9.7.23 - 13. Ermstal-Marathon in Metzingen

Hitzeschlacht im Tal der Erms

von Jörg Engelhardt 

Metzingen, im Landkreis Reutlingen, am Fuße der Schwäbischen Alb gelegen, ist in Baden-Württemberg und darüber hinaus, vor allem durch seine führende Rolle im württembergischen Weinbau bekannt geworden. Doch auch in Läuferkreisen hat sich die nach der namensgebenden Kreisstadt zweitgrößte Stadt im Landkreis, durch den zum 13. Male ausgetragenen Ermstal-Marathon ebenfalls ein überregionales Niveau erworben, welches vor allem durch das gut besetzte Feld in der Spitze des im Rahmen der Veranstaltung ausgetragenen 10-Km-Laufs sichtbar wurde. Keine Frage: Denn gerade heute, bei Spitzentemperaturen von bis zu 36 Grad im Verlauf des Events, dürfte die kürzeste der drei längsten Strecken im Tagesprogramm schon aufgrund der erbrachten Siegerzeiten wohl der absolute sportliche Höhepunkt der Auflage gewesen sein.

Gemeinsames Halb- und Marathonfeld nach dem Start in Metzingen am Kelternplatz
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Auch sonst konnte die ausrichtende Organisationsgemeinschaft, die aus den Leichtathletikabteilungen der Vereine TuS Metzingen und TV Urach 1847 e.V. sowie der Startgemeinschaft LG Dettingen besteht, sowohl mit den gezeigten sportlichen Resultaten, gerade unter dieser drückenden Hitze, als auch mit der Teilnahmeresonanz wieder sehr zufrieden sein. Zumal in diesem Jahr die 14 Kinder- und Jugendläufe nach dreijähriger "Pandemiepause" wieder angeboten werden konnten. Letzten Endes trug die Zahl dieser 265 Nachwuchs-Finisher nicht unwesentlich dazu bei, dass sich die Gesamtzahl der Zieleinläufe aller Wettbewerbe auf über 1800 belief, was bei einer Gesamtmeldezahl von etwas mehr als 2100 Teilnehmenden, gerade aufgrund der vorherrschenden Temperaturen, schon eine sehr stattliche Zahl darstellt.

Mit dem heutigen Tag und seinem Verlauf kann das bereits erwähnte Organisationsteam jedenfalls beruhigt in eine gute Zukunft sehen. Der Blick in die Ergebnisliste zeigt auf jeden Fall, dass der Teilnehmerstamm der vergangenen Jahre die Veranstaltung auch in den ausgefallenen Jahren nicht vergessen hat. Dies gilt für die Sieger ganz genauso, wie für die vielen namenlosen Protagonisten in der Mitte und am Ende der jeweiligen Teilnehmerfelder. Viele von ihnen, waren "Wiederholungstäter".

Der größtenteils flache Streckenverlauf wird an einigen Stellen von imposanten Weinbergen eingerahmt

Wegen des hohen Programmumfangs konzentriert sich die nun folgende Reportage auf die Entscheidungen im Marathon, Halbmarathon sowie dem 10-Km-Lauf. Die Ergebnisse der insgesamt 14 Schüler- und Kinderläufe sowie der beiden Wettbewerbe im Walking- und Nordic-Walking können über den Link am Ende des Berichts abgerufen werden.

10 Km Lauf

Das dieser Lauf wohl zum sportlichen Glanzpunkt der gesamten Veranstaltung werden würde, ließ sich sehr schnell aus der Teilnehmerliste herauslesen. So stand mit Silvan Rauscher von der TSG Münsingen ein Athlet aus dem hiesigen Landkreis an der Startlinie, der erst wenige Stunden zuvor bei den Deutschen Meisterschaften im nordhessischen Kassel am Endlauf über 3000-Meter-Hindernis teilgenommen hatte. Im Kampf um die Meisterschaftsmedaillen oder gar den deutschen Meistertitel konnte er erwartungsgemäß zwar nicht eingreifen, dennoch gelang ihm auch dort mit 9:01:37 min. immerhin eine persönliche Saisonbestleistung und zudem auch noch als Zehnter der Sprung in die nationale Top-Ten.

