9.7.22 - 22. Ludwigsburger Citylauf

Weniger ist manchmal mehr

von Jörg Engelhardt 

Trotz deutlich geringerer Meldezahlen und ebenfalls geringerer Zuschauerresonanz feiert der Stadtlaufklassiker vor den Toren der Landeshauptstadt Stuttgart mit 1518 Zielankünften nach 3 Jahren eine dennoch sehr stimmungsvolle und auch sportlich hochwertige Wiederkehr.

 

Ludwigsburg ist eine sehr junge Stadt. Im Jahre 1704 ließ Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg ein Schloss rund 12 Kilometer nördlich der damaligen Hauptstadt Stuttgart errichten. Dies tat er, um wie so viele adlige Herrscher seiner Zeit, ungestört seiner Leidenschaft, der Jagd, zu frönen. Doch später trieb ihn sein Ehrgeiz weiter. Die isolierte Lage des Schlosses reichte ihm nicht mehr aus. Er gab die Planung einer ganzen Stadt, die sich rund um sein Residenzschloss gruppieren sollte, in Auftrag und so entstand im Jahre 1709 erstmals urkundlich erwähnt die Stadt Ludwigsburg, die im zweiten Vornamen ihres Herzogs ihren bis heute gültigen Namen fand.

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Seit 1999 zieht die Stadt Ludwigsburg mit ihrem Citylauf Laufathletinnen und -athleten aller Leistungsklassen an Das zwischen 1704 und 1733 errichtete Residenzschloss mit seinem "Blühenden Barock" ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt Ludwigsburg
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Im Jahre 1718 erklärte der damalige Herrscher Ludwigsburg zur neuen Hauptstadt des Herzogtums Württemberg. Sehr zum Leidwesen der bisherigen Hauptstadt Stuttgart, die durch diese Entscheidung ihren Satus als wichtigste Stadt und Machtzentrum im damaligen Herzogtum erst einmal verlor. Nach dem Tode Eberhard Ludwigs im Jahre 1733 erhielt das wesentlich größere Stuttgart unter dem neuen Herzog Karl Alexander seinen Hauptstadtstatus zurück. Nur einmal noch, unter Herzog Karl Eugen, bekam Ludwigsburg zwischen 1764 und 1775 den Rang als Hauptstadt des Herzogtums Württemberg neuerlich zuerkannt. Unter Friedrich I. wurde Ludwigsburg in den Rang einer Sommerresidenz erhoben. Diesen Status verlor es später jedoch wieder.

 

Seinen Status als Hauptstadt hat das nahe gelegene Stuttgart seit nunmehr 247 Jahren nie mehr abgeben müssen und Ludwigsburg bildet mittlerweile seit 1956 als Große Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, gemeinsam mit dem ihm vorgelagerten Kornwestheim, ein weiteres Mittelzentrum in der heutigen Metropolregion Stuttgart.

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Mit 93.000 Einwohnern liegt die Stadt knapp unter dem Status einer Großstadt. Dennoch hat sich Ludwigsburg unter anderem als Standort für die Akademie der Darstellenden Künste, als auch der Filmakademie Baden-Württemberg, auf dem kulturellen Sektor einen Namen gemacht.

Ludwigsburg ist Sitz zahlreicher kultureller Institutionen, wie zum Beispiel der Akademie der Darstellenden Künste oder … … der Filmakademie Baden-Württemberg

Dass die Stadt mittlerweile ebenso in Läuferkreisen einen guten Ruf genießt, hat sie allerdings auch dem seit 1999 hier stattfindenden Citylauf zu verdanken. Ins Leben gerufen wurde er von Roy Fischer und seiner von ihm gegründeten Veranstaltungsagentur Tempomacher.

 

Roy Fischer, der damals noch ein Sportgeschäft in der Stadt mit dem Schwerpunkt Lauf- und Ausdauersport führte, hatte die Intention den Laufsport bei der weitgehend desinteressierten Bevölkerung populär zu machen.

