26.5.22 - 39. Fischbachtal-Lauf in Fischbachtal-Niedernhausen

Grandiose Aussicht auf die schöne Landschaft und das Schloss Lichtenberg

von Stefanie Hock & Reinhold Daab 

113 Läufer und 12 Walker trafen sich an Christi Himmelfahrt am Waldsportplatz am Nonroder Hang zum 39. Fischbachtallauf. Die anspruchsvolle 12,6 km lange Strecke beginnt mit einem langen Anstieg nach Nonrod und führt dann im Wechsel von Anstieg und Gefälle durch fast alle Ortsteile des Fischbachtals.

 

An vielen Punkten der Strecke bietet sich eine grandiose Aussicht auf die schöne Landschaft und vor allem das Schloss Lichtenberg, an dem man schließlich vorbei und steil bergab nach Niedernhausen läuft, um dann noch den kräftezehrenden Schlussanstieg zurück zum Waldsportplatz zu bewältigen.

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Bei der Anfahrt zum Fischbachtal Lauf werden die Teilnehmer schon von weitem von Schloss Lichtenberg und dem imposanten Bollwerk begrüßt Und am Ende des Rennens die Zuschauer von Egon Swarowsky, der sich über den Sieg in der M65 freut
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Zunächst begaben sich die Walker mit einem Vorsprung von 30 Minuten auf die Strecke durch Wald, Wiese, Feld und Ortschaften. Um 9:15 h folgten die Läufer. Bereits nach den ersten beiden ständig bergauf führenden Kilometern hatten sich die späteren Gesamtsieger bei den Männern und Frauen von der Konkurrenz abgesetzt: Bei den Männern lief Thomas Arnold (Läuferherz Darmstadt) an der Spitze, bei den Frauen Sigrid Grygosch (Teutonia Hausen). Das gleiche Bild bot sich dann in Niedernhausen vor dem Schlussanstieg zum Waldsportplatz am Nonroder Hang, allerdings war der Vorsprung ca. 1 km vor dem Ziel dann schon auf eineinhalb bzw. vier Minuten gewachsen.

Thomas Arnold (1. M30) erzielt einen klaren Start-Ziel-Sieg und gewinnt den 39. Fischbachtal Lauf mit 1½ Minuten Vorsprung...
… vor Björn Kuttich (1. M35), der sich zunächst etwas zurückhält und im Verlauf des Rennens noch viel Plätze gut macht Dritter wird Fabian Straulino (2. M35) Am letzten Anstieg beißt Felix Kern auf die Zähne. Er wird Vierter und gewinnt die AK Männer

 

Thomas Arnold hatte im Oktober den Streckenrekord vom Kaiserturmlauf (von Groß-Bieberau aus bis zum Kaiserturm in Neunkirchen) um über 5 Minuten verbessert, nun dominierte er auch den Fischbachtallauf. Beide Läufe sind ähnlich lang und haben ähnlich viele Höhenmeter (12,4 km/430 hm am Kaiserturm und 12,6 km / 400 hm beim Fischbachtallauf), sind aber dennoch vom Profil her grundverschieden.

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Beim Kaiserturmlauf geht es bis auf ein kleines Stück mit wenig Gefälle nur bergauf, beim Fischbachtallauf geht es teilweise sehr steil bergab und die verlorenen Höhenmeter müssen von Niedernhausen aus bis zum Ziel am Waldsportplatz wieder gewonnen werden.

Strahlend läuft Jens Onißeit zum Sieg in der M60 Ronald Pätel aus Güttersbach kennt sich mit den dortigen hügeligen Laufstrecken aus, er holt sich den Sieg in der M70 Herbert Rochelt holt sich als einer der ältesten Teilnehmer den Sieg in der M75 Dieter Meixner ist mit Jahrgang 1944 der älteste Teilnehmer (89 links, 3. M75), begleitet wird er von Klaus Roth

Dem in Gadernheim geborenen Arnold scheint aber genau das und die Gefilde in der Nähe seines Heimatortes zu liegen, denn in 45:18 Minuten verwies er Björn Kuttich (TuS Griesheim/46:46) deutlich auf Platz 2. In 47:06 Minuten folgte Fabian Straulino (VfL Münster) als Gesamtdritter, der im Jugendalter ein sehr erfolgreicher Mittelstreckenläufer des ASC Darmstadt war und mittlerweile als Internist im Klinikum Hanau arbeitet. Während Arnold in der M30 zugleich in der M30 siegte, liefen Kuttich und Straulino auf die Plätze 1 und 2 der M35. Mit Felix Kern (TSG Kleinostheim/47:39) folgte der Sieger der Hauptklasse 20 Sekunden vor Keijo Buss (TuS Griesheim/47:59/ 2. M30).

