30.6.23 - 24. Marburger Nachtmarathon mit Halbmarathon

In Marburg steppte wieder der Bär

von Helmut Serowy 

Informationen zum Lauf 2024 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE?

Marburg an der Lahn - der Begriff steht für das hoch über dem Lahntal thronende Landgrafenschloss, die erste - 1527 durch Philipp den Großmütigen gegründete - evangelische Universität, die romantisch wirkende Altstadt mit ihren spätmittelalterlichen Fachwerkhäusern in der verwinkelten Ober- und Unterstadt, die Heilige Elisabeth und die Elisabeth-Grabeskirche. Die Ursprünge des auf einem Felsen oberhalb der Marburger Altstadt erbauten, weithin sichtbaren Schlosses reichen zurück bis in das 9. Jahrhundert. Die Landgrafen von Thüringen erbten 1122 die Burganlage und bauten sie zu einer Nebenresidenz der Wartburg aus. Heinrich übernahm nach dem Aussterben der Thüringer 1263 die Regierung und begründete die Landgrafschaft Hessen. Er ließ die Burg zu einem prächtigen Wohnsitz ausbauen. In der Folge wurde die Schlossanlage immer wieder umgebaut und durch weitere Bauwerke und Erker ergänzt.

Unterhalb des Landgrafen-Schlosses startet der Marburger Nachtmarathon
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Als Philipp der Großmütige (1518 - 1567) verstarb, wurde Hessen aufgeteilt. Sein Sohn Ludwig IV. erhielt Marburg und Gießen als Teile des Oberfürstentums Hessen ("Oberhessen"). Nach dessen Tod 1604 starb auch die Linie Hessen-Marburg aus. Marburg verlor seinen Status als Residenz und das verwaiste Schloss wurde als Strafanstalt, später als Staatsarchiv, genutzt. Große Teile des Marburger Schlosses befinden sich heute im Besitz der Philipps-Universität Marburg. Marburg an der Lahn - das steht auch für den Langstrecken- und Ultra-Langstreckenlauf. Zahlreiche hessische Meisterschaften wurden im Georg-Gassmann-Stadion und im Rahmen des Marburger Stadtlaufes über 10 Kilometer ausgetragen.

Der Fokus der rührigen Organisatoren des Ultra-Sport-Club Marburg liegt bei den Traditions-Veranstaltungen "Lahntallauf" und "Nachtmarathon" bei den längeren Distanzen. Innerhalb des Marburger "Lahntallaufes" bieten sie Anfang März auf vermessenen Strecken 10, 30 und 50 Kilometer sowie Halbmarathon und Marathon an. Zweimal wurden hier bereits die Deutschen 50-km-Meisterschaften ausgerichtet. Im Juli starten dann Halbmarathon- und Marathon-Läufer sowie Marathon-Staffeln gemeinsam auf dem historischen Marktplatz unterhalb des Landgrafenschlosses zum "Nachtmarathon".

Aus dem Uni-Stadion im Lahntal müssen die Läufer zum Start den Schlossberg erklimmen Der weitläufige Marktplatz kann die Läufermassen kaum fassen Fachwerkgebäude und das historische Rathaus begrenzen den Marktplatz

"Der Marburger Nachtmarathon ist nicht nur wegen des Starts in der historischen Oberstadt, sondern auch wegen der großen Zahl an Teilnehmenden ein Höhepunkt in jedem Sportjahr. Wir freuen uns, dass es auch trotz der Bauarbeiten auf Teilen der Strecke gelingt, viele Menschen zu dieser wunderbaren Gelegenheit zu begrüßen", freute sich Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies über die Aktivitäten des Ultra-Sport-Club Marburg. Organisationsleiter Eugen Leipner hob hervor, dass der Marburger Nachtmarathon trotz der Größe, die er inzwischen erreicht hat, rein ehrenamtlich organisiert und durchgeführt wird.

Für beste Rahmenbedingungen sorgten wieder rund 140 Helferinnen und Helfer. "Die Durchführung des Nachtmarathons stellt immer eine große logistische Herausforderung dar", führte Leipner weiter aus und dankte der Stadt Marburg und allen beteiligten Behörden, dass die Veranstaltung trotz laufender Baumaßnahmen ausgerichtet werden konnte. "Ohne die große Unterstützung wäre eine Durchführung nicht möglich gewesen".

