6.3.22 - 40. Straßenlauf "Rund um das Bayer-Kreuz" Leverkusen

Trotz Sonnenschein regnet es Spitzenzeiten

von Jörg Engelhardt 

In den insgesamt 7 Wettbewerben kommen 1299 Aktive aus ganz Deutschland erfolgreich ins Ziel.

Es war schon ein sehr besonderer Tag im Leverkusener Chempark. Schon allein deshalb, weil das Wetter so gut war, wie seit Jahren nicht mehr. Läuferfreundliche 8 Grad Celsius und sogar milden Sonnenschein hat es hier schon seit Jahren nicht mehr gegeben. Im letzten Jahr fiel die Veranstaltung ganz aus. Vor 2 Jahren quälte sich Ilyas Yasin Osan trotz teilweise starkem Gegenwind in 29:14 min über 10-Km zu einer Siegerzeit, die selbst heute bei weit besseren Bedingungen nicht ganz zu erreichen war. Dafür waren die gelaufenen Zeiten hinter dem Hauptlauf-Sieger Jonathan Dahlke in der Breite deutlich besser. Alleine 19 Läufer konnten unter der begehrten 32-Minuten-Marke bleiben. Eine Endzeit unter 35 Minuten brachten immerhin noch 104 Teilnehmende ins Ziel und gar 251 Aktive konnten immer noch in weniger als 40 Minuten ihren Lauf zu Ende bringen.

Sonnenschein und Spitzenzeiten beim 40. Straßenlauf "Rund um das Bayer-Kreuz" in Leverkusen
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Bei den Frauen war das sportliche Niveau diesmal noch höher, als bei der ohnehin schon sehr stark besetzten Frauenkonkurrenz im Jahre 2020, die ja bekanntlich mit den ersten drei Läuferinnen Miriam Zirk, Stephanie Strate und Susanne Hahn ein sehr namhaftbesetztes Podium sah. Alleine vier Läuferinnen konnten diesmal unterhalb der damaligen Siegerzeit von 34:16 min. bleiben. Auch über 5-Km waren die heutigen Gewinner bei beiden Geschlechtern deutlich schneller unterwegs, als ihre Vorgänger. Auch sonst hat sich zwischenzeitlich einiges verändert. Beispielsweise das Tagesprogramm. Die Schülerstaffel sowie die Familien- und Lehrerwertungen sind nicht mehr im Tagesangebot vertreten. Dafür gibt es neben dem 1-Km-Lauf, mit dem das Tagesprogramm wieder eingeläutet wurde, noch einen weiteren Schülerlauf über 2,5-Km, sowie einen Wettbewerb für jüngere Vereinsläufer auf der gleichen Distanz. Ebenso im Organisationsstab ist nicht alles beim Alten geblieben. Jörn Elberding ist zwar immer noch Geschäftsführer der Leichtathletikabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen, aber an seiner Seite steht mit Anne Eich, in der Nachfolge von Karin Hortien, eine neue Assistentin.

Auf der Moderatorenposition gab es diesmal eine neue, aber dennoch altbekannte Stimme zu hören. Für Jochen Baumhof stand wieder Andreas Menz hinter dem Mikrofon. Aus persönlichen Gründen als Moderator bei der Duisburger Winterlaufserie ausgeschieden und durch Dominik Deter ersetzt, der nunmehr die diesjährige Auflage in Duisburg gemeinsam mit Jochen Baumhof zu Ende moderieren wird, ersetzt nunmehr Andreas Menz wiederum Jochen Baumhof als Moderator der Veranstaltung in Leverkusen.

Ein Hauch von Japan inmitten von chemischen Industrieanlagen. Im Carl-Duisberg-Park befindet sich auch ein japanischer Garten, der auf Anregung des damaligen Bayer Generaldirektors Carl Duisberg in den Jahren 1912 - 1914 angelegt wurde. Seine heutige Form besitzt der japanische Garten seit 1960. Bis zu diesem Zeitpunkt befand sich der Japanische Garten ungefähr 250 Meter nördlich, wo er damals neuen Industrieanlagen weichen musste

Selbstredend war Jochen Baumhof aber trotzdem persönlich anwesend. Denn sein Verein, der TV Refrath, dem er als Abteilungsleiter der Laufsportabteilung vorsteht, war mit 40 Teilnehmern sehr stark vertreten. Nur der TSV Bayer 04 Leverkusen, als gastgebender Verein, dürfte eine ähnlich hohe Teilnehmerzahl an den Start gebracht haben.