Doch jetzt, etwas mehr als 15 Stunden später, wartete schon wieder in heimischen Gefilden schon die nächste sportliche Herausforderung auf ihn. Denn mit dem in Dortmund lebenden Vogtländer Julian Gering, der trotz seines Umzugs ins Ruhrgebiet, immer noch für die LG Vogtland unterwegs ist, und dem deutschen Halbmarathon Vize-Meister des Jahres 2019, Dominik Notz von der LG Telis Finanz Regensburg, waren zwei weitere Spitzenläufer aus anderen Gefilden im Kampf um den Tagessieg unterwegs. Dementsprechend eng ging es dann auch über das komplette Rennen an der Spitze zu. Denn selbst noch weniger als 500 Meter vor dem Ziel hingen diese drei Athleten fast schon wie ein Klumpen aufeinander. Dennoch konnte Silvan Rauscher seine Führungsposition, die er während des gesamten Laufs immer nur denkbar knapp innehatte, bis ins Ziel verteidigen und den Lauf nach 31:16 min. in einem packenden Finish zu seinen Gunsten entscheiden. Julian Gering, sicherte sich nur eine Sekunde später nach 31:17 min. den zweiten Platz.

Einen spannenden Rennverlauf erlebt der 10 Km Lauf der Männer. Der führende Silvan Rauscher (1687) wird seinen äußerst knappen Vorsprung bis ins Ziel verteidigen. Der hier noch an dritter Stelle liegende Julian Gering (2080), wird noch den zweiten Platz erreichen und Dominik Notz (verdeckt dazwischen) noch auf Rang 3 verweisen Leah Hanle bricht ihren eigenen Streckenrekord im 10 Km Lauf und gewinnt zum zweiten Mal in Folge

Lediglich Dominik Notz musste auf den letzten Metern doch noch der Hitze Tribut zollen und etwas "reißen" lassen. Doch sein dritter Platz in 31:21 min. war zu keiner Zeit in Gefahr. Platz 1 in der M30 war ihm damit ohnehin nicht zu nehmen. Müßig zu sagen ist, dass die drückende Hitze auch in diesem hochklassigen Rennen ihre Spuren hinterlassen haben muss, denn bei weniger hohen Temperaturen könnten diese drei Läufer nochmals deutlich schneller sein, was sie in der jüngeren Vergangenheit auch schon des Öfteren waren. Bester Läufer aus dem Metzinger Stadtgebiet war übrigens Daniel Noll vom Team TSV Glems run2gether, der zwar schon mit gehörigem Abstand nach 32:57 min. auf Platz 4 einkam, damit aber immer noch souverän den Sieg in der Altersklasse M35 erringen konnte.

Vom gleichen Club wie der Tagesvierte bei den Männern kommt auch die derzeit wohl national erfolgreichste Läuferin des gesamten Ermstals. Halbmarathon Vorjahressiegerin und DM-Vierte Corinna Coenning, die zu Jahresbeginn in ihrer Paradedisziplin Halbmarathon knapp hinter der ebenfalls zur deutschen Spitze zählenden Thea Heim Platz 2 im Rahmen des Kandeler Bienwaldmarathons belegen konnte und kurze Zeit später bei den deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Freiburg mit damals neuer persönlicher Bestzeit den Kampf um die Bronze-Medaille gegen die noch stärkere Fabienne Königstein verlor, hatte diesmal ursprünglich auf der kürzeren 10-Km-Strecke gemeldet, um sich dort mit Vorjahressiegerin Leah Hanle (TSV Holzelfingen) ein Duell im Kampf um einen neuen Streckenrekord zu liefern. Erst kürzlich beim Hohenneuffen-Berglauf mit dem Baden-Württembergischen Landesmeistertitel dekoriert, zog sie sich bei den Süddeutschen Meisterschaften in Ulm über 5000 Meter einen Achillessehnenriss zu, der ihr einen Start nicht nur heute, sondern auch wahrscheinlich für den Rest des Jahres 2023 völlig unmöglich macht.

