17.8.25 - 18. Hambrücker LußhardtlaufHambrücken im Laufzustand Die Konstante im August: Der Lußhardtlauf |
| von Hannes Blank |
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Informationen zum Lauf 2026 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE? |
Das kleine Hambrücken in Nordbaden (ca. 5600 Einwohner) befindet sich ein Mal im Jahr im Lauf-Zustand, nämlich zum Hambrücker Lußhardtlauf, benannt nach dem nahen Waldgebiet. Die Läuferinnen und Läufer kommen auch von weiter her gerne im August zu diesem Lauf, die Veranstaltung gilt als vorbildlich organisiert und hat neben dem Bambini-Run drei Distanzen im Angebot: Halbmarathon, sowie 5km- und 10km-Lauf. Für alle Teilnehmer steckt neben einem Rabatt-Coupon für ein Wellness-Spa eine Tube Duschgel (150ml) in der Läufer-Tüte. So die Ausgangslage. 2025 fand der Lußhardtlauf zum 18. Mal statt.
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| Start zum 18. Hambrücker Lußhardtlauf, dessen Strecken überwiegend durch Felder, Wagbachwiesen & Lußhardtwald verlaufen | |
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Ausführliche und einladend präsentierte
Laufankündigungen im LaufReport HIER
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Was zieht die Läufer im August nach Hambrücken?
"Um diese Jahreszeit gibt es nicht so viele Läufe", sagt 10km-Siegerin Melina Wolf (LG Region Karlsruhe), "man kann ein gutes Training daraus machen und in Gesellschaft hat man einfach mehr Spaß daran, zu laufen", ergänzt sie. In der Tat, viele Teilnehmer, wie man im Gespräch erfahren kann, nehmen den Lußhardtlauf als Vorbereitungswettkampf für die Herbst-Marathons. Er ist flach und gilt als gut organisiert, irgendwelche Überraschungen auf der Strecke oder im Umfeld sind sehr selten: Hinkommen, mitlaufen. Der Lußhardtlauf ist eine Konstante. Also ideal dafür, die Form zu überprüfen, bevor im Herbst die großen läuferischen Herausforderungen anstehen.
10km: Neue Bestzeit für die amtierende Streckenrekord-Inhaberin über die Halbmarathondistanz
"Positiv ist, das wir heute wieder nicht ganz so hohe Temperaturen hatten", erzählt 10km-Sieger Lucas Kollmar (Familienname: Bittigkoffer). Auf maximal 23 Grad Celsius kletterte das Thermometer, und das auch nur für die hinteren Halbmarathon-Finisher. In den Vorjahren - mit Ausnahme 2024 - hatte man beim Lußhardtlauf immer mit hohen Temperaturen zu rechnen, wie das halt so ist im August. Der 33jährige Kollmar (LG Region Karlsruhe) schaute sich früh nach eine Gruppe um, mit der er laufen konnte und fand sie im Halbmarathon-Teilnehmer Nico Formella, sowie in Lukas Zajons (rennwerk Karlsruhe) und dem Pfälzer Joshua Klein (LG Region Karlsruhe). "Dass wir Jahr für Jahr immer mit einer Gruppe in Hambrücken sind ist ein weiterer Positivpunkt", erzählt Kollmar. Neben Platz 1 in 33:23min ist auch der dritte Platz von einem Klubkollegen Kollmars belegt (Joshua Klein in 33:52min, Platz 2 ging an Zajons in 33:41min) und Peter von Kürten in 38.51min auf Platz 9.
Vor allem aber prägten die LGR-Frauen wieder die Spitze des Feldes: Sophia Wunsch (Familienname: Kaiser) von der LGR, letztes Jahr Siegerin über die Halbmarathondistanz in Hambrücken wollte eine neue Bestzeit über 10 Kilometer aufstellen, was ihr in Zusammenarbeit mit 10km-Siegerin Melina Wolf gut gelang: Schon auf den Gesamträngen 4 und 5, in 34:03min und 34:09min kamen die beiden ins Ziel. Sie bereiten sich auf die Deutsche Meisterschaft über 10km auf der Straßen drei Wochen später in Siegburg vor. Platz 3 bei den Frauen belegte Svitlana Malysh (Roadrunners Südbaden) in 40:45min. Weiterhin bemerkenswert: M65-Sieger Wolfgang Schütz (ULG TV Flein) kam innerhalb der Top 20 nach rund 40 Minuten ins Ziel, ebenso wie der schnelle U20-Gewinner Silas Haberkorn (Kraichgau Triathlon e.V.), der 20 Sekunden schneller als Schütz war.
