12.2.22 - 37. Winterlaufserie des ASV Duisburg

1. Lauf

Was gut ist kommt wieder

von Jörg Engelhardt 
 

Mit 2492 Zielankünften und rund 3800 gemeldeten Teilnehmern gelingt Deutschlands größter Winterlaufserie ein eindrucksvolles Comeback, das zudem im 10-Km-Lauf der Männer in der großen Serie auch noch eine weitere sportliche Aufwertung erfuhr.

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Als in Duisburg der Tag anbrach, zeigte sich der Himmel in strahlendem Weiß-Blau. Dennoch sollte es noch einige Stunden dauern bis sich die hierzu passende Wärme auf dem Klimathermometer zeigen sollte. Bis um 13.00 Uhr die Winterlaufserie traditionell mit dem Start des 1-Km-Laufs in der kleinen Jugendserie eröffnet wurde, kletterte die Tagestemperatur auf das passende Maß, was aber kaum spürbar war, denn es wehte ein leichter, aber stetiger Wind, der sich je nach Streckenlänge im Verlauf der jeweiligen Rennen zu Beginn eher als Gegenwind, zum Ende aber auch wieder als hilfreicher Rückenwind entpuppen sollte.

Der optische Eindruck täuscht. Das Teilnehmerfeld beim 10Km-Lauf in der großen Serie scheint diesmal eher dünn gesät zu sein. Tatsächlich aber ist dieses Rennen der teilnehmerstärkste Lauf. Dass die Läuferschar so ausgedünnt scheint, liegt daran allein daran, dass man den längsten Lauf des Tages auf 8 Startwellen gestreckt hat, die im jeweils fünfminütigem Abstand zwischen 15.00 Uhr und 15.35 Uhr auf die Strecke geschickt wurden ... ... während der 5Km-Lauf in der kleinen Serie mit mehr als 300 Teilnehmenden nur in zwei Startwellen über die Bühne ging
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Eine ausgefuchste Streckenführung mit einem einzigen Richtungswechsel macht dies möglich und zieht das Heer der ambitionierten Freizeitläufer von Jahr zu Jahr immer wieder hier her. Selbst im letzten Jahr, als die Serie pandemiebedingt nicht real ausgetragen werden konnte, tummelte sich doch eine recht große Anzahl von Freizeitsportlern im hiesigen Sportpark Wedau, um das entgangene Laufvergnügen wenigstens virtuell nachzuholen. Wie das aussah, daran erinnert sich Dirk Froberg, der Triathlon- und American-Football-Experte des Hessischen Rundfunks, der im vergangenen Jahr im ARD-TV-Olympiateam für die Live-Reportagen der Triathlon-Wettbewerbe zuständig war, noch sehr gut. "Im letzten Jahr sind die hier vereinzelt um die Regattastrecke geschossen, wie die Bekloppten. Nur für mich war das nichts, also habe ich das Ganze nicht als aktiver Läufer betrieben, sondern mich als Sponsor betätigt. Ich brauche den sportlichen Vergleich mit anderen Läufern in einem Rennen und das war die Heimkehr heute wieder wert, vor allem was einem bei einem Rennen alles selber wieder in den Kopf kommt, da überholt dich dann ein älterer Läufer und du fragst dich: Wieso überholt dich jetzt der Opa ?" Aber gerade dann fällt dir auf einmal ein: "Du bist ja selber Opa."