 

Da Jochen Baumhof einen Großteil der angetretenen Läuferschar seines Clubs trainiert, wäre ihm der zusätzliche Einsatz als Moderator zu viel gewesen. Also beschränkte er sich auf seine Rolle als Trainer und Betreuer, nicht ohne nochmals die Werbetrommel für den in zwei Wochen stattfindenden Königsforst-Marathon zu rühren, bei dem er als Organisationsleiter eingespannt ist. Nach eigenem Bekunden liegt sein derzeit wöchentliches Arbeitspensum bei 70 bis 80 Stunden und eine weniger arbeitsreiche Zeit steht momentan nicht in Aussicht. Kein Wunder, bei der Vielzahl von Funktionen und Aufgaben, die gegenwärtig auf ihn zukommen.

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Ansonsten blieb, bis auf die hier dargestellten Neuerungen und personellen Veränderungen, alles wie gehabt. SpitzenläuferInnen, die wie erwartet ganz oben auf dem Siegerpodest stehen einerseits, sowie in ihrer Heimatregion sieg- und podiumsgewohnte SpitzenläuferInnen, die sich trotz ansprechender Leistungen, plötzlich nicht mehr auf Podiumsrängen wiederfinden, sondern irgendwo zwischen Platz 11 und 51. Dennoch laufen einige unter ihnen mit strahlendem Lächeln und Jubelposen über den Zielstrich, weil trotz ungewohnt schlechter Platzierung, es eben dennoch zur neuen Bestzeit reichte. Wettkampferfahrene Läufer sind eben Realisten. Sie wissen was sie können, aber eben auch, wer noch mehr kann als sie selbst. Gerade dieser Umstand verleiht diesem Lauf seine ungebrochene Attraktivität über Jahrzehnte hinweg. Laufen gegen andere Läufer, die nochmal eine ganze Ecke schneller sind, als man selbst, in der Hoffnung, dass dieser außergewöhnlich hohe Wettbewerbsdruck einen selbst zu noch schnelleren Zeiten zieht.

Dennoch ist der Lauf, gemessen an seiner außergewöhnlich hohen Menge an SpitzenläuferInnen, immer eine Angelegenheit für den Breitensport geblieben. Denn gefühlt zwei Drittel der Finisher haben sich mehr mit dem Spaß am Laufen bei Laune gehalten, als mit der Jagd nach Bestzeiten und Top-Platzierungen. Besonders stark sieht man das bei den teilnehmenden Kindern im Feld, sowie bei dem hier in Leverkusen traditionell üblichen 6-Pfoten-Lauf. Denn gerade in dieser Entscheidung scheint es optisch betrachtet nur glückliche Hunde mit ebensolchen "Frauchen und Herrchen" zu geben. Doch das sind alles nur Randerscheinungen. Denn nun kommt wieder das Wichtigste von allem und das war wie immer der dargebotene Laufsport, der in chronologischer Folge des Programmablaufs im Mittelpunkt dieser Reportage steht.

1-Km-Lauf

Wie vor zwei Jahren schon stand dieser Lauf bei den Jungs im Zeichen der Gebrüder Reisinger. Beide waren heute wieder für die LG Stadtwerke Hilden am Start. Wie immer war der etwas ältere, Anton, noch ein bisschen schneller als sein jüngerer Bruder, Theo. Anton siegte in 4:35 min. doch wieder recht deutlich. Theo kam 5 Sekunden später ins Ziel und belegte in exakt 4:40 min.

 

Rang 2. Constantin Mennicke (TSV 04 Bayer Leverkusen) kam zwar erst als Vierter ins Ziel, belegte obendrein mit einer Sekunde Rückstand recht unglücklich nach 4:41 min. auf den Tageszweiten aber Rang 3.

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Das schnellste Mädchen des Tages war einen Wimpernschlag schneller im Ziel, als der drittplatzierte Junge. Naima Kraaß (SFD 75 Düsseldorf) trug nach 4:41 min. den Sieg davon. Die Plätze 2 und 3 blieben beim gastgebenden Verein TSV 04 Bayer Leverkusen. Frieda Doppelfeld war nach 4:44 min. zuhause, ehe Mia Buchwald nach 4:50 min. auf das Podium stieg. 145 Kinder kamen bei dieser Entscheidung ins Ziel. Eine stattliche Anzahl.

