21.5.21 - 23. Int. Leichtathletik Meeting Anhalt in Dessau

Starke Leistungen im Paul-Greifzu-Stadion

von Jens Priedemuth 

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2000 Meter Hindernis Männer

Das Beste zum Schluss. Diese Aussage trifft zumindest aus deutscher Sicht im Laufbereich beim "Anhalt Meeting" in Dessau zu. Die Zeigen der Stadionuhr zeigten schon fast 21.30 Uhr an, als die Männer über 2000 Meter Hindernis auf die Strecke geschickt wurden. Tempomacher Wilberforce Jones (KEN) machte einen guten Job und sorgte für eine flotte Fahrt auf der nicht so oft angebotenen Unterdistanz-Strecke über die Hindernisse. Favorit Karl Bebendorf (Dresdner SC) agierte taktisch geschickt, lief klug mit und arbeitete sich in der Endphase immer weiter nach vorne. Am Ende setzte sich der Sachse mit starken 5:25,64 Minuten gegen Mitko Tsenov (BUL/5:27,93 min.) und den Spanier Victor Orden Ruiz (5:29,59 min.) durch.

Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898) verfehlte den deutschen Rekord (dt. Bestzeit, ist ja keine offizielle Strecke) über 2000 Meter Hindernis nur hausdünn Henrik Lindstrot (LG Olympia Dortmund) sowie Robin Müller (Erfurter LAC) liefen auf die Plätze 9 und 10
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Mit seiner Top-Zeit verfehlte Bebendorf den deutschen Rekord lediglich um die Winzigkeit von 0,09 Sekunden. "Natürlich hätte ich gerne den Rekord geholt und ärgere mich ein wenig. Trotzdem war es ein gelungener Test, der mir zeigte, dass die Form stimmt. Am nächsten Wochenende darf ich Deutschland beim Team-Europacup in Kattowitz vertreten. Da geht es dann über die echte Hindernisdistanz. Da möchte ich dann gerne den nötigen Leitungsnachweis für Olympia in Tokio abhaken. Entweder direkt über die Zeit oder dann durch weitere Punkte im World-Ranking", verriet der WM-Teilnehmer von Doha in einem Kurz-Interview. Mit von der Partie in diesem Rennen waren auch noch Konstantin Wedel (LG Telis Finanz Regensburg/5:37,54 min.), Fabian Clarkson (SSC Berlin/5:41,59 min.), Henrik Lindstrot (LG Olympia Dortmund/5:49,21 min.) sowie Robin Müller (noch U20/Erfurter LAC/5:51,03 min.).

3. wird der Spanier Victor Orden Ruiz Konstantin Wedel (LG Telis Finanz Regensburg) erreichte Rang 7 Der Belgier Clement Deflandre (links) holt sich Platz 5 in 5:35,35 vor dem Spanier Roberto Alaiz (5:36,44)

1500 Meter Männer

Über 1500 Meter trug sich Baptiste Mischler in die Siegerliste ein. Der Franzose blieb mit 3:39,91 Minuten als einziger Mittelstreckler unter der "3:40-Schallmauer" und setzte sich dabei gegen den Holländer Valentijn Weinhaus (3:41,60 min.) durch. Das Podium komplettierte hier Marc Tortell (Athletics Team Karben), der sich mit einem starken Endspurt noch "Bronze" sicherte. Seine 3:42,35 Minuten bedeuten zudem den dritten Platz im aktuellen DLV-Ranking. Siebter wurde nach 3:44,04 Minuten Felix Wammetsberger (LG Region Karlsruhe). Dahinter sortierten sich noch Velten Schneider (VfL Sindelfingen/3:49,59 min.) und Maximilian Feist (LG Olympia Dortmund/3:50,92 min.) ein.

Der Franzose Baptiste Mischler gewinnt auf der 1500 Meter Strecke Marc Tortell (Athletics Team Karben) läuft auf Rang 3 Luke McCann aus Irland wird mit 3:42,64
Vierter

800 Meter Männer

Auch über die 800 Meter ging der Sieg nach Frankreich. Benjamin Robert verfehlte mit starken 1:45,79 Minuten zur späten Abendstunde den Meeting-Rekord seines Landsmanns Pierre Ambroise-Bosse aus dem Jahr 2014 um nur 0,29 Sekunden. Zu den Top-Drei gehörten noch der Pole Mateusz Borkowski (1:46,01 min.) sowie der Brite Alex Botterill (1:46,52 min.). Auf Position sieben überquerte dann Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe) die Ziellinie und ist mit 1:47,01 Minuten momentan Zweiter der deutschen Jahresbestenliste. Conrad Kisselberger (SC DHfK Leipzig/U23) wurde mit 1:51,69 Minuten (8.) gestoppt.

