7./8.5.22 - 20. Heilbronner Trollinger Marathon

Olympische Gefühle für kleine Leute

von Jörg Engelhardt 

Mit 3289 Zielankünften bei den Erwachsenen und 577 Zieleinläufen im Kinder- und Jugendbereich feiert der Landschaftslaufklassiker im Heilbronner Land auch ohne Marathon eine beeindruckende Rückkehr zu hoffentlich bald überall wieder einkehrender Normalität.

 

Die Wetterprognosen waren günstig. Tageshöchsttemperaturen von 22 Grad Celsius bei absoluter Windstille und einer Regenwahrscheinlichkeit von 0%, waren für Heilbronn und seinem für diese Veranstaltung so unwahrscheinlich wichtigem Umland vorhergesagt und in der Tat: Die "Wetterfrösche" täuschten sich nicht. Doch so schön der in dezentem watteweiß getauchte Himmel auch aussah. Optimal waren diese Wetterwerte beileibe nicht, denn schon kurz nach 11 Uhr kletterte das Thermometer auf über 20 Grad. Da war der größte Teil, der heutigen Laufprotagonisten bisweilen noch recht lange unterwegs, bis der doch recht beschwerliche Weg, für so viele unter ihnen, im Ziel sein glückliches Ende fand.

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Der 20. Heilbronner Trollinger Marathon dieses Jahr nur mit Halbmarathon, dafür wurde für Läufer, Walker und Nordic-Walker die neue 10-km-Distanz angeboten
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20 Grad Celsius und noch ein bisschen mehr gelten eben in Fachkreisen nicht unbedingt als optimale Lauftemperatur. Noch dazu auf einer Strecke, die eben vor allem nur zu Beginn, wenn es am schattenreichen Neckarufer vorbei geht, seine kühleren Passagen in sich hat. Später dann, in den hügeligen, von Weinbergen geprägten Abschnitten, gewann dann doch eher die zunehmend praller werdende Sonne die Oberhand über die biologische Befindlichkeit der Aktiven.

 

Das war schon deshalb so, weil es an diesen Punkten in Deutschlands größter Rotweinregion kaum mehr schattenspendende Stellen im Streckenverlauf gibt. Das dieser Lauf dann dennoch für die meisten Teilnehmenden nicht zur Tortur wurde, sondern zu einem, trotz aller Mühen, doch unvergesslichen Laufvergnügen, liegt dann auch wieder daran, dass der gesamte Parcours, gerade durch seine Stimmungshochburgen in den zu durchlaufenden Ortschaften, reichlich entschädigende Bestandteile enthält. Es gibt viel Musik und motivierende Anfeuerung durch die zahlreich am Streckenrand versammelte Bevölkerung.

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Das Frankenstadion - logistischer Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung Der Werthwiesenpark in unmittelbarer Nähe der Laufstrecke beinhaltet eine Vielzahl von Blumen und Pflanzen. 1985 fand auf seinem Gelände die Landesgartenschau statt

 

Zudem lässt auch der Zieleinlauf auf der von Menschen umsäumten blauen Tartanbahn des Frankenstadions bei vielen Teilnehmenden Gänsehautgefühle aufkommen. Noch dazu, wo der einmal mehr gut aufgelegte Veranstaltungsmoderator Achim Seiter, wirklich alles in die Waagschale gelegt hat, um das anwesende Publikum, als auch die nach und nach ins Ziel strömende Läuferschar, bei Laune zu halten. Ein Unterfangen, das ihm im Großen und Ganzen schon, aber dennoch nicht in allen Fällen gelang. Einmal versucht er sogar, das anwesende Publikum zu einer quer durch das Zuschauerspalier verlaufenden "La-Oh-La-Welle" zu inspirieren, was dann allerdings nur zu mäßigem Erfolg führte. Denn obwohl das Publikum nicht mit aufmunterndem Beifall für die Einlaufenden geizte, ließen sich bei weitem nicht alle Zuschauenden zu derart enthusiastischen Stimmungsbezeugungen motivieren.

