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News- & Video-Mitteilung - Athens Marathon. The Authentic am Sonntag:

AIMS-Preisträger Gladys Cherono& Horst Milde bei Athener Gala geehrt

Bei einer eindrucksvollen Gala, die live im staatlichen griechischen Fernsehen ERT zu sehen war, wurden in Athen am Freitagabend vier herausragende Persönlichkeiten des internationalen Laufsports gefeiert: Die Kenianer Gladys Cherono und Eliud Kipchoge sind die Marathonläufer des Jahres, der Deutsche Horst Milde und der Japaner Hiroaki Chosa wurden mit dem "AIMS Lifetime Achievement Award" ausgezeichnet. Zudem erhielt der Luzern-Marathon den "AIMS Green Award" und der Belgrad-Marathon den "AIMS Social Award". Der internationale Verband für Marathon- und Straßenläufe (AIMS) organisierte die Gala gemeinsam mit dem griechischen Leichtathletik-Verband SEGAS. Am Sonntag veranstaltet SEGAS den "Athens Marathon. The Authentic" auf der Original-Marathonstrecke, die von der Kleinstadt Marathon ins alte Athener Olympiastadion Panathinaikon führt. Für das Rennen hat sich die Rekordzahl von 18.750 Läufern angemeldet.

"Es ist symbolisch, dass wir hier an historischer Stätte diese Gala ausrichten. Vor gut 2500 Jahren begann die Geschichte mit der Schlacht von Marathon, die Olympischen Spiele und der Marathonlauf entstanden hier. Es ist für uns eine Verpflichtung, noch mehr Menschen zum Laufen zu bringen", sagte SEGAS-Präsident Kostas Panagopoulos in der Athener Konzerthalle Megaro.

Gladys Cherono - Foto © Victah Sailer / AMA

Gladys Cherono, die im September den Berlin-Marathon mit der Jahresweltbestzeit von 2:18:11 Stunden gewonnen hatte und damit zur viertschnellsten Läuferin aller Zeiten wurde, erklärte bei der Ehrung: "Ich bin sehr stolz, dass ich das erreichen konnte und heute diese Auszeichnung als beste Marathonläuferin des Jahres erhalten habe." Die 35-jährige ist sich sicher, dass sie ihre Berliner Bestzeit noch weiter steigern kann.

Mit einer Videobotschaft richtete sich Eliud Kipchoge an die Besucher der Gala, da der Kenianer nicht nach Athen reisen konnte. "Ich bin froh und dankbar, erneut diese Auszeichnung von AIMS erhalten zu haben und damit auch eine große Unterstützung", sagte der 34-Jährige, der in Berlin im September den Weltrekord gleich um 1:18 Minuten auf 2:01:39 Stunden verbessert hatte. Es war der größte Sprung in der Entwicklung des Marathon-Weltrekordes seit über 50 Jahren.

Der inzwischen 88-jährige Hiroaki Chosa, der von 1994 bis 2010 Präsident von AIMS war, konnte nicht zur Gala kommen. "Es ist eine große Ehre, auf diese Art gewürdigt zu werden. Ich danke all jenen, die es möglich machen, dass die Menschen bei Laufveranstaltungen Freude am Laufen haben", erklärte der Japaner.

Horst Milde - Foto © Victah Sailer / AMA

Horst Milde, der in Berlin 1964 den ersten breitensportlichen Crosslauf startete und zehn Jahre später den Berlin-Marathon gründete und in die Weltspitze führte, sagte in Athen: "Laufen ist mein Leben, und meine Familie hat diese Leidenschaft mit mir geteilt. Deswegen widme ich diese Ehrung ihnen." Horst Milde organisierte in seiner Zeit als Race-Direktor in Berlin 348 Veranstaltungen mit über 1,25 Millionen Teilnehmern. "Ich danke der griechischen Nation, dass sie der Welt den Marathonlauf geschenkt hat", sagte der 80-jährige Milde.

Die internationale Bedeutung des "Athens Marathon. The Authentic" hob bei der Gala auch der griechische Minister für Digitales, Telekommunikation und Medien, Nikos Pappas, hervor. "Der Athen-Marathon stärkt das internationale Ansehen unseres gesamten Landes", erklärte der Minister.

Bisherige AIMS-Preisträger

Best Marathon Runner of the Year

Männer:
2018 Eliud Kipchoge (KEN)
2017 Eliud Kipchoge (KEN)
2016 Eliud Kipchoge (KEN)
2015 Eliud Kipchoge (KEN)
2014 Dennis Kimetto (KEN)
2013 Wilson Kipsang (KEN)

Frauen:
2018 Gladys Cherono (KEN)
2017 Mary Keitany (KEN)
2016 Jemima Sumgong (KEN)
2015 Mare Dibaba (ETH)
2014 Florence Kiplagat (KEN)
2013 Edna Kiplagat (KEN)

Lifetime Achievement Award

2018 Horst Milde (GER)
Hiroaki Chosa (JPN)
2017 Rosa Mota (POR)
2016 Haile Gebrselassie (ETH)
2015 Frank Shorter (USA)
2014 George Hirsch (USA)
2013 Ingrid Kristiansen (NOR)

Weitere Informationen im Internet unter: www.athensauthenticmarathon.gr Hinweise:

Ein Video zur Gala kann hier heruntergeladen und veröffentlicht werden (es handelt sich um schnell zusammen geschnittenes Rohmaterial / der Link darf nicht veröffentlicht werden): https://we.tl/t-OkzxIPVvLl

Pressemitteilung Race-News-Service zum Athen-Marathon vom 10.11.2018

Berlin-Marathon-Begründer Horst Milde wird Achtzig

 

Als GRR-Vorsitzender ist Horst Milde im permanenten Unruhe-Zustand mit vielen Ideen und Aktivitäten - Viele der heutigen Selbstverständlichkeiten im Laufevent-Bereich wurden in Berlin "erfunden"

Es war eine eindrucksvolle Zeremonie am Abschlusstag der Europameisterschaften Berlin 2018 auf dem Breitscheidplatz, als Horst Milde als "Erfinder" des Berlin-Marathons die Medaillen für die Erstplatzierten des Männer-Wettbewerbs im Marathonlauf überreichen durfte. Eine große Ehre und zugleich Anerkennung für das Lebenswerk für den Macher Horst Milde.

