20.3.22 - 48. Königsforst-Marathon in Bergisch Gladbach

Ein windig-kühles Laufvergnügen

von Jörg Engelhardt 

Nordrhein-Westfalens zweitältester Marathon - Klassiker bleibt mit 966 Zieleinläufen in der Teilnehmerresonanz nahezu stabil.

Bisweilen schien die Sonne im Bergischen Land und der ihm zu Füßen liegenden Millionenmetropole Köln. Doch zwischendurch zog sich immer mal wieder eine hellgraue Decke vor den weißblauen Himmel. Vor dem ersten Start der Ultra-Marathonläufer um 9.15 Uhr kletterte die Temperaturanzeige von 6 auf maximal 8 Grad Celsius. Eigentlich angenehme Lauftemperaturen.

 

Doch durch den immer mal wieder aufkommenden Wind, der manchmal nur lau, bisweilen im Verlaufe des Vormittags auch mal ein bisschen kräftiger wehte, fühlte sich das Laufvergnügen dann doch kälter an, als es denn letztendlich tatsächlich war.

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Halbmarathon-, Marathon- und Ultraläufer begaben sich auf eine 21,1 km lange Waldschleife beim 48. Königsforst-Marathon Ein Eisvogel zierte diesmal die Finishermedaille des Königsforst Marathon
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Run Green - Run Happy. Sich im Grünen glücklich laufen. Das ist hier schon beinahe seit 5 Jahrzehnten das eigentliche Programm. Für die Mehrheit der in all den Jahren angetretenen Aktiven ging es nie um die Jagd nach neuen Bestzeiten oder gar ständig neuen Streckenrekorden, sondern um ein Laufvergnügen inmitten schönster Natur. Denn das Bergische Land gibt, wie uns sein Name schon verrät, durch seine natürliche Beschaffenheit, auch im Wesentlichen nichts anderes her. Keine Frage: Wer als ambitionierter und gut trainierter Langstreckenläufer den schnellsten Weg zur neuen Bestzeit sucht, ist ob in Hamburg oder Hannover, wie auch Frankfurt oder Berlin besser aufgehoben.

 

"Ich sag immer: Flach ist anders!" Meint Jochen Baumhof, der den Lauf gemeinsam mit seinen rund 80 Mitstreitern von der TV Refrath - Running-Crew, der er als Abteilungsleiter vorsteht, nunmehr schon seit 2014 organisatorisch zu verantworten hat.

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Eine abwechslungsreiche Strecke in waldreicher Natur, die die teilnehmenden Laufsportbegeisterten fordert, ohne sie zu überfordern. Das hat hier im Bergisch Gladbacher Stadtteil Bensberg eine nahezu unverwüstliche Tradition. Denn nur ein einziges Mal musste die Veranstaltung gänzlich abgesagt werden. Dies war im Jahre 2007, als das Sturmtief Kyrill die damaligen Macher zur Absage zwang, da eine Austragung viel zu gefährlich gewesen wäre.

Auch eine kleine Marathonmesse fand auf dem Schulhof des Albrecht-Magnus-Gymnasiums statt Frisches Obst und alkoholfreie Biermischgetränke gab es reichlich in der Zielverpflegung

Ansonsten hat dieser Dauerbrenner auch der immer noch nicht beendeten Pandemie erfolgreich die Stirn geboten. Eine Verlegung der Veranstaltung vom dritten Sonntag im März auf den ersten Sonntag im November, in den Jahren 2020 und 2021, hat dies unter schwierigsten Bedingungen möglich gemacht. Besonders im Jahre 2020 erwies sich die Austragung als besonders problematisch, denn um den behördlichen Genehmigungsauflagen gerecht zu werden, wurden damals die gemeldeten Teilnehmer des stark frequentierten Halbmarathonlaufs an drei aufeinander folgenden Sonntagen auf die Strecke geschickt. Diese Zeiten sind aus Sicht des Organisations- und Helferstabs Gott sei Dank überstanden.

 

Über die Jahrzehnte hinweg fanden sich oft auch Starter der Nordrhein-Westfälischen, wie auch deutschen Spitzenklasse ein, um unter diesen eben nicht ganz einfachen naturgegebenen Voraussetzungen zwar keine Best-, aber wenigstens bestmögliche Zeiten zu laufen.