Heute war er mal nicht als Berichterstatter für das Hessische und auch Deutsche Fernsehen unterwegs, sondern ganz normal als Läufer im Trikot des DSV 98 Duisburg. Unter 561 männlichen Teilnehmern erzielte er mit 27:14 min. eine Endzeit mit der er sehr zufrieden war. Sie brachte ihm immerhin Platz 299 in der Männerwertung der kleinen Serie ein, sowie Platz 25 in der Altersklasse M60, zu der er ab diesem Jahr gehört. "Ich hatte ganze 7,5-Km-Vorbereitung auf den heutigen Tag und bin ein bisschen arthroseanfällig im Knie. Mit Anfang 60 kommt das langsam jetzt. Aber sonst war alles gut, auch organisatorisch, gute Sicherheitsabstände durch die Wellenstarts, tolle Hygienebedingungen, im Zieleinlauf gibt es frische Masken, ist auch nicht überall so und das Wetter war ja auch noch top."
Also viel Lob für den Veranstalter aus berufenem Munde, denn der Mann hat nicht nur eine sehr ansehnliche Biographie als Sportjournalist, sondern auch eine ziemlich bewegte Vergangenheit als Sportler. Als Eishockeyspieler hat er es in jüngeren Jahren bis in die 2. Bundesliga gebracht. Auch als Stabhochspringer hat er sich mal versucht. Seinen letzten Ironman-Triathlon hat er vor 15 Jahren gefinisht. Keine Frage, er weiß wovon und über was er spricht. Zumal weit weniger bekannte Teilnehmende auf die gleichen Fragen des anwesenden LaufReporter`s nahezu gleich oder zumindest sehr ähnlich antworteten.

Mit seinen 11 Museen, sowie seinen Spielstätten für Schauspiel und Musik hat sich Duisburg auch zu einer Kulturmetropole entwickelt. Zeuge hierfür ist das Stadttheater, das von dem Architekten Martin Dülfer zwischen 1911 und 1912 im neoklassizistischen Stil entworfen und erbaut wurde. Es bietet 1117 Plätze und steht seit 1985 unter Denkmalschutz Nur wenige Meter weiter befindet sich mit der Mercatorhalle ein Konzerthaus, das mit modernster Technik ausgestattet ist. In diesem Gebäude sind auch die Duisburger Philharmoniker beheimatet. Die neue Mercatorhalle besteht übrigens erst seit 2012. Das alte Gebäude, das sich seit 1962 an gleicher Stelle befand, wurde 2005 abgerissen. Das neue Haus ist in den ebenfalls seit 2012 bestehenden Geschäfts- und Kongresskomplex City-Palais eingepasst

Auch sonst schien sich im Vergleich zu 2020, was das Wettbewerbsprogramm anbetrifft, außer den Wellenstarts, nichts geändert zu haben. Dennoch hat sich hinter den Kulissen einiges getan. Der langjährige Pressewart Friedhelm Abel hat sein Amt in jüngere Hände gegeben. David Bieber, ist der neue Mann für die Betreuung der Presse- und Medienvertreter. Eine sehr gute Wahl. Denn auch er verdient hauptberuflich sein Geld bei der sehr renommierten Rheinischen Post. Ein Journalist also, der sich um die Belange der anderen Journalisten kümmert und ein Übergang der nahtlos funktioniert.

 

Zumal Friedhelm Abel immer noch dem Organisationsstab, der von Frank Zahn hauptverantwortlich geleitet wird, angehört und ebenfalls immer noch auf jede Frage, die passende Antwort hat.

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Auch auf der Moderatorenposition gab es zwischenzeitlich eine Veränderung. An der Seite von Jochen Baumhof agiert für den ausgeschiedenen Andreas Menz, nunmehr Dominik Deter. Der junge Mann ist gebürtiger Duisburger und hat seine sportliche Vergangenheit eher auf den Sprintstrecken. Seine ersten Erfahrungen als Laufsportmoderator hat er übrigens beim hiesigen Rhein-Ruhr-Marathon im Startbereich gesammelt. Auch deshalb hat er sich für die Moderation der Winterlaufserie empfohlen.

 

An diesen Beispielen kann man gut erkennen, warum diese Winterlaufserie, die in ihren Glanzzeiten schon rund 5000 Teilnehmer anlocken konnte, auch weiterhin so gut funktioniert. Denn auch bei einschneidenden personellen Veränderungen, die mit den Jahren gar nicht ausbleiben konnten, hat man immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Die erste Auflage datiert aus dem Jahre 1986 und konnte damals schon 690 Teilnehmende begrüßen. Die höchste Teilnehmerzahl wurde 2013 erreicht. Damals gingen 5850 Anmeldungen ein.

