16.1.22 - 38. Goldbacher Winter-Crosslaufserie - 8. Lauf

Die 38. Goldbacher Wintercross-Laufserie ist Geschichte

von Thomas Disser 

Das war`s für diesen Winter in Goldbach. Es dürfte dem Team um Günther Wenzel ein großer Stein vom Herzen gefallen sein. In diesen Zeiten eine Laufserie von November bis Januar zu planen und durchzuführen, ist selbst für Profis wie den Organisatoren vom TV Goldbach besonders. Routine kam sicher keine auf, so oft wie diesmal neu gedacht werden musste. Das gelang, und zwar immer lösungsorientiert und zugunsten der Kundschaft und deren Sicherheit.

Letzte Startaufstellung für diesen Winter Knapp 300 sind unterwegs ...
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Nun zum Lauf, oder besser erst zum vorletzten Lauf am 9. Januar. Da gab es nochmal verschärftes Cross-Feeling nach tagelangen Regenfällen. Trotzdem fanden sich tapfere 304 Finisher ein. Galt es doch, möglicherweise noch Plätze in der Serienwertung gut zu machen. Mein Vereinskamerad Alexander Ott von der LG Seligenstadt sei hier beispielhaft genannt. Ein Blick in die Wertungstabelle zeigte ihm, er muss "nur" nochmals seine Goldbach-Bestzeit laufen, dann schafft er Platz drei der M35. Höchst motiviert rannte er bei dieser Matschpiste nochmals schneller und kam so auf seine bisher beste Serien-Platzierung. Geht doch!

Der achte und letzte Lauf am 16. Januar stand unter einem ganz anderen Stern. Er zählte nicht mehr zur Serienwertung. Dadurch hatte der Veranstalter die Möglichkeit, in der Woche zuvor die Siegerehrung vorzubereiten.

... kurz vor dem Anstieg zu km 1 Laufteam Nowalala gewinnt die Serien-Mannschaftswertung

Mit dem nun fehlenden sportlichen Druck gingen es die meisten Laufhelden entspannter an. Schon vor dem Startschuss wollte keiner so recht bis vor zur Startlinie. Niklas Lentzkow vom veranstaltenden TV Goldbach musste seine Mitstreiter regelrecht in die erste Reihe einladen. "Heute darfst Du mal gewinnen" bekam er als Antwort. Also los, Niklas! Das ließ er sich nicht zweimal sagen und gewann die Tageswertung vor Ingbert Reinke vom SSC Hanau-Rodenbach. Julia Hoff holte den Tagessieg bei den Frauen. Den Seriensieg hatte sie schon sicher.

Letzter Teeplausch an der Edelweisskapelle Nachhaltig: Teebecher werden gespült und kommen nächsten Winter wieder zum Einsatz

Die Gebrüder Abele vom SSC Hanau-Rodenbach waren wegen der Hessischen Hallenmeisterschaften nicht in Goldbach. Schade, da Marius auch der Gesamtsieger und Lukas der Zweite der Wintercross-Laufserie war und beide nicht an der Siegerehrung teilnehmen konnten.

Die Plauderei während des letzten Laufes erinnerte eher an Lauftreff als an Wettkampf. Sehr gut! Es ging um nichts anderes als Spaß. Und anschließendem Treffen zur Siegerehrung.

Nur die Duschen und der Shirtverkauf waren Indoor Günther Wenzel startet den Siegerehrungs-Marathon Tages- und Seriensiegerin Julia Hoff und Tagessieger Niklas Lentzkow, beide vom TV Goldbach

So nutzte ich auch die gemütliche Laufzeit für nette Gespräche. Zum Beispiel mit Beate aus Unterafferbach, die ein halbes Jahr nach der Geburt ihres Babys richtig viel Spaß bei der Lauferei hat. Auf die Frage, ob schon ein Babyjogger angeschafft wurde, kommen schnell zwei Antworten: Nein, die Laufstunde ist für mich allein, und außerdem komme ich mit so einem Teil die Goldbacher Anstiege nicht hinauf. Beides nachvollziehbar.

