SC Beerfelden in 33:34 Minuten. Im Vorjahr kam er hinter dem Streckenrekord laufenden Edinger Norman Korff auf Rang zwei, geht als häufiger Sieger bei den Odenwaldcup-Läufen, als auch als Odenwaldcup-Sieger im Odenwaldkreis auch mit 41 Jahren noch als Favorit an den Start und dürfte sich dazu noch ein paar Jahre an der regionalen Spitze behaupten. Besonders gern nimmt der Sozialarbeiter auch mal eine überlange Renndistanz mit vielen Höhenmetern in den Alpen unter die Füße, hat dies aber aufgrund der genannten Verletzung für diese Saison bereits abgehakt.

Carlayl Wenz auf der Gewinnerspur Marius Kumm läuft auf Platz 2 3. wird Martin Reimund

Auf den zweiten Platz kam ein Läufer mit einem auffälligen Trikot ins Ziel. Marius Kumm läuft für den Warrington Running Club, der Stadt im Südwesten Englands zwischen Liverpool und Manchester gelegen in der er die letzten drei Jahre arbeitete. Nun ist der 28jährige Vertriebsingenieur seit diesem Monat zurück im Odenwald und ist nach erst eineinhalb Jahren Laufpraxis recht gut zu Fuß. In Manchester lief er bereits einen Marathon in 2:46:59 h und will noch in diesem Jahr in Valencia unter 2:40 h laufen.

Martin Reimund vom Lauftreff Ober-Ramstadt, im Vorjahr in 37:47 min auf Rang vier, verbesserte sich auf 36:24 min, landete nun auf den dritten Rang und siegte in seiner neuen Altersklasse M30. Er läuft nur für sich und im Lauftreff, meist 10 Kilometer, ab und an einen Halbmarathon, versicherte der Software-Entwickler und lobte die schöne, anspruchsvolle Strecke.

Vorjahressiegerin Aloisia Schedel gewinnt erneut 2. wird Thora Werner, die nach der 8. von 12 Lang-Lauf Cup Veranstaltungen in der W35 in Führung liegt Auf Platz 3 läuft Mareike Spindler

Die Strecke findet auch den Gefallen der Siegerin Aloisia Schedel, ebenfalls vom Lauftreff Ober-Ramstadt. Das Rauf und Runter mag sie und prompt war sie in 37:15 min über eine Minute schneller als im Vorjahr, wo sie mit 38:55 min gleichfalls Rang eins davon getragen hatte. Die 38-Jährige betreibt mit Ehegatten Markus, heute Sechster in 38:23 h, außerdem Triathlon, erstmals in diesem Jahr auch auf der Mitteldistanz. Seit etwa 10 Jahren läuft sie und stellte im Oktober in Frankfurt mit 3:11:10 h ihre Marathon-Bestzeit auf, die sie wiederum in Frankfurt angreifen will. "Vielleicht sogar unter drei Stunden", wird sie von den LT-Kollegen motiviert. "Dabei war Sport nie meins", so die Tagesschnellste.

Platz zwei ging in 42:23 min an Thora Werner von der LT Rheinhessen-Pfalz. Sie läuft in der gleichen Altersklassen wie die Siegerin und war erstmals beim Michelsmarktlauf am Start. Beim letzten Adventslauf des KSV war die Energieberaterin für Photovoltaik-Anlagen Dritte geworden. Sie liebt das Bergige, fand die Strecke toll.

Dritte Frau wurde in 43:40 min Mareike Spindler (SSG Bensheim). Sie lebt seit einem Jahr an der Bergstraße, kommt aus der Region Pfälzer Wald und ist von Hause aus Bundesliga-Radrennfahrerin bei Straßenrennen und Mountainbikerin. Auch für sie war es die Erstteilnahme und sie war begeistert von der profilierten Strecke, der liebevollen Veranstaltung mit den Stimmungsnestern an der Strecke.