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Egal, ein Versuch war das ja mal wert. Der wohl größere Teil der Anwesenden hat sich dann ja doch tatsächlich zur Teilnahme an der Welle inspirieren lassen. Da die Kette unter den Zuschauern auch im dritten Anlauf an einzelnen Stellen immer wieder brach, kam es dann eben nur zu einem Hauch von vielgerühmter Stadionatmosphäre. Aber dennoch und immerhin, einen von vielen Zuschauern gesäumten Zieleinlauf mit Stadioneinlauf auf einer blauen Tartanbahn, das kann außer Heilbronn, gegenwärtig, nur das noch viel größere Berlin anbieten. Auch darin mag für diese Veranstaltung ein Pluspunkt liegen, der von vielen Laufprotagonisten, selbst ohne den diesmal aussetzenden Marathonlauf, Jahr für Jahr mit neuerlicher Wiederkehr belohnt wird.

Das malerisch in sich ruhende Neckarufer wird auf beiden Seiten von Läuferscharen bevölkert

Das Verständnis der Teilnehmenden, für die Entscheidung der Organisationsleitung, die federführend vor allem durch Steffen Schoch, dem Geschäftsführer der Heilbronn Marketing GmbH, und Holger Braun, dem Projektleiter des Trollinger Marathons aus dem gleichen Unternehmen repräsentiert wird, in diesem Jahr auf die Austragung des namensgebenden Marathonlaufs schweren Herzens zu verzichten, war doch bei der Mehrheit der Aktiven sehr groß. Über die Gründe wurde auch im LaufReport frühzeitig und umfangreich berichtet, weshalb diese im nun folgenden Bericht keine Rolle mehr spielen sollten.

 

Nur so viel dazu: Zu hoher personeller Aufwand bei zu wenig Teilnahmewilligen, lohnt sich eben nicht und so wird man sich im Organisationsstab überlegen, wie man in der Zukunft wieder mehr Laufprotagonisten aus nah und fern zur Teilnahme an der Königsdisziplin des Langstreckenlaufs gewinnen kann. Absichtserklärungen, den namensgebenden Marathonlauf in Zukunft wieder anzubieten, hatte man jedenfalls gehört und die spannende Frage für das nächste Jahr ist, ob dies dann tatsächlich gelingen kann.

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Die älteste Starterin Ruth Roth vom TV Rheinau 1893 läuft nach 3:16:24 h am Ende des 547 starken Frauenfeldes auf der Halbmarathondistanz ins Ziel, und wird den Sieg in ihrer Altersklasse W70 mit nach Hause nehmen 2019 auf der vollen Marathondistanz (5:49:39), erreicht Mamo Topyürek diesmal samt Baumstamm nach 3:17:08 das HM- Ziel Hans Krauss vom Heilbronner Spielmobil hatte sich viel vorgenommen, brachte die "Prinzessin" aber nicht ins Ziel. Der Zug des Wagens über die komplette 10 km Strecke war wohl doch ein bisschen zu schwer für ihn

Zu wünschen wäre dies jedenfalls und zwar nicht nur für die Heilbronner Veranstaltung. Denn bekanntlich hatte erst jüngst auch der größte deutsche Frühjahrsmarathon in Hamburg einen ziemlich dramatischen Rückgang der Finisherzahlen zu verzeichnen. Also steht Heilbronn mit dieser Sorge nicht alleine da. Andere Veranstalter überall in Deutschland könnten schon in naher Zukunft ähnliche Erfahrungen machen.

Doch fernab solcher Überlegungen, fand das heutige Ereignis in seiner zumindest übergangsweisen neuen Form statt und brachte teilweise sehr ansehnliche sportliche Resultate zu Tage. Genau diesen Resultaten, sowie dem weiteren Verlauf der Veranstaltung widmet sich nunmehr die Reportage. Für den ausgefallenen Marathonlauf, im Einzelwettbewerb wie auch den Staffeln, rückte ein 10-Km-Lauf ins Programm, der wohl dauerhaft Bestandteil der Veranstaltung werden soll. Die Walking/Nordic-Walking-Strecke wurde von 14,4 Km auf 10 Kilometer verkürzt. Ansonsten gab es keine weiteren Änderungen im Programm.

21,0975 Km - Halbmarathon

Pünktlich um 10 Uhr konnte Oberbürgermeister Harry Mergel die über 2000 Aktiven, auf die Strecke schicken. Das Stadtoberhaupt wäre übrigens auch selbst nur allzu gerne mitgelaufen, doch seine zahlreichen dienstlichen Verpflichtungen hinderten ihn an einer Teilnahme.

Unabhängig davon sorgte der fast nicht enden wollende Läuferschwarm für eine imposante Kulisse auf beiden Seiten des Neckars. Schattiges Flusspanorama auf den ersten Kilometern der Strecke bei flachem Profil. Das animierte einen Großteil der Anwesenden dazu, das Rennen schnell anzugehen. Doch Vorsicht!

