19.7.25 - 61. Hochsauerlandlauf in Winterberg-AltastenbergGleich zwei Streckenrekorde bei sommerlichen Temperaturen unterboten |
| von David Bieber |
Winterberg im Sauerland ist bekannt für seine schönen Berge, tolle Wanderwege und natürlich für den Wintersport. Schneesicher ist es im Winter, im Sommer kommen Wanderer, Biker und Extremsportler. Hier an der Quelle der Ruhr, die einem ganzen Revier einst ihren Namen verlieh, und nicht weit von der Heimat des derzeitigen Bundeskanzlers, kann auch vortrefflich gelaufen werden - eindrucksvolle Landschaften inklusive. Und zwar beim Hochsauerlandlauf.
Die jüngste Edition, die 61. bereits, hat es am Sonnabend im Winterberger Stadtteil Altastenberg gegeben. Mit neuen Streckenrekorden.
Mit drei abwechslungsreichen Strecken über 3, 11 und sogar 25 Kilometer sowie einem Nordic-Walking-Wettbewerb über 11 Kilometer gab es wieder abwechslungsreiche, aber auch herausfordernde Strecken. Also: Kein normaler Volkslauf. Die Routen führten mitten durch die weiten Höhenzüge, dunklen Wälder und offenen Bergwiesen des Hochsauerlands. Wo andere Menschen Urlaub machen, liefen mehr als 230 ambitionierte Hobbyläufer am Sonnabend um die Wette.
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| Vorteil Sauerland: Der Kurs ist landschaftlich reizvoll und hat eine perfekte Mischung aus bergauf und bergab |
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Ausführliche und einladend präsentierte
Laufankündigungen im LaufReport HIER
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Oben auf den Sauerländer Höhen sorgt in der Regel ein frischer Wind für angenehme Temperaturen und tolle Fotos. Der veranstaltende Ski-Club Altastenberg versprach nicht zu viel, als der Reporter im Vorfeld anfrug: "Ein echtes Naturerlebnis für Läuferinnen und Läufer aller Leistungsstufen." Stimmt, das war es mal wieder.
Sportlich überzeugte Raoul Janning. Der Mann vom Braunschweiger LC verbesserte den seit 2012 bestehenden Rekord auf der 25-Kilometer-Strecke um 22 Sekunden auf herausragende 1:29:19,37 Stunden. Zweiter wurde Timo Böhl in 1:34:58 Stunden. Böhl ist Lokalmatador und startet für die LG Wittgenstein. Moritz Waters, vereinslos, wurde in 1:37:43 Stunden Dritter.
Der Streckenrekord der Frauen von 1:43:40 Stunden wurde am Sonnabend allerdings, trotz toller Bedingungen, nicht unterboten. Ira Achenbach (SG Wenden) siegte in guten 1:54:51 Stunden. Ina Haas wurde in 1:57:12 Stunden zweite Siegerin. Sie startet für VfL Bad Berleburg, ein lokaler Klub aus dem Sauerland. Imke Marie Grotenhuis vom Barmer TV aus Wuppertal kam in 2:20:05 Stunden dahinter auf Rang drei.
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| So sah der Stadtbereich aus. Es wurde am Altastenberg gestartet. Gut zu wissen: Unterwegs gab es genug Verpflegungsstellen | |
Gut 14 Kilometer weniger musste Andreas Beulertz laufen. Dennoch war er gut kaputt, als er über die elf Kilometer als Sieger einlief. Der Läufer vom LAZ Soest siegte in 42:32,97 Minuten. Dahinter liefen der Youngster Silas Guth (17) vom SC Hagen-Wildewiese in 46:13,06 Minuten sowie Christian Braunroth, TuS 31 Elleringhausen, in 47:55,53 Minuten ins Ziel.
Julia Siegburg heißt für ein Jahr nun die schnellste Frau über
diese Distanz. Die vereinslose Läuferin siegte in 55:12,10 Minuten vor
der knapp 17 Jahre älteren Elke Wolf von SCC Scharmede. Die brauchte 56:22,17
Minuten für die bergige Stecke.
Ines Leonhardt vom TuS Sundern wurde Dritte in 57:13,09 Minuten.
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| Dann wird erst einmal den Berg runter gelaufen und man kann die Schönheit der Landschaft erahnen |
Auch auf der Drei-Kilometer-Strecke wurde Geschichte geschrieben: Der erst 18 Jahre alte Zakaria Van Gorp unterbot die Bestmarke aus dem Jahr 2017 um drei Sekunden und setzte mit 9:22,60 Minuten eine neue Rekordzeit. Oskar Bleidißel, MJ U14, PSV Wuppertal, wurde überraschend Zweiter in 11:49,57 Minuten. Maximilian Kusche vom TuS Hüsten komplettierte das Podium und lief auf Rang drei. Seine Zeit: 12:34,32 Minuten.
Bei den Frauen lief Zakarias Schwester Romy, ebenfalls erst WJ U18, als Erste über die Ziellinie in Altlastenberg. Ihre Zielzeit war sogar die zweitschnellste am heutigen Sonnabend über die drei Kilometer: 11:12,11 Minuten. Es dürfte ordentlich gefeiert worden sein in der Familie Van Gorp.
Lilly Kemper (19), noch so eine junge Starterin, wurde Zweite in 13:52,17 Minuten. Die 2014 geborene Lina Harbecke, es wird immer jünger, Altersklasse U12, vom SK Winterberg, "finishte" in sehr guten 13:53,85 Minuten. Das macht Freude aufs kommende Jahr!
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Nicht nur für die Erstplatzierten bot der Hochsauerlandlauf - einer der schönsten Panoramaläufe der Republik - das passende Format. Das zeige sich auch in der stetig wachsenden Starterzahlen, behauptete der Veranstalter. "Mit 235 Startern verzeichnete der Hochsauerlandlauf einen Zuwachs von mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr."
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Bericht von David Bieber Ergebnisse my.raceresult.com - Info hochsauerlandlauf.de Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER |
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