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Dass diese Zahl heute nicht erreicht werden konnte, war ohnehin schon absehbar. Aber auch da, befindet man sich in guter Gesellschaft. Viele Veranstaltungen, die in der Pandemiezeit wiederbelebt werden konnten, haben ziemlich hohe Teilnahmerückgänge hinzunehmen. Doch dafür gibt es bei der Winterlaufserie noch einen weiteren Grund. Seit 1999 gibt es keine Einzelanmeldungen mehr. Auch wer nur einmal oder zweimal starten kann, muss den Beitrag für alle Läufe zahlen. Was zum Teil den großen Schwund von 1300 Teilnehmern erklärt. Finanzielle Auswirkungen hat dies allerdings nicht, da die Startgelder in voller Höhe trotzdem in die Vereinskasse des ASV Duisburg fließen.

Darüber hinaus gibt es aber noch eine weitere Neuerung. Die Veranstaltung findet sowohl real als auch virtuell statt. Eine Woche nach dem realen Lauf können die virtuellen Läufer ihr Rennen auf der gleichen Strecke nachholen. Was zur Folge hat, dass es diesmal zwei Wertungen in jeder Serie gibt. Eine für die realen Starter und eine für die virtuellen Teilnehmer. Ein Wechsel von der virtuellen in die reale Wertung ist nicht möglich, selbst für den Fall, dass als virtuell gemeldete Aktive, sich doch noch für eine reale Teilnahme entschließen sollten. Ansonsten blieb im organisatorischen Ablauf alles gleich.

Der Tag begann mit dem 1-Km-Lauf in der kleinen Jugendserie, führte weiter über den 2-Km-Lauf in der großen Jugendserie, ehe nach dem darauf folgenden 5-Km-Lauf der kleinen Serie, der 10-Km-Lauf in der großen Serie das Tagesprogramm beschloss.

Kleine Jugendserie - 1-Km

Den Anfang bei der Winterlaufserie machen übrigens die Kinder. Der Startschuss für das Rennen über 1000 Meter wird traditionell um 13.00 Uhr abgegeben. Dies war auch heute wieder der Fall. 37 Jungs und 36 Mädchen kamen wohlbehalten ins Ziel Kurz vor Schluss liegt Paulo Bianchi (Radler 07 Bottrop) noch in Führung, aber auf den letzten 300 Metern im Leichtathletikstadion muss er dem hier noch hinter ihm lauernden Johann Roß (LG Coesfeld) den Vortritt lassen und mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen

Hier übernahm bei den Jungen zunächst einmal Paulo Bianchi (Radler 07 Bottrop) die Führung. Selbst beim Eingang in das Leichtathletikstadion schien er noch wie der sichere Sieger auszusehen. Doch der hinter ihm liegende Johann Roß von der LG Coesfeld hatte auf der Tartanbahn zum Schluss die schnelleren Beine und gewann den Lauf in 3:32 min. Paulo Bianchi hatte keine Chance mehr, die höhere Endgeschwindigkeit seines Bezwingers mitzugehen und hatte am Ende nach 3:38 min. noch Glück, dass er den aufkommenden Theo Reisinger (LG Stadtwerke Hilden - 3:40 min.) noch gerade so hinter sich halten konnte.

Bei den Mädchen war Mayla Groß vom Triathlon Team Düsseldorf nach 4:02 min. als Erste im Ziel. Ihr folgte Mia-Louise Petri (Marathon Mülheim) nach 4:07 min. als Tageszweite. Wiederum im 5-Sekunden-Takt konnte sich Emma Breitbarth (LC Adler Bottrop) nach 4:12 min. den letzten freien Podestplatz erlaufen. Bei der kleinen Jugendserie zählte man 73 Zieleinläufe.