Als die Ersten des heutigen Tages gehen die Kinder im 1 Km Schülerlauf auf die Strecke Auch der 6 Pfoten Lauf steht wieder im Veranstaltungsprogramm

6-Pfoten-Lauf

Hier war Daniel Fohrer (Flynny-Run) über 2,5 Km als Erster nach 9:14 min. im Ziel. Den Namen seines ebenfalls siegreichen Hundes können wir allerdings nicht nennen, da anders als vor 2 Jahren die teilnehmenden Tiere in der Ergebnisliste nicht namentlich verzeichnet waren. Anna Welz hatte zwar mit ihrem Tier die schnellere Nettozeit, die aber bei dieser Veranstaltung nicht gewertet wird. Sie kam zeitgleich als Tageszweite ins Ziel.
Es dauerte dann noch recht lange 47 Sekunden ehe Saskia Hettkamp mit ihrer vierbeinigen Begleitung den letzten freien Podestplatz in Beschlag nahm. 32 Paare kamen am Ende dieser Entscheidung ins Ziel.

5-Km-Lauf

Der zweitlängste Lauf des Tages sollte nicht nur zum ersten sportlichen Höhepunkt der Veranstaltung werden. Auch optisch gab es, wie in jedem Frühjahr, das "Trikot-wechsel-dich-Spiel" zu bewundern. So war es auch beim Tagessieger Till Grommisch. Bis Ende des letzten Jahres noch für den Essener Vorstadtklub TLV Germania Überruhr unterwegs und erst jüngst über 3000 Meter bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig auf Rang 10 gelaufen, gab er nun sein " Heimdebut" im Dress des TSV Bayer Leverkusen. Zu jeder Zeit Herr der Lage, lief er die zwei Runden, die geographisch genau genommen gar nicht um das Bayerkreuz führen, sondern um den in seiner unmittelbaren Nähe liegenden Carl-Duisberg-Park, ab wie ein Uhrwerk. Dass er hier und heute gewinnen würde stand zu keiner Zeit in Frage. Die einzige Frage, die sich stellte war: Knackt er die 15-Minuten-Marke? Die Frage konnte mit Ja beantwortet werden. Nach 14:48 min. blieb für den Gewinner der Seerunde beim letztjährigen Westenergie Marathon in Essen die Uhr stehen, was ihm relativ viel Luft auf den Zweitplatzierten Jan Rudolf (Kölner Triathlon Team 01) verschaffte. Der wiederum erzielte mit 15:23 min. eine Endzeit, die immer noch über eine Minute schneller war, als die Siegerzeit von Florian Harkämper im Jahre 2020. Dies gilt auch für den Dritten im Bunde, der das Siegerpodest heute besteigen durfte. Bastian Luthmann (PV Triathlon TG Witten) kam nach 15:27 min. ein und erreichte damit den letzten freien Ehrenplatz.

Till Grommisch diktiert das 5 Km Rennen der Männer von Anfang an. Die hier noch recht dicht auf ihn folgenden Lutz Holste (LG Dorsten) und Tammo Doerner (SV Nordenham) werden noch weit zurückfallen und im Kampf um das Podium keine Rolle spielen Jan Rudolfi in der Verfolgung, setzt sich alsbald an die zweite Stelle, die er bis zum Schluss nicht mehr abgeben wird

In der Platzierung gleich, aber in der Zeit deutlich schneller als 2020, präsentierte sich Marcel Hausburg vom ASV Duisburg, der nach 15:38 min. den Weg ins Ziel fand. Um die gleiche Platzierung zu erzielen wie vor 2 Jahren, musste er diesmal 57 Sekunden schneller sein. Am Ende waren es sogar 71 Sekunden, um die er sich auf der gleichen Strecke steigern konnte. Auch Aron Thimm (TV Goch) wäre als Tagesfünfter mit seiner Endzeit von 15:46 min. bei der letzten Austragung 2020 noch als Sieger durchs Ziel gelaufen.