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Den Anfang hierbei machte Deutschlands bis heute wohl erfolgreichster Ultralangstreckenläufer Helmut Urbach, der schon im Entstehungsjahr der Veranstaltung, 1973 mit 2:25:46 h eine Marathonrekordmarke setzen konnte, die erst nach 47 Jahren von Dominik Fabianowski gebrochen werden konnte. Eine ebenfalls schon sehr lange Verweildauer kann auch der Streckenrekord bei den Frauen vorweisen. Hier scheint die Marke, die Birgit Lennartz mit 2:53:32 h im Jahre 1994 gesetzt hat, auch weiterhin unantastbar zu sein. Neben ihr absolvierten bei den Frauen nur noch Susanne Schulze und Nicole Kresse diesen Marathon unter drei Stunden. Zu diesem Kreis sollte sich eine weitere Läuferin gesellen, doch dazu später mehr. Auch auf der halben Marathonstrecke scheint die Rekordmarke von 1:06:40 h, die Kurt Stenzel und Michael Longthorn bei ihrem gemeinsamen Sieg vor 38 Jahren gesetzt haben, noch eine längere Zeit zementiert zu sein.

Bei den Frauen besteht der gültige Streckenrekord von 1:17:57 h, gehalten von Petra Maak, auch schon wieder seit 1993. Damals verbesserte sie ihren eigenen Rekord, den sie erst 1992 aufgestellt hatte, im Folgejahr. Außer ihr konnte lediglich Birgit Reefschläger, im Jahre 1991 in einer Zeit von 1:18:53 h, unter der 80-Minuten-Marke bleiben. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist die zeitliche Periode zwischen 1991 und 1993 die einzige in der langlebigen Geschichte der Veranstaltung, in der der Streckenrekord bei den Frauen dreimal hintereinander fiel.

Gut gelaunt und kompetent informiert und unterhält auch heute wieder Andreas Menz das anwesende Publikum im Zielbereich Im Halbmarathon liegt Maciek Miereczko gleich in Führung vor Luca Brang und Marian Bunte

 

Ganz anders sieht es jedoch bei der längsten Strecke aus. Der Ultra-Marathon, der über 3 Halbmarathonrunden zur Gesamtlänge von 63,3 Kilometern führt, ist erst seit letztem Jahr Bestandteil des Tagesprogramms, so dass die letztjährigen Siegerzeiten bei beiden Geschlechtern, von Carina Jochum (6:00:51 h) und Markus Meinke (4:36:37 h) zugleich die Streckenrekorde markierten, die nun bei den Männern äußerst knapp und den Frauen mehr als deutlich unterboten werden konnten. Auch von der letztjährigen Championissima Carina Jochum selbst, die sich trotz dieser höchst anerkennungswürdigen Leistungssteigerung plötzlich nur noch auf Rang 3 wiederfand.

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Aber das sind ja die Geschichten, die diesen Sport immer wieder so spannend und faszinierend machen. Genau diese Geschichten wird dieser Bericht in einem angemessenen Umfang erzählen. Geschichten, die von anwesenden Aktiven gemacht und von nicht anwesenden Aktiven unbewusst mitgeschrieben wurden.

21,1 Km - Halbmarathon

Hier war mit Julia Kümpers (LAC Kronshagen), die bei den letzten Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Hamburg mit der Zeit von 1:16:15 h den 7.Platz erreichen konnte und gemeinsam mit ihren Vereinskameradinnen Christin und Nicole Adler auch noch die Deutsche Vize-Meisterschaft in der Mannschaft hinter der LG Telis Finanz Regensburg gewann, in der Teilnehmerliste verzeichnet. Eine Läuferin also, die schon aufgrund ihrer Vorleistung als absolute Favoritin dieser Konkurrenz bezeichnet werden musste. Doch genau diese Julia Kümpers musste verletzungsbedingt passen. Durch dieses Ungemach schrieb Julia Kümpers, wenn auch unbewusst und abwesend, die Dramaturgie des heutigen Rennverlaufs mit. Denn nun, konnte sich, wenn alles gut lief, eine Läuferin in die Siegerliste dieser Veranstaltung verewigen, von der man im Rheinisch- Bergischen-Kreis bislang noch nie etwas gehört hatte. Hanna Rühl (Spiridon Frankfurt), hat ihre besten Zeiten und Ergebnisse nämlich bislang eher im doch recht weit entfernten Rhein-Main-Gebiet erzielt. Das zudem auf den kürzeren Distanzen über 5- und 10-Kilometer.