Horst Milde - Foto © Gesine Milde

Am 24. Oktober 2018 wird er nun achtzig. Der Vater des Berlin-Marathon steht für die Entwicklung der Laufbewegung in Berlin und Deutschland mit einer großartigen Veranstaltungskultur wie zuerst dem Crosslauf am Teufelsberg, später dann mit dem Frauenlauf im Tiergarten, dem Berliner Halbmarathon, der Teamstaffel, dem Nachtlauf auf dem Kurfürstendamm, dem Silvester- und Neujahrslauf bis zuletzt zum Berliner Gefängnislauf in der JVA Plötzensee… Gespräche mit dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft German Road Races (GRR) e.V. gestaltet sich aber zusehends zu einer Replik auf mehr als ein halbes Jahrhundert Laufsport in Deutschland.

Sieben Deutsche Meisterschaften initiierte er in Berlin, so unter anderem Cross-Meisterschaften, Marathon-Meisterschaften, Meisterschaften über 10.000 m (Männer) und 3000 m (Frauen), Deutsche Jugend- und Schülerstaffeln Meisterschaften und zwischen 1976 bis 1984 mehrere Deutsche Hochschul-Cross-Meisterschaften innerhalb des SCC Cross.

Als einen besonderen Wesenszug bezeichnen enge Weggefährten seine Fähigkeit, nicht nur viele Entwicklungen gefördert und vorangetrieben zu haben, sondern dabei stets über den Tellerrand der eigenen Veranstaltungen hinaus geschaut zu haben. So führte Horst Milde als Erster in Europa die Chip-Zeitmessung beim Berlin-Marathon ein, die "Blaue Linie" feierte in Berlin 1990 ihre Premiere, Rollstuhlfahrer konnten 1981 zum ersten Mal an einem Marathon teilnehmen und die Inline-Skater feierten 1997 ihren Einstand beim Berlin-Marathon, der damit zur ersten Veranstaltung wurde, die das Inlineskaten als Bestandteil eines großen City-Marathons in Deutschland anbot.

Trotz der eigenen sportlichen Ambitionen (800 m-Bestzeit 1:49,8 Minuten, 2 x deutscher Staffelmeister mit dem SCC Berlin über 3 x 1000 m) und dem Job in der Familien-Backstube in Tempelhof als gelernter Konditormeister und Diplom-Kaufmann zeigte sich Horst Milde als exzellenter ehrenamtlicher Organisator von (Lauf)-Veranstaltungen.

Mit dem Sportreferat der Freien Universität Berlin (FU Berlin) begründete er unter dem Motto "Alle Berliner können mitmachen" zunächst den Cross-Country-Lauf am Teufelsberg, erstmals wurden dabei in einer Premiere Vereinslose zum Mitmachen eingeladen. Dank dieser Werbeaktionen tummelten sich im Jahr 1964 bereits 700 (!) Studenten, Vereinsläufer und Hobbyläufer. Zehn Jahre nach der Cross-Premiere organisierte Horst Milde 1974, inzwischen erster Volkslaufwart des Berliner Leichtathletik-Verbandes, mit wenigen Helfern den ersten Marathonlauf (Berliner Volksmarathon) - mit 286 Teilnehmern. Der Grundstein des Berlin-Marathon war gelegt, auch wenn die Strecke im Oktober 1974 noch fernab jeglicher Öffentlichkeit im Waldgelände am Mommsenstadion und an der Avus lang führte.

"Uns fehlte natürlich die Erfahrung, aber unsere Helfer waren euphorisch. Es gab zwei Wasserstellen mit Salztabletten und im Ziel heiße Brühe!" erinnert sich Horst Milde und denkt an die heute gängigen lukullischen Genüsse auf der Strecke und im Ziel. Und ergänzte in gleichem Atemzug: "In der Ausschreibung hieß es außerdem: Ohne Training kein Marathon!" Früher wie heute wichtiges Credo für den einstigen Mittelstreckler und späteren Organisator.

Der Aufstieg des Berlin-Marathon gelang 1981 mit dem Umzug in die Innenstadt mit dem Start am Reichstag - Ziel auf dem Kurfürstendamm und letztlich 2004 an das Brandenburger Tor. Und ist früh zu einem Giganten der internationalen Szene geworden.

"An diese Entwicklung habe ich nie im Traum gedacht. Wir haben alles im Gegensatz zu heute ehrenamtlich gemacht und immer mit großen Augen nach New York geschaut!"

Jetzt ist der Berlin-Marathon mit seinen inzwischen 11 Weltrekorden "Marktführer" der internationalen Marathon-Veranstaltungen.

Unvergesslich und sportpolitisch ein Weltereignis eigener Art: Der (Gesamt-)Berliner Neujahrslauf am 1.1.1990 mit über 20.000 Teilnehmern aus aller Welt, der erstmals seit 28 Jahren von Berlin (West) durch das Brandenburger Tor nach Berlin (Ost) und zurück führte. Drei Tage nach dem Mauerfall am 12. November 1989 gab es übrigens den ersten Wiedersehenslauf mit Teilnehmern aus Ost-Berlin und der DDR beim Berliner Cross-Country-Lauf am Teufelsberg.

Drei Tage vor der Wiedervereinigung 1990 liefen 25.000 Marathonläufer durch West- und Ostberlin. Als Sieger wurden dabei der Australier Steve Moneghetti mit erstmals unter 2:10 Stunden (als Weltjahresbestzeit) und die aus dem Ostteil des bislang geteilten Berlins stammenden Uta Pippig gefeiert. Bewegende Momente - auch für den weltweit in Sachen Marathon reisenden Horst Milde.

Race-Director der bahnbrechenden Läufe in Berlin, Abteilungsleiter Leichtathletik beim SCC Berlin, Initiator der Gründung von German Road Races (GRR) e.V, der Interessengemeinschaft der deutschen Läufe, "Co-Founder" (1982) und Board-Mitglied der AIMS (Association of International Marathon an Distances Races), Mitglied des Bundesausschuss Laufen des DLV, seit 2007 Vorsitzender des AIMS-Symposiums in Athen und an der Gründung der World Marathon Majors (WMM) beteiligt ... fürwahr ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen!