Sabrina Mockenhaupt-Gregor (TSV Pliezhausen) folgt auf den zweiten Platz und siegt in der W40 Ihre Vereinskameradin Michaela Weiß gewinnt als Dritte in der W35

Eine Absage, über die sich die Favoritin Leah Hanle überhaupt nicht freuen konnte. Denn jetzt musste sie die Jagd auf den neuerlichen Tagessieg, verbunden mit einem ebenso neuen Streckenrekord, plötzlich ohne ihre stärkste Gegnerin in der Region in Angriff nehmen. Da traf es sich dann doch widererwarten sehr gut, das mit der 45-fachen Deutschen Meisterin Sabrina Mockenhaupt-Gregor (TSV Pliezhausen), eine gebürtige Siegenerin an der Startlinie stand, die aus familiären Gründen mit Ehemann und Tochter in der Ermstal-Region sesshaft geworden ist.

Denn auch Pliezhausen gehört, wie Metzingen und Holzelfingen, zum Landkreis Reutlingen, so dass trotz des bedauerlichen Ausfalls von Corinna Coenning ein erfreulich starkes Starterfeld im Frauenrennen zustande kam. Den erneuten Gesamtsieg von Leah Hanle konnte "Mocki" zwar nicht verhindern, aber scheinbar schien ihre bloße Anwesenheit der heutigen Favoritin, die erst vor 12 Monaten an gleicher Stelle den neuen Streckenrekord von 34:48 min. aufgestellt hatte, derartig schnelle Füße zu verleihen, dass es am Ende für die neuerlich siegreiche Leah Hanle, wieder zu einem neuen Streckenrekord gereicht hat.

Das Podium im 10 Km Lauf der Männer: 3. Dominik Notz, Sieger Silvan Rauscher und 2. Julian Gering Das Podium im 10 Km Lauf der Frauen: Siegerin Leah Hanle, 2. Sabrina Mockenhaupt-Gregor und 3. Michaela Weiß

Am Ende stand eine sehr überzeugende Siegerzeit von 34:02 min. auf der Uhr, die unter den Hitzegraden nochmals eine ganz besondere Bedeutung erhält. Umso mehr, als Leah Hanle beim Reutlinger Altstadtlauf vor erst einer Woche bei deutlich milderer Tagestemperatur (ungefähr 12 Grad Celsius weniger) eine mit 35:50 min. deutlich langsamere Siegerzeit erzielen konnte. Beim heutigen Zieleinlauf wies die Wetter-App für Metzingen eine Marke von 32 Grad Celsius auf. Sabrina Mockenhaupt-Gregor konnte ihr Rennen, wenn auch mit deutlichem Rückstand nach 35:53 min. beenden und damit hinter der Gesamtsiegerin, die selbstverständlich auch in der WHK erfolgreich war, den Sieg in der Altersklasse W40 erringen.

Im Sog der Tageszweiten schaffte es ihre Vereinskameradin Michaela Weiß in ebenfalls noch sehr starken 38:33 min. auf den dritten Platz, was für sie und ihrem Verein nicht nur einen weiteren Podiumsplatz bedeutete, sondern auch einen weiteren Altersklassensieg. Denn mit ihrer Leistung war die Drittplatzierte auch in ihrer Altersklasse W35 nicht zu besiegen.

Dass das Ermstal für die Zukunft eine weitere Top-Läuferin hervorbringen könnte, deutete dann Mirjam Huber (SG Dettingen/Erms) an, die nach 39:17 min. als Tagesvierte die Altersklasse WJU20 für sich erringen konnte. Auch die fünftplatzierte Christine Geiger (LAV Stadtwerke Tübingen) konnte nach exakt 40:00 min. einen überzeugenden Sieg in der W45 feiern. Mit 355 weiblichen und 626 männlichen Teilnehmern, war diese Strecke nicht nur sportlich, sondern auch bezogen auf die Gesamtteilnehmerzahl, einmal mehr beliebteste Distanz.