Hanna Rühl gewinnt den Halbmarathon bei den Frauen W50-Siegerin Sandra Sachs folgt ihr zum zweiten Mal hintereinander auf den zweiten Platz Die schnellsten Halbmarathon-Läuferinnen von links nach rechts: 2. Sandra Sachs, Siegerin Hanna Rühl und 3. Franziska Schneider

Mit ihren Zeiten auf diesen Unterdistanzen, hätte man ihr schon eine ähnlich schnelle Zeit zutrauen können wie sie die letztjährige Siegerin Silke Schneider (1:27:24 h) gelaufen ist, die zudem auf dieser Distanz beim Königsfort-Marathon schon dreimal erfolgreich war. Doch Silke Schneider hatte diesmal nicht gemeldet. Also lief im Kampf um den Sieg alles auf ein Duell zwischen der Vorjahreszweiten Sandra Sachs (LG Wuppertal) und eben Hanna Rühl hinaus. Der Altersunterschied von gut 16 Lebensjahren, sprach da eher für die Frankfurterin, die Erfahrung auf dieser Strecke und auf längeren Distanzen, eher für die Frau aus der größten Stadt im Bergischen Land. Es sollte in der Tat spannend werden, zwischen diesen Beiden. Kurz hinter Kilometer 2 lief Franziska Schneider vom VfL Waldbreitbach vorneweg. Nach und nach wendete sich aber das Blatt und bald lag Hanna Rühl vorn, die zuhause in Frankfurt auch noch ausgerechnet in der Leistungsgruppe des bereits erwähnten Kurt Stenzel trainiert.

Sandra Sachs lief zunehmend dichter auf die Führende auf, doch Hanna Rühl kürte sich zur Siegerin des Halbmarathons. Zwar kam sie an die Vorjahresmarke von Silke Schneider nicht heran, konnte aber mit 1:29:21 h eine Siegerzeit erzielen, die sich immer noch sehen lassen konnte. Auf dieser Strecke lagen die Siegerzeiten in der Frauenkonkurrenz schon sehr oft über 1:30 h. Zudem hatte sie bis vor drei Wochen noch, mit einer glücklicherweise überstandenen Corona-Infektion zu kämpfen und deshalb auch das Training erst vor kurzem wieder aufgenommen. "Es ging mir zuletzt überhaupt nicht gut. Meinen Sieg habe ich gar nicht gleich mitbekommen. Da lag ja noch eine vor mir", so die Halbmarathon-Siegerin. In der Tat, doch das war die Führende im Marathonlauf Nele Alder Baerens, die auf der vollen Distanz wieder souverän gewinnen konnte.

Auch die neuerliche Zweitplatzierte Sandra Sachs war mit ihrer Zeit von 1:29:27 h sehr zufrieden, hatte sich um mehr als 10 Minuten im Vergleich zum Vorjahr, wo sie allerdings auch nicht in Bestform war, gesteigert. Franziska Schneider verlor gegen die zwei schnellsten Läuferinnen noch an Boden, konnte sich aber ebenfalls nach 1:31:29 h für das Podium platzieren und dies mit einer Zeit, die so manches Mal zum Sieg gereicht hätte. Es war zwar nicht unbedingt das schnellste Frauenrennen, aber doch ein sehr bewegendes.

Maciek Miereczko gewinnt zum zweiten Mal in Folge und zum vierten Mal insgesamt den Halbmarathon Ihm folgt Marian Bunte auf den zweiten Platz Luca Brang erläuft sich den dritten Platz

Im Männerrennen hatte einmal mehr Maciek Miereczko (Sebamed-Team) die Nase vorn. Zwar lief er heute deutlich langsamer als im November letzten Jahres, dennoch konnte der Gewinner des Kassel Marathons 2017 nach 1:14:11 h seinen insgesamt vierten Sieg in dieser Konkurrenz feiern. Zudem verdingt er sich in jüngster Zeit eher als Trainer, denn als Läufer, was seine langsamere Siegerzeit erklärlich macht. Marian Bunte (Bunert - der Kölner Laufladen) ist auch immer für Podiumsplatzierungen im Großraum Köln gut. Er lief in 1:14:29 ungefährdet auf Platz 2. Luca Brang (LG Kreis Ahrweiler) sicherte sich in 1:15:58 h den Sieg in der MHK und komplettierte das Siegerpodium. Wieder war der Halbmarathon der teilnehmerstärkste Wettbewerb.