Unter der Regie des von Chef-Organisators Horst Milde wurden 340 Veranstaltungen mit mehr als 1,3 Millionen Läufern/-innen durchgeführt. "Wir haben es in der Tat geschafft, mit diesen Lauf-Ideen die Bevölkerung aufzurütteln, damit diese vor allem an ihre eigene Gesundheit denken. Es ist uns gelungen, Jugendliche und Behinderte, Wettbewerbe für Rollstuhlfahrer und Handbiker und Walkingwettbewerbe zu integrieren ...".
Nicht umsonst heißt es über Horst Milde, dass er "die Berliner zu Läufern gemacht hat oder aber zumindest zu Zuschauern beim Berlin-Marathon". Mehr Lob kann man zweifellos nicht erhalten.

Er sprüht stets vor Ideen, schuf Elemente für ein Rahmenprogramm, die heute längst Standard moderner Laufevents sind. Die Palette reicht dabei vom überkonfessionellen Gottesdienst, einer Marathonmesse, Kinder-Malwettbewerben, Mini-Marathon der Schulen und Bambiniläufen und der Gründung eines Jubilee-Club über Massagen und Duschen am Ziel, einem Notfallrettungssystem mit Defibrillatoren an der Strecke, Ärzte-Symposien, Läufer-Foren und Vermessungs-Seminaren bis hin zu historischen Ausstellungen des Sportmuseums Berlin und zum Literatur-Marathon.

Weltweite Anerkennung erfuhr Honst Milde mit der Idee, die Medaillen beim Berlin-Marathon den Olympiasiegern und Olympiasiegerinnen zu widmen, mit dem Champion von 1936 Sohn Che Chung (Korea) und Emil Zatopek (Tschechien) gaben auch zwei Olympiasieger Startschüsse beim Berlin-Marathon.

Milde wirkte aber auch als Ideengeber für den modernen Marathon bei Weltmeisterschaften bei der WM 2009 in Berlin oder Olympischen Spielen, in dem er publikumsnah einen Mehr-Runden-Kurs in den Innenstädten vorschlug.

Und er ist zudem der größte Sammler des im Berliner Olympiapark ansässigen Sportmuseums Berlin, dem AIMS-Marathon Museum of Running - Marathoneum. Großartige Exponate und Sammlungen aus dem Laufsport und der Leichtathletik sind durch diese Initiative, die weltweit ihresgleichen sucht, zusammengekommen und die einen Erinnerungsschatz für spätere Generationen darstellt.

German Road Races (GRR) e.V. führte Horst Milde von der Gründung an, entweder als Zweiter Sprecher, bzw. als Vorsitzender seit über einem Jahrzehnt an. GRR entwickelte sich in dieser Zeit zur "Stimme des Laufsports" in Deutschland, die sich auch sportpolitisch zu Wort meldet und sich einmischt. Erfolgreich, wenn es um die "Laufmaut" des DLV ging, die am Widerstand von GRR scheiterte, erfolgreich auch wenn sich GRR für die gerechtere Nominierung der deutschen Marathonläufer und -läuferinnen für Olympische Spiele und Europameisterschaften einsetzte.

Durch die Zweisprachigkeit der GRR-Website hat sich diese als wichtiger Partner für den Austausch von Informationen aus dem Ausland entwickelt - und gilt als Botschafter deutscher Läufe im Ausland. Unter seiner Leitung entwickelte GRR erfolgreiche Kooperationen mit den Nachbarländern Schweiz (Swiss Runners) und Polen (Polskie Stowarzyszenie Biegów).

Als Berliner ist es für Horst Milde eine Herzensangelegenheit, sich zusammen mit GRR für die Erhaltung des Berliner Olympiastadions als Leichtathletikstadion einzusetzen.

Trotz eines Fulltime-Jobs mit intensiver Recherche für die zweisprachige GRR-Website und den Arbeiten als GRR-Vorsitzender, der Betreuung der fünf Enkeln seiner drei Kinder Karsten, Mark und Gesine bleibt auch noch Zeit zur Entspannung bei Theater und Konzerten des reichen Berliner Musiklebens mit seiner Frau Sabine - die ihm beruflich in der Familien Bäckerei-Konditorei (seit 1903) den Rücken freihielt, damit er seinem "Hobby" überhaupt nachgehen konnte. Sabine Milde hat im Übrigen auch mehrere Marathonläufe erfolgreich beendet.

Unnütz ist gewiss zu sagen, dass sich der Jubilar durch regelmäßige morgendliche Läufe durch Tempelhofer Parks, Straßen und Gartenanlagen und Radfahren auf der Tempelhofer Freiheit fit hält. "…schließlich muss man auch im Alter läuferisches Vorbild sein!"

Wilfried Raatz, Berlin, 22. Oktober 2018

Weiterhin empfehlen wir das folgende Video von Helmut Winter auf YouTube
Zeitzeuge "Horst MILDE - Berlin" - https://www.youtube.com/watch?v=sEGve18Drf8

Ein Kurpfälzer Stabhochspringer an der Spitze der deutschen Leichtathleten

 

Der heute 60jährige Jürgen Kessing war Mehrkämpfer und Stabhochspringer beim ABC Ludwigshafen. Später wechselte der gebürtige Wormser zur MTG Mannheim, wurde dann in Mannheim DLV-A-Trainer für Sprung, bevor es ihn beruflich nach Kaiserslautern verschlug. Über die Staatskanzlei Mainz führte ihn der Weg in Ludwigshafens Partnerstadt Dessau, wo er bis zum Bürgermeister aufstieg. Seit 2004 ist er - bereits in der zweiten Amtsperiode - Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen. Und nun kam im November ein neues Amt hinzu: Jürgen Kessing übernahm den Vorsitz des Deutschen Leichtathletikverbandes und wurde damit Nachfolger von Clemens Prokop, der den DLV 17 Jahre lang geleitet hatte.

Ihre eigene sportliche Karriere begann in der Pfalz: Wie kamen Sie zur Leichtathletik?

Mein erster Verein war der ABC Ludwigshafen. Der dortige Trainer Edgar Nikolaus hat in mir das Mehrkampftalent entdeckt und die Lust am Stabhochsprung geweckt. Die vielseitige Ausbildung war sehr prägend.

Warum gerade Stabhochsprung?

Das war einfach eine Herausforderung. Stabhochsprung ist eine der komplexesten Disziplinen überhaupt: Man braucht Schnelligkeit, Kraft, Koordination… und Mut!

Welche Erfolge waren Ihnen wichtig?

Nun ja, ich war zwei Mal Rheinlandpfalz-Meister im Stabhochsprung - einmal in der Halle, einmal im Freien. Andere Platzierungen weiß ich so genau gar nicht mehr. Das ist lange her. Wir haben sehr intensiv trainiert. Mental zehre ich aber noch heute von dem damaligen Training.

