2.7.22 - 20. Gornergrat Zermatt Marathon

Bilderbuchwetter beim Jubiläumslauf

Der Norweger Petter Engdahl und Ivana Lozzia gewinnen den Marathon

Lena Laukner gewinnt den neuen Halbmarathon TOP20RUN-Gornergrat

von Winfried Stinn 

Bei der Jubiläumsausgabe des Gornergrat Zermatt Marathons gewann die Italienerin Ivana Lozzia zum vierten Mal die Königsdisziplin, den Marathonlauf. Marathonsieger wurde der Norweger Petter Engdahl. Ebenfalls zum vierten Mal lief die Schweizerin Simone Hegner als Siegerin beim Ultra Marathon durchs Ziel auf den Gornergrat. Bei den Männern musste sich Samy Schu (LTF Marpingen) nach zwei Siegen diesmal dem Schweizer Pierre-André Ramuz geschlagen geben.

 

Den Halbmarathon mit Ziel auf Riffelberg gewannen Aklain Lagger und Marianne Okle (beide Schweiz). Auf Platz drei kam Franziska Schmieder (LG Brandenkopf).

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Den erstmals zum Jubiläum durchgeführten Halbmarathon "Top20Run-Gornergrat" mit Ziel auf dem Gornergrat gewann Lena Laukner (Salomon Team Deutschland). Bei den Männern erreichte Martin Anthamatten (Schweiz) als Erster das Ziel auf dem Gornergrat. Zu den einzelnen Läufen später mehr.

Bilderbuchwetter beim 20. Gornergrat Zermatt Marathon
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Im Gegensatz zur Premiere 2002, wo eisige Kälte und Schneetreiben noch heute bei den meisten in Erinnerung sind, herrschte beim Jubiläumslauf Bilderbuchwetter. Schon am frühen Morgen präsentierten sich das Matterhorn und alle anderen Viertausender wolkenlos bei blauen Himmel, sodass man, wie so oft beim Zermatt Marathon, von einem Bilderbuchwetter sprechen kann. Optimale Voraussetzungen für ein Jubiläum.

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Bei der Eröffnungsfeier am Freitagabend führte das Speaker Duo Corinne Hofstetter und Franco Marvulli durch das Programm. Bei den Begrüßunsgsreden und bei den Schlussworten von OK Präsident Olivier Andenmatten und Geschäftsführerin Andrea Schneider kam immer wieder die Freude zum Ausdruck, dass nach Corona bedingter Absage 2020 und der im Vorjahr unter erschwerten Bedingungen durchgeführten Veranstaltung nun wieder die Veranstaltung unter normalen Voraussetzungen stattfinden kann. Dankesworte gingen an die vielen Läuferinnen und Läufer, die Zermatt in all den Jahren die Treue gehalten haben, an die vielen Helferinnen und Helfer sowie an die Sponsoren.

So präsentierte sich das Matterhorn bei der Jubiläumsveranstaltung Zermatt, Namensgeber des Gornergrat Zermatt Marathons

Bei der Eröffnungsfeier wurden die Startnummern an die Favoriten, u.a. an die Mehrfachsieger/innen Martin Anthamatten, Patrick Wieser, Samy Schu, Ivana Lozzia, Simone Hegner ausgeteilt. Mit dabei auch Stefan Tassani-Prell aus Piding, Premierensieger von 2002, der zum elften Mal in Zermatt startet. Er zeigte auch 20 Jahre später seine Begeisterung über den Lauf, wobei die eisige Kälte und das Schneetreiben auch bei ihm immer in Erinnerung bleiben werden. "Ich laufe gerne hier. Zermatt ist ein wunderschönes Dorf, die Strecke und die Stimmung einmalig."

Der Jubiläumslauf ist Anlass für LaufReport zu einem Rückblick

Die Premiere des Zermatt Marathons mit Start in St. Niklaus und Ziel auf dem Gornergrat fand im Juli 2002 statt. Premierensieger wurde, wie erwähnt Stefan Tassani-Prell und Carolina Reiber (Schweiz). Bei den ersten beiden Austragungen endete der Marathonlauf noch auf dem Gornergrat, auf einer Höhe von 3089 Meter. Aus logistischen und aus Sicherheitsgründen, bei der Erstaustragung herrschte auf dem letzten Teil der Strecke starkes Schneetreiben und extrem niedrige Temperaturen, so dass danach das Ziel rund 500 Meter tiefer auf Riffelberg verlegt wurde.