238 Frauen und 508 Männer kamen bei dieser Konkurrenz ins Ziel.

Marathon

Normalerweise wäre dies der Tag gewesen, an dem der frühere deutsche Vizemeister im Marathon, Dominik Fabianowski, einen neuerlichen Angriffsversuch auf seinen eigenen, seit 2 Jahren bestehenden Streckenrekord unternommen hätte. Doch auch er war schon seit längerer Zeit verletzungsbedingt außer Gefecht. Mittlerweile befindet er sich zwar wieder im Aufbautraining, dennoch erschien ihm ein Start noch zu früh. Tom Peiter, der im letzten Jahr gewonnen hatte, war ebenfalls nicht am Start. Also schien der Weg frei, für Philipp Keil (Laufsport Jäckel), der mit einem doch sehr ansehnlichen Vorsprung, in die zweite Halbmarathonrunde ging. Er lief eigentlich schon fast seit Beginn des Rennens, völlig alleine und ebenso uneinholbar vorneweg. Sein Erfolg war zu keiner Zeit gefährdet, so dass er sich zum Sieger der 48. Auflage des Königsforst-Marathon küren konnte. Nach 2:47:45 h hatte er sein Tagwerk vollbracht und den Sieg perfekt gemacht. Sander Zwegers (Die Ackergäule) belegte schon recht abgeschlagen, aber dennoch ungefährdet nach 2:57:01 h den zweiten Platz und errang damit auch den Sieg in der M45. Den letzten freien Podestplatz konnte Koos Leeuw erobern, der sich nach 2:57:05 h als Dritter im Gesamteinlauf den Altersklassensieg in der M40 sichern konnte.

Philipp Keil strahlt über seinen Sieg im Marathon Sander Zwegers belegt im Marathon den zweiten Platz Koos Leeuw folgt als Dritter

Bei den Frauen zog einmal mehr Nele Alder-Baerens vom Ultrasportclub Marburg, wie nicht anders zu erwarten, ihre Kreise ungestört. Die gehörlose Spitzenläuferin hat schon einige Siege auf der Marathondistanz erringen können. So wurde sie zum Beispiel 2019 in Essen bei Deutschlands ältestem Marathonlauf mit ihrem damaligen Gesamtsieg bei den Frauen auch Europameisterin der Gehörlosen. Auch im letzten Jahr konnte sie dort mit dem dritten Platz auf das Podium laufen. Zurzeit bereitet sie sich auf ihre Teilnahme an den Deaflympics vor, den Weltspielen für gehörlose Sportler, die in diesem Jahr vom 1. bis zum 15. Mai im brasilianischen Caxia do Sul stattfinden werden. Auch dort möchte sie natürlich wieder nach Edelmetall greifen. Eine Vielzahl von Gold-, Silber- und Bronzemedaillen hat sie bei früheren Weltspielen schon erlaufen können.

Nele Alder-Baerens siegt zum zweiten Mal beim Königsforst Marathon Joanna Tallmann freut sich über ihren zweiten Platz im Marathonlauf Sigrid Hoffmann macht das Podium im Marathonlauf komplett und siegt damit auch in der W55

Es galt als ziemlich sicher, dass sie im Frauenfeld erneut den Sieg davon tragen würde. Ihre Halbmarathon-Durchgangszeit war schon schneller, als die Halbmarathonsiegerzeit von Hanna Rühl und auch auf der zweiten Halbmarathonrunde konnte sie das Tempo konstant durchlaufen. Mit ihrer Siegerzeit von 2:58:40 h, ließ sie im Gesamteinlauf lediglich die ersten drei Männer vor. Zudem ist sie überhaupt erst die vierte Frau in der langen Veranstaltungsgeschichte, die die auch von den meisten Männern nur schwer zu unterbietende 3-Stunden-Marke knacken konnte. Nach ihr sollte die zweitplatzierte Joanna Tallmann noch recht lange auf sich warten lassen, die nach 3:13:38 h ihr Rennen beendete. Es dauerte dann nochmals gut 20 Minuten, ehe Sigrid Hoffmann von der LG Westerwald nach 3:33:31 h das Podium vervollständigte. Damit lag sie auch in der Altersklasse W55 uneinholbar vorn und zeigte sich mehr als zufrieden: "Es lief genial, so eine schnelle Zeit bin ich schon seit Jahren nicht mehr gelaufen."