Später sind Sie zur MTG Mannheim gewechselt. Und haben als Trainer gearbeitet?

Da in Ludwigshafen keine Bundesliga-Mannschaft mehr zustande kam, wurde ich von der MTG gefragt, ob ich nicht ihr Team - damals mit den Rizzi-Brüdern - verstärken wolle. Und dann wurde ich Übungsleiter für Sprung (mit A-Trainer-Schein) und Stabhochsprung. Beispielsweise der heutige Mannheimer Leiter für Sport und Freizeit, Uwe Kaliske, hat bei mir trainiert.

Sie sind dem ABC Ludwigshafen und der MTG Mannheim immer noch verbunden?

Im vergangenen Sommer hatte ich den Freundeskreis des ABC nach Bietigheim-Bissingen eingeladen. Das war lustig, alte Trainingskameraden wiederzutreffen. Auch mit den Mannheimern habe ich immer noch freundschaftliche Kontakte.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Vereine in Mannheim/Ludwigshafen?

Die Region Rhein-Neckar ist in der Leichtathletik stark. Da sind sehr engagierte Menschen zugange. Beispielsweise ABC und MTG haben unterschiedliche Schwerpunkte. Die MTG ist stark im Sprint, Hürdenlauf und Wurf, der ABC legt sein Augenmerk auf den Sprung sowie Stabhochsprung - und macht eine gute Nachwuchsarbeit.

Wie sehen Sie die Leichtathletik in der Region, auch außerhalb des Stadions?

Die Mannheimer Juniorengala hat einen exzellenten Ruf und ist ja ein Highlight in der Region. Aber auch die Straßenläufe wie der Marathon gehören zur Leichtathletik-Familie. Ich würde mir wünschen, dass die vielen Hobbyläufer auch in die Vereine kommen. Und dort die Betreuung, die Trainingsqualität und die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten schätzen lernen. Mein Ziel ist es, die Menschen an die Vereine heranzuführen: Der DLV hat 820.000 Mitglieder, bis 2030 soll es in Richtung eine Million gehen.

Werden Sie die Anti-Doping-Politik Ihres Vorgängers fortsetzen?

Das Anti-Doping-Gesetz ist das Lebenswerk von Clemens Prokop. Es ist unheimlich wertvoll. Meine Position ist ganz auf der Linie meines Vorgängers. Medaillenzählen kann nicht das Nonplusultra sein. Wenn ich sehe, wie Gesa Krause sich nach ihrem Sturz aufgerappelt und nicht geklagt hat, dann halte ich diese Leistung für fast wertvoller als einen Medaillengewinn. Sie hat damit für den Sport eine unschätzbare menschliche Größe gezeigt.

Sie steigen gleich mit einer Großveranstaltung ins Amt ein: den Europameisterschaften in Berlin (6. Bis 12. August). Eine ideale Gelegenheit für den DLV, sich zu präsentieren?

Ja, ich freue mich schon darauf. Das Leichtathletik-Publikum ist ein Garant für gute und faire Stimmung. Und Berlin ist eine Reise wert. Wir haben für die Außenveranstaltungen eine "Europäische Meile" am Breitscheidplatz geplant: Dort, wo der Terroranschlag war, werden Start und Ziel der Straßenläufe und Siegerehrungen sein. Ein symbolträchtiges Zeichen. Ich hoffe Ihre LeserInnen werden dabei sein. Wer nicht, wird etwas verpassen.

Mit DLV-Präsident Jürgen Kessing sprach Birgit Schillinger
Foto: Stadt Bietigheim-Bissingen

René van Zee sprach mit Sondre Moen

Im Athleten-Hotel Raffl in Leifers bei Bolzano (Bozen) sprach ich mit dem norwegischen Marathonläufer Sondre Moen, der an Silvester am weltbekannten Silvesterlauf, 43. Boclassic, teilnehmen wird. Sondre Moen lief voreinigen Wochen in Fukuoka für viele überraschend einen neuen Marathon-Europarekord in 2:05:48 und verbesserte den alten Rekord des in Kenia geborenen Türken Kaan Kigen Özbilen (2:06:10) klar. Moen hatte dieses Jahr in Hannover den norwegischen Rekord auf 2:10:07. Er beendete das Rennen in Hannover leicht verletzt und dadurch war seine Zeit nicht so gut wie er erwartet hatte.

René van Zee traf Sondre Nordstad Moen in Bozen

Sondre Moen hat schon eine lange Karriere hinter sich. 2008 wurde er in Brüssel Vizeeuropameister im Crosslauf. 2011 wurde er U23-Europameister über 5000m in Ostrava, im gleichen Jahr wurde er Dritter bei der U23-Europameisterschaft im Cross in Velenje. Wegen kleiner Probleme und kleinen Verletzungen stagnierte seine Entwicklung. Einige Jahre später kam doch der Durchbruch. Er trainiert sehr oft in Kenia: voriges Jahr 223 Tage. "Ich bevorzuge Kenia, weil mir das Leben dort am wenigsten Ablenkung gibt. In Flagstaff oder Südafrika ist viel zu viel zu erleben und das ist nicht gut, wenn man optimal trainieren will. Wenn man etwas erreichen will, dann sollte man sich nur auf den Sport fokussieren, in diesen Fall das Laufen."

Viel Unterstützung vom norwegischen Verband bekommt er nicht: 11.000 Euro… "Man verlangt von mir auch noch eine Erklärung, dass ich das Geld wie ausgemacht verwendet habe." Im Schnitt trainiert er 168km pro Woche. "Ich trainiere ab und zu in Europa in Sestriere und St. Moritz." Moen ist davon überzeugt, dass das Trainieren in Kenia nur sinnvoll ist, wenn man längere Zeit bleibt. Mit diesem Höhentraining sollte man früh anfangen. Aber Moen glaubt, dass der wichtigste Faktor ist, dass man nicht abgelenkt wird. "Ich wohne fast immer im Kerio View in Eldoret (Jean Pierre Fourier) oder bei Lornah Kiplagat." Weil sein Magen das Essen in Kenia nicht gut verträgt, wohnt er nicht bei den Kenianern, mit denen er oft zusammen trainiert. Er findet den Crosslauf als Basistraining wichtig, man braucht sich dann nicht auf Zeiten zu konzentrieren. Ich kenne zu viele Leichtathleten, die im Winter Hallenleichtathletik machen und manchmal im Winter besser in Form sind als im Sommer.