Rosi Eser gewinnt die W70 Die schnellen Damen der W60 Die drei Schnellsten der M35

Die Jungs und Mädels vom Laufteam Nowalala waren besonders gut drauf. Abseits jeglicher Wettkampf-Ambitionen diesmal im Plaudermodus unterwegs. War wohl die Vorfreude auf die Siegerehrung, bei der sie die Auszeichnung für die beste Mannschaft erhielten. Immerhin 1370 km haben sie zusammen erlaufen.

Kurz vor dem Ziel kam sogar etwas Wehmut auf. Wirklich schon vorbei, die Wintercross-Laufserie? Fühlte sich nach mehr an als nach 10 Kilometern. Gut, das war es ja auch, da es keine Einzelstarts, sondern nur Serienteilnahme gab. Wenigstens mit vier Starts bis hin zur Long-Distance-Wertung für die immer anwesenden Dauerstarter.

W45 hat gut Lachen ... ... die W55 ebenso

Letzter Tee-Plausch bei diesmal eklig-feuchtkaltem Wetter. Nun werden die bunten Plastikbecher verstaut und erst im nächsten Winter wieder ausgepackt. Dann schnell zur TV-Halle unter die Dusche und frisch machen für die Siegerehrung. Und vor allem für das Kuchenbuffet.

Ach ja, die Siegerehrung. Im Vorfeld konnte man schon die Ergebnisse der vielen Wertungen nachlesen. Eine echte Meisterleistung, da noch durchzublicken und später bei der Ehrung noch die Übersicht zu behalten. Aber mit Leuten wie Günther und den weniger sichtbaren im Hintergrund klappt das hervorragend. Mixed Trophy, Long Distance, Feuerwehr, Behörden, Mannschaft, Family, Fair Walk und Wanderer heißen alleine die Sonder-Wertungen. Dazu noch die eigentliche Serienwertung Top4 mit den jeweils besten sechs Athletinnen und Athleten in jeder Altersklasse. Wow!

Ehrung der M65 ... ... der M70 und ... ... der M75

Die Dankes-Ansprache vom Chef zeigte die Erleichterung über den erfolgreichen Verlauf der aktuellen Serie. Nicht verheimlichen musste er auch die anfangs kritischen Töne, die dem Orga-Team entgegenhallten. Man hatte sich schon im September auf ein 2G-Konzept eingestellt, was nicht nur Zustimmung in der Laufszene fand. Leider auch in teils unangemessener Formulierung. Allerdings war dies die beste und vor allem einzig funktionierende Vorgehensweise, wie sich später herausstellen sollte. Andere regionale Veranstalter gingen dann den gleichen Weg oder mussten eben komplett absagen. So wurde die Wintercross-Laufserie bestmöglich durchgeführt. Ein Lauf wurde verschoben und einer abgesagt. Macht immer noch acht Läufe, die stattgefunden haben. Da gab es von Läuferseite nichts zu meckern.

Holzmedaille und Urkunde präsentiert von der W35 ... ... und der M55, mit dem Sieger in dieser Klasse Lorenz Köhl (2. von rechts)
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Bei der Siegerehrung sowieso nicht. Die wurde sicherheitshalber nach draußen verlegt. Für die Zuschauer wurde kurzerhand ein Zelt aufgestellt und die Siegerehrung auf der Terrasse unter der Markise veranstaltet. Da konnte auch kurzzeitiger Schneefall die Stimmung nicht trüben. Mit heißem Kaffeehumpen und Applaus für die Sieger wurden die Hände gewärmt. Dazu ein leckeres Stück Kuchen. Fühlte sich wieder wie ein richtiger Volkslauf an.

Die 38. Goldbacher Wintercross-Laufserie ist Geschichte. Was kommt als nächstes? Es wurde mir verraten: Sie arbeiten an einer Neuauflage der Ultra-Cross-Challenge für die Monate Mai bis Juli. Super, da bin ich dabei!

Bericht und Fotos von Thomas Disser

Ergebnisse www.wintercross.de

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