1.3.26 - 13. Süppling-Cross Demker in Tangerhütte

Start in den Lauffrühling

In Demker startet und endet die EOC-Saison

von Almuth Steinhoff 

400 Läuferinnen und Läufer waren auf fünf verschiedenen Strecken unterwegs
Mindestens einen Cross pro Saison! - Ich höre noch heute die Worte meines damaligen Trainers beim ASV Bad Düben…

Natürlich meinte er die Hallensaison   u n d   die Freiluftsaison. Wer damals in Nordsachsen im Gelände unterwegs war, kennt noch die Strecken in der Dübener Heide, am Roten Haus (an der ehemaligen Eisenbahnstrecke) oder auch im Eilenburger Stadtpark. Zugegeben, eine virtuelle Zeitreise, deren Thematik aber immer noch aktuell ist, denn der März ist immer noch beste Crosslaufzeit!

Also auf zum Süppling Cross nach Demker in der Nähe der Bahnstrecke Magdeburg - Stendal. Der Regio fährt durch, nur die S-Bahn hält am kleinen Bahnhof in Demker; stündlich kann hier ein- oder ausgestiegen werden. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten jedoch mit dem Auto an; der Parkplatz am Vereinshaus des SC Demker war schon zeitig pickepackevoll. Die Bezeichnung Süppling - Cross leitet sich im Übrigen vom Waldgebiet ab, durch welches ein Teil der Streckenführung geplant wurde.

Start zum 13. Süppling-Cross Demker in Tangerhütte mit Strecken über Halbmarathon, 10 Kilometer und 5,8 Kilometer Blick in das Waldgebiet, welches dem Cross den Namen gibt
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

"Ruff un nunter"- eine einfache Erklärung der Jüngsten, was Croslaufen heißt. Jens-Uwe Börner von der Gaensefurther Sportbewegung hielt kurz vor dem Ziel vier Finger hoch: "Vier Anstiege waren es!" Bernd Ebert, Hauptorganisator des Süppling Cross, hatte ebenfalls eine kurze knackige Beschreibung kurz vor dem Start: "Richtung Weißewarte, immer geradeaus, dann rechts in den Wald. Und nicht vergessen, den Spielplatz (Dorfrunde) zweimal umrunden, sonst ist es kein Halbmarathon." So viel zu den Hinweisen für die dreizehn Frauen und 38 Männer, welche die längste Distanz unter die Laufsohlen nahmen.

Uhren/Zeitvergleich bei den Halbmarathon-Teilnehmern Start des 5,8km - Laufes

Gesamtsieger Toni Gehne aus der nah gelegenen Kaiser- und Hansestadt Tangermünde zeigte sich ob seines Resultats von 1:18:45,9h zufrieden, "obwohl die zweite Runde nicht ganz so war, wie ich mir das vorgenommen hatte." Der für den Tangermünder LV 94 startende Läufer trainiert jeden Tag, "einen Tag ohne Laufen kann ich mir nicht vorstellen". Als "gebriefter" ehemaliger Sportschüler schiebt er natürlich(!) auch Kraft- und Athletikeinheiten ein. Sein Saisonziel ist klar formuliert: die zehn Kilometer unter 34 Minuten laufen. Die vor fünf Jahren gelaufene Bestzeit steht bei 34:49min …

Toni Gehne (Tangermünder LV'94), Sieger im Halbmarathon Erik Müller (20/Hasselaner Triathlon-Club) wird 2. im Halbmarathon, gefolgt von Sebastian Meißner (NSV Wernigerode), der auf Rang 3 läuft

Auch der Zweitplatzierte, Erik Müller vom Hasselaner Triathlon Club, wird nicht nur den Sieg beim Riesenpfannkuchenlauf in Sandau in den Sportannalen "zu stehen haben"; die Zeit von 1:19:17,9h ist eine starke Premierenzeit in Demker. Eine halbe Minute später überquerte der Gesamtdritte Sebastian Meißner vom NSV Wernigerode die Zielmatte; die Anreise aus dem Harz hat sich somit für den engagierten Handballnachwuchstrainer mehr als gelohnt.

Marie-Charlotte Winstroer nahm ebenfalls einen Siegerpokal mit nach Hause - in diesem Falle in die Löwenstadt Braunschweig. Mit 1:29:24,8h blieb die in der Altersklasse W35 startende Athletin deutlich unter ihrer Bestzeit, welche sie vor fünf Jahren in Hamburg aufstellte. Nach 1:40:10,8h folgte Frauke Neumann von der SG Eintracht Ebendorf. Vorjahressiegerin Angela Gukasjan (HSV Medizin Magdeburg / 1:47:38,7h) vervollständigte das Siegerpodest bei den Frauen.