2018 plant er auf jeden Fall die Teilnahme an der Halbmarathon-Weltmeisterschaften Ende März in Valencia. Anfang Juni macht er einen Rekordversuch über 10.000 Meter beim Bisletgames in Oslo. Weitere Pläne sind noch nicht sicher. Bei den Europameisterschaften in Berlin schwankt er noch zwischen Marathon und 10.000m. Wenn ich über 10.000m starte, laufe ich im Herbst einen Marathon. Es gibt ein Problem, da ich Schwierigkeiten mit meiner linken Ferse habe, muss ich mich operieren lassen. Zwei Möglichkeiten: Nach dem EM-Marathon oder wenn ich in Berlin 10.000m laufe nach dem Herbstmarathon.

Moen war auch oft in Deutschland am Start, u.a. beim Hannover-Marathon, in Würzburg 10K und beim Paderborner Osterlauf. "Ich finde es interessant in meiner Karriere an vielen Läufen teilgenommen zu haben. Ich denke darüber nach, beim EM-Cross in Tilburg zu starten und die norwegische Mannschaft zu unterstützen."

Seit September 2016 trainiert er beim erfolgreichen italienischen Coach Renato Canova. Die Zusammenarbeit verläuft sehr gut. Machte er früher viele schnelle Trainingseinheiten hintereinander, macht er das jetzt nicht mehr. Seine langen Dauerläufe (einmal pro Woche) sind Qualitätsläufe.

Sondre Moen, ein sehr engagierter Athlet. Bei ihm steht nur das Laufen im Vordergrund. Ein von ihm begeisterter Canova: "Dieses Jahr war er in Sestriere im Trainingslager, mietete sich selbst ein Apartment und trainierte einen ganzen Monat alleine."

René van Zee am 30.12.2017

Vienna City Marathon zum Thema "Sport" in der neuen Regierung:

Wir Veranstalter brauchen im Sport eine Stimme!

Anders als in der Vergangenheit wird im aktuellen Regierungsprogramm dem Thema "Sport" durchaus breiter Raum eingeräumt. Alle, denen der Sport am Herzen liegt, können das nur positiv sehen.

Unverändert bleibt hingegen der engsichtige Fokus auf Verbände und Institutionen des organisierten Sports. Dies ist auch in aktuellen Stellungnahmen der Bundes-Sportorganisation (BSO) zur Regierungsbildung so ersichtlich.

"Der Stellenwert privater Sportveranstalter und die damit verbundenen Chancen werden weiterhin nicht erkannt. Die großen Bewegungsinitiativen der österreichischen Sportszene brauchen jedoch ein intelligentes Mitwirken und volle Unterstützung. Keine einzige jährlich wiederkehrende nationale und internationale Breitensportveranstaltung wird auf Initiative der österreichischen Sportstrukturen organisiert bzw. veranstaltet. Wir Veranstalter, die hunderttausende Menschen zum Sport aktivieren, brauchen eine Stimme, um unseren Anliegen Gehör zu verschaffen", so Wolfgang Konrad, Veranstalter des Vienna City Marathon, der mit jährlich über 42.000 gemeldeten Teilnehmern aus über 120 Ländern größten Sportveranstaltung Österreichs.

Die Revolution in der Bewegungskultur der letzten Jahrzehnte und alle damit verbundenen sozialen und technologischen Innovationen wurden von privaten Initiativen ins Leben gerufen, nicht von den offiziellen Sportinstitutionen. Der Laufsport und andere Bereiche des Ausdauersports haben sich enorm entwickelt und unsere Gesellschaft verändert. Freizeitsportler sind von belächelten Außenseitern zu Vorbildern in unserer Gesellschaft geworden. Laufveranstaltungen sind heute angesehene " Active Lifestyle Events".

Active Lifestyle Veranstaltungen wie der Vienna City Marathon sind auch ideale Plattformen für österreichische Spitzensportler zur Limit-Erbringung für internationale Großveranstaltungen wie Olympische Spiele, Welt- oder Europameisterschaften, oder zur Erbringung nationaler und internationaler Rekorde.

Dennoch haben Active Lifestyle Veranstaltungen im organisierten Sport (BSO, Dach- und Fachverbände) keine Stimme und sind aus der politischen Diskussion ausgeklammert.

Sie werden im Vergleich zu einmalig stattfindenden Veranstaltungen in Bezug auf die Mittelverteilung der öffentlichen Hand unverhältnismäßig bzw. gar nicht berücksichtigt.

Wenn von Sportgroßveranstaltungen die Rede ist, sind stets internationale Meisterschaften gemeint, die nur ein einziges Mal stattfinden, meist nur geringe Nachhaltigkeit aufweisen und häufig mit kostenintensiven Infrastrukturmaßnahmen verbunden sind.

Großveranstaltungen wie der Vienna City Marathon sind sichtbarer Ausdruck und treibende Kräfte der aktiven Sportausübung. Sie mobilisieren hunderttausende Menschen jährlich wiederkehrend zum Sport, sind die Quelle für einen gesünderen und bewussteren Lebensstil, und das ohne Infrastrukturkosten und mit enormen wirtschaftlichen gesundheitlichen und nachhaltigen Effekten. Sie sind der Ausdruck für ein gemeinsames und friedvolles Miteinander unabhängig von Nation, Religion und Hautfarbe, so Wolfgang Konrad in seinen Anliegen an die neue Bundesregierung.

Die großen Bewegungsinitiativen der österreichischen Sportszene benötigen in der Politik eine Vision sowie ein intelligentes Mitwirken. Sie benötigen die volle Unterstützung, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden und die darin verbundenen Chancen für die ganze Gesellschaft wahrzunehmen.

Danke für Ihr Interesse und die Berichterstattung! VCM-Team, Andreas Maier.

VCM-Pressemitteilung vom 18.12.17

Lauf-Wahl leicht gemacht....

Lauftermine bei Lauftreff.de

Im Laufkalender unseres Berliner Partners Lauftreff.de sind weit über 5000 Volkslauf-Veranstaltungen aufgelistet.

Besonderer Service der LaufReport-Partnerseite Lauftreff.de sind ausgereifte Suchmaschinen zur effektiven Auswahl geeigneter Laufveranstaltungen. Die Auswahlangaben sind jeweils verlinkt zu weiteren Infos bzw. zur Veranstalter-Homepage sowie zu verhandenen Laufankündigungen im LaufReport. Die Daten werden laufend aktualisert und auf den neuesten Stand gebracht.