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Dies ging seiner Meinung nach nur durch einen Stadtlauf, der auf einer schnellen Strecke durch von vielen Menschen frequentierte Örtlichkeiten führt. Am besten möglich war dies natürlich im Sommer, wenn die Menschen bei bestem Wetter, die Cafés und Restaurants im Innenstadtbereich bevölkern. Mit den Machern des in Ludwigsburg traditionell stattfindenden Marktplatzfestes wurden kongeniale Partner gefunden, die bereit waren, diese Laufveranstaltung in dieses traditionelle Volksfest, das seit eh und je schon große Menschenmassen aus nah und fern in die Barockstadt zog, zu integrieren. In den Anfangsjahren war dies sehr erfolgreich. Denn große Menschenmassen säumten die Laufstrecke und auch die Läufer nahmen das neue Stadtlaufereignis sehr schnell an.

Die Cover Rockband "Good News" aus Schwäbisch Hall wird das zahlreiche Publikum auf dem Rathausplatz bis Punkt Mitternacht in Hochstimmung versetzen Organisationschef Roy Fischer begrüßt die jüngsten Teilnehmenden zum Bambinilauf

Die Teilnehmerzahlen beim Citylauf stiegen von Jahr zu Jahr. Bis sich irgendwann herauskristallisierte, dass beides in einem, Maktplatzfest und Citylauf, die Ludwigsburger Innenstadt zum Kollabieren bringen würden. Also scherte Roy Fischer aus dem Verbund mit dem Marktplatzfest wieder aus und verlegte den Citylauf um rund einen Monat nach hinten. Auch dies war eine erfolgreiche Aktion. Denn die Läuferschar wuchs trotzdem weiter und mit dem großzügigen Rathausplatz wurde ein neues Areal gefunden, auf dem für Essen- und Getränkestände sowie eine große Festbühne genügend Platz blieb. Der Citylauf wurde dadurch selbst zum Fest, das am zweiten Samstag im Juli regelmäßig über 3000 laufbegeisterte Protagonisten nebst deren Begleitung nach Ludwigsburg zieht.

Damit diese Menschenmassen auch nach den Läufen noch länger verweilen, wird jedes Jahr mit Speis´ und Trank sowie mehrstündiger Live-Musik das Publikum bis Mitternacht bei Laune gehalten. Ein gutes Konzept, bei dem sich außer den Laufprotagonisten und ihrem Anhang noch jede Menge musikbegeisterte Menschen, die mit dem Laufsport sonst eher nichts zu tun haben, hinzugesellen. Auch diesmal blieb der Rathausplatz trotz des später einsetzenden Regens bis zum Veranstaltungsende um 24.00 Uhr gut gefüllt.

Auch die jüngsten Laufathletinnen und -athleten kommen in den Genuss einer großen Zieleinlauf Kulisse Der MAKS Friseure-Handycaplauf bot für Läufer und Rollis eine 1 Kilometer lange Wettkampfstrecke

Dass er nicht ganz so gut gefüllt war wie bei den letzten Auflagen zuvor, lag natürlich auch an den deutlich geringeren Teilnehmerzahlen und dem ebenso rückläufigen Publikumsinteresse. Eine Problematik, die in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls bei anderen renommierten Laufsportveranstaltungen spürbar war. Dennoch konnte Roy Fischer am Ende ein positives Fazit ziehen: " Ich denke nach drei Jahren Pause war dies eine gelungene Veranstaltung. Wir hatten zwar weniger Teilnehmer und auch weniger Zuschauer an der Strecke, aber für uns war es wichtig, dass wir eine große Laufveranstaltung in gewohnter Qualität zur Zufriedenheit aller Teilnehmenden über die Bühne bringen. Ganz besonders danke ich allen Helferinnen und Helfern, das dies heute so gut geklappt hat."

Dieses Fazit am Ende des Tages, der Reportage vorangestellt, war dann auch zutreffend. Lediglich der 5-Km-Lauf ging durch eine verspätete Streckenfreigabe erst rund 8 Minuten später los. Ansonsten blieb das gesamte Programm im zeitlich vorgegebenen Rahmen. Ein Ablauf mit dem nicht nur der Veranstalter selbst, sondern auch die anwesende Läuferschar sehr zufrieden war. Zumal vor allem die Ergebnisse im 10-Km-Hauptlauf für sportliche Glanzpunkte sorgen konnten. Die nun folgende Reportage widmet sich neben dem 1-Km-Schülerlauf und dem 2-Km-Jugendlauf, vor allem den beiden längsten Läufen über 5- und 10-Km.