Till Grommisch vom TSV Bayer 04 Leverkusen auf den letzten Metern zu seinem Sieg im 5 Km Lauf Jan Rudolf vom Kölner Triathlon Team 01 folgt ihm auf Rang 2 Bastian Luthmann vom PV Triathlon TG Witten springt als Dritter auf den letzten freien Podestplatz Sarah Schmitz vom ASV Köln gewinnt den 5 Km Lauf souverän und wird die Siegerzeit aus der letzten Auflage vor 2 Jahren deutlich unterbieten

Im Frauenrennen waren die drei Schnellsten ebenfalls deutlich schneller unterwegs als die vor zwei Jahren erfolgreiche Clara Braun. Die heutige Gewinnerin Sarah Schmitz vom ASV Köln sorgte für einen Paukenschlag. Mit einer Endzeit von 16:56 min. war sie nicht zu schlagen und entschied den Lauf zu ihren Gunsten. Annasophie Drees (TSV 04 Bayer Leverkusen) sicherte sich in 17:04 min. Rang 2. Es war dann an Pia Malin Jensen vom ASV Köln das Podium nach 17:15 min. zu komplettieren. Es folgten noch unter 18 Minuten Anna Maria Hiegemann (LT Stoppenberg e.V.) in 17:37 min. und Clara Malangré (LG -Stolberg) in 17:53 min. auf den Plätzen 4 und 5 ins Ziel. Insgesamt brachten 347 Teilnehmende in diesem Lauf ihr Rennen erfolgreich zu Ende.

10-Km-Lauf

Auch hier war bei beiden Geschlechtern deutsche Spitzenklasse vertreten. Jonathan Dahlke vom TSV Bayer 04 Leverkusen, der in Leipzig eine Woche zuvor bei den deutschen Hallentitelkämpfen über 3000 Meter Platz 5 einstreichen konnte, war ebenso am Start, wie der Deutsche Halbmarathonmeister des Jahres 2019, Moritz Beinlich, der das Trikot der LG Telis Finanz Regensburg abgelegt hat und nun für die LG Rhein-Wied startet. Bekanntlich kommt er aus der Eifel und ist nun auch wieder geographisch in der heimatnäheren Startgemeinschaft untergebracht.

Eyob Berhe Solomun (Ayyo Team Essen) setzt sich im 10 Km Rennen beherzt an die Spitze Die Verfolger Jonathan Dahlke (2), Julien Jeandrée (3) und Moritz Beinlich (788)

Auch im Frauenfeld gab es deutsche Spitzenklasse zu bewundern. Vera Coutellier zum Beispiel gehört schon seit einiger Zeit, neben Hanna Klein und Catherina Granz zu den schnellsten deutschen Läuferinnen über 1500 Meter. Silber und Bronze hat sie sich auf dieser Strecke sowohl im Freien als auch in der Halle schon erlaufen können. Auch zuletzt in Leipzig musste sie nur einmal mehr die noch etwas schnellere Hanna Klein vorlassen. Zur deutschen Spitze im Nachwuchsbereich gehört Linn Kleine von der LG Olympia Dortmund. Zu Silber und Bronze hat es in den Altersklassen U20 und U23 bei deutschen Meisterschaften schon gereicht und auch bei europäischen Titelkämpfen hat sie schon die deutschen Farben vertreten. Auch von ihr konnte man heute einiges erwarten.

Im Frauenrennen hat sich Victoria Brandt (1507) scheinbar souverän abgesetzt und kann ihre stärkste Verfolgerin Linn Kleine zu dieser Zeit noch außer Sichtweite halten

Victoria Brandt wiederum hat sich einen Namen eher auf den ganz langen Strecken gemacht. Beim HAJ Marathon Hannover lief sie bei dessen bislang letzter Auflage 2019 im Halbmarathon hinter der Kenianerin Betty Chepkwony auf den zweiten Platz, vor der letztmaligen Siegerin des Leverkusener Straßenlaufs Miriam Zirk. Beim letzten BMW Berlin Marathon war die Athletin vom LAC Olympia Berlin zweitschnellste Berlinerin hinter Rabea Schöneborn.

Nicole Scholz vom TV Refrath geht das Rennen für ihre Verhältnisse risikofreudig schnell an. Nach 5 Km liegt sie deutlich unter ihrer Bestzeit auf dieser Distanz. Diesem Tempo muss sie Tribut zollen. Sie fällt noch von Platz 4 bis auf Rang 7 zurück. Dennoch stellt sie mit 35:14 min. eine neue Bestzeit auf, die zudem auch einen neuen Vereinsrekord bedeutet Vera Coutellier und Linn Kleine sind immer noch dicht beisammen, während Victoria Brandt schon uneinholbar enteilt zu sein scheint Tabea Themann vom Turnerbund Hamburg Eilbeck liegt mittlerweile auf dem 4. Platz und kann diesen auch bis ins Ziel verteidigen. Mit ihrer Endzeit von 34:11 min. hätte sie diesen Lauf bei seiner vorangegangenen Austragung vor 2 Jahren noch souverän gewonnen

