Banner anklicken - informieren & anmelden
LaufReport-Info zum Schwarzwald Marathon HIER
LaufReport-Info GELITA Trail Marathon Heidelberg HIER
LaufReport-Info zum Marathon Deutsche Weinstraße HIER

Großes DLV-Aufgebot für die WM in Doha (27.9.-6.10.2019)

71 Athletinnen und Athleten des Deutsche Leichtathletikverbandes können in Doha (Katar) antreten. Das Team qualifizierter und von der IAAF eingeladener Sportler gab der DLV am 16. September bekannt. Aufgrund der klimatischen Bedingungen stellt die bewusst spät in der Saison terminierte Weltmeisterschaft besondere Herausforderungen. Die WM-Erfahrungen gelten für die Vorbereitung der Olympischen Spiele 2020 als extrem wertvoll. Auf der Marathondistanz werden jedoch gar keine DLV Athleten antreten. Auf den Laufdistanzen traut der DLV Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen) einen Podiumsplatz zu.

Mittel- und Langstrecken DLV-Team für die WM 2019 in Doha (Katar):

 
  Frauen
800m Christina Hering LG Stadtwerke München
Katharina Trost LG Stadtwerke München
 
1500m Caterina Granz LG Nord Berlin
Hanna Klein SG Schorndorf 1846
Konstanze Klosterhalfen TSV Bayer 04 Leverkusen
 
5.000m Hanna Klein SG Schorndorf 1846
Konstanze Klosterhalfen TSV Bayer 04 Leverkusen
Alina Reh SSV Ulm 1846
 
10.000m Alina Reh SSV Ulm 1846  
3.000 m Hi Gesa Felicitas Krause Silvesterlauf Trier e.V.  
20 km Gehen Saskia Feige SC Potsdam  
     
  Männer  
800m Marc Reuther LG Eintracht Frankfurt  
1500m Amos Bartelsmeyer LG Eintracht Frankfurt  
5.000m Sam Parsons LG Eintracht Frankfurt
Richard Ringer LC Rehlingen
 
3.000 m Hi Karl Bebendorf Dresdner SC 1898
Martin Grau LAC Erfurt TopTeam

 
20 km Gehen
Nils Brembach SC Potsdam
Christopher Linke SC Potsdam
Hagen Pohle SC Potsdam
 
50 km Gehen Carl Dohmann SCL Heel Baden-Baden
Jonathan Hilbert LG Ohra Energie
Nathaniel Seiler TV Bühlertal
 

Aus Doha wird für LaufReport berichten: René van Zee

wawa, 21.9.2019 

Der HVB Citylauf Aschaffenburg ist tot –
                        es lebe der Citylauf Aschaffenburg          

Vom ersten Jahr an unterstützte die HypoVereinsbank den Citylauf in Aschaffenburg, dessen Geschichte 1996 als Hypo-Lauf begann und der sich rasant und stetig zu einem sportlichen und gesellschaftlichen Großevent entwickelt hat.

 

Gründer und noch immer Renndirektor ist Günter Guderley, pensionierter Bankdirektor und passionierter Ausdauersportler. Seit 24 Jahren ist der Citylauf Aschaffenburg Magnet für die unterfränkische Laufszene und weit darüber hinaus. Sich etwa im A-Lauf mit internationaler Elite zu messen, ist für die Regio-Stars ein Saisonhighlight. Mit allein 2483 Schülerinnen und Schülern und zuletzt insgesamt 4671 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Ziel, hat sich der Aschaffenburger Citylauf zu einem herausragenden Großereignis am Untermain entwickelt.

Günter Guderley - moderiert als Renndirektor
seinen Citylauf zeiweise gern selbst

Nicht gänzlich überraschend wurde nun bekannt, dass sich die HypoVereinsbank zurückzieht. Längst war es mehr als eine Vorahnung, dass dieser Schritt erfolgen würde und der Namenssponsor sein dankenswert langjähriges Engagement beendet. Dass dies nun doch schon vor der 25. Austragung geschieht, das sieht Günter Guderley auch als Chance und Starthilfe für die Zukunft des Aschaffenburger Citylaufs. Denn sich neu aufzustellen, gelingt zum Jubiläumslauf bestimmt besser, als im Jahr danach.