Auch die SV Grün-Weiss Langendorf ist beim HM am Start, hier mit Andreas Martin, 1. M45 Frauke Naumann (SG Eintracht Ebendorf) wird Zweite im Halbmarathon Siegerin des Halbmarathons: Marie-Charlotte Wienstroer vom Braunschweiger Laufclub

"Hopfenläufer" Maik Marschhausen setzte auf dem "Zehner" mit einer Siegerzeit von 34:42,1min ein starkes Ausrufezeichen auch auf einer kürzeren Distanz. Noch in guter Erinnerung ist sein zweiter Platz beim Magdeburg Marathon vor eineinhalb Jahren, etliche Podestplätze im Elbe-Ohre-Cup stehen für seine Vielseitigkeit. Im Übrigen, der EOC wird traditionell Anfang März eröffnet, und wie immer sind die kleinen und größeren Lauf- und Leichtathletikvereine aus dem Norden Sachsen-Anhalts präsent. Nicht immer unbedingt auf dem Siegerpodest, aber in der Breite und vor allem auch im Kinder- und Jugendbereich.

Maik Marschhausen (LG Hopfen Schackensleben) siegt über 10 Kilometer Gemeinsam Richtung Ziel: u.a. Daniel Heidel (106/Parchener Laufsocken/4. über 10 Kilometer), Paul Weinmann (103/LTV Genthin/3. über 10 Kilometer), Anett Rose (239/ LG Hopfen Schackensleben/9. W50 über 5,8km) und Maria Kupferschmidt (5308/SV Germania Tangerhütte/6. W35 über 5,8km) Marcel Gegenwarth (SV Germania Tangerhütte) wird 1. M40 über 10 Kilometer, bleibt unter 40 Minuten

Gut, bleiben wir aber beim Laufgeschehen der inzwischen dreizehnten Auflage des Süppling Cross. Der Radweg Richtung Weißewarte gehörte am Sonntagmorgen den Läuferinnen und Läufern, die sichtlich die Eröffnung der diesjährigen Laufsaison genossen. Selten habe ich in so viele lachende und entspannte (Lauf)gesichter gesehen, so viele "Hallos" und "Daumen hoch" bekommen und, ja, auch die ein oder andere Bemerkung zum vertauschten Rucksack eingesteckt ;-)

Der kleine Ort Demker und sein sehr aktiver Sportclub rahmt mit dem Süppling Cross und dem Tangerpokallauf eine mit 27 Läufen geplante Serie ein, die auch überregional bekannt ist. Zugegeben, Neuseeland ist nicht der nächste Weg, "aber wir hatten in diesem Jahr tatsächlich auch eine Läuferin aus Neuseeland dabei", so Organisationschef Bernd Ebert, der am Sonntagmorgen auch knapp fünfzig Nachmeldungen "verbauen" musste.

"Erwischt und immer noch gut aussehend!" - die HM-Läufer Conrad Richter-Mendau aus Stendal (7/5. M20) und Daniel Becker (Börgitzer Flitzpiepen/7. M45) Trommelgruppe Demker Gemeinsam geht es besser über 1,2 Kilometer!

Zu dieser Zeit hatte sich die Rhythmusgruppe an der letzten Kurve vor dem Ziel schon warmgespielt, hörbar bis weit hinter die Dorfgrenze. Mit Trommeln, einer echten Djembe und auch einer Guiro versprühten die Vier einen Hauch von "latin rhythm" - und das tatsächlich während der gesamten Laufveranstaltung. Familiäre Stimmung unter dem Rastplatzdach beim Musikmachen -

Familienzeit auch bei der seit zwei Jahren durchgeführten Familienwertung. Vierzig Familien/Gruppen kamen in die Wertung. Ich lese und staune: Zweimal Heidel, also insgesamt Läuferinnen und Läufer dieses Namens sind aufgeführt. Meine Namensfavoriten sind die "HSV Oldies". Die drei Großbuchstaben können durchaus unterschiedliche Bedeutungen haben; denkt man an den Rauten-Fußballclub mit dem schönsten Heimtrikot (offiziell gewählt!) oder an den HSV Magdeburg, einen Handballverein mit hervorragender Jugendarbeit.