In der Tat war dann auch der Kampf um den Sieg und die weiteren Podestplätze eine Angelegenheit, die diese drei Läuferinnen unter sich ausmachen würden. Victoria Brandt jedenfalls, ging von Beginn an sehr beherzt an die Spitze und lief ihr Rennen ganz von vorn. Lange Zeit sah sie damit auch wie die sichere Siegerin aus. Hinter ihr schien es zwischen Vera Coutellier und Linn Kleine nur noch um die Plätze 2 und 3 zu gehen. Vera Coutellier lag dabei meistens knapp vorn. Doch ab Mitte der dritten Runde konnte sich Linn Kleine von Vera Coutellier absetzen und zumindest schon einmal Platz 2 festmachen. Eingangs der letzten Runde konnte die Dortmunderin noch einmal beschleunigen und zusehends dichter an die lange Zeit führende Berlinerin heranlaufen. Genau genommen, war sie am Ende sogar schneller als Victoria Brandt, denn ihre Nettozeit wies eine 33:15 min. aus, während die heutige Siegerin hierbei mit einer 33:18 min. erfasst wurde.

Anfangs der letzten Runde hat sich Linn Kleine doch noch von Vera Coutellier abgesetzt um eine furiose Aufholjagd auf die lange Zeit mit großem Vorsprung führende Viktoria Brandt zu starten Am Ende muss Viktoria Brandt vom LAC Olympia Berlin doch noch spurten um ihren lange Zeit für ungefährdet gehaltenen Platz 1 gegen Linn Kleine von der LG Olympia Dortmund zu verteidigen Vera Coutellier macht das Podium im 10 Km Frauenlauf komplett

Wahrscheinlich kam der Angriff von Linn Kleine nur etwas zu spät, denn im Schlussspurt, hatte sie durch das ständige Überholen vor ihr laufender Männer eine etwas zu starke Außenlage, die sie nicht mehr an dem vor ihr liegenden Florian Schmidbauer vorbei kommen ließ. Victoria Brandt hatte unterdessen freie Bahn und konnte bei Bruttozeitgleichheit dennoch optisch deutlich erkennbar vor Linn Kleine den Zielstrich überqueren und sich so zur Siegerin der heutigen Auflage küren. Nach exakt 33:20 min. waren somit die ersten beiden Plätze schon vergeben. Vera Coutellier hatte dann allerdings auch keine Mühe, den dritten Podiumsplatz zu verteidigen. Die für sie mit 33:32 min. gestoppte Endzeit hätte vor 2 Jahren locker zum Sieg gereicht. Tabea Themann vom TB Hamburg-Eilbeck zeigte als Viertplatzierte eine starke Leistung und hätte mit ihrer Zeit von 34:11 min. ebenfalls noch vor 2 Jahren gewonnen. Platz 5 ging an eine Spitzenläuferin aus Niederbayern. Lisa Fuchs von der LG Passau war nach 34:53 min. im Ziel und blieb damit immer noch unter der 35-Minuten-Marke.

Auch in der zweiten Runde sieht Eyob Berhe Solomun noch wie der sichere Sieger aus Doch Jonathan Dahlke hat jetzt auch Moritz Beinlich hinter sich gelassen und setzt an zur Aufholjagd Moritz Beinlich setzt sich von Julien Jeandrée ab, der noch bis auf Platz 8 zurückfallen wird

Eyob Berhe Solomun vom Ayyo Team Essen sah im Männerrennen ebenfalls lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Er stürmte von Anbeginn beherzt vorneweg und riss gleich ein großes Loch zwischen sich und seine ärgsten Verfolger. Dennoch schien die hinter ihm laufende Gruppe, in der auch Jonathan Dahlke und Moritz Beinlich vertreten waren, dies eher gelassen zu sehen. Der starke Antritt des Führenden, schien jenen keine allzu großen Sorgen zu bereiten. Sie spulten ihr Tempo ab und ließen den Führenden lange Zeit gewähren. Erst ab der dritten Runde forcierte Jonathan Dahlke das Tempo und legte erst einmal einen großen Abstand zwischen sich und seine Mitstreiter aus der Verfolgergruppe. Selbst Moritz Beinlich konnte ihm nicht folgen und musste sich auf die Verteidigung von Platz 3 beschränken. Der war mit einer soliden 30:37 aber doch sicher einzufahren.