Im Vorfeld der Veranstaltung bot der Ultra-Sport-Club Marburg an zwei Sonntagen Lauftreffs an, um die Original-Strecken des Laufes in Teilabschnitten von jeweils zirka 10 Kilometern kennenzulernen. Auch ein "Geistlicher Startschuss" umrahmt den Lauf: eine Stunde vor dem Start findet auf dem Lutherischen Kirchhof nahe des Marktplatzes eine ökumenische Läuferandacht statt.

Vor dem Start unterhalten die Moderatoren Sven Schnitker (li) und Markus Bourcarde die bereits mit den Hufen scharrenden Läufer Auch wenn die Strecken lang sind: wer vorne steht, hat die besseren Karten

Die ruhige Witterung vor dem Startschuss erfreute den Organisations-Chef, dem nicht nur das Wohl der Läufer, sondern auch das der zahlreichen Helfer am Herzen liegt, die über viele Stunden all überall am Wirken sind. Da ist es ihm schon wichtig, dass diese im wahrsten Sinne des Wortes "nicht im Regen stehen".

Überwältigt waren die Veranstalter über den enormen Ansturm zum 24. Marburger Nachtlauf. Nach zweijähriger Corona-Pause starteten die Rennen im letzten Jahr bereits mit beachtlichen 1400 Meldungen. In diesem Jahr zeigten schon 1861 Läuferinnen und Läufer Interesse an einem Start über Marathon und Halbmarathon - damit rückt die Teilnehmerzahl aus Vor-Corona-Zeiten mit rund 2000 Startern wieder in Reichweite. Als Finisher sind 955 Halbmarathon-Läufer, 115 Marathon-Läufer und 164 Staffeln (656 Läufer) gelistet.

Die Spitzenläufer jagen durch die engen Altstadt-Gassen Auf der breiten Universitätsstraße sortiert sich das Feld

Da der Start des Marburger Nachtlaufes rund 750 Meter vom Organisations-Zentrum im Uni-Stadion entfernt liegt, rückt die bunte Läuferschar bereits recht frühzeitig an und übernimmt den weitläufigen Marktplatz mit seinen Nebengassen. Beherrscht wird dieser von dem zwischen 1512 - 1527 erbauten Rathaus. An die Heilige Elisabeth erinnert hier am Wendeltreppenturm ein Relief, auf dem diese schützend in der einen Hand das Wappen des Landgrafen hält und auf der anderen Hand die Elisabethkirche trägt. Ruhepol und beliebter Läufer-Treff ist der mächtige Brunnen in der Mitte des Platzes.

Das gemeinsam gestartete Rennen führt die Läufer vom Marktplatz durch die engen Altstadt-Gässchen. Diese säumen zudem zahlreiche Biergärten, so dass anfangs das Tempo deutliche gedrosselt wird. Nach einer Schleife durch die Altstadt führt der Kurs auf der breiten Universitätsstraße durch Marburg, vorbei an der Alten Universität über den Rudolphsplatz in die freie Natur zum nördlich gelegenen Wehrda. Auf dem Lahnradweg geht's dann wieder flussabwärts zum Universitätsstadion.

Ein Hotspot ist der Rudolphsplatz vor der Alten Universität Für die imposante Alte Universität haben die Läufer keinen Blick übrig

Nach rund 11 Kilometern überqueren die Langstreckler hier - von einer begeisterten Zuschauer-Schar angefeuert - über den Hirsefeldsteg die Lahn. Sie nehmen die südlich von Marburg liegende Runde durch das Lahntal über Gisselberg und Cappel in Angriff. Die Halbmarathon-Starter dürfen anschließend zum Finish ins Stadion abbiegen. Marathon- und Staffelläufer müssen diese Runde allerdings noch zwei weitere Male durchlaufen.

Marathon

Den Marburger Nachtmarathon liebt die Sonne. Sie schaut sich das Treiben in den Altstadt-Gassen und in den Lahnwiesen immer wieder gerne an und geizt nicht mit ihren Strahlen. Nach einem verregneten Vormittag hielt sie auch bei der 24. Auflage nachmittags wieder Ausschau und heizte den anreisenden Läuferinnen und Läufer mit ihren Fans kräftig ein. Zum Start um 19 Uhr zog sie sich allerdings dezent zurück und bescherte der Karawane herrliche Laufbedingungen.