 

Zum 10. Zermatt Marathon 2011 wurde die Veranstaltung um einen Ultramarathon ergänzt, bei dem zusätzlich zur Marathonstrecke mit dem Ziel auf Riffelberg, weitere 3,4 km und 514 Höhenmeter auf den Gornergrat gelaufen werden. Seit der 12. Auflage wird der Ultramarathon jährlich durchgeführt und ein Jahr später wurde im Programm zusätzlich um einen Halbmarathon mit Start in Zermatt und Ziel auf Riffelberg angeboten.

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Bei der Premiere 2002 begleitete eisige Kälte und Schneetreiben die Teilnehmer

Bei der Premiere waren etwas mehr als 900 Läuferinnen und Läufer am Start, danach gab es bis 2007 rückläufige Teilnehmerzahlen. 2007 wurde erstmals die "Tausendermarke" geknackt. Von da an ging es mit den Teilnehmerzahlen nur noch bergauf. Auch Spitzenläufer/innen zieren die Siegerliste. Prominentester Starter war der siebenfache Berglauf-Weltmeister Jonathan Wyatt (Neuseeland), der 2009 mit 2:57:47 Stunden als erster Läufer unter drei Stunden blieb. Sein Streckenrekord verbesserte 2014 Paul Maticha Michieka (Kenia), der die neue Marke auf 2:55:04 Stunden setzte. Den Streckenrekord bei den Frauen hält seit 2021 die Niederländerin Nienke Brinkmann mit 3:19:42 Stunden. Aus deutscher Sicht gab es immer wieder Erfolge zu vermelden. Neben dem Premierensieg von Stefan Tassani-Prell gab es noch weitere Siege im Marathonlauf durch Silke Schmitz (Rottenburg/ 2005), Helmut Schießl (TSV Buchenbach/ 2007), Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn/2019 und 2020), über die Halbmarathonstrecke Lena Bächle (LSF Münster/ 2021), sowie über die Ultramarathonstrecke Alexandra Hagspiel (TV Immenstadt/ 2013) und Sammy Schu (LTF Marpingen/ 2019 und 2021).

Mitverantwortlich für die Attraktivität, neben einer perfekten Organisation und einer sehr guten Infrastruktur, ist die Walliser Bergwelt mit ihren Viertaussendern und allen voran natürlich das Matterhorn, der Berg der Berge. So werben die Veranstalter mit dem Slogan "Der Lauf am schönsten Berg der Welt." Jeder, der das Matterhorn nur einmal gesehen hat, kann den Slogan der Veranstalter nur unterstreichen. Und wer den Gornergrat-Zermatt-Marathon schon bei Bilderbuchwetter erlebt hat, sowie jetzt wieder bei der Jubiläumsausgabe, der gerät ebenfalls ins Schwärmen. Bei strahlendem Sonnenschein, blauem wolkenlosem Himmel wird der Gornergrat Zermatt Marathon zu einem eindrucksvollen Genusslauf und bietet alles, was das Herz jedes Berglauf-Fans höher schlagen lässt. Gut zu laufende Wanderwege wechseln mit steilen Bergpfaden ab, eine eindrucksvolle Flora und Fauna, Bergseen mit Matterhornspiegelung, dazu ein grandioses Alpenpanorama mit dem Blick auf unzählige Viertausender und immer wieder ragt das Matterhorn, der Berg der Berge, heraus.