"Richtung Weißewarte - erst geradeaus und dann rechts in den Wald rein ..."

Auch die HSV Oldies sind aus der Landeshauptstadt in die Altmark gereist: Günter Trippler (M70), Joachim Engelhardt (M80) und Ewgeni Nakhlupin (M85) sind gefühlt schon eine Ewigkeit auf den Straßen und Wegen Sachsen-Anhalts laufend unterwegs. Der Hochschulsportverein "Medizin" ist ebenfalls schon eine Ewigkeit die sportliche Heimat der "Blau-Weißen" (ohne Raute!). Immerhin steht Platz drei für dieses Trio im Wettkampfprotokoll.

Familiensieger wurden die Sieberts von der Gaensefurther Sportbewegung. Während Vater Christian Siebert auf der Halbmarathonstrecke unterwegs war, sammelten die Töchter Emily (Jg. 2015) und Lotta (Jg. 2018) jede Menge Punkte auf der 1,2km-Strecke; Emily als Gesamtsiegerin, Lotta als Altersklassenbeste. Tags zuvor waren beide Mädchen ebenfalls erfolgreich: Bei der Bezirksbestenermittlung in Magdeburg holte Lotta die Goldmedaille über 600m, Emily wurde Dritte über 800m.

Auch die Stendaler Ludwig Wiederhöft (2. U12/6. in der Familienwertung) und Matti Krause (4. U10/8. in der Familienwertung) starteten sowohl in Magdeburg als auch in Demker. Der Gesamtsieg bei den Jungen über 1,2km geht ebenfalls nach Stendal: Tilmo Gensler überquerte nach 3:32,9min die Zielmatte am Vereinshaus.

Josephine Zeigermann (LG Stecklenberg) gewinnt die Frauenwertung über 5,8 Kilometer Chris Mazur (TSG Calbe/4. M20) in Laufgemeinschaft mit Rieke Zaschke (Gaensefurther Sportbewegung/1. U14) Mia Lübke (LG Hopfen Schackensleben) wird 2. U18

Jugendliche Power bei den Frauen über 5,8 Kilometer brachte Josephine Zeigermann (U18) den Siegerpokal. Die Läuferin von der Laufgruppe Stecklenberg (benannt nach einem Ortsteil der Harzstadt Thale) benötigte 24:07,2min. Mit Doreen Baecke (SV Kali Wolmirstedt/ 24:46,8min) und Sophie Klettke aus Dahlenwarsleben (25:31,8min) folgten zwei gestandene Lauffrauen.

Richtung Ziel: Hannes Hermann (261/PSV Burg) siegt über 5,8 Kilometer, gefolgt vom Zweitplatzierten Rinaldo Schielke (197/ABxCoaching) So viel Zeit muss sein - Francesco Navarra von der Gaensefurther Sportbewegung wird Dritter über 5,8 Kilometer Aljic Hasan (286/SV Chemie TRIAG) belegt den ersten Platz in der Wertung U16 - hier in Laufgemeinschaft mit Tim Scheschonk (2. M20) von der LG Hopfen Schackensleben

Der Gesamtsieger über 5,8 Kilometer, Hannes Hermann, hat beim PSV Burg eine neue sportliche Heimat gefunden. Sozusagen "back to the roots", denn in der Ihlestadt Burg hatte Hannes einst mit der Leichtathletik begonnen, ehe er nach Magdeburg zum dortigen Sportclub wechselte. Der Zweitplatzierte Rinaldo Schielke (M35) "kann flexibel"; von 800m bis zum Marathon ist beim Bernburger alles dabei; vier Sekunden nach dem Sieger kam er in 20:55,6min ins Ziel. Francesco Navarra holte als Dritter einen weiteren Podestplatz für die Gaensefurther Sportbewegung.

Ran (Run) an die Pokale! Ehrung der Jüngsten
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Von den äußeren Bedingungen (der Wettergott ist am Sonntag mit Sicherheit ein Lauf-Fan gewesen!) über die leckere Verpflegung (Kartoffelsuppe, vielerlei Kuchen und diverse Getränke) bis hin zur gut belaufbaren Strecke stimmte in Demker einfach alles. Besser kann man nicht in die Laufsaison starten. Mit Osterburg, Burg und Magdeburg warten nun im März weitere interessante Lauf-Reiseziele.

Bericht und Fotos von Almuth Steinhoff

Ergebnisse my.raceresult.com
Infos www.elbe-ohre-cup.de/veranstaltungen/sueppling-cross

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