Die Starter bedankten sich und zeigten, welches Potential diese recht flache, amtlich vermessene Strecke entlang der Lahn hat.

Für die Marathon-Läufer gilt es allerdings, im Riesenfeld der Halbmarathon-Starter die Ruhe zu bewahren und das eigene Tempo zu finden. Das wird besonders nach dem Start auf dem hoch über dem Tal liegenden Marktplatz in der Abfahrt durch die engen Altstadt-Gassen herausfordernd. Auf der breiten Universitätsstraße sortiert sich schließlich das Feld und die Marathonis können in der Masse der Halbmarathon-Starter mitschwimmen. Wenn diese zur Streckenhälfte ins Ziel abbiegen, wird es für die Langstreckler in der einsetzenden Dämmerung auf den beiden verbleibenden Runden einsamer und anspruchsvoller - auch wenn sie immer wieder von Staffelläufern begleitet werden.

Marc Feussner trumpft beim Marburg-Marathon mit Bestzeit auf M50-Sieger Markus Schraub glänzt mit dem Gewinn der Silber-Medaille Auf dem dritten Platz folgt mit Markus Mey der zweite M50-Starter

Optimal eingeteilt hatte sich das Rennen Marc Feussner vom ASC Breidenbach. Der M40-Hessenmeister über 10.000 m hatte sich eine Zeit um die 2:43 Stunden zum Ziel gesetzt und ließ sich auch nicht von dem anfangs vorauseilenden Markus Mey (Milers Colonia 2020) beirren, der mit seiner Hamburg-Zeit von 2:34:20 Stunden angereist war. Es rollte bei Marc Feussner, und er ließ es auch auf der zweiten Streckenhälfte weiterrollen. Letztlich jubelte er beim Zieleinlauf im inzwischen von den Scheinwerfern ausgeleuchteten, schmucken Uni-Stadion über die neue Bestzeit von vorher nicht erwarteten 2:38:29 Stunden brutto. Nebenbei dominierte er zusätzlich die Wertung der M40.

Aber auch auf den weiteren Plätzen freuten sich die vom Moderatoren-Duo Markus Bourcarde und Sven Schnitker von den "Running-Voices" begrüßten Marathon-Läufer über flotte Zeiten. Der immer wieder für starke Leistungen bekannte Markus Schraub von der LG Wettenberg - aktuell unter anderem 10.000-m- und Halbmarathon-Hessenmeister der M50 - erkämpfte sich Silber und M50-Erfolg in ausgezeichneten 2:42:10 Stunden. In der Deutschen Jahresbestenliste wird er damit derzeit auf dem zweiten Rang geführt. Vorne liegt in dieser Wertung der Gesamt-Dritte und M50-Zweite Markus Mey, der das Rennen lange sehr engagiert angeführt hatte. Für ihn stoppte die Zeitmessung bei 2:44:11 Stunden.

Mit Christoph Bethke aus Lübbecke (2:50:37 Stunden) und Florian Auth vom Tri-Force Fulda (2:51:12 Stunden) folgten auf den Plätzen vier und fünf zwei weitere, flotte M40-Starter vor dem Hauptklassen-Sieger Lukas Pieritz aus Volkmarsen (2:51:32 Stunden). Dahinter verbesserte der Ultra-Langstreckler Jörg Hooß vom LTF Marpingen seine in Hamburg gelaufene Jahresbestzeit (2:57:21 Stunden) um vier Minuten auf 2:53:13 Stunden und trumpfte damit in der M55 auf.