21,0975 Km - Halbmarathon

Mit 87 Frauen und 335 Männern im Zieleinlauf war der Halbmarathon als Wettbewerb zwar lang nicht so angesagt wie der 10-Km-Lauf. Doch konnte auch er, trotz der hohen Hitzegrade, die Finisherzahl des vergangenen Jahres deutlich übertreffen. Denn damals schafften gerade einmal 269 Frauen und Männer den Weg ins Ziel. Auch Vorjahressieger Anthony Tomsich, der als Sohn eines US-Amerikaners und einer deutschen Mutter im nördlichsten und wohl auch kältesten US-Bundesstaat Alaska aufgewachsen ist und mit seiner Ehefrau längere Zeit im kanadischen Vancouver zuhause war, hat sich mittlerweile sehr gut an die hierzulande doch deutlich wärmeren Temperaturen angepasst. Seit er in Tübingen lebt und für die renommierte Startgemeinschaft LAV Stadtwerke Tübingen seine Wettkämpfe bestreitet, musste er sich gerade auch in der jüngeren Vergangenheit schon öfters bei ziemlich heißen Temperaturen mit seinen stärksten Konkurrenten bei den verschiedenen Wettkämpfen in der Region auseinandersetzen.

Wie schon im vergangenen Jahr stürmt Anthony Tomsich dem Rest des Halbmarathonfeldes davon und gewinnt wieder ungefährdet Christian Reusch folgt ihm auf den zweiten Platz Luki Ilomo (673) und Daniel Zuger folgen auf den Plätzen 3 und 4

Zugute kam ihm dies auch heute, denn wie schon im Vorjahr, konnte er sich wieder den Gesamtsieg sichern. Im Vergleich zum Vorjahr, wo er in 1:11:09 h erfolgreich war, verlor er diesmal auf seine damalige Siegerzeit gerade mal 24 Sekunden. "Die Hitze heute hat mir nicht so viel ausgemacht, es war trotzdem ein gutes Rennen." Schwieriger gestaltet sich für ihn der Trainingsalltag seit der Geburt seines ersten Kindes. "Ich bin jetzt viel mit dem Babyjogger unterwegs und kann nicht immer dann trainieren, wann ich will, sondern immer nur, wenn mein Sohn will." Dennoch war auch er heute nicht zu besiegen und lag auch als Sieger in der M35 mit 1:11:33 h deutlich vor seinen stärksten Widersachern.

Ein "einsames" Rennen läuft auch die Schwarzwälderin Lea Kaufmann, die den Halbmarathon bei den Damen klar und deutlich gewinnen wird Laura Mazzocca läuft auf Platz 2

Platz 2 belegte Christian Reusch (SG Dettingen/Erms), der sein Rennen vor heimischer Kulisse (die Gemeinde Dettingen wird im Streckenverlauf von der Läuferschar passiert) nach 1:14:01 h beenden konnte und damit auch in der MHK nicht zu besiegen war. Eine Woche nach seinem zweiten Platz über 10 Km beim Reutlinger Altstadtlauf konnte sich Luki Ilomo (TSV Glems run2gether) im Halbmarathonwettbewerb einen weiteren Podestplatz sichern und nach 1:17:52 h Rang 3 belegen. Dies bedeutete für ihn auch in der MHK den zweiten Platz. Als letzter Läufer unter der Marke von 1:20-Stunden konnte der Viertplatzierte Daniel Zuger von der LG Filder bleiben, der nach 1:19:46 h auch Platz Platz 2 in der M35 belegen konnte.

Die drei schnellsten Männer im Halbmarathon von links nach rechts: 3. Luki Ilomo, 2. Christian Reusch und Gewinner Anthony Tomsich Die drei schnellsten Halbmarathon-Frauen von links nach rechts: Siegerin Lea Kaufmann, 2. Laura Mazzocca und 3. Katja Schymanski

Einen badischen Sieg auf württembergischen Terrain konnte die vereinslose Lea Kaufmann aus der im mittleren Schwarzwald gelegenen Stadt Schramberg feiern. Mit 1:29:47 h war sie die einzige Läuferin, die die Halbmarathon-Distanz in weniger als 90 Minuten absolvieren konnte. Platz 2 sicherte sich mit Laura Mazzocca (TF Feuerbach) eine Läuferin aus dem Stuttgarter Stadtgebiet. Für sie blieb die Uhr bei 1:32:08 h stehen. Was für sie auch hinter der heutigen Gesamtsiegerin Platz 2 in der WHK mit sich brachte. Das die ersten drei Plätze in der Gesamtwertung identisch waren, mit den ersten drei Plätzen in der Frauenhauptklasse, dafür sorgte dann Katja Schymanski (BSG Festo Reutlingen), die nach 1:33:53 h in beiden Wertungen auf das letzte freie Treppchen stieg.