Beim Jubiläumslauf Bilderbuchwetter: am Leisee entlang einer der reizvollsten Streckenabschnitte führen alle Läufe vorbei Am Leisee kann man das Matterhorn auch ohne Laufen genießen

Die Einmaligkeit des Zermatt Marathons blieb auch den Funktionären der internationalen Verbände nicht verborgen. 2014 fand die Berglauf-Weltmeisterschaft über die Langdistanz und 2019 die Berglauf-Europameisterschaft über die Normaldistanz statt. Für beide Meisterschaften gab es viel Lob, sowohl von den Läufern/innen, als auch von offizieller Seite, wie dem Berglauf-Weltverband, dem Europäischen Leichtathletikverband und dem Schweizer Leichtathletikverband. Dafür sorgte die Superstrecke mit vielen landschaftlichen Höhepunkten am Fuße des Matterhorns, Bilderbuchwetter, eine einmalige Infrastruktur und eine Top-Organisation. So waren die Berglauf-Weltmeisterschaft und die Berglauf-Europameisterschaft eine Werbung für den Berglauf und für den Berg-Marathon, sowie für den Tourismus.

Der Streckenverlauf für den Marathon und Ultra Marathon führte von St. Niklaus, teils an der Vispa entlang, durch die typischen Waliser Dörfer Herbriggen, Randa (hier gab es leichte Veränderungen) und Täsch, ehe nach der Hälfte der Distanz der Weltkurort Zermatt erreicht wurde. Bis Zermatt wurden die Läufer/innen von der sogenannten "fahrenden Tribüne", ein Service der Matterhorn-Gotthard-Bahn, begleitet; wobei die Fahrgäste den Läufern begeisternd zujubeln. Bis zum 1600 Meter hoch gelegenen Matterhorndorf Zermatt galt es nur 600 Meter Höhenunterschied zu bewältigen. Nach einer Schleife durch das Matterhorndorf folgte ein kräftiger Anstieg auf die 2280 Meter hochgelegene Sunnegga, ein traumhaftes Ski- und Wanderparadies. Hier ging es zunächst durch leichte Abwärts- und Flachpassagen etwas gemächlicher zu. Ein Streckenabschnitt zum Erholen und Genießen. Das passte genau, denn hier passierten die Läuferinnen und Läufer den Leisee, ein idyllisch gelegener Badesee mit einer grandiosen Matterhornspiegelung.

St. Niklaus - Startort des Marathon und Ultra Marathon und der Zweierstaffel Petter Engdahl aus Norwegen gewinnt den 20. Gornergrat Zermatt Marathon Der Bulgare Shaban Mustafa Aliosman wird 2.

Aber die Erholungsphase dauert nicht lange an, denn nun ging es von der Sunnegga zur Riffelalp mit einigen bergauf- und bergab Passagen. Ab Riffelalp, hier fährt die höchst gelegenen Straßenbahn Europas, begann der schwierige Schlussteil der Strecke. Auf 2,5 km galt es nun die restlichen 360 Meter Höhenunterschied zu überwinden. Vorbei an der Gornergratbahn, hier konnten die Läufer/innen nochmals die Anfeuerungsrufe aus der Bahn genießen, ehe das Ziel auf Riffelberg erreicht wurde. Das Ziel liegt in traumhafter Lage, auf einer Höhe von 2585 m, unmittelbar an der Bahnlinie Zermatt-Gornergrat. Neben einem tollen Blick auf das Matterhorn, sieht man von hier noch auf eine ganze Reihe Viertausender wie Weißhorn, Zinalrothorn, Obergabelhorn, Dent Blanche Damit, Breithorn, um nur einige zu nennen. Von diesen Ausblicken schwärmte auch einst Mark Twain nach seiner legendären Riffelbergbesteigung.

Die knapp 46 km lange Ultra-Marathon-Strecke ist bis zum Riffelberg identisch mit der Marathonstrecke. Ab Riffelberg mussten die "Ultras" noch 3,4 km und happige 514 Höhenmeter meistern, um ihr Ziel auf dem 3089 Meter hohen Gornergrat zu erreichen. Dieser Abschnitt ist extrem hart, aber auch reizvoll.

Clément Durance aus Frankreich läuft auf den 3. Marathonrang Mark Weidler vom TUS Heltersberg wird als bester Deutsche Fünfter Der Schweizer Patrick Wieser, mehrfacher Zermatt Marathonsieger wird diesmal 6.
Der zweitbeste Deutsche Marcel Bräutigam vom GutsMuths-Rennsteiglaufverein wird Achter

Beim 20. Zermatt Gornergrat Marathon standen neben dem Marathon, dem Ultra-Marathon, der Zweierstaffel und dem traditionellen Halbmarathon mit Start in Zermatt und Ziel auf Riffelberg, ein zweiter Halbmarathon auf dem Programm. Der zweite Halbmarathon, der sogenannte "TOP20RUN-Gornergrat" wurde anlässlich des Jubiläums durchgeführt und ebenfalls in Zermatt gestartet, endete aber auf dem Gornergrat, dafür fehlte die drei Kilometer lange Runde durch Zermatt.