Christoph Bethke (50397) gewinnt als Vierter die M40 - li: Silas Becker, Hauptklassen-Sechster des Halbmarathon Ultra-Langstreckler Jörg Hooß stürmt als Siebter zum M55-Erfolg In der M60 liegt Stefan Kaulbach in Front

Der Vorjahres-Zweite Roman Dubrovskyi aus Hochheim am Main war diesmal als Achter fast neun Minuten schneller und gewann mit 2:56:13 Stunden die M35 vor dem M30-Sieger Olaf Zupancic vom TC Grünberg (2:56:59 Stunden). Robert Hunger vom Team Mama verpasste mit seiner Brutto-Zeit (3:00:08 Stunden) die markante Drei-Stunden-Grenze hauchdünn. Der Schnellste der M45 wurde allerdings Netto mit 2:57:18 Stunden notiert. Die begehrte Marke schrammten zudem der Zweite und Dritte der M35 - Johannes Kohlhepp vom VfL Marburg (3:01:24 Stunden) und Konstantin Grothe aus Hamburg (3:01:50 Stunden) - sowie der M50-Dritte Andreas Lindermann vom Laufsport Bunert Duisburg/Moers (3:02:12 Stunden).

Weitere Senioren-Siege feierten in der M60 Stefan Kaulbach aus Neukirchen-Seelscheid (3:52:39/3:51:36 Stunden), in der M65 Bodo Sporleder vom LV Leif (4:50:13/4:48:16 Stunden), in der M70 Erich Storz vom SC Steinberg (5:13:49 Stunden) und in der M75 Norbert Hofmann von der LG Westerwald (4:27:36/4:26:24 Stunden).

Eine ebenfalls beachtliche Zeit erkämpfte sich nach ruhigem Beginn bei den Frauen Katharina Mühlhoff von der LAG Saarbrücken. Sie siegte überlegen mit 3:09:13 Stunden (Netto 3:08:49 Stunden) und lag damit auch in der W35 in Front. Clara Schütte aus Heidelberg verbesserte sich gegenüber dem letzten Jahr um einen Platz auf den Silber-Rang und von 3:23:38 Stunden ganz erheblich auf nun 3:15:53 Stunden (Netto 3:14:31 Stunden). Damit verteidigte sie ihren Titel in der Frauen-Hauptklasse erfolgreich.

W35-Starterin Katharina Mühlhoff jubelt über den Marathon-Sieg der Frauen Clara Schütte holt sich nach Bronze 2022 diesmal Marathon-Silber und erneut Hauptklassen-Sieg Mit ihrer Brutto-Zeit sichert sich Charlotte Haurand den dritten Rang Die Ultra-Langstrecklerin Sigrid Hoffmann gewinnt mit dem sechsten Platz die W55

Eng fiel die Entscheidung um die Bronzemedaille aus. In der Brutto-Wertung hatte Charlotte Haurand aus Otterberg mit 3:25:54 Stunden die Nase vor Laurine Freitag von der LGV Marathon Gießen (3:26:28 Stunden). Mit ihrer Netto-Zeit von 3:24:57 Stunden lag allerdings Laurine Freitag vor Charlotte Haurand (3:25:33 Stunden). Entsprechend wechselseitig zeigt sich die Hauptklassen-Wertung mit den Platzierungen zwei und drei. Klare Vierte war hier die Gesamt-Fünfte Miriam Anna Muders aus Gießen mit 3:35:53 Stunden.

Starke Sechste und W55-Siegerin wurde die amtierende Deutsche 100-km-Meisterin der W55 - Sigrid Hofmann von der LG Westerwald - in 3:37:03 Stunden (Netto 3:35:49 Stunden). Theresa Klessen aus Ochsenfurt gewann die W40 in 4:19:37 Stunden (4:17:15 Stunden).

Halbmarathon

Nichts anbrennen ließ beim Halbmarathon der Sieger von 2018 - Micha Thomas von der LG Eder. Vom Start weg drückte der Dritte der hessischen 10.000-m-Meisterschaften auf die Tempo-Düse und holte sich mit 1:12:12 Stunden überlegen den Sieger-Pokal und den ersten Platz in der M35. Niklas Raffin vom TSV Krofdorf-Gleiberg wollte eigentlich im Hinblick auf einen 1500-m-Start beim stark besetzten Laufabend in Pfungstadt den Halbmarathon ruhiger angehen, ließ sich dann aber mitreißen und blieb anfangs beim Führenden. Nach zwei Kilometern drosselte er schließlich und setzte das Rennen - immer noch schneller als geplant - als Solist weiter fort. Der Gesamt-Zweite sicherte sich nach 1:13:55 Stunden den Sieg in der Männer-Hauptklasse. Christoph Bräm vom ASC Breidenbach (1:17:01 Stunden) behauptete vom Start weg den Bronze-Rang und den zweiten Platz in der Hauptklasse.