Patric Meinike (vorn) und Benjamin Eisendle übernehmen die Führung im Halbmarathonrennen Tobias Feyrer (grünes Shirt) hat sich auf Rang 3 positioniert und wird das Rennen auf diesem Podiumsplatz auch beenden. Der hier noch auf gleicher Höhe neben ihm laufende Holger Birkicht fällt auf Rang 10 im Gesamtklassement zurück

Denn schon nach einigen Kilometern, wenn es in die hügeligen Weinbergtrassen geht, könnte sich ein zu schnelles Angehen auf den schattigen Anfangskilometern auch negativ auswirken. Das es das nicht tat, lag an der vernünftigen Herangehensweise der Teilnehmenden, die zum weit größten Teil aus der Region Heilbronn und anderen Teilen Baden-Württembergs stammend, mit dem Verlauf der Strecke bestens vertraut waren. Ein Blick in die Ergebnislisten zeigt: Der größte Teil der Laufprotagonisten bestand auch heute wieder aus treuer, zuverlässiger Stammkundschaft und so verlebten auch die anwesenden Sanitäts- und Rettungskräfte einen doch eher ruhigen Sonntagvormittag.

Dass die Veranstaltung aber dennoch keine rein lokale Angelegenheit blieb, dafür sorgten dann wieder die Spitzenprotagonisten aus anderen Regionen, von denen einer sogar aus dem nördlichsten Zipfel Italiens angereist war. So erhielt der längste Lauf des Tages auch ohne Spitzenläufer aus Kenia seinen internationalen Anstrich.

Bei den Frauen haben Bettina Englisch (vorn) und Jasmin Klotz auf den ersten Kilometern die Führung übernommen Sandra Burkhardt (2347) und Veronica Clio Hähnle-Pohl (2446) folgen zuächst auf Platz drei und vier

Benjamin Eisendle aus Ratschings-Jaufen in Südtirol, der für Weihenstephan an den Start gegangen war, bot sich an der Spitze des Feldes mit dem Dortmunder Patric Meinike (Reinert und Rufer) ein mitreißendes Duell. Letzterer war, anders als sein stärkster Gegner, hier jedoch längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Schon vor drei Jahren, bei der bis heute letzten realen Austragung, konnte er hinter dem damals überlegenen Kenianer Bernhard Koech mit einer Endzeit von 1:14:10 h den zweiten Platz belegen.

Heute mit Aussicht auf den Gesamtsieg, lief es für Meinike jedoch noch besser. Denn obwohl Bernhard Eisendle lange Zeit auf Tuchfühlung bleiben konnte, hatte Patric Meinike mit fortschreitendem Rennverlauf mehr zuzusetzen und sicherte sich in 1:11:39 h den letztlich verdienten und ungefährdeten Tagessieg. " Ich habe mein Ziel erreicht", ließ der Gesamtsieger die Medienvertreter wissen. Dem Mann aus Südtirol blieb also nur noch die Option, sich auf die Verteidigung des zweiten Platzes zu konzentrieren. Dies gelang ihm in 1:13:27 h ziemlich überzeugend. Denn der Drittplatzierte, Tobias Feyrer (wino läuft / Krautheim), hatte mit 1:14:28 h schon über eine Minute Rückstand auf ihn. Christian Wiesenmayer (THERA RUNNING Team) konnte sich nach 1:14.41 h als undankbarer Vierter mit dem Altersklassensieg in der M45 belohnen. Tobias Gärttner (TSV Degmarn) blieb dann auf Platz 5 einkommend mit 1:14: 56 h immer noch knapp unter der 75-Minuten-Marke. Damit sicherte er sich den Sieg in der M35. Starke Zeiten also, eingedenk der doch recht hohen Temperaturen sowie der eben nicht immer ganz so einfachen Strecke.