1-Km Hahn Automobile Schülerlauf

Mit 516 Zieleinläufen war dieser Lauf der teilnehmerstärkste des Tages. 247 Mädchen und 269 Jungen konnten auf dieser Distanz ihren Lauf erfolgreich zu Ende bringen. Bei den Mädchen entschied Louisa Litz von der Grundschule im Ludwigsburger Stadtteil Pflugfelden das Rennen ziemlich souverän für sich. Mit einer Endzeit von 3:54 min. war sie eine Klasse für sich und blieb auch als einziges Mädchen unter der in dieser Altersgruppe nur schwer zu knackenden 4-Minuten-Marke. Den zweiten Platz sicherte sich nach 4:04 min. Lovis Anouk Tanzmann von der Ludwigsburger Schlösslesfeldschule. Emma Bellani (GDRS 5c) sprang dann nur 2 Sekunden später nach 4:06 min. auf den letzten freien Podestplatz.

Mit Schülerlauf über 1 km und Jugendlauf über 2 km ging es weiter im Programm Die Runde um den historischen Marktplatz darf natürlich auch bei der 22. Auflage nicht fehlen

Dramatischer ging es im Kampf um den Tagessieg bei den Jungen zu. Johannes Noz von der Grundschule Pflugfelden machte in einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen den Sieg gegen den zeitgleichen Julian Boog von der Osterholzschule in Ludwigsburg perfekt und sorgte somit dafür, dass der Tagessieg bei beiden Geschlechtern in seiner Schule blieb. Für die beiden Erstplatzierten wurde eine Endzeit von 3:27 min. notiert. Es dauerte dann noch sechs weitere Sekunden, ehe Moritz Weber vom LAZ Ludwigsburg, nach 3:33 min. den letzten freien Podestplatz einnehmen konnte. Die Mehrheit der über 500 Teilnehmenden war mit viel Feuereifer aber auch Spaß bei der Sache und wurde von der noch immer sehr ansehnlichen Zuschauerschar am Streckenrand begeistert gefeiert.

2-Km DSV Jugendlauf

Mia Sewell vom SC Ilsfeld drückte im Jugendlauf bei den Mädchen dem Rennen ihren Stempel auf und krönte sich nach 7:46 min. souverän zur Siegerin. Die Zweitplatzierte Darina Ninovska (LAZ Ludwigsburg) ließ noch 25 Sekunden auf sich warten, ehe sie nach 8:11 min. ihren Lauf auf dem Silberplatz beenden konnte. Als Dritte im Bunde durfte sich Lotta Kleinholz vom Mörike Gymnasium Ludwigsburg über den Bronzerang freuen.

Bei den Jungs sprang Valentino Pugliese (SKV Egolsheim) als Erster auf das Podest. Nach 7:07 min. hatte er seinen Lauf beendet und damit auch das gesamte Rennen gewonnen. Nur 2 Sekunden später kam Lamin Cisse von der Gottlieb Daimler Realschule als Zweitplatzierter ins Ziel. Es dauerte weitere 8 Sekunden, ehe Noel Sellner aus Ludwigsburg nach 7:17 min. als dritter Läufer auf das Podest springen konnte. 54 Mädchen und 74 Jungen kamen in diesem Wettbewerb erfolgreich ins Ziel.

5-Km Mann + Hummel Lauf mit Walking

Anders als der 10-Km-Hauptlauf zieht dieser Lauf in aller Regel keine Spitzenläufer aus Baden-Württemberg oder anderen Teilen Deutschlands an. Dennoch wurde an der absoluten Spitze des Feldes ambitioniert auf Sieg und Zeit gelaufen. Insgesamt wurden bei dieser Entscheidung dann immer noch 218 Zieleinläufe registriert.