Micha Thomas läuft überlegen zum Halbmarathon-Erfolg Den zweiten Rang holt sich Niklas Raffin Bronze sichert sich Christopher Bräm

Aus dem Verfolgerfeld erkämpfte sich Mathias Schneider vom TeaM TriranhaS mit 1:17:30 Stunden den dritten Rang in der Männer-Hauptklasse vor Tobias Harrer auf Züttlingen (1:17:37 Stunden). Alexander Claas vom Team Naunheim lag mit 1:17:52 Stunden in der M30 in Front.

Regelmäßiger und immer wieder erfolgreicher Gast beim Marburger Nachtmarathon ist Marco Diehl (DVAG Marathon-Team). Als Siebter gewann er mit 1:18:45 Stunden wie im letzten Jahr souverän die M50. Hinter Tobias Klähn vom SC Itzehoe (1:20:14 Stunden) siegte Florian Beuermann vom TSV Krofdorf-Gleiberg (1:20:55 Stunden) in der M40. Schnellster M45-Starter war Mario Euker (1:29:22 Stunden). Johannes Hafer aus Wetzlar (1:26:45 Stunden) führte erneut die M55 an. Weitere Senioren-Erfolge fuhren in der M60 Walter Fieting vom Schützenverein Niederurff (1:35:45 Stunden), in der M65 Norbert Madry von Blau-Gelb Marburg (1:44:28 Stunden) und in der M70 Hans-Reinhard Moll vom SV Dodenhausen (1:43:03/1:42:47 Stunden) ein.

Matthias Schneider (21703) wird das Ziel als Vierter erreichen. Der Sechste, Alexander Claas (re) gewinnt die M30 Marco Diehl erkämpft sich erneut den Sieg in der M50 Die M55 im HM hat Johannes Hafer wie im Vorjahr unter Kontrolle

Beim Frauen-Rennen setzte sich nach einer lockeren Startphase Franziska Espeter von der LG Wittgenstein an die Spitze. Zur Halbzeit klebte noch Anne Trommershäuser vom TV Wetzlar an ihren Fersen. Von dieser löste sich Franziska Espeter aber auf der zweiten Streckenhälfte noch deutlich. Jubelnd ließ sich die W30-Starterin nach 1:26:35 Stunden im Stadion feiern. Die Silbermedaille und den Hauptklassen-Erfolg sicherte sich ebenso klar Anne Trommershäuser in 1:28:22 Stunden.

Bronze und W35-Sieg holte sich Jana Baum (Pets Nation) in 1:32:42 Stunden vor der Hauptklassen-Zweiten Sophie Bitterlich aus Marburg (1:32:55 Stunden), die sich gegenüber 2022 um vier Minuten steigerte und damit ihre Vorjahres-Platzierungen wiederholte. Eine Minute schneller als im letzten Jahr war die Fünfte und Hauptklassen-Dritte Karolin Klumb aus Gießen mit 1:34:54 Stunden, die vor Jahresfrist allerdings noch Bronze und Hauptklassen-Sieg einfahren durfte.

Franziska Espeter (21239) jubelt über ihren Halbmarathon-Erfolg Die Silbermedaille erläuft sich Anne Trommershäuser Bronze und W35-Gold erreicht Jana Baum - li M45-Zweiter Sebastian Hucht

Hinter der Hauptklassen-Vierten Bibiane Kronemann (Y-Runners, 1:37:49 Stunden) gewann Beate Faus vom DVAG Marathon-Team (1:38:16 Stunden) die W45. Rang acht und W50-Sieg schaffte Ruta Ozolina von den Lahnwiesen-parkrunners (1:40:20 Stunden. Ihre Stärke untermauerte mit dem neunten Platz im Frauen-Klassement einmal mehr die Deutsche Halbmarathon-Meisterin der W65 - Monika Donges vom Team Naunheim - die in Freiburg mit Bestzeit von 1:37:23 Stunden siegte. In Marburg lag sie mit 1:40:56 Stunden in der W65 weit voraus.