Eine sehr starke Leistung zeigte auf Gesamtplatz 6 der M55-Sieger Rolf Ciesielski (DSW Darmstadt Triathlon) mit 49:58 Minuten. Und das, obwohl er am Abend vorher noch bei der Seligenstädter Marathonstaffel für das Männerteam "Für ein Erdinger danach" gestartet war. Wie einige andere Männer und Frauen auch. Zum Beispiel Björn Kuttich, Henri Lassig, und Thomas Eichhorn (beide BSG Merck). Hart umkämpft war der Sieg in der M45. Hier setzte sich Oliver Hajak in 51:37 Minuten mit vier Sekunden Vorsprung vor René Strosny durch, der von 24. April bis 11. Mai Außergewöhnliches geleistet hat.

Rolf Ciesielski gewinnt die M55 und wird Gesamt Sechster knapp unter 50 Minuten
Seite an Seite kämpfen Oliver Hajak (80) und René Strosny um den Sieg in der M45. Im Ziel hat Hajak knapp die Nase vorn. Die 1.080 km beim Trans Espana Lauf über 18 Etappen vom 24. April bis 11. Mai merkt man René nicht an Marc Sieling holt sich den Sieg in der M40 Die AK M50 entscheidet Mathias Maier für sich

In diesem Zeitraum lief Strosny nämlich den TransEspaña https://trans-espana.jimdofree.com, ein 18-Tage-Rennen über 1080 km und gut 15.000 hm! Von 33 gestarteten Männern und Frauen kamen 24 ins Ziel, darunter 5 Frauen. René Strosny belegte den zweiten Platz im Gesamteinlauf, hinter Rainer Koch. Nachdem Strosny das Ziel am Waldsportplatz erreicht hatte, kam er wieder zurückgetrabt und lief seiner Frau Angela entgegen, um mit ihr den Schlussanstieg ins Ziel zurückzulegen, das sie in 1:19:07 Stunden als Vierte der W55 erreichte.

Sigrid Grygosch gewinnt das Frauenrennen (1. W55) und verpasst eine Zeit unter einer Stunde recht knapp Ute Stamm läuft noch auf den zweiten Platz vor und gewinnt die W65 Alexandra Reeg hat gut lachen, sie läuft auf den dritten Platz bei den Frauen und gewinnt die W45

Auch die Frauensiegerin Sigrid Grygosch hatte sich am Abend vorher in Seligenstadt in der Mixed-Staffel ihres Vereins Teutonia Hausen für den Wettkampf im Fischbachtal warmgelaufen. Sie gewann nach Belieben in 1:00:52 Stunden bei den Frauen und zugleich in der W55, gefolgt von der W65-Siegerin Ute Stamm (LT Ober-Ramstadt/1:04:55), die vor dem Schlussanstieg noch auf Gesamtplatz drei gelegen hatte, dann aber bergauf auf dem letzten Kilometer an Alexandra Reeg (SC Güttersbach/1:05:16) vorbeizog. Reeg gewann in der Klasse W45. Ute Stamm trainiert eher auf dem Rad und läuft nur noch gelegentlich Wettkämpfe, "aber der tolle Lauf im Fischbachtal, der muss einfach sein".

Gemeinsam läuft es sich leichter, mit Nr. 11 Sabine Hill (2. W55) und Ute Raif-Laudenbach (1. W50) gewinnen ihre jeweilige Altersklasse Michelle Kempf gewinnt die W30 Sie ist beim Fischbachtal-Lauf nicht wegzudenken, Karin Risch hat trotz der vielen Steigungen gute Laune und ist die älteste Teilnehmerin (1. W75), auch wenn sie das nicht so gerne hört Ruth Roth beschließt das Teilnehmerfeld der 113 Läuferinnen und Läufer als W70-Siegerin

Das gleiche Motiv bewegt Karin Risch alljährlich zu einem Start. Allerdings verpflichtet auch ihre Herkunft zur Teilnahme, denn die mittlerweile 76-jährige Läuferin und vielfache deutsche, europäische und Weltmeisterin in diversen Seniorenklassen ist in Niedernhausen geboren worden. Und zwar in der Darmstädter Straße, die man überquert, wenn man von dem Gefällstück aus Lichtenberg kommend in den Schlussanstieg zum Nonroder Hang läuft. Als Achte von 18 Frauen gewann sie natürlich ihre Altersklasse W75 und ließ in 1:12:56 Stunden ausnahmslos jüngere Läuferinnen deutlich hinter sich.

Vor der Kulisse von Schloss Lichtenberg ist der 19-jährige Marc Dorian Bachmann Schnellster der männlichen Jugend Klaudia Berg am letzten Anstieg vor Schloss Lichtenberg, wenige Minuten später hat sie den Sieg in der W60 in der Tasche
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Mit der Teilnehmerzahl war Mitorganisator Michael Bertsch angesichts der coronabedingten Veranstaltungspause zufrieden, auch wenn er es schade fand, dass wegen Helfermangel die Kinderläufe nicht ausgetragen werden konnten. Das wünscht er sich für das nächste Jahr zum 40. Jubiläum, dass wieder gut besuchte Kinderläufe stattfinden und dass auch noch mehr Läufer und Walker den Weg ins Fischbachtal finden - so wie zu den Zeiten vor Corona.

Bericht von Stefanie Hock
Fotos von Reinhold Daab www.laufsportfotos.de

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Ergebnisse www.fc-niedernhausen.de
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