230 Läuferinnen und Läufer bewältigten den 10km-Linhardt-Lauf, wie er offiziell hieß, erfolgreich.
Halbmarathon: Polizist schlägt alle anderen
"Der Halbmarathonsieger von heute ist der mit Abstand fitteste Teilnehmer", sagte 10km-Sieger Lucas Kollmar. Der konnte sich nämlich schon nach den ersten gemeinsamen 7 Kilometern von der 10km-Spitze absetzen. Bei seinem ersten Start in Hambrücken gewann er den Wettbewerb in 1:11:39min.
Der 30jährige Beamte von den Lauffreunden Freiburg bereitet sich derzeit auf die deutsche Polizeimeisterschaft vor, die vier Wochen später in Kassel stattfinden wird - also aufgepasst in Kassel, mit Formella ist zu rechnen in der im dortigen Marathon integrierten Polizeimeisterschaft. "Ich laufe ansonsten gerne den Markgräfler-Cup", sagt Formella. Ein bisschen überrascht war er von seinem Sieg in Hambrücken schon: "In der Freiburger Gegend ist die Topläuferdichte sehr hoch." Platz 2 ging nach 1:14:24h an Andriy Bolbat vom TSV 05 Rot, Rang 3 erkämpfte sich Felix Kern vom TSG Kleinostheim in 1:15:46h.
Eine Überraschungssiegerin gab es bei den Frauen: Sina Simonis (LSG Weiher) hatte niemand auf der Rechnung gehabt - doch plötzlich war das Führungsfahrrad auf ihrer Höhe. "Da wusste ich, dass ich vorne bin", so die 25-Jährige, und nach 1:29:14h war sie im Ziel, mit Pacemaker Timo Eisenmann ("Der hat mich gezogen"). Für Simonis waren die 21,1km Vorbereitung für den Karlsruher Baden-Marathon in Karlsruhe im September, in Hambrücken war sie schon oft gelaufen ("Wir machen das von der LSG Weiher immer als Team-Event"). Zweite wurde Heidi Kleiser (TEAM BLAU) in 1.31:08h vor der vereinslosen Jessica Bachmann, die 1:35:12h brauchte.
Beim Halbmarathon machten knapp 250 Läuferinnen und Läufer mit - also mehr als beim 10er.
5km: Lußhardtlauf zum Kennenlernen
Der kleine 5000m-Lauf (dieses Jahr knapp 130 Teilnehmer) hat eine Besonderheit: Er geht 5 Minuten später als der Kombi-Start (10km plus Halbmarathon) los und hat eine eigene Startlinie. Die führt die Teilnehmer auch nicht nach Osten, wie die anderen, sondern nach Süden und erreicht schnell den Ortsrand, kurz danach den Lußhardtwald. Er führt entlang der Bahnstrecke Mannheim-Karlsruhe, so dass man manchmal auch von einem ICE überholt wird. Diesen Streckenabschnitt haben alle drei Distanzen gemeinsam. Der 5km-Lußhardllauf, offiziell HUK-Coburg-Lauf, ist also ein schönes Angebot, den Lauf kennenzulernen, ohne sich allzu viel vornehmen zu müssen. Durch den zeitlichen Startversatz erreichen die mittelguten 5km-Teilnehmer etwa zeitgleich mit dem 10km-Gewinner das Ziel.
Das gilt nicht für 5km-Sieger Samuel Möhler. Der war schon nach 16:05min zurück. "Ich laufe mal 10er, mal 5er", so der 25-Jährige. "Der 5km-Lauf hat gepasst für die kürzeren Triathlons, die jetzt noch anstehen, so zum Beispiel in Viernheim oder der Albtal-Triathlon in Ettlingen", erzählt Möhler, der für die Karlsruher Lemminge startet. Platz 2 ging an Noah Tirolf aus dem nahen Graben-Neudorf in 16:35min, vor Joona Hakenes (LG Region Karlsruhe), der 17:41min brauchte. Bei den Frauen gewann Luna Sommerfeld vom schweizerischen Triathlonverein JTRI in 18:23min vor Rebecca Riedel (LG Rülzheim) in 18:31min und Luise Dobmeier (TSV 05 Rot) in 19.26min.
Fazit: Hambrücken hält das Niveau
"Mit über 700 Teilnehmern haben wir wieder ein tolles Ergebnis. Unser Ziel war es, das Niveau, und den guten Ruf unter den Läufern zu halten", so Orga-Chef Jörg Meinke auf der Bühne, bevor der den Helfern und vielen Sponsoren des Laufs dankte. Die Lußhardthalle war zur Siegerehrung wieder fast ganz gefüllt und die Teilnehmer fuhren danach zufrieden nach Hause, inzwischen hatte auch die Sonne die anfangs dichte Bewölkung verdrängt. Was will man mehr?
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| Der Zieleinlauf für alle Laufdisziplinen erfolgt über einen roten Teppich | |
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Bericht von Hannes Blank |
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