Zuschauer und Läufer warten gespannt auf den Start zum 5 Km Lauf, der mit geringfügiger Verzögerung über die Bühne geht Doch dann sind auch in diesem Lauf alle Teilnehmende auf der Strecke

Bei den Frauen bestand das Podium ausnahmslos aus älteren Läuferinnen. Silvia Müller (DSV) beherrschte das Rennen von Anfang an und gab die Führung zu keiner Zeit aus der Hand. Mit einer Endzeit von 20:47 min. war sie alleine auf weiter Flur und kürte sich zur ungefährdeten Siegerin und lag selbstverständlich in ihrer Altersklasse W35 vorne. Der Abstand zur Zweitplatzierten Maren Vico (Macarena) war schon sehr beträchtlich. Mit 1:27 min. Rückstand belegte die Gewinnerin in der Altersklasse W40 nach 22:14 min. den Silberrang. Es sollten noch recht lange 102 Sekunden vergehen, ehe Annette Löbel (ebenfalls Macarena) nach 23:56 min. den begehrten dritten Platz und den Sieg in ihrer Altersklasse W50 perfekt machte.

Julian Kemmler gewinnt den 5 Km Lauf bei den Männern Silvia Müller ist auf der gleichen Distanz bei den Frauen erfolgreich

Bei den Männern ließ Julian Kemmler (Dynamo Tresen) nichts anbrennen und siegte am Ende nach 17:57 min. klar und deutlich, was ihm auch den Sieg in der MHK einbrachte. Hannes Herrnberger aus Winnenden belegte nach 18:16 min. Rang 2 und lag damit in der U20 ganz vorne. Mit seinem dritten Platz nach 18:21 min. konnte Tom Müller (DSV) nicht nur das Podium komplettieren, sondern auch in seiner Altersklasse M40 einen überlegenen Sieg feiern.

87 Frauen und 131 Männer brachten diesen Lauf erfolgreich zu Ende.

10-Km SWLB Lauf

Hier war wieder eine große Anzahl von Spitzenläufern am Start. Zufall ist das nicht. Organisationschef Roy Fischer: " Wir versuchen eigentlich immer eine größere Anzahl von Spitzenläufern hier zu uns nach Ludwigsburg einzuladen. Die kommen zwar nie alle, aber den ein oder anderen Top-Athleten konnten wir in der Vergangenheit schon begrüßen."

Am Ende des 5 Km Feldes dürfen auch die Nordic Walker frohgelaunt auf die Strecke gehen Die Läufe über 5- und 10 km führen auch durch schattige Parklandschaften

Von der Landesspitze Baden-Württembergs ohnehin schon recht stark frequentiert, sollten sich wieder Top-Protagonisten aus anderen Teilen Deutschlands einfinden. Schon 2019, bei der letzten Auflage, konnte sich mit Sebastian Hendel, der damals noch für die LG Vogtland an den Start ging, ein Läufer aus der absoluten deutschen Leistungsspitze einen eindrucksvollen Sieg erlaufen. Zwei deutsche Meistertitel über 5000 m und 10.000 m stehen in seiner Erfolgsbilanz. Dazu kommen noch zwei weitere Silbermedaillen bei deutschen Titelkämpfen. Einmal über 10.000 m in Essen im Jahre 2019, sowie bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Hamburg 2021. Erneut wollte der Streckenrekordhalter, der 2019 mit neuer Ludwigsburger Bestzeit von 29:35 min. knapp vor dem damaligen deutschen Marathonrekordhalter Arne Gabius gewann, seinen eigenen Streckenrekord pulverisieren und den Lauf zum zweiten Male in Folge gewinnen.

Tom Förster (Nr. 4) greift Sebastian Hendel, den Sieger von 2019, an Kurt Lauer vom LAZ Ludwigsburg liegt von Anfang an auf dem 3. Platz und gibt diesen Rang auch bis zum Ende des Rennens nicht mehr ab

Das dies dem mittlerweile für die LG Braunschweig laufenden Vogtländer nicht gelang, lag an seinem Trainingskameraden Tom Förster (LG Vogtland), der mit einer erstaunlich schnellen Endzeit von 28:41 min. einen am Ende noch deutlichen Sieg erlaufen konnte. Bis kurz hinter Kilometer 8 lagen beide noch dicht beieinander, doch dann hatte Tom Förster mehr zuzusetzen und sicherte sich den Sieg mit neuem Streckenrekord. Sebastian Hendel indes war mit seiner Endzeit von 29:02 min. jedoch nicht zufrieden, obwohl auch diese Marke deutlich unter seinem bisherigen Streckenrekord lag. Da er sich weder für die kommenden Welt- und Europameisterschaften qualifizieren konnte, sieht er seinen diesjährigen Saisonhöhepunkt beim Berlin Marathon, wo er ein überzeugendes Debüt auf der vollen Marathondistanz geben möchte.