Alexandra Reeg vom SC Güttersbach führt die stark besetzte W45 an Die Gewinnerinnen der höchsten weiblichen Altersklasse: W65-Siegerin Marlene Breunig vom TV 04 Wörth und W60-Siegerin Marianne Hasenzahl vom TSV 03 Wolfskehlen

In den Altersklassen, hier mit Nettozeiten aufgeführt, war die W45 quantitativ am stärksten besetzt und wurde von der Gesamtvierten, Alexandra Reeg vom SC Güttersbach in 44:41 min, angeführt. Herausstechend die W60-Siegerin Marianne Hasenzahl vom TSV 03 Wolfskehlen, im Vorjahr noch Erste in der W55, die den selektiven Kurs in 45:29 min absolvierte. Sie findet die Strecke toll, wenn auch der lange Anstieg im ersten Teil der Runde von Runde zu Rund heftiger wird. Sie scheut sich aber auch nicht vor größeren Herausforderungen, wie 2025 beim Aberland Ultra Trail in Bayrischen Wald, wo sie die 36 km erfolgreich absolvierte. Erst mit 40 Jahren begann sie mit dem Laufsport und wünscht sich auch in der W65 und W70 noch laufen zu können. Die beiden jüngsten Läuferinnen waren aus der U23 und könnten in Zukunft ein Wörtchen um die Pokalvergabe mitreden, wenn sie denn dabei bleiben.

Thomas Kaufmann vom SC Güttersbach gewinnt die mit 17 Teilnehmern besetzte Altersklasse M60 Günter Hitzel aus Rödermark hat in dieser Saison noch keines der Lang Lauf Cup Rennen ausgelassen und siegt in der M75 In der M80 gewinnt Helmut Becker von der SG Ruhrgas knapp vor ... ... dem ältesten Teilnehmer Axel Wildmann von LGBSN

Parallele zum Frauenklassement: Auch bei den Männern wagten zwei Nachwuchsathleten die Teilnahme und siegten konkurrenzlos in der U18 bzw. U20. In der M45, angeführt von Jochen Seelinger in 40:00 min, ist die Liste zehn Einträge lang, wird aber überragt von der M60 mit 17 Finishern, zudem leistungsmäßig beachtlich mit AK-Sieger Thomas Kaufmann (SC Güttersbach) in 39:23 min, gefolgt von Frank Lauser (41:00 - KSV Reichelsheim) und Werner Stojetz (41:39 - SC Güttersbach). Nicht weniger überzeugend siegte Frank Huebner vom LT Ober-Ramstadt in 40:54 min vor 10 weiteren Akteuren aus der M65.

Günter Hitzel aus Rödermark hat in dieser Saison noch keines der Lang Lauf Cup Rennen ausgelassen und siegte in der M75 in 55:18 min in Reichelsheim, wo er aber keineswegs der älteste Zieleinläufer war, denn selbst in der M80 finishten drei Wettbewerber, denkbar knapp angeführt von Helmut Becker (SG Ruhrgas) in 69:43 min, mit einer Sekunde Vorsprung vor dem mit Jahrgang 1943 ältesten Teilnehmer Axel Wildmann von LGBSN.

Das Siegerpaar des 30. Michelsmarktlauf Aloisia Schedel & Carlayl Wenz, gerahmt von der KSV Vorsitzenden Melanie Lauser und Bürgermeister Christian Hofmann. Läuferisch weiter geht es in Reichelsheim mit dem 34. Adventslauf am 13. Dezember, der dann auch Abschluss des Lang-Lauf-Cup sein wird ... und die Reigels Runners sorgen gewiss für eine weitere Potenzierung beim 31. Michelsmarktlauf
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Bei diesem Alterstableau drängte sich eine altersbereinigte Ergebnisliste auf, die die KSV-Organisatoren prompt lieferten und für weitere Ehrungen heranzogen. Mit der vereinseigenen technischen Ausstattung und den gewieften Programmierkünstlern im Verein, alles kein Problem. Da auch die Wetterbedingungen ideal waren, schienen doch alle ausnahmslos zufrieden zu sein. Mit dem sportlichen Bürgermeister Hofmann an der Seite, den begeisterungsfähigen Reigels Runners und vielen treuen AltersläuferInnen kann das Organisationsteam um Melanie Lauser mit Zuversicht ins nächste Jahrzehnt durchstarten. Und hoffentlich heißt es bei der 31. Austragung aus KSV-Kreisen erneut: "Wir wurden von Teilnehmern überrannt."

Bericht & Fotos von Constanze & Walter Wagner

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