Große Jugendserie - 2-Km

Im Jugendrennen über 2000 Meter hat sich Emil Nicolai vom SC Bayer 05 Uerdingen an die Spitze gesetzt. Tyler Smuda (Radler 07 Bottrop) und Ben Odenthal von der SG Kaarst haben sich zunächst hinter ihm auf den Plätzen 2 und 3 einsortiert Am Ende lässt sich Tyler Smuda den Sieg nicht mehr nehmen. Ihm folgt Ben Odenthal auf Platz 2 vor Emil Nicolai auf Rang 3

Tyler Smuda (Radler 07 Bottrop) heißt der diesjährige Sieger auf der 2-Km-Distanz. Nachdem Emil Nicolai (SC Bayer 05 Uerdingen) zu Beginn des Rennens in Führung lag, konnte sich der heutige Tagessieger auf der zweiten Hälfte Zug um Zug absetzen und nach 6:58 min. einen gelungenen Tagessieg feiern. Spannend verlief dann der Kampf um die weiteren Plätze. Denn der zu Beginn an dritter Stelle liegende Ben Odenthal von der SG Kaarst stürmte kurz vor Schluss ebenfalls noch an Emil Nicolai vorbei und sicherte sich nach 7:02 min. den zweiten Platz. Emil konnte aber wenigstens noch den dritten Platz halten und lief nach 7:03 min. als Letzter auf das Podium.

Mit ihrem Sieg bei den Mädchen läutet Nora Lanzerath einen beeindruckenden Vereinserfolg des TV Goch ein Denn die Zweitplatzierte Leonie Sophie Seltmann läuft ebenfalls für den TV Goch... ...genau wie Laura Theis, die mit ihrem dritten Platz das Podium rein vereinseigen gestaltet

Ein recht außergewöhnliches Ergebnis förderte die Entscheidung bei den Mädchen zutage. Denn dieser Lauf geriet im Kampf um die Podiumsplätze zu einer reinen Vereinsmeisterschaft. Nora Lanzerath vom TV Goch hatte nach 7:13 min. keine Konkurrenz zu fürchten und beherrschte dieses Rennen nach Belieben. Es sollten 14 Sekunden vergehen, ehe mit Leonie Sophie Seltmann eine weitere Läuferin des TV Goch nach 7:27 min. als Zweite auf das Podium stieg. Auch dieser zweite Platz war von Anfang an unumstritten. Denn es vergingen doch recht lange 45 Sekunden bis mit Laura Theis nach 8:12 min. wiederum eine Läuferin des TV Goch das Podium komplettierte. 26 Mädchen und 29 Jungs kamen bei dieser Entscheidung wohlbehalten ins Ziel.

Kleine Serie - 5-Km

Beim Auftaktlauf zur kleinen Serie über 5 Km hat sich Luca Fröhling vom LV Marathon Kleve e.V. schon früh einen beachtlichen Vorsprung heraus gelaufen. Bei der letzten realen Austragung vor 2 Jahren konnte er bereits als Dritter im gleichen Rennen auf das Siegertreppchen laufen Roman Schulte-Zurhausen, der vor 2 Jahren auch schon auf Rang 2, damals hinter Habtom Thedros einkam, muss einmal mehr einen noch schnelleren Läufer ziehen lassen Richard Wilke von der Aachener TG hat zu diesem Zeitpunkt nicht nur viel Boden auf die beiden Führenden verloren, sondern auch zu diesem Zeitpunkt alle Mühe seinen dritten Platz gegenüber Christopher Dahlmeyer (direkt hinter ihm) von der LG Stadtwerke Hilden zu verteidigen

Hier konnte Luca Fröhling, der bei der letzten realen Austragung im Jahr 2020 noch auf dem dritten Platz einkam, seinen ersten und auch ungefährdeten Sieg feiern. Schon auf den ersten 500 Metern konnte er ein großes Loch zwischen sich und Roman Schulte-Zurhausen (Ausdauerschule Bunert) legen. Nach 15:50 min. hatte der Läufer des LV Marathon Kleve e.V. seinen ersten Einzelsieg in der kleinen Serie in trockene Tücher gepackt. Roman Schulte-Zurhausen, der vor 2 Jahren mit Rang 5 im gleichen Rennen Vorlieb nehmen musste, konnte zumindest ziemlich deutlich seinen zweiten Platz absichern und in 16:24 min. das Rennen beenden und damit auch den Sieg in der M35 einstreichen. Der Drittplatzierte Richard Wilke von der Aachener TG konnte zwar noch ein bisschen dichter an Roman Schulte-Zurhausen heranlaufen, musste sich aber mit dem letzten freien Podiumsplatz nach 16:27 min. zufrieden geben, was zudem auch noch den Sieg in der M30 bedeutete. Der Abstand zum Tagesvierten Christoph Dahlmeyer betrug dann doch noch ziemlich ungefährdete 12 Sekunden.