Nach zwei Siegen 2019 und 2021 stand Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn) erneut auf der Starterliste und hatte durchaus Chancen seinen dritten Sieg und damit ein Hattrick zu feiern. Doch aufgrund einer Verletzung, zugezogen beim 100 km Lauf in Salzburg, musste er pausieren. Von Hoffmanns Startverzicht profitierte der erst 18jährige Norweger Petter Engdahl, der überraschend mit 3:05:54 Stunden gewann. Auf Platz zwei kam mit dem Bulgaren Shaban Mustafa Aliosman, der Dritte von 2021. Seine Zeit 3:06:56 Stunden. Dritter wurde in 3:09:02 der Franzose Clément Durance. Platz fünf erkämpfte sich in 3:14:05 h Mark Weidler vom TuS Heltersberg, der bereits zum vierten Mal in Zermatt startete und mit den Plätzen vier, sechs und acht immer vorne dabei war. "Mein Ziel war auch diesmal wieder einen Platz unter den Top Ten zu erreichen. Ich bin natürlich sehr zufrieden, dass ich das erneut geschafft habe." Patrick Wieser (Schweiz), der zwischen 2010 und 2016 dreimal gewann, belegte Platz sechs. Mit Marcel Bräutigam aus Erfurt, der Achter wurde, platzierte sich ein weiterer deutscher Läufer unter den Top-Ten.

Die Italienerin Ivana Iozzia gewinnt zum 3. Mal den Gornergrat Zermatt Marathon
Inge Jenny aus der Schweiz läuft auf den 2. Rang
Lilly Gross, ebenfalls aus der Schweiz holt sich den letzten Podestplatz

Bei den Frauen dominierte die Italienerin Ivana Lozzia, die 2017 und 2018 gewann, zum dritten Mal. Sie siegte in 3:40:04 Stunden. "Ich wollte eigentlich bei der Europameisterschaft starten, aber ich habe mich nicht qualifizieren können, da ich verletzt war. So bin ich doch nach Zermatt gekommen und habe wieder gewonnen. Das macht mich glücklich. Der Zermatt Marathon ist mein Lieblingslauf, die Strecke, die Atmosphäre ist super." Die Plätze zwei und drei gingen an Inge Jenny (3:51:28) und Lilly Gross in 3:56:00 h (beide Schweiz).

Die Ultra Marathonstrecke führte am Riffelsee vorbei Der Schweizer Pierre-André Ramuz gewinnt den Ultra Marathon

Den Ultra-Marathon gewann der Schweizer Pierre-André Ramuz in 4:05:27 Stunden. "Nachdem ich im Vorjahr nur um wenige Sekunden besiegt wurde, wollte ich diesmal unbedingt gewinnen. Mit diesem Vorsatz bin ich an den Start gegangen. Ich bin dann mein Rennen gelaufen und konnte mich auf den letzten steilen Kilometern von Sammy absetzen", so der Sieger.

Der Sieger von 2019 und 2021 Sammy Schu aus Deutschland wird diesmal 2. beim Ultra Marathon Matthias Imsand aus der Schweiz läuft auf Rang 3 Nur einige Meter vom Ziel auf dem Gornergrat entfernt - doch der Steinbock zeigt kein Interesse

Zweiter wurde in 4:06:32 h Samy Schu, der 2019 und 2021 als Erster das Ziel auf den Gornergrat erreichte. "Ich bin nicht enttäuscht, dass es diesmal nicht zum Sieg gereicht hat. Es war ein gutes Rennen. Die Zeit war gut. Bis zwei Kilometer vor dem Ziel waren wir ja zusammen, dann machten die Beine nicht mehr mit. Es war trotz allem ein toller Lauf bei einem super Wetter", sagte Schu später. Matthias Imsand (Schweiz) kam in 4:13:13 h auf Platz drei. Roman Wyss, ebenfalls Schweiz, der Sieger von 2016, 2017 und 2018 kam in 4:18:10 h auf Platz fünf. Carsten Broad (Konstanz) kam als zweitbester Deutscher nach 4:39:14 h auf Platz 13.