GRR-Ehrungen mit hohem Stellenwert in der Laufszene

Arne Gabius und Alina Reh sind die Straßenläufer des Jahres 2017. Sie werden bei der Jahresmitgliederversammlung in Würzburg (1. bis 3. Dezember) mit einem Sonderpreis für ihre herausragenden Leistungen in der Saison 2017 ausgezeichnet. Für besondere Leistungen im Nachwuchsbereich werden die zweifache U20-Europameisterin Lisa Oed und der U20-EM-Fünfte über 5000 m Markus Görger mit dem GRR-Förderpreis geehrt. Trainer des Jahres ist Lisa Oeds Trainer Sascha Arndt. Den Organisatorenpreis erhält die Agentur eichels: Event GmbH als Veranstalter des HAJ Hannover Marathon, bei dem aktuell auch die deutschen Halbmarathonmeisterschaften integriert sind. Mit dem GRRAward für sein Lebenswerk wird Christoph Herle ausgezeichnet, der 1984 als Olympiafünfter über 10.000 m sein bestes internationales Resultat erzielen konnte.

"Mit der Preisübergabe unterstreicht German Road Races seine Kompetenz für die deutsche Laufszene", so Horst Milde als Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Läufe in Deutschland. "Wir sind stolz darauf, dass es uns von Jahr zu Jahr gelingt, herausragende Leistungen in einem würdigen Rahmen auszuzeichnen. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig, zu den Zahlen und Medaillentabellen auch Gesichter zu präsentieren, die für die herausragenden Leistungen stehen. Ebenso wichtig ist es uns, die zumeist im Hintergrund stehenden Trainer zu ehren, denn ohne diese unermüdliche Arbeit wären viele Erfolge nicht machbar!"

Erstmals zeichnet German Road Races die Straßenläufer der Saison. Mit zwei U23-Rekorden über 10 km (31:38) und Halbmarathon (1:11:21) konnte dabei Alina Reh, die bereits als Jugendliche zweimal mit dem GRR-Nachwuchspreis ausgezeichnet wurde, ihre Vielseitigkeit auf der Bahn und im Cross nun auch mit herausragenden Leistungen auf der Straße fortsetzen. Arne Gabius ist mit zwei herausragenden Leistungen über die Halbmarathon- und Marathondistanz (1:02:31 in Kopenhagen bzw. 2:09:59 in Frankfurt) nach fast zwei schwierigen Jahren an die Spitze der deutschen Laufszene zurückgekehrt.

Seit 2004 bereits vergibt GRR Förderpreise an talentierte junge Läufer und Läuferinnen, die mit außerordentlich guten Leistungen und Erfolgen national wie auch international schon aufhorchen ließen und damit Perspektiven für die Zukunft aufweisen. Der Förderpreis ist entweder mit einem Zuschuss zur Finanzierung von Trainingslagern und physiotherapeutischen Begleitmaßnahmen dotiert oder mit der Übergabe eines wertvollen Sachpreises verbunden. Die Liste der bereits ausgezeichneten Nachwuchsläufer ist überaus honorig und weist mit zum Beispiel Gesa-Felicitas Krause, Anna Hahner, Corinna Harrer, Katharina Heinig, Alina Reh und Konstanze Klosterhalfen bzw. Martin Grau, Homiyu Tesfaye, Patrick Karl und Markus Görger absolute Spitzenkönner der Szene auf.

Seit 2005 ehrt GRR Trainer, die sich seit Jahrzehnten um die Leichtathletik und den Laufsport im Besonderen verdient machten. Trainer stehen zumeist im Schatten ihrer erfolgreichen Athleten und Athletinnen, aber ohne sie wäre der Erfolg nicht möglich. Ihre Ehrung bedeutet meist eine späte, aber nicht minder wichtige Anerkennung ihrer langjährigen Tätigkeit im Dienst des Sports, der oft auch noch ehrenamtlich geleistet wird. GRR möchte mit dieser Anerkennung allen Trainern, den Helfern und dem Vereinsstab, der sich auch noch um das Wohl der Athleten kümmert, danken und gleichzeitig motivieren, diese Aufgabe weiterhin für die Zukunft der Leichtathletik zu erfüllen. Klaus-Peter Weippert, Heiner Weber, Jürgen Stephan, Kurt Ring, Günther Scheefer oder Günter Zahn stehen für Hunderte von ehrenamtlich arbeitenden Trainern und Übungsleiter in den Vereinen.

2011 hat German Road Races die Ehrung für Organisatoren eingeführt. Ohne Organisatoren, Mitarbeiter oder Funktionäre, ehrenamtlich oder hauptamtlich, würde keine Veranstaltung, kein Lauf, kein Sportfest "über die Bühne" gehen können. Ohne den Einsatz, das Engagement und die Ideen und Initiativen der Organisatoren gäbe es die vielen Läufe und Sportfeste nicht, insofern ist es angebracht, die "Macher" hinter den Kulissen auch öffentlich mit einer Ehrung ein Dankeschön auszusprechen. Neben Friedhelm Boschulte, Gerd Zachäus, Alfred Langenbrunner und Wolfgang Kucklick konnten in den letzten Jahren auch Vereine/ Organisationen wie der SCC Berlin, BMS Die Laufgesellschaft und der Paderborner Osterlauf ausgezeichnet werden.

Der GRR-Award für das "sportliche Lebenswerk" wird seit 2013 vergeben. Wer kennt sie nicht, die Erfolge von Christa Vahlensieck, Hans Grodotzki, Charlotte Teske, Katrin Dörre-Heinig und aktuell von Christoph Herle, die mit herausragenden Ergebnissen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften der Rekordleistungen für Schlagzeilen sorgten. German Road Races möchte hier den "Heroen" früherer Tage eine Bühne geben - und neben den herausragenden sportlichen Leistungen auch das persönliche Erscheinungsbild des Preisträgers würdigen.