Patric Meinike kurz vor dem Einlauf ins Frankenstadion, kürt sich nach seinem zweiten Platz im Jahre 2019 nun zum Sieger des Trollinger Halbmarathons 2022 Einen beeindruckenden Start-Ziel-Sieg feiert auch Bettina Englisch bei der 20. Auflage des Trollinger Halbmarathons

Auch im Frauenrennen sollte es zu einer recht spannenden Angelegenheit im Kampf um den Tagessieg sowie um die weiteren Podiumsplätze kommen. Zu Beginn stürmten Bettina Englisch (TSG 1845 Heilbronn), die in der Region immer für Siege und Podiumsplätze gut ist, und Jasmin Klotz (ORTEMA Markgröningen), bislang letzte Gewinnerin des Halbmarathonlaufs aus dem Jahr 2019, alleine an die Spitze des Feldes. Doch kurz dahinter folgten mit Sandra Burkhardt (Sponsoring by Ralph Ehmann), die im Oktober letzten Jahres beim Bottwartal-Marathon auf der Halbdistanz erfolgreich war, und Veronika Clio Hähnle-Pohl (TSG 1845 Heilbronn), die in den Jahren 2016 und 2017 auf der Marathondistanz beim "Trolli" gewonnen hatte und noch immer den Streckenrekord von 2:49:28 h hält, zwei weitere Anwärterinnen auf den Tagessieg in Lauerstellung.

Irgendwann konnte dann Jasmin Klotz den Kontakt zur führenden Bettina Englisch nicht mehr halten und wurde dann auch noch von Sandra Burkhardt überlaufen. Am Ende siegte Bettina Englisch, die unter anderem schon 2019 beim Bottwartal-Marathon auf der Halbdistanz erfolgreich war, nach 1:21:14 h unangefochten. Sandra Burkhardt folgte ihr nach 1:24:36 h mit doch noch ziemlich großem Rückstand auf Platz 2.

Sandra Burkhardt läuft auf Platz 2 im Halbmarathonrennen der Frauen Nach ihrem Sieg im Jahre 2019 kann Jasmin Klotz wieder auf das Treppchen laufen und sich den dritten Platz erobern

Jasmin Klotz, konnte mit 1:25:18 h wenigstens den letzten freien Ehrenplatz auf dem Podest erobern und Veronika Clio Hähnle-Pohl auf Rang 4 verweisen, der nach 1:30:25 h zum Trost noch der Sieg in ihrer Altersklasse W35 blieb. Auf Rang 5 einlaufend, konnte Irina Benner (ZEAG Energie AG) nach 1:31:32 h Platz 2 in der Altersklasse W40 hinter Gesamtsiegerin Bettina Englisch erringen.

Das längste Rennen des heutigen Tages war auch der Lauf mit der stärksten Teilnehmerresonanz. 547 Frauen und 1573 Männer wurden am Ende des Tages im Zieleinlauf erfasst.

10-Km-Lauf

Das neue Wettbewerbsangebot wurde von der Läuferschar gleich dankend angenommen. Gut 1000 Voranmeldungen gab es bei der Premiere. Am Ende sahen die anwesenden Zuschauer 332 Frauen und 469 Männer im Ziel. Die Konkurrenz im Männerrennen schien wenig spannend zu verlaufen. Denn gleich zu Beginn war Simon Friedrich (SCHUNK Speddys) allein auf weiter Flur. Es dauerte schon eine Weile bis mit Tim Zeltner vom TSV Löwenstein der Zweitplatzierte folgte. Hinter ihm tat sich wieder eine Lücke auf, ehe Dr. Felix Vatlach-Schumann (NSU Triathlon) als Drittplatzierter den ersten Kilometer hinter sich bringen konnte.

Simon Friedrich hat im 10 km Lauf die Führung übernommen Tim Zeltner folgt zunächst auf Platz zwei Dr. Felix Vatlach-Schumann (1.M40) liegt hier noch auf Platz 3

Dennoch sollte es hier noch unerwartet spannend werden. Denn der an dritter Stelle liegende Dr. Felix Vatlach-Schumann holte Zug um Zug auf und ging im Verlauf des Rennens bald an Tim Zeltner vorbei. Auch der Rückstand auf Simon Friedrich verringerte sich nach und nach. Dennoch konnte der von Anfang in Führung liegende Simon Friedrich seinen Vorsprung auf den Rest des Feldes bis ins Ziel halten und sich nach 34:37 min. zum Premierensieger auf der neuen Strecke küren. Am Ende blieben ihm noch vier Sekunden Vorsprung auf Dr. Felix Vatlach-Schumann, der nach 34:41 min. den zweiten Platz belegen konnte. Nach 35:27 min. war das Podium im Männerrennen komplett. Tim Zeltner verwies Johannes Utz vom Tri-Team-Heuchelberg (35:43 min.) auf den vierten Platz, was diesem aber immer noch den Altersklassensieg in der M35 einbrachte. Sein Vereinskamerad Fabian Eberhard erzielte nach 36:18 min. den fünften Platz und belegte in der M35 Rang 2.