Die Schweizerin Simone Hegner gewinnt den Ultra Marathon bei den Frauen Michaela Gerychova aus Tschechien wird Zweite Annick Taselaar aus den Niederlanden läuft auf Rang Drei

Bei den Frauen gewann Simone Hegner (Schweiz) in 4:40:32 Stunden. Damit gewann sie nach 2016, 2017 und 2018 zum vierten Mal. Lediglich 2021 startete sie "nur" über die Marathon-Distanz. "Da hat mir das letzte reizvolle Stück vom Riffelberg zum Gornergrat gefehlt, deshalb war mir klar, diesmal muss ich wieder über die Ultra-Marathonstrecke starten", so die nun vierfache Ultra-Marathonsiegerin. "Seit März habe ich mich intensiv auf den Ultra-Marathon vorbereitet", führt die Siegerin weiter aus. Zweite wurde die Tschechin Michaela Gerychova in 4:44:03 Stunden vor der Niederländerin Annick Taselaar (4:56:01). Beste deutsche wurde Miriam Köhler (LG Brandenkopf) auf Platz zehn.

Beim Halbmarathon mit Ziel auf Riffelberg gab es durch Alain Lagger (1:43:47 min), Elias Gemperli (1:44:44 min) und Roman Kessler (1:50:20) einen Dreifach-Triumpf für die Schweiz. Bei den Frauen siegte Marianne Okle in 2:10:43 Minuten vor Melanie Spori (beide Schweiz), für die 2:15:46 Minuten gestoppt wurde. Knapp dahinter kam Franziska Schmieder (LG Brandenkopf) in 2:15:48 Minuten. "Mit einer solch guten Platzierung hatte ich nicht gerechnet. Damit bin ich mehr als zufrieden", sagte Franziska Schmieder.

Der erstmals, anlässlich des Jubiläums durchgeführten Halbmarathon "Top20Run-Gornergrat" mit Start in Zermatt (ohne die 3 km lange Dorfrunde) und Ziel auf dem Gornergrat, gehört zu der von Salomon veranstalteten Golden Trail National Serie (GTNS). Zu der Serie gehören u.a. der Mont Blanc Lauf, der Sierre-Zinal, der Zugspitzlauf und der Rennsteiglauf.

Martin Anthamatten aus Zermatt gewinnt den Halbmarathon TOP20Run mit Ziel auf dem Gornergrat
Stefan Lustenberger, ebenfalss aus der Schweiz, läuft auf den 2. Rang
Dorian Marchal macht das Schweizer Podium des Halbmarathon TOP20Run komplett

Der Lokalmatador Martin Anthamatten erreichte als Erster in 1:55:04 Stunden das Ziel. Anthamatten hatte zwischen 2016 und 2018 dreimal den Halbmarathon mit Ziel auf dem Riffelberg gewonnen. "Ich war mir nicht sicher, ob ich auch heute gewinnen würde. Die Läufe zu der Golden Trail Serie sind immer stark besetzt. Ich habe mich gut gefühlt und konnte auf den steilen Teilstücken meine Stärke am Berg ausspielen. Zum Schluss ist es gut ausgegangen." Zweiter wurde Stefan Lustenberger in 1:58:47 Stunden vor Dorian Marchal (beide Schweiz/ 2:02:43).