Jonathan Dahlke vom TSV Bayer 04 Leverkusen kann sich mit einem sehr deutlichen Vorsprung in 29:25 zum 10 km Sieger der 40. Auflage Straßenlauf "Rund um das Bayer-Kreuz" küren lassen Auch Eyob Berhe Solomun bleibt noch deutlich unter der 30 Minuten Marke. Mit einer Endzeit von 29:40 min. belegt er den 2. Platz Die beiden Tagessieger Jonathan Dahlke vom TSV Bayer 04 Leverkusen und Eyob Berhe Solomun vom Ayyo Team Essen

An der Spitze konnte Jonathan Dahlke nach 29:25 min. als ziemlich deutlicher Sieger den Zielstrich überqueren und Eyob Berhe Solomun auf Platz 2 verweisen. Der konnte mit einer Endzeit von 29:40 min. immer noch die 30-Minuten-Marke deutlich knacken. Aus dem Sächsischen hatte sich Julian Gering von der LG Vogtland auf den weiten Weg ins Rheinland gemacht, um nach 30:47 min. den vierten Platz zu erreichen. Mit Jonas Müller konnte ein weiterer Läufer des TSV 04 Bayer Leverkusen nach 30:50 min. eine Platzierung unter den schnellsten 5 Läufern erzielen. Insgesamt gingen bei dieser Entscheidung, unterteilt in einen Elitelauf sowie eines weiteren Laufs für Teilnehmende mit einer Zielzeit von mehr als 44 Minuten, 601 Aktive durch den Zielbogen.

Moritz Beinlich von der LG Rhein-Wied läuft auf den 3. Platz Julian Gering von der LG Vogtland war lange Zeit in den vorderen Regionen nicht zu sehen. Dennoch kann er bis auf Rang 4 vorlaufen Jonas Müller, zweitschnellster Läufer vom TSV Bayer 04 Leverkusen, belegt den 5. Platz
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2,5-Km-Lauf (Schülerlauf, Vereinslauf und Walking)

Im Vereinslauf konnte der stark vertretene Tus Köln rrh. bei beiden Geschlechtern zwei Drittel des jeweiligen Podiums in Beschlag nehmen. Finn Merheim siegte bei den Jungs in 8:02 min. vor seinem Zwillingsbruder Jan, der nur eine Sekunde später nach 8:03 min. ins Ziel kam. Eric Manganello vom ebenfalls zahlenmäßig stark vertretenen Triathlon-Nachwuchs-Team der SSF Bonn konnte in 8:06 min. den dritten Platz erobern.

Bei den Mädchen lagen mit Lotta Karlshaus (10:38 min.) und Ida Lotta Friedrich (10:56 min.) ebenfalls zwei Läuferinnen des Tus Köln rrh. ganz vorne. Zeitgleich mit der Zweitplatzierten sicherte sich Mayla Groß vom Triathlon Team Düsseldorf Platz 3.

Luca Brill siegte im Schülerlauf auf der gleichen Distanz mit einer Endzeit von 9:13 min. vor Maurice Kornek, der nach 9:34 min. als Tageszweiter ins Ziel kam. Sydney von Zons konnte hier nach 10:01 min. Rang 3 belegen. Sophia Parpart siegte bei den Mädchen nach 10:14 min. vor Paulina Becker (10:20 min.) und Mona Brill (10:39 min.).

Ronald Peter (HLG 98 Wuppertal) kam im Walking nach 17:45 min. als Tagessieger ins Ziel. Rang 2 belegte hier Ursula Roufs vom TSV Bayer 04 Leverkusen, die mit einer Endzeit von 19:07 durchs Ziel ging. Den dritten Platz erzielte Antje Wehlau in 20:18 min.

Der Straßenlauf "Rund um das Bayerkreuz" hat seine einjährige "Corona-Zwangspause" gut verdaut und den anwesenden Teilnehmern ein atmosphärisch stimmungsvolles Laufsportfest beschert. Wenn dann auch noch das Wetter mitspielt, so wie heute, und sich die pandemische Lage endlich mal so entspannt, wie wir uns das im 3. Jahr mit Covid-19 sehnlichst wünschen, dann sollte der Lauf auch in Zukunft, ein attraktives Begegnungsforum für Spitzen- wie auch Hobbylaufathleten sein.

Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt

Ergebnisse cologne-timing.de/ergebnisse
Infos www.tsvbayer04-leichtathletik.de

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