32 Frauen und 130 Männer haben diesen eben nicht ganz einfachen Kurs erfolgreich bezwungen.

Ultra-Marathon - 63,3 Kilometer

Die zweite Ausgabe sollte zum sportlichen Höhepunkt des Tages werden. Zudem hat sich hier die Teilnehmerresonanz mehr als verdoppelt. Wurden im letzten Jahr lediglich 25 Zielankünfte erfasst, waren es diesmal 6 Frauen und 52 Männer. Schnellster Mann war Frank Merrbach. Der Spitzenläufer aus dem Ultrateam der LG Nord Berlin, der auch schon einen Deutschen Meistertitel mit der Mannschaft über 50 Kilometer errungen hatte, war zu schlagen. Bei der Premiere im letzten Jahr konnte Markus Meinke mit 4:36:40 h schon eindrucksvoll gewinnen und es sah auch lange Zeit so aus, als könnte Frank Merrbach, diese Marke bei weitem nicht erreichen. In der ersten Runde hielt er sich noch bedeckt und blieb mit seinen härtesten Konkurrenten Christian Jakob (FC Deutsche Post) und Manuel Skopnik (TV Refrath) auf einer Linie. Diese drei Läufer lagen auf Kurs einer Endzeit von etwa 4:45 Stunden.

Zu Beginn liegen im Ultra Marathon Frank Merrbach (links), Christian Jakob (mitte) und Manuel Skopnik auf einer Linie Frank Merrbach gewinnt den Ultramarathon und unterbietet die letztjährige Siegerzeit um 5 Sekunden

In der zweiten Runde lag Frank Merrbach schon sichtbar vorne und war nach Prognose des Veranstaltungsmoderators Andreas Menz nunmehr schon auf dem Weg zu einer Endzeit von 4:40 h unterwegs. In der letzten Runde konnte er dann nochmals beschleunigen und seinen beiden bereits genannten Konkurrenten weiter enteilen. In dieser letzten Runde war er gar so schnell, dass er doch noch den Angriff auf den Streckenrekord wagen konnte. Nach einer glatten 1:30 h auf der letzten Halbmarathonrunde, war er dann mit neuem Streckenrekord nach 4:36:35 h zuhause. Christian Jakob sicherte sich nach 4:41:17 h den zweiten Platz. Manuel Skopnik blieb auf dem dritten Platz und beendete mit dem Sieg in der M50 seinen Wettkampf nach 4:48:21 h.

Vorjahressiegerin Carina Jochum lag zunächst in Führung, fiel aber trotz neuer persönlicher Bestzeit auf Rang 3 zurück Anne Staeves lag von Anfang bis Ende auf Rang 2
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Christine Becker war im Frauenrennen das Maß aller Dinge. Unangefochten blieb sie mit einer Endzeit von 5:44:18 h mehr als 16 Minuten unter der letztjährigen Siegerzeit von Carina Jochum. Anne Staeves (LG Trampeltier) folgte ihr gute 6 Minuten später nach 5:50:19 h auf den zweiten Platz. Selbst die Vorjahressiegerin Carina Jochum konnte sich, nunmehr als Dritte im Ziel, noch deutlich verbessern. Mit einer Endzeit von 5:52:33 h unterbot die Selbstläuferin SV Altenahr ihre letztjährige Siegerzeit um mehr als 8 Minuten.

Der Königsforst Marathon war auch dieses Mal wieder mehr ein geselliges, denn ein spektakuläres Läuferfest. Dank, der Tatsache, dass es wieder eine Siegerehrung geben durfte, hielt die Läuferschar auch länger am Veranstaltungsort aus. Die Teilnehmerzahl war zwar etwas geringer als im November 2021, dafür nahm die Resonanz auf der noch sehr jungen Ultra-Distanz aber erfreulich zu. Wenn es im nächsten Jahr wieder Kaffee und Kuchen geben darf, sollte die Stimmung unter den Teilnehmenden noch besser werden. Das lässt für die Zukunft hoffen.

Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt

Ergebnisse & Infos koenigsforst-marathon.de

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