"Der 25. Citylauf soll am 15. Mai 2020 stattfinden", so Renndirektor Guderley. Wichtige Weichen sind schon gestellt. Für den ausfallenden Ausrichter HVB Sportclub ist bereits der Aschaffenburger Ausdauersportverein LuT eingesprungen. Die LuT Vorstandsvertreter Holger Finkelmann und Marco Schneider, namhafte Sportgrößen am Untermain und gerade von einer weiteren erfolgreichen Teilnahme am Transalpine Run zurückgekehrt, den sie nach 44:38:21 Stunden Laufzeit auf Rang 18 der Masters Wertung beendeten, gaben die positive Entscheidung des LuT Aschaffenburg am Dienstag bekannt.

Erste Signale lokaler Sponsoren sowie des Medienpartners Main-Echo lassen Günter Guderley hoffen, dass es ihm rasch gelingt, die entstandene Finanzlücke zu schließen. "Bis Ende Oktober laufen jetzt die entscheidenden Gespräche mit den Sponsoren", sagt Günter Guderley. Ist die Finanzierung dann nicht gesichert, wird der Citylauf Aschaffenburg eingestellt werden müssen. Mit Einsparungen das Budget zu kürzen, sollten neue Sponsoren nicht ausreichend zu gewinnen sein, dazu ist Rennleiter Guderley kaum bereit. Er verspricht: "Die Teilnehmer können beim Jubiläumslauf das erwarten, was sie seit Jahren vom Aschaffenburger Citylauf gewohnt sind."

Noch eine gute Nachricht: Das Kernteam der Organisation um Renndirektor Guderley hat ihm zugesagt: "Wir machen weiter!"

Text und Foto © LaufReport, Walter Wagner, am 11. September 2019 

LaufReport-Beitrag zum 24. Aschaffenburg Citylauf 2019 HIER

Titelverteidiger Robbie Simpson gewinnt erneut den Jungfrau-Marathon

Titelverteidiger Robbie Simpson (GBR) gewinnt erneut den Jungfrau-Marathon
Robbie Simpson sicherte sich beim traditionsreichen Jungfrau-Marathon erneut den Sieg. Der Schotte blieb mit 2:59:29 Stunden unter der Drei-Stunden-Marke und distanzierte den Marokkaner Abdelhadi El Mouaziz um 2:35 Minuten und den Kolumbianer William Rodriguez Herrera um 2:47 Minuten. Bei den Frauen siegte Simone Troxler (Chardonne) vor Theres Leboeuf (Aigle) und Sara Willhoit (GBR).

Robbie Simpson kennt die Strecke, die von Interlaken auf die Kleine Scheidegg auf 2061 m.ü.M. führt, in- und auswendig. Bei seiner fünften Teilnahme kam der Titelverteidiger aber erst am Schluss auf Touren. Bis Kilometer 38 führte ein Trio mit El Mouaziz, dem Eritreer Petro Mamu und Rodriguez Herrera. El Mouaziz, der schon die Marathons in London und New York gewinnen konnte, debütierte bei der 27. Austragung in Interlaken. Knapp vier Kilometer vor dem Ziel drehte Simpson auf und hängte in einem unglaublichen Finish seine Konkurrenten ab. "Ich habe mich heute gar nicht so gut gefühlt. Erst am Schluss ging es für mich auf. Deshalb freut mich dieser Sieg umso mehr", so Simpson.

Von den 4000 Läuferinnen und Läufern, die in Interlaken von der fünffachen OL-Weltmeisterin Judith Wyder auf die Strecke geführt wurden, klassierte sich der Zürcher Stephan Wenk als bester Schweizer im sechsten Rang. Der 36-Jährige, der dieses Jahr bereits den Swissalpine-Marathon gewann und beim "Eiger Ultratrail" Zweiter wurde, war mit seiner Platzierung mehr als zufrieden: "Ab Kilometer 10 habe ich mich immer wohler gefühlt und es lief mir wirklich sehr gut. Das Wetter spielte für mich heute keine grosse Rolle. Trotzdem fehlte mir ganz am Schluss die Substanz und ich büsste noch zwei Plätze ein. Meine Zeit von 3:05:23 Stunden ist mein bestes Resultat überhaupt", freute sich der erschöpfte Wenk.