Luca Fröhling wird für seine risikofreudige Renntaktik belohnt, kann einen souveränen Start- Ziel-Sieg feiern und übernimmt damit erst einmal die Führung in der Serienwertung Anneke Vortmeier, die ihre sportliche Laufbahn beim gastgebenden ASV Duisburg begonnen hatte, kann nunmehr im Trikot des TV Wattenscheid 01 schon als Fünfte im Gesamteinlauf einen überzeugenden Sieg feiern und damit auch die Führungsposition in der kleinen Serie einnehmen

In der Frauenwertung war Anneke Vortmeier vom TV Wattenscheid 01 zu keiner Zeit in Gefahr. Die mehrfache deutsche Crossmeisterin im Juniorenbereich, die zuletzt auch bei den Cross-Europameisterschaften in Dublin ihren Teil zum Team-Europameistertitel des deutschen W U20-Teams beigetragen hat, war die mit Abstand namhafteste Teilnehmerin im Frauenfeld. Bis Ende des Jahres war sie noch für den gastgebenden ASV Duisburg aktiv, nun hofft sie bei ihrem neuen Klub, einen weiteren Entwicklungssprung machen zu können. Nach 16:45 min. war ihr der zu erwartende Sieg nicht zu nehmen. Es sollte ziemlich genau eine Minute dauern, ehe mit Florentine Exner (Triathlon Club Düsseldorf) die Tageszweite nach 17:45 min. den Zielstrich überqueren konnte. Judith Gottwald (LV Marathon Kleve e.V.) war dann die Dritte im Bunde, die nach 19:14 min. den Platz auf dem Treppchen einnehmen konnte. 454 Frauen und 561 Männer konnten diesen Lauf zu Ende bringen.

Florentine Exner vom Triathlon Team Düsseldorf hat zwar als Tageszweite schon einen großen Rückstand auf die heutige Siegerin, aber zugleich einen uneinholbaren Vorsprung auf ... … Judith Gottwald, die als Dritte im Gesamteinlauf einen weiteren Podestplatz für den LV Marathon Kleve e.V. erlaufen kann

Große Serie - 10-Km

In acht Wellen gingen hier 370 Frauen und 980 Männer an den Start. Somit war der Lauf über die längste Strecke des Tages auch der Teilnehmerstärkste. Mit Sibren Lochs konnte ein starker Läufer aus den Niederlanden einem ungefährdeten Tagessieg entgegen gehen. Der junge Mann von Hellas Utrecht hat erst vor zwei Jahren mit dem Laufsport angefangen. Seine Entscheidung in Deutschland an einem Rennen teilzunehmen hat er, wie so viele seiner zuletzt in Nordrhein-Westfalen erfolgreich an den Start gegangenen Landsleute, aus dem Umstand getroffen, dass aufgrund der politischen Entscheidungen in unserem Nachbarland dort Volks- und auch Straßenläufe erst ab April wieder stattfinden können.