Erfolgreich waren zudem Claudia Zaviska aus Bonn (1:42:53 Stunden) in der W40, Christina Greib aus Kirchhain (1:49:46 Stunden) knapp vor Bettina Zenelji vom Team Naunheim (1:50:02 Stunden) in der W55. Mit Brutto 1:54:32 Stunden siegte Gabriele Schäfer vom ASC Breidenbach in der W65 vor Annika Karfs-Fiedler vom LC Diabü Eschenburg (1:55:14 Stunden). In der Netto-Wertung drehte diese allerdings den Spieß um und setzte sich mit 1:54:03 Stunden zu 1:54:13 Stunden knapp durch.

Den vierten Platz schafft Sophie Bitterlich Beate Faus gewinnt die W45 Die Deutsche Halbmarathon-Meisterin der W65 - Monika Donges - hat auch in Marburg ihre Mitstreiterinnen unter Kontrolle

Halbmarathon-Mannschaften

Die schnellste Halbmarathon-Mannschaft bot beim 24. Marburger Nachtmarathon der TSV Krofdorf-Gleiberg auf. Niklas Raffin, Florian Beuermann und Jörg Käß siegten nach 4:10:07 Stunden vor dem ersten Trio des DVAG Marathon-Team in der Besetzung Marco Diehl, Michael Faht und Peter Anker (4:21:37 Stunden). Bronze holte sich der TSV Kirchhain-Triathlon mit Jan Hagenbruch, Felix Hausmann und Jan Dörr in 4:32:58 Stunden.

Das siegreiche Frauen-Trio des Team Naunheim führte W65-Siegerin Monika Donges vor Bettina Zenelji und Yella Alban (5:26:55 Stunden) an. Wie bei den Männern erreichten die Frauen des DVAG Marathon-Team (Beate Faus, Carmen Pfeuffer, Jannika Schnabel) mit 5:37:36 Stunden Silber vor dem LC Diabü Eschenburg mit Annika Karfs-Fiedler, Lisa Fiedler und Simone Theiß (5:47:03 Stunden).

Marathon-Siegerehrung der Männer (v.li) Mitorganisator Michael Breining, Sieger Marc Feussner, Markus Schraub (2.), Moderator Markus Bourcarde Marathon-Siegerehrung der Frauen (v.li) Mitorganisator Michael Breining, Charlotte Haurand (3.), Katharina Mühlhoff (Siegerin), Clara Schütte (2.), Moderator Markus Bourcarde
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Marathon-Staffeln

Belebendes Element des Marburger Nachtmarathon ist immer wieder die Marathon-Staffel, zu der zwei bis vier Läuferinnen oder Läufer eingesetzt werden können. Die Wechselzone befindet sich hinter dem Hirsefeld-Steg in der Nähe des Uni-Stadions. Auf eine getrennte Wertung Männer/Frauen/Mixed wird verzichtet.

Einige starke Teams stürmen mit viel Ehrgeiz vorneweg und heizen den Marathon-Läufern ein. Für die meisten Quartetts und ihre engagierten Fans steht allerdings bei diesem Event der Spaß an der Freude im Blickpunkt, der sich beim gemeinsamen Zieleinlauf im abgedunkelten Stadion nochmals voll entlädt. 164 Marathon-Staffeln sorgten mit ihrem Anhang einmal mehr für Riesenstimmung an der Strecke und im Stadion, das in dieser Sommernacht unterhalb des strahlenden Landgrafenschlosses wieder zur Läufer-Party einlud.

Das Quartett der LGV Marathon Gießen - im Vorjahr noch Dritte - stürmte mit Daniel Hoffmann, Sebastian Mauthe, Andreas Ogrizek und Max Otto diesmal weit voraus. Hinter Marathon-Sieger Marc Feussner (2:38:29 Stunden) erkämpften sie sich im Marathon-Gesamteinlauf mit 2:39:23 Stunden den zweiten Rang. Die von Halbmarathon-Sieger Micha Thomas angeführte Staffel "No Name" - der zudem Benjamin Reitmaier, Olaf Wickenhöfer und Noah Lukas angehörten - holte sich Silber in 2:44:19 Stunden vor den Vegan-Varriors mit Tristan Guthier, Maren Guthier und zweimal Cedric Guthier (2:50:37 Stunden).

Bericht und Fotos von Helmut Serowy

unter

go4it-foto.de

Ergebnisse www.volkslauf.de - Infos www.ultra-marburg.de

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