Eine "superglückliche" Siegerin

Von der Atmosphäre auf den 1829 Höhenmetern schwärmte Simone Troxler, die Favoritin und Siegerin bei den Frauen. "Es war einfach ein wunderschönes Erlebnis. All die Glocken, Alphörner und so vieles mehr - es war genial." Die Waadtländerin gab im vergangenen Jahr ihr Debüt am Jungfrau-Marathon und ist auch eine starke Strassenläuferin, wie sie 2018 mit Rang 2 am Lausanne-Marathon bewies. Die Strecke auf die Kleine Scheidegg verlangte der 23-Jährigen alles ab. "Ich musste ab Wengen sehr leiden. Die Kälte war krass und ich hatte Krämpfe. Ich wusste wirklich nicht, wie ich da noch den Berg hochkommen soll und es war auch mental schwierig, weil ich das Feld allein anführte", gab Troxler zu. Mit ihrer Zeit von 3:36:13 Stunden war sie trotz aller Schwierigkeiten nur drei Minuten langsamer als im Vorjahr. Auf dem zweiten Platz klassierte sich Theres Leboeuf aus Aigle mit einem Rückstand von 1:34 Minuten.

Grosse Herausforderung mit dem Wetter

Der Kälteeinbruch und Schneefall der vergangenen Tage stellte das Organisationskomitee vor grosse Herausforderungen. "Wir haben auf der Strecke dank grossartigen Helfern den Schnee weggeräumt und wir wussten, dass wir mit etwas Regen und viel Nebel zu kämpfen haben würden", sagte OK-Präsident Toni Alpinice. Sein Team hat in den letzten Stunden unermüdlich daran gearbeitet, dass alle Läuferinnen und Läufer im Ziel auf der Kleinen Scheidegg ankommen. "Wir haben über 5000 Wärmefolien bereitgestellt und zusätzlich dafür gesorgt, dass wir noch mehr warme Getränke verteilen konnten".

Populäre Rennen auf der Höhematte in Interlaken

Am Tag vor dem grossen Marathon nutzen jeweils etliche Para-Athleten die Möglichkeit, ihre Schnelligkeit unter Beweis zu stellen. So dominierte einmal mehr die Pararace-Meile Marcel Hug vor Beat Bösch und Heinz Frei. Bei den Frauen siegte Manuel Schär vor Sandra Graf.

Jungfrau-Minirun und Mini-Marathon - die Rennen für alle

Kurz nach 15 Uhr machten sich auch die Kleinsten auf zu ihren Rennen. Der Jungfrau-Minirun in Kategorien von MuKi und VaKi bis zu den U16-Kids stösst immer auf viel Interesse. Ein Erlebnis war bestimmt nicht nur der Lauf. Vielen Kindern wurden die Medaillen vom ehemaligen Weltcup-Skirennfahrer und Weltmeister Marco Büchel übergeben.

Resultate Männer und Frauen HIER

Pressemitteilung Jungfrau Marathon 2019 vom 7.9.2019

Clara Hartmann, Teamsprecherin des Koberstädter Waldmarathon und Abteilungsleiterin SG Egelsbach Triathlon, informierte am 20.08.2019 über die Absage des 41. Koberstädter Waldmarathon: Leider haben das zuständige Forstamt und die Gemeinde Egelsbach heute die Entscheidung getroffen, dass der Koberstädter Waldmarathon (am 25.8.19) nicht genehmigt werden kann. Aufgrund der Unwetterschäden sind die Sicherheit der Teilnehmer im Wald und der Rettungswege für die Einsatzfahrzeuge des DRK nicht gewährleistet.

Kommentar zur Absage des 41. Koberstädter Waldmarathon

von Thomas Disser 

Der Koberstädter Waldmarathon am 25.08.2019 findet nicht statt. Mein nächster Lauf-Report aus der Sicht eines Marathon-Teilnehmers war hierfür geplant. Ich war genauso motiviert für diesen Bericht, wie das neue Organisations-Team, das aus der Triathlon-Abteilung der SG Egelsbach entstanden ist. Mit neuem Schwung trat das Team an die nicht leichte Aufgabe heran, nach der 40. Austragung 2018 das Heft in die Hand zu nehmen. Dem Team war gelungen, Bewährtes beizubehalten und damit auch die Wiederholungstäter nicht zu verprellen, und gleichzeitig über die neuen Medien einen völlig anderen Läuferkreis anzusprechen. Über 800 Voranmelder über die verschiedenen Distanzen vom Kinderlauf bis zur Marathondistanz bestätigen das.