Sibren Lochs aus der niederländischen Grachtenstadt Utrecht hat neuerlich für einen überzeugenden Tagessieg eines niederländischen Läufers bei einer Veranstaltung in Nordrhein-Westfalen gesorgt Auch der Zweitplatzierte Mario Teune (Laufladen Endspurt Paderborn) läuft mit 32:44 min. eine Zeit, die wesentlich schneller ist, als die Siegerzeit von Sebastian Schär vor 2 Jahren Timo Schaffeld hätte als heutiger Dritter mit seiner Leistung von 32:51 min. im Jahre 2020 ebenfalls gewonnen

Bei seinen bisherigen Läufen im eigenen Land hat er bis jetzt noch nie einen Einzelsieg erringen können. Hier in Duisburg klappte es auf Anhieb. Mit 32:01 min. gelang ihm hierbei eine Siegerzeit, die deutlich schneller war, als die Siegerzeit von Sebastian Schär vor zwei Jahren. Obwohl dieser heute nur geringfügig langsamer unterwegs war, hat es für ihn gerade mal zu Rang 5 gereicht. Die sportliche Konkurrenz an der Spitze des Feldes war einfach wesentlich größer als damals. Auch der diesjährige Tageszweite Mario Teune (Laufladen Endspurt Paderborn) war diesmal deutlich schneller unterwegs als Sebastian Schär bei seinem Siegeslauf vor 2 Jahren. Nach 32:44 min. konnte er sich den zweiten Platz sichern. Mit Timo Schaffeld vom RWO Endurance-Team blieb dann auch der Drittplatzierte nach 32:51 min. immer noch unter der 33-Minuten-Marke. 2020 hatte das kein einziger Läufer geschafft.

Simone Terheggen vom Bochholter WSV streicht den Sieg im Frauenrennen ein und setzt sich an die Spitze der großen Serie Auch Annika van Hüüt von der LG Alpen freut sich über ihren zweiten Platz in der ersten Startwelle. Insgesamt wird sie heute aber Dritte werden

Im Frauenrennen, das stand ziemlich sicher fest, würde keine der teilnehmenden Läuferinnen auch nur annähernd an die damalige Siegerzeit von Laura Hottenrott heranlaufen können. Denn eine derart hochkarätige Läuferin ist nach der Rückkehr der amtierenden Deutschen Berglaufmeisterin von Bochum-Wattenscheid in ihre hessische Heimatstadt Kassel derzeit nicht ansässig. Das andere deutsche Spitzenläuferinnen aus anderen Bundesländern teilnehmen würden, war ebenfalls nicht zu erwarten. Stärkste Läuferin war somit Simone Terheggen vom Bocholter WSV, die sich mit freudestrahlendem Lächeln nach 38:19 min. zur Tagessiegerin und Führenden in der Serienwertung krönen konnte. Als scheinbare Zweitplatzierte kam dann Annika van Hüüt von der LG Alpen ins Ziel. Nach 39:57 min. lag sie zuerst einmal auf dem zweiten Platz. Doch den musste sie später an Anika Fels von der LG Coesfeld abgeben, die als Starterin aus der zweiten Welle mit 39:23 min. noch auf den zweiten Platz laufen konnte. Die Essener Triathletin Mareike Eißmann, die lange Zeit auf dem dritten Platz gelegen hatte, fiel somit auf den undankbaren vierten Platz zurück. Wenigstens konnte sie sich mit dem Sieg in der W35 trösten, den sie sich mit einer Endzeit von 40:10 min. erlaufen konnte.

Anika Fels von der LG Coesfeld, die hier vor 2 Jahren den 15 Km Lauf für sich entscheiden konnte, holt sich nach ihrem Start in der zweiten Welle den zweiten Platz Auch Veranstaltungsmoderator Jochen Baumhof war gemeinsam mit seinem neuen Moderationspartner Dominik Deter (links) wieder bestens aufgelegt
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Auch ohne Siegerehrung und Kuchentheke hat die Duisburger Winterlaufserie ein stimmungsvolles Comeback feiern können. Zum Ende hin war dann doch die Tribüne im Duisburger Leichtathletikstadion recht ansehnlich besetzt. Sollte es irgendwann wieder möglich sein, den Verkauf von Kaffee und Kuchen, sowie Würsten und Steaks vom Grill zuzulassen, sollte die Duisburger Winterlaufserie endgültig wieder zu der gewohnt stimmungsvollen Veranstaltung werden, die sich gerade auch durch ihre kameradschaftliche Atmosphäre über Rhein und Ruhr hinaus einen Namen gemacht hat.

Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt

Ergebnisse www.asv-winterlaufserie.de

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