GRR Pressemitteilung von Wilfried Raatz vom 19. November 2017

GRR stellt gefordertes neues Förderkonzept für den Crosslauf vor

GRR hat im Verbund mit im Laufsport führenden Vereinen, Trainern und Athleten ein Konzept für die Entwicklung des Crosslaufes entworfen - und fordert den DLV zur Erarbeitung eines neuzeitlichen Konzepts für den Mittel- und Langstreckenlauf auf Seit Jahren sind die Ergebnisse bei internationalen Auftritten im Crosslauf (und darüber hinaus im gesamten Laufbereich, Ausnahmen gibt jedoch erfreulicherweise!) eher unbefriedigend. Die Verfasser des Konzepts sehen den Crosslauf mit seinen vielfältigen, leistungsentwickelnden Facetten als wichtige Vorbereitungsstufe für eine erfolgreiche Bahn und Straßenlaufsaison an.

Ein Konzept kann jedoch nur dann greifen, wenn dieses einher geht mit grundsätzlichen Änderungen beim Verhältnis des Dachverbandes zu seinen Athleten/Innen, deren Vereine und den die Arbeit vor Ort leistenden Trainern. Der moderne Leistungssport bringt es aber auch mit sich, dass der traditionelle Begriff des Amateursportlers nicht mehr zielführend ist, so müssen die Rollen der beteiligten Institutionen "Athlet", "Verein" und "Verband" dringend neu geschrieben werden. Deshalb erfolgt zum entwickelten Cross-Konzept, das German Road Races (GRR) e.V. zusammen mit im Laufsport führenden Vereinen, Trainern und Athleten entworfen hat, vorgestellt eine Präambel. Der Dachverband wird zudem aufgefordert, ein neuzeitliches Konzept für den Bereich Mittel- und Langstrecke zu erarbeiten.

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Der MÜNCHEN MARATHON erhält den Social Award der AIMS

Weltkongress der Marathonveranstalter ehrt Münchner Engagement für Flüchtlinge

Montag, 7. November 2016 - Für die 2015 ins Leben gerufene Aktion "Laufend integrieren" wird der MÜNCHEN MARATHON am kommenden Freitag in Athen ausgezeichnet. Die Münchner Veranstaltung, die auch 2016 wieder mehr als 20.000 Teilnehmer verzeichnet hatte, wird von der "Association of International Marathons and Distance Races" (AIMS) auf deren Weltkongress mit dem "Social Award" ausgezeichnet. Zu den Geehrten gehören außerdem die lebende Langstreckenlegende Haile Gebrselassie (Äthiopien) für sein Lebenswerk sowie Eliud Kipchoge (Kenia), der 2016 den London Marathon gewann und in Rio de Janeiro auch noch Olympiasieger wurde, und Jemima Sumgong, ebenfalls aus Kenia, der Gleiches bei den Frauen gelang.

Im Marathon geht es nicht nur darum, Spitzenzeiten zu würdigen, sondern auch besondere Initiativen. Die AIMS orientiert sich an den acht Millenniums-Entwicklungs-Zielen der Vereinten Nationen für eine bessere Welt und findet, dass der MÜNCHEN MARATHON sich mit seinen Projekten zur Einbindung von Flüchtlingen. Stichwort "Laufend integrieren" besonders hervor tut.

Im Sommer 2015 war München die erste Anlaufstelle für Menschen gewesen, die vor Krieg und Armut ihre Heimat verlassen hatten, täglich trafen Tausende in Sonderzügen am Münchner Hauptbahnhof ein. Einige Wochen später, beim Marathon-Wochenende, standen sie als Helfer an der Strecke. Einige wagten sich auch selbst auf die Strecken (Marathon, Halbmarathon, 10 KM). Zusammen mit dem Sozialreferat der Stadt München und verschiedenen Hilfsorganisationen hatte der MÜNCHEN MARATHON schnell reagiert und ein eigenes Programm zur Integration von Flüchtlingen in die Laufveranstaltung auf die Beine gestellt.

Der "laufend integrieren"-Lautreff in Aktion
Gernot Weigl und Münchens 3. Bürgermeisterin Christine Strobl bei der Spendenübergabe

"Junge Flüchtlinge waren stets in der Situation gewesen, Hilfe annehmen zu müssen - nun konnten sie etwas zurückgeben", kommentiert Gernot Weigl den Eifer, mit dem die Flüchtlinge sich in die Organisation einbrachten. Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern aus bayerischen Vereinen standen sie an den Verpflegungsständen an der Strecke und übernahmen organisatorische Aufgaben im Olympiastadion.

Doch nicht nur als freundliche Helfer prägten Flüchtlinge das Bild des MÜNCHEN MARATHON. 2015 und 2016 nahmen insgesamt 76 Flüchtlinge das kostenfreie Startangebot des Veranstalters an. Zum Programm gehörten eine gezielte Vorbereitung, die im Vorfeld des Marathons auch allen anderen Interessenten offen stand: "Laufend integrieren."

Armbänder mit diesem Motto wurden auf der Marathon-Messe in der Olympiahalle und im Onlineshop angeboten - aus diesem Erlös und Sponsoring-Geldern konnten die Veranstalter im letzten Jahr 30.000 Euro zweckgebunden zur Unterstützung von Flüchtlingen an das Sozialreferat der Stadt München spenden.

"München liefert ein großartiges Beispiel dafür, wie das Laufen helfen kann, die großen humanitären Herausforderungen unserer Zeit anzugehen", sagt Paco Borao, der Präsident der AIMS, in der weltweit über 400 Laufveranstalter organisiert sind. In den Jahren davor hatten etwa der Tokio Marathon oder der "Great Ethiopian Run" den Social Award erhalten.

"Wir haben neue Freunde gewonnen und bewegende Reaktionen der Münchner erfahren", erklärt Gernot Weigl, der Renndirektor des MÜNCHEN MARATHON. Selbstverständlich wird München das Projekt "Laufend integrieren" fortführen. "Wir werden es sogar ausbauen", kündigt Gernot Weigl an. "Ein großes Thema für 2017 wird Inklusion sein. Wir wollen, auch die Integration von Menschen mit Handicap beim MÜNCHEN MARATHON künftig fördern.

www.muenchenmarathon.de

Presse-Info MÜNCHEN MARATHON, ROTWAND | Digitale PR GmbH am 7.11.16

Sportsucht im Marathonsport

 

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sich Silke Hippler mit dem Thema auseinandergesetzt. "Zur Prävalenz der primären Sportsucht im Marathonsport - eine Online-Befragung" so lautet der Arbeitstitel und auch LaufReport-Leser waren vor Wochen angehalten, an der Befragung teilzunehmen. Mit der Auswertung der Befragung schließt die Arbeit. Eine kurze Zusammenfassung ist ihr voran gestellt. Das Thema weckt aber sicher das Interesse von Läuferinnen und Läufern soweit, dass man es nicht beim Lesen der Zusammenfassung belässt.