Christoph Kessler von der LG Region Karlsruhe am Ende des Feldes des 800m Rennens ... ... das der Franzose Benjamin Robert gewinnt Der Pole Mateusz Borkowski läuft vor dem Briten Alex Botterill (grünes Trikot) auf Rang 2

800 Meter Frauen

Auch bei den Frauen waren die 800 Meter in französischer Hand. Renelle Lamote setzte sich in einem schnell angelaufenen Rennen mit 2:01,66 Minuten knapp gegen die mehrfache deutsche Meisterin Christina Hering (LG Stadtwerke München) durch. Sie übernahm mit 2:01,83 Minuten die Führung in der deutschen Jahresbestenliste. Die ebenfalls international erfahrene Polin Angelika Cichocka landete knapp hinter Hering auf dem dritten Platz (2:01,85 min.).

Renelle Lamote aus Frankreich setzte sich mit 2:01,66 Minuten knapp gegen die mehrfache deutsche Meisterin Christina Hering (LG Stadtwerke München) durch

Die Plätze sechs bis zehn gingen dann komplett an DLV-Läuferinnen. Den Anfang machte Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen-Dormagen/2:02,74 min.), gefolgt von Majtie Kolberg (LG Kreis-Ahrweiler/2:03,83 min.).

Alexandra Bell aus Großbritannien läuft in 2:02,04 auf Platz 4. Neben ihr Majtie Kolberg von der LG Kreis-Ahrweiler Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen-Dormagen), gefolgt von Majtie Kolberg (LG Kreis-Ahrweiler) laufen auf die Plätze 6 und 7

Für Hindernis-Spezialistin Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) zeigte die Stoppuhr 2:05,76 Minuten an. "Puh, das war am Anfang einfach zu schnell. Ich bin mit knapp 29 Sekunden die 200 Meter angelaufen. Zudem war es mein erstes Rennen nach der Rückkehr aus dem Höhen-Trainingslager in Flagstaff. Da gehörten solch ganz schnelle Einheiten auch nicht zu meinem Programm. Ich mag es bei solchen Rennen lieber, wenn sie etwas ruhiger gestaltet werden", berichtet die Hindernis-Europameisterin von Berlin. Hinter Krause liefen noch Patricia de Graat (LG Olympia Dortmund/2:08,54 min.) und Christin Schulze (SV Empor Langensalza/2:10,95 min.) ins Ziel.

Gesa Felicitas Krause vom Silvesterlauf Trier e.V. (im linken Bild mit Trainer Wolfgang Heinig) ging in ihrem ersten Rennen nach dem Höhen-Trainingslager über 800 Meter "fremd" und lief in 2:05,76 auf Platz 8. Im rechten Bild Krause vor Patricia de Graat (LG Olympia Dortmund) und Christin Schulze (SV Empor Langensalza), die auf Platz 9 und 10 laufen

Beim Nachwuchs überzeugte auf der Zweirunden-Distanz Elija Ziem. Der Youngster im Trikot des SC Neubrandenburg setzte sich mit der tollen neuen Bestzeit von 1:52,66 Minuten bei den Jungs der U18 an die Spitze der deutschen Bestenliste und ist damit einer klarer Edelmetall-Anwärter bei der Jugend-DM in Rostock.

Absolutes Top-Resultat jenseits der Rundbahn im Paul-Greifzu-Stadion waren zweifelsfrei die 93,20 Meter im Speerwerfen von Johannes Vetter. Der Techniker von der LG Offenburg "macht" es anscheinend nicht unter 90 Meter und löschte zudem noch den Stadionrekord aus der Statistik.

23. Int. Leichtathletik Meeting Anhalt in Dessau 2021 - das Podium

  3000m WJU20, WJU18, W15 3000m MJU20, MJU18, M15
Pl. Name Verein/Land Zeit Name Verein/Land Zeit
1 Seebon Eileen
Erfurter LAC 10:08,13 Saar Anton Turbine Halle 9:04,47
2 Herwig Emma SV 1899 Mühlhausen 10:24,87 Saar Jakob Turbine Halle 9:11,27
3 Wagner Momo Hallesche Leichtathl.-Freunde 10:27,81 Höfer Felix Erfurter LAC 9:48,74
  800m Frauen 2000m Hindernis Männer
1 Lamote Renelle Frankreich 2:01,66 Bebendorf Karl Dresdner SC 1898 5:25,64
2 Hering Christina LG Stadtwerke München 2:01,83 Tsenov Mitko Bulgarien 5:27,93
3 Cichocka Angelika Polen 2:01,85 Ruiz Orden Victor Spanien 5:29,59
  1500m Männer
Mischler Baptiste Frankreich 3:39,91
Weinans Valentijn Niederlande 3:41,60
Tortell Marc Athletics Team Karben 3:42,35
800m Männer
Robert Benjamin Frankreich 1:45,79
Borkowski Mateusz Polen 1:46,01
Botterill Alex Großbritannien 1:46,52

Bericht und Fotos von Jens Priedemuth

Weitere Ergebnisse ergebnisse.leichtathletik.de

Infos: www.anhalt-sport.de

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