Kristina Hendel führt das Frauenfeld im 10 km Rennen an Anja Röttinger folgt ihr auf dem zweiten Platz

Der heutige Sieger Tom Förster möchte übrigens bei den Deutschen U-23 Meisterschaften in Bochum ganz vorne sein. Das Podium komplettieren konnte Kurt Lauer (LAZ Ludwigsburg), der mit 30:20 min. eine Zeit lief, die bei früheren Auflagen durchaus zum Sieg gereicht hätte.

Was ihrem Ehemann Sebastian nicht gelang, sollte Ehefrau Kristina umso überzeugender glücken. Ein souveräner Sieg in neuer Streckenrekordzeit. Nach 33:21 min. war ihr zu erwartender Triumph perfekt. Dabei war auch sie vorübergehend krankheitsbedingt nicht in Form. Bei ihrem letzten Auftritt im Rahmen des Hamburger Alsterlaufs, erzielte sie auf der Halbmarathondistanz mit 1:15:59 h eine für sie eher langsame Zeit. Gewöhnlich läuft sie diese Distanz deutlich schneller. "Gut habe ich mir gesagt: Dann nimmst du das halt als Training." Auch in Ludwigsburg wäre sie mit einer tiefen 35er Zeit zufrieden gewesen. Dass sie nun schon wieder so schnell war, hat sie dann doch überrascht. Da ihr die Starterlaubnis für das deutsche Team mittlerweile vorliegt, wird sie bei den Europameisterschaften in München an den Start gehen. Für die Strecke, hatte sie nur lobende Worte übrig: "Es lief richtig gut für mich." In den nächsten fünf Wochen möchte sie sich nun noch in Topform bringen. Ein Trainingsaufenthalt in St. Moritz steht noch an und dann sollte einer Top-Leistung zum Saisonhöhepunkt nichts mehr im Wege stehen.

Tom Förster im Interview nach gelaufener neuen Streckenrekordzeit von 28:41 min Kristina Hendel wird ihrer Favoritenstellung gerecht und gewinnt ebenfalls mit neuer Streckenrekordzeit von 33:21 min souverän
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Die letzten beiden freien Plätze auf dem Podest wurden dann wieder durch einheimische Spitzenläuferinnen besetzt. Anja Röttinger vom LAZ Ludwigsburg sicherte sich in 36:12 min. den zweiten Platz, ehe Marlena Götza von der SG Stern Sindelfingen exakt 60 Sekunden später mit einer Endzeit von 37:12 min. als Dritte im Bunde das Podium besteigen konnte. In der Mannschaftswertung konnte das einheimische LAZ Ludwigsburg die Podiumsplätze 1 bis 3 unter sich ausmachen.

115 Frauen und 378 Männer finishten den SWLB 10 km Lauf.

Am Ende des Tages durften alle Beteiligten zufrieden nach Hause gehen. Die Cover-Rock-Band Good News aus Schwäbisch Hall heizte die Stimmung noch bis 24.00 Uhr an und trotz des später einsetzenden Regens fand das Laufsportfest unter dem rauschenden Beifall des noch anwesenden Publikums ein würdiges Ende. Stimmungsvolles Publikum und tolle Livemusik auf schneller Strecke in barocker Kulisse, dazu eine reichhaltige Auswahl an Speisen und Getränken sowie eine sehr fachkundige und auch atmosphärisch gelungene Moderation von Sebastian Hess, der an die Stelle seines diesmal verhinderten Freundes Achim Seiter trat. Fazit: Der Ludwigsburger Citylauf ist eine Reise wert.

Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt

Ergebnisse www.abavent.de & Infos ludwigsburger-citylauf.de

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