Zum Beitrag von Silke Hippler im LaufReport klick HIER

Das Medical Team von SCC EVENTS informiert

Bei Langstrecken-Wettbewerben wie Halbmarathon- oder Marathonläufen bestehe kein höheres Risiko, eine Herzattacke zu erleiden als im sonstigen Leben. Dies wurde jetzt im Rahmen einer Langzeit-Studie in den USA festgestellt, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde (Cardiac Arrest during Long-Distance Running Races).

In die Untersuchung flossen die Daten von 10,9 Millionen Läuferinnen und Läufern ein, die zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 31. Mai 2010 an Marathon- und Halbmarathonläufen in den USA teilgenommen hatten. In diesem Zeitraum erlitten 59 Teilnehmer einen Herzstillstand, 42 davon starben. Von den 59 Betroffenen waren 51 Männer, wobei anzumerken ist, dass in den USA der Frauenanteil bei Halbmarathon- und Marathonläufen deutlich höher liegt als in Europa; teilweise sind dort in etwa gleich viele Frauen wie Männer am Start solcher Veranstaltungen.
Dies bedeutet, dass Herzattacken bei Laufwettbewerben nicht häufiger auftreten als im normalen Leben. "Die Tatsache, dass es sich dabei in der Regel um sportlich aktive Menschen handelt, die auch sonst einen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil pflegen, spielt insofern eine untergeordnete Rolle, als einerseits familiäre Dispositionen (Herzerkrankungen bei Eltern, Geschwistern und nahen Verwandten) und andererseits unerkannte Vorerkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck) eine wichtige Rolle spielen", erklärte Dr. Lars Brechtel, medizinischer Direktor des BMW BERLIN-MARATHON.

Im Vergleich mit der Studie aus den USA liegt die Häufigkeit für schwere kardiale Zwischenfälle beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON und beim BMW BERLIN-MARATHON, den beiden größten deutschen Laufveranstaltungen ihrer Art, im Vergleichszeitraum zwischen 2000 und 2011 leicht höher. Dies begründet sich einerseits bereits mit dem Hinweis der Autoren, dass die Häufigkeit in ihrer Studie möglicherweise unterschätzt wird, weil nicht alle Zwischenfälle erfasst werden konnten. Auch unterscheidet sich die Geschlechterverteilung der Teilnehmer in den USA deutlich von der in Europa. Während in Berlin ca. 75% der Teilnehmer Männer sind (diese tragen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Zwischenfälle in sich), gehen in den USA etwa gleichviele Männer wie Frauen an den Start. So waren auch in den vergangenen Jahren bei den beiden Berliner Großveranstaltungen ausschließlich Männer von derartigen Vorfällen betroffen.

Auffallend ist, dass das zugrunde liegende Krankheitsspektrum deutlich unterschiedlich ist. Während in den USA insbesondere die hypertrophe Kardiomyopathie - eine genetisch bedingte Herzerkrankung - in ca. der Hälfte aller Fälle für die schweren kardialen Zwischenfälle verantwortlich gemacht wurde, stehen in Berlin typischerweise die Fälle mit Minderdurchblutung des Herzens bedingt durch eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße und die daraus folgenden Herzinfarkte im Vordergrund.

Gegenüber den USA ist die Überlebenschance bei schweren kardialen Zwischenfällen in Berlin jedoch besser, was durch die gute medizinische Versorgungsstruktur und die präventiven Bemühungen des Medical Teams von SCC EVENTS erreicht wird.

Auffallend ist, dass ein Drittel der betroffenen Läufer in den USA in den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf bereits kardiale Symptome aufwies. 17% hatten zudem eine positive Familienanamnese, 10% Anzeichen einer viralen Infektion in den letzten zwei Wochen vor dem Vorfall. Somit wäre eine weitere Reduktion der Zwischenfälle möglich, wenn entsprechende Screening-Angebote wie der PAPS-Test (Persönlicher Aktivitäts- und Präventions-Screening-Test) und entsprechend daraus resultierende sportärztliche Untersuchungen konsequent genutzt werden würden. Ebenso sollte auf einen Start bei Vorliegen eines Infektes in den Wochen vor dem Rennen verzichtet werden.

Der PAPS-Test ist seit Jahren in den Anmeldeprozess bei allen Veranstaltungen von SCC EVENTS integriert und gibt den Teilnehmern erste Hinweise auf ein möglicherweise individuell erhöhtes Risiko. Sportmedizinische Voruntersuchungen können durch diesen Test nicht ersetzt werden. Sie sollten vielmehr von jedem Läufer eigenverantwortlich vor einer Teilnahme an Laufveranstaltungen wahrgenommen werden.

SCC-Pressemitteilung von Thomas Steffens vom 18.01.2012

Nur ein Marathon ist ein Marathon

Ist der "Marathon" im Sinne einer Laufveranstaltung 42.195 Meter lang oder bloß 38 Kilometer? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an, in welcher Sportart man aktiv ist. Im Laufsport ist weltweit eine exakte Streckenvermessung etabliert. Im Triathlon ermöglicht das Regelwerk hingegen Abweichungen von bis zu zehn Prozent. Dem entspricht auf der Marathondistanz eine Kürzung um 4,2 Kilometer! "Triathlonstrecken können nicht als ordnungsgemäß vermessene Distanzen gelten, solange nicht die gleichen Vorgangsweisen wie im Straßenlauf angewandt werden", so Hugh Jones von AIMS, der Vereinigung der Internationalen Marathons und Straßenläufe. Der Vienna City Marathon betont, dass Laufleistungen bei Triathlons deshalb relativiert werden müssen und der Name "Marathon" im Laufsport wie eine Marke positioniert werden soll. ... weiter geht es HIER

PRESSE-INFO VIENNA CITY MARATHON, 4. Oktober 2011

Dokumentarfilmer Michael Schwarz traf Läufer Horst Preisler:

Videoinstallation „Lebenslauf“ – jetzt preisgekrönt

Als Preisler die Anfrage erreichte, ob er bereit sei, an einem solchen Projekt mitzuwirken, war sein erster Gedanke: „Klar, so kann ich doch jungen Menschen helfen, ein solches Projekt zu gestalten.“ Zum Beitrag von Wolfgang W. Schüler im LaufReport klick HIER

 

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