Lena Laukner aus Österreich läuft als schnellste Frau beim Halbmarathon TOP20RUN ins Ziel auf dem Gornergrat
Alessandra Schmid aus der Schweiz wird Zweite Josephine Meissner, wiederum aus der Schweiz, holt sich Rang Drei

Bei den Frauen gewann Lena Laukner, die aus Dresden stammt, in Innsbruck lebt und dort Geschichte studiert. Sie startet für das Salomon Team Deutschland und siegte in 2:20:19 Stunden. Lena Laukner hatte erst kürzlich beim Mont Blanc Marathon, der zur Golden Trail National Serie gehört, die U23 gewonnen. "Das Streckenprofil liegt mir. Ich hatte mir schon Siegchancen ausgerechnet. Ich wusste aber nicht, wie fit ich schon nach dem Mont Blanc Marathon bin, der war erst vor einer Woche. Ich bin dann mein Rennen gelaufen und habe gar nicht geschaut, wo die anderen sind." Begonnen hat sie ihre Laufkarriere beim Citylaufverein Dresden. "Dort habe ich auch das Traillaufen angefangen." Zweite wurde Alessandra Schmid (Schweiz) in 2:31:33 Stunden vor Josephine Meisner (Schweiz/ 2:34:07).

Franziska Schmieder von der LG Brandenkopf wird Dritte über die traditionelle Halbmarathonstrecke mit Ziel auf Riffelberg Stefan Tassani-Prell, der Premierensieger von 2002, beim 20. Gornergrat Zermatt Marathon auf der Halbmarathonstrecke TOP20RUN unterwegs

Die drei Ersten wurden direkt auf dem Gornergrat geehrt. Dazu gab es eine zweite Wertung, die sogenannte "Relativwertung". Deshalb gibt es für alle Jahrgänge sogenannte Umrechnungsfaktoren, die den Leistungsrückgang im Alter ausgleichen soll. Diese Ehrung fand im Festzelt am Samstagabend statt. Nach dieser Wertung gewannen Gallus Demont (Jahrgang1950) und Birgit Humbel (Jahrgang 1955). Gleichzeitig wurde mit dem 87 jährigen Roland Thommen, der an 141 Marathons teilgenommen hat und zum 15. Mal in Zermatt gestartet ist, der älteste Teilnehmer geehrt. Auch die Siegerehrung für den Ultra-Marathonlauf fand im Festzelt statt. Abschließend wurden die Läuferinnen und Läufer, die zehnmal und 20. Mal beim Zermatt Marathon gestartet sind, auf die Bühne zur Ehrung gebeten. 20 Mal, also bei allen Austragungen, war auch LaufReport-Mitarbeiter Ralf Klink am Start.

Roland Thommen, mit 87 Jahren der älteste Teilnehmer, wird geehrt Die Geschäftsführerin Andrea Schneider und OK Präsident Olivier Andenmatten zeigten sich zufrieden nach einer gelungenen Jubiläumsveranstaltung

Wie immer unterstützt das OK des Zermatt Marathons soziale Einrichtungen. Diesmal war "Special Olympics", die weltweit größte Organisation, die sich für Sportler/innen mit geistiger Beeinträchtigung einsetzt, der Sozialpartner und erhält 2000 Schweizer Franken für ihre Arbeit.

Noch ein Blick auf das Matterhorn vom Gornergrat (Ziel des UM) aus ... und auf die Jubiläumsmedaille, Auszeichnung für das Erreichen des Ziels beim 20. Gornergrat Zermatt Marathon
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Andrea Schneider, seit 17 Jahren Geschäftsführerin des Gornergrat Zermatt Marathons, führte bei ihren Schlussworten aus: "Ich bin sprachlos, ich bin glücklich, ich bin überwältigt, ich bin dankbar, wie der 20. Gornergrat Zermatt Marathon abgelaufen ist." Sie bedankte sich nochmals bei allen Läuferinnen und Läufer, Helferinnen und Helfer, beim OK, bei den Sponsoren, ohne solch ein Event nicht möglich ist. Der OK Präsident Olivier Andenmatten: "Die Geburtstagsausführung war wunderschön gewesen. Es ist vom Start bis zum Ziel alles ohne Probleme abgelaufen. Wir hatten viele zufriedene Läufer, die Rückmeldungen waren durchweg positiv, auch auf die kleinen Streckenveränderungen beim Start in St. Niklaus und bei Rande kamen gut an. Wir hatten wie immer viele Helfer. Das Wetter hat mitgemacht, so dass ich von einem wunderschönen Anlass sprechen kann. Wir hatten 3000 Anmeldungen, davon sind rund 2300 gestartet. Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden."

Bericht und Fotos von Winfried Stinn

Infos & Ergebnisse www.zermattmarathon.ch

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