Wer am vergangenen Sonntag gegen 18 Uhr Zeuge des verheerenden Unwetters im Kreis Offenbach wurde, konnte sich eigentlich nicht vorstellen, dass eine Woche danach der Koberstädter Waldmarathon stattfindet. Die über 1000 Einsätze von Feuerwehr und anderen Hilfsdiensten im Kreisgebiet sprechen für sich. Zum Glück gab es keine Todesopfer, gut 20 Personen wurden verletzt. Ansonsten viele Schäden an Gebäuden und Autos. Viele Waldwege sind nicht mehr existent, es müssen viele tausend Bäume sein, die die Forstleute in den nächsten Monaten zu beseitigen haben. Wir Läufer können unsere Lieblings-Strecken durch die Wälder erst mal streichen.

Das Orga-Team hatte in seiner Krisensitzung 3 Tage vor dem Lauf keine andere Wahl als die Absage zu beschließen. Die Forst-Behörden, in diesem Fall sogar zwei, da in zwei Landkreisen zu laufen wäre, konnten keine Genehmigung erteilen. Die Sicherheit für die Läufer und die für eine Veranstaltung in dieser Größenordnung notwendigen Rettungsfahrzeuge war nicht zu gewährleisten. 38 der 42 Marathon-Kilometer verlaufen im Wald.

In früherer Zeit wurde der Koberstädter schon mal kurzfristig verlegt, allerdings bei deutlich geringeren Schäden. Eines der Forstämter war bereit, einen Streckenteil freizugeben. In heutiger Zeit haben sich die Maßstäbe, wie weit man einen Ermessensspielraum auslegt, allerdings verschoben. Risiken geht niemand mehr ein, zu schnell wird man wegen irgendwas verklagt. Mein Verein musste in den 1990er Jahren den "Seligenstädter Wasserlauf", der üblicherweise am Mainufer entlang stattfindet, wegen Hochwassers kurzfristig ins Stadtgebiet verlegen. Das war auf dem kurzen Dienstweg mit Behörden-Segen sogar möglich, heute unvorstellbar.

Wie dem auch sei, der 41. Koberstädter Marathon findet am letzten Sonntag im August 2020 statt. Einen Nachholtermin in diesem Jahr wird es nicht geben, organisatorisch nicht machbar und ohne Kollision mit einem anderen Lauf. Die Waldwege müssen auch noch geräumt werden, das dauert. Die diesjährigen Voranmelder werden einen Rabatt erhalten. Das junge Orga-Team bleibt hoffentlich bei der Stange. Wer als Veranstalter eine solche Situation bewältigt, muss dann auch mit einem "schönen Lauf" belohnt werden. Ich bin dabei!

Foto © LaufReport / Thomas Disser 

Kommentar von Thomas Disser vom 23.08.2019

Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER

Tragisches Unglück überschattet das Südtirol Ultra Skyrace

Bozen, 27. Juli 2019 - Die siebte Ausgabe des Südtirol Ultra Skyrace 2019 wurde am Samstagabend von einem tragischen Unglück überschattet. Eine Teilnehmerin aus Norwegen wurde im Bereich des Kratzberger Sees von einem Blitz getroffen und dabei tödlich verletzt.

Zu dem Unglück kam es gegen 19.15 Uhr. Eine mehrköpfige Gruppe war im Bereich des Kratzberger Sees auf rund 2.120 Metern Seehöhe unterwegs, als eine 44-jährige Athletin aus Norwegen während eines Gewitters von einem Blitz getroffen und verletzt wurde. Rund 30 Minuten vor dem Unglück war das Rennen wetterbedingt unterbrochen und die Teilnehmer bei Antran, der Hirzerhütte und beim Kesselberg aufgehalten worden. Einige Athleten befanden sich in diesen Streckenabschnitten jedoch außerhalb der Reichweite der Streckenposten. So auch jene Gruppe mit der verunglückten Norwegerin.