42,195 Km - Marathon

Richard Schuhmacher (75) auf dem Weg zu seinem vierten Sieg beim Metzinger Ermstal-Marathon. Der neben ihm laufende Benjamin Feist (590) belegt im Halbmarathon Platz 6 und gewinnt damit die M40 Silke Holzmann (618) wird heute zum dritten Mal den Ermstal-Marathon der Frauen gewinnen. Mit zwei weiteren Erfolgen auf der Halbmarathondistanz kommt sie damit auf ihren fünften Tageserfolg insgesamt

Wie mittlerweile bei so vielen Marathonveranstaltungen, war auch im Ermstal der namensgebende Marathon, der Wettbewerb mit dem geringsten Teilnahmezuspruch. Lediglich 12 Frauen und 52 Männer konnten diese Herausforderung erfolgreich meistern. Mit Richard Schuhmacher (Sparda-Team Rechberghausen) war der Favorit im Männerrennen schnell ausgemacht. Seine Bestzeit bei dieser Veranstaltung steht übrigens bei 2:35:52 h und die hat der bereits dreimal erfolgreiche Sieger im Marathonhauptlauf, bei seinem bislang letzten Sieg im Jahre 2018 aufgestellt. Darüber hinaus war er schon 2015 und 2017 bei dieser Veranstaltung erfolgreich. Damals natürlich deutlich schneller als heute. Doch auch diesmal gelang ihm in 2:48:43 h ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg und damit auch der vierte Gesamtsieg bei dieser Veranstaltung, der natürlich auch den vierten Altersklassensieg mit sich brachte. Diesmal konnte er den Sieg in der Altersklasse M40 erringen.

Nur noch wenige Meter trennen Richard Schuhmacher von seinem vierten Sieg beim Ermstal-Marathon Simon Zimmer folgt ihm auf dem zweiten Platz Steffen Schlegel erreicht den dritten Platz und landet in der M50 ganz vorn

Simon Zimmer (TSV Glems run2gether) entführte dann einen weiteren Podestplatz in den Metzinger Stadtteil und wunderte sich selbst über seine gute Platzierung: "Für mich hätte es nicht besser laufen können. Dass ich unter 3 Stunden laufen könnte, konnte ich mir schon vorstellen, aber dass das heute auch noch zum zweiten Platz reicht, kann eigentlich kaum besser sein." Neben dem zweiten Platz war ihm mit 2:57:50 h damit auch der Sieg in der M35 nicht streitig zu machen. Steffen Schlegel aus Filderstadt, der in früheren Jahren auch schon die eine oder andere Podiumsplatzierung bei Marathonveranstaltungen dieser Größenordnung erzielen konnte, gab sich mit Rang 3 in 3:09:56 h und dem Sieg in der Altersklasse M50 zufrieden. "Normalerweise kann ich schon unter 3 Stunden laufen, aber am Ende war ich einfach nur froh, dass ich durchgekommen bin."

Klaus Neumann (ganz links; Nr. 59) ist im gemisam gestarteten Feld der Langstreckler älteste Marathonläufer am heutigen Tag und wird die M70 mit 6 Stunden gewinnen
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Ihren fünften Sieg bei dieser Veranstaltung konnte diesmal Silke Holzmann (LAV Stadtwerke Tübingen) feiern. Nachdem sie zwischen 2012 und 2017 jeweils zweimal auf der vollen, aber auch der halben Marathondistanz erfolgreich war, sicherte sie sich heute ungefährdet in 3:28:49 h ihren dritten Erfolg auf der Königsdistanz. Die auf sie folgende Sonja Retter (VfL Kirchheim) ließ noch gut 25 Minuten auf sich warten und belegte nach 3:53:38 h den zweiten Platz. Auch die drittplatzierte Maria Hofgärtner (Die Verendenden) konnte nach 3:57:10 h immer noch knapp unter der 4-Stunden-Grenze bleiben.

Alles in allem hat der Ermstal-Marathon einen, trotz teilweise drückender Hitze, gelungenen Neuanfang mit endlich wieder vollem Wettbewerbsangebot erlebt.

Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt

Ergebnisse my.raceresult.com & Info www.ermstal-marathon.de

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