Isabel Leibfried führt das 10 km Feld der Frauen an. Philipp Plachy erreicht im Gesamtklassement der Männer Platz 12 Marielle Koehler folgt auf Patz zwei Den Daumen oben hat Tabea Friedle, die auf den letzten freien Podiumsplatz läuft

Bei den Frauen war einmal mehr Isabel Leibfried (TSG 1845 Heilbronn) eine Klasse für sich. Schließlich zählt sie nicht nur zur lokalen, sondern eingedenk ihrer Erfolge in der jüngeren Vergangenheit zur deutschen Spitzenklasse. Deutsche Marathon-Vize-Meisterin hinter Corinna Harrer 2021 in München, darüber hinaus noch eine Bronzemedaille bei den Deutschen Marathonmeisterschaften 2019 in Düsseldorf, sowie der Sieg beim Essen Marathon " Rund um den Baldeneysee" ebenfalls 2019 sind nur Auszüge ihrer Erfolgsbilanz.

Keine Frage: Der Gesamtsieg sollte nur über Sie führen. Nach 37:21 min. hatte sie ihr Tagwerk vollbracht und den Tagessieg in trockene Tücher gepackt. Es dauerte dann schon über 8 Minuten ehe sich Marielle Koehler nach 45:57 min. Rang zwei und damit auch den Tagessieg in der W35 erlaufen konnte. Platz drei auf dem Podium sicherte sich Tabea Friedle (Stadt Heilbronn), die nach exakt 46:00 min. zuhause war und damit auch Rang 2 in ihrer Altersklasse W30 hinter Isabel Leibfried belegte. Mit dem undankbaren vierten Platz sicherte sich Marie Hagenbach (AUDI) nach 47:29 min. den Sieg in der WHK. Nathalie Siegele von den GENO Runners kam nach 48:17 h auf dem fünften Platz ins Ziel und errang den dritten Platz in der W30.

Isabel Leibfried erläuft sich einen souveränen Sieg bei der Premiere des 10 km Laufs Ein imposantes Zuschauerspalier erwartet die Finisher im Frankenstadion beim Zieleinlauf

Im Walking/Nordic-Walking kamen 238 Frauen und 130 Männer ins Ziel. Werner-Thomas Mayer (AUDI) siegte bei den Männern in 1:10:37 h, vor Jabel Ceesay (Kieser 2022), der nach 1:10:54 h ins Ziel kam und Rainer Walter (ebenfalls AUDI), der nach 1:14:28 h das Männerpodium komplettierte. Janice Au vom Katzenbeißer-Team siegte in 50:18 min. bei den Frauen vor Manuela Götz (Kieser 2022) in 1:07:22 h und Ramona Schindler (Laufen gegen Leiden), die nach 1:14:21 h den letzten freien Podiumsplatz einnehmen konnte.

Der 20. Trollinger Marathon war auch ohne Marathon eine rundum gelungene Veranstaltung. Auch das Speisen- und Getränkeangebot an den zahlreichen Ständen im Frankenstadion und auch in unmittelbarer Nähe drum herum, war zu zivilen Preisen sehr reichhaltig. An den gut besetzten Tischen und Bänken kam wieder beste Stimmung unter den Laufathleten auf.

Die Sieger und Siegerinnen des 20. Heilbronner Trollinger Halbmarathon v.li.n.re.: 2. Benjamin Eisendle, Gewinner Patric Meinike und 3. Tobias Feyrer - 2. Sandra Burkhardt, Gewinnerin Bettina Englisch und 3. Jasmin Klotz
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Ein kleiner Wehrmutstropfen fiel dann aber doch noch in den ansonsten prall gefüllten Freudenbecher. An den Kinder- und Jugendläufen am Vortag über 800 Meter, 1,5-Km sowie dem 3-Km-Lauf kamen trotz besten Wetters nur 577 Kinder und Jugendliche ins Ziel. Das waren 275 weniger als bei der letzten realen Auflage im Jahre 2019.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass das Heilbronner Trolli-Wochenende mit beinahe 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Ziel in allen Wettbewerben und an beiden Tagen einen eindrucksvollen Re-Start feiern konnte. Steffen Schoch zog stellvertretend für das gesamte Organisationsteam ein positives Fazit: "Es tut gut zu sehen, wie sich die Menschen am Trolli erfreuen und mit sportlichen Ehrgeiz dabei sind."

Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt

Ergebnisse & Infos www.trollinger-marathon.de

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