Athleten, die das Unglück beobachtet hatten, setzten den Notruf ab. Die Verunglückte wurde nach der Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber Pelikan I umgehend ins Krankenhaus Bozen geflogen, erlag jedoch ihren Verletzungen.

"Wir sind geschockt und tief erschüttert über dieses tragische Unglück", so Josef Günther Mair, Leiter des OK Teams des Südtirol Ultra Skyrace. "Den Angehörigen der verunglückten Athletin drücken wir unser tiefstes Mitgefühl aus."

Die für Sonntag, 11 Uhr angesetzte Siegerehrung wurde abgesagt.

Veranstalter-Pressemitteilung, Hannes Kroess - hkmedia, vom 28.7.2019

13.-19. Mai 2019 - ISF-World Schools Championship in Split/Kroatien

 

Inzwischen ist wieder Alltag für die Schüler-Weltmeisterinnen aus Magdeburg. Täglich also Schule, Training, vielleicht mal ein Stadtbummel, aber immer den Fokus gerichtet auf die Doppelbelastung von Ausbildung und Leistungssport. Die sechs Mädchen, die vor einem Monat den Titel der ISF-World Schools Championship gewonnen haben, fallen im Schülergewusel am Magdeburger Sportgymnasium nicht weiter auf.

Das große Plakat im Eingangsbereich weist jedoch auf den großen Erfolg der sechs Leichtathletinnen hin, und auch die Besucher im Sekretariat sehen den großen "Pott" auf dem Empfangstresen. Dieser "erzählt" von der großartigen Leistung der Sportgymnasiastinnen im kroatischen Split und ihrem Goldcoup.

» ...zum Beitrag von Almuth Steinhoff im LaufReport HIER

Patrick Wieser neuer Renndirektor beim Jungfrau-Marathon

Der 27. Jungfrau-Marathon wird am 7. September 2019 mit einem neuen Renndirektor gestartet. Der langjährige Bergläufer Patrick Wieser hat diese Position übernommen. Der Verkaufsrekord und Judith Wyder als Ehrenstarterin versprechen zudem einen aussergewöhnlichen Event vor wunderschöner Kulisse von Interlaken bis auf die kleine Scheidegg.

Ganze zehnmal ist er selber den schönsten Marathon der Welt gelaufen, 2008 wurde er beim Jungfrau-Marathon Dritter und 2012 im Rahmen der Berglauf Langdistanz Weltmeisterschaft Vierter. Nachdem Patrick Wieser seine Karriere als Bergläufer an den Nagel gehängt hat, fokussiert er sich auf sein Amt des Renndirektors: "Ich konnte einmal auf den dritten Platz laufen, dank meiner neuen Aufgabe habe ich jetzt eine andere Perspektive."

 

Für Wieser, der als Kantonspolizist in Zürich arbeitet und im 2014 EM-Team-Bronze im Marathon holte, ist der Jungfrau-Marathon ein ganz spezieller Lauf: "Für mich ist das eine Herzensangelegenheit, denn ich fühle mich sehr verbunden mit dem Jungfrau-Marathon. Dass ich bei diesem aussergewöhnlichen Anlass als Renndirektor dabei sein kann, erfüllt mich mit Stolz und viel Freude."

Neuer Verkaufsrekord
Schon im vergangenen Jahr waren alle verfügbaren Plätze innert Kürze ausgebucht. 2019 ging es noch schneller. Am 14. Februar 2019 startete der Verkauf. Innert 36 Stunden gingen alle noch 4000 offenen Startplätze über den Tisch, das ist neuer Rekord! Die Beliebtheit des prestigeträchtigen Jungfrau-Marathons scheint grenzenlos.

Judith Wyder 2019 Ehrenstarterin
Die fünffache OL-Weltmeisterin und sechsfache OL-Europameisterin Judith Wyder wird am 27. Jungfrau-Marathon als Ehrenstarterin dabei sein. Wyder hat im vergangenen Jahr ihre Karriere als aktive OL-Profiathletin beendet und schickt die 4000 Läuferinnen und Läufer 2019 auf die Strecke.

UNESCO Welterbe-Trophy: Jungfrau-Marathon und Aletsch Halbmarathon
Der Jungfrau-Marathon gehört zusammen mit dem Aletsch Halbmarathon zu den beliebtesten Berglaufveranstaltungen in Europa. Beide führen durch die überwältigende Natur des UNESCO Welterbes Swiss Alps Jungfrau-Aletsch. Ab diesem Jahr können die beiden Laufklassiker gemeinsam unter der UNESCO Welterbe-Trophy erlebt werden. Das Ziel dabei ist, auf die Einmaligkeit und Erhaltung der Natur dieser Region aufmerksam zu machen. Beide Läufe waren rasch ausverkauft und bieten ihren Läuferinnen und Läufern nun die Möglichkeit, zur Vorbereitung an einem Trainingsweekend teilzunehmen.

Neue Sponsoren
Seit Anfang Jahr hat der Lauf über 42,195 km neue Sponsoren. Für die Unterstützung von CRAFT, Events Sponsor, Bank EKI, Bergstern, Visana, Levuro, Fuchs + Partner Treuhand AG und Bank Valiant ist der Jungfrau-Marathon sehr dankbar.

Pressemitteilung des Jungfrau Marathon vom 9.5.2019 - Foto: Veranstalter

34. Haspa Marathon Hamburg

Tadu Abate und Dibabe Kuma sorgen für äthiopischen Doppelsieg

19.260 Läuferinnen und Läufer erfolgreich im Ziel

Hamburg, 28. April 2019. Die Äthiopierin Dibabe Kuma war bei ihrer Wettkampfpremiere in Hamburg nach 2:24:41 schnellste Athletin im Ziel auf der Karolinenstraße und strich damit 15.000 Euro Preisgeld ein. Ihr Landsmann Tadu Abate ging nach 2018 bereits zum zweiten Mal an den Start eines Haspa Marathon Hamburg. Nach seinem zweiten Platz im Vorjahr sicherte er sich in einem spannenden Zielsprint das Siegerband in 2:08:25 Stunden und damit 25.000 Euro Preisgeld. Dabei distanzierte Abate seinen Landsmann Ayele Abshero - ebenfalls zum zweiten Mal nach 2018 in Hamburg - um eine Sekunde. Fünf Sekunden hinter dem Vorjahresdritten lief der Olympiasieger von 2012, Stephen Kiprotich über die Ziellinie auf der Karolinenstraße. Für den Mann aus Uganda war es gar die dritte Teilnahme nach 2017 (Rang 2) und 2018 (Rang 5). Noch nie in der 34-jährigen Geschichte des Marathons in Hamburg lagen die ersten drei Läufer im Ziel so eng beieinander. Top-Favorit Abel Kirui (KEN), der eigentlich einen neuen Streckenrekord im Visier hatte, musste hingegen bereits vor der 20- Kilometermarke aussteigen. Große Freude herrschte wiederum vor allem beim Sieger Tadu Abate: "Der erste Marathonsieg ist immer etwas Besonderes, deswegen freue ich mich auch besonders. Die Zeiten sind da nebensächlich, zumal ich mich sehr auf das Wetter einstellen musste, was aber natürlich auch für die anderen galt. Ayele und ich haben uns während des Rennens gegenseitig unterstützt."

Noch nie in der Geschichte des Marathons in Hamburg hatten drei Athleten im Ziel zeitlich so nah einander gelegen.

Im Rennen der Frauen hatte sich die Mitfavoritin Dibaba Kuma bereits kurz nach der Halbmarathonmarke von der Konkurrenz abgesetzt und lief ab dann ein einsames Rennen, das sie mit deutlichem Vorsprung nach 2:24:41 Stunden gewann und dabei für die sechstbeste je in Hamburg erreichte Zielzeit sorgte. Auf Rang zwei folgte die Kenianerin Magdalyne Masai in 2:26:02, Dritte wurde Failuna Matanga (Tansania) in 2:27:55. Die als Top-Favoritin gestartete Portugiesin Jessica Augusto (POR) - sie hatte das Hamburger Rennen im Jahr 2017 gewonnen - musste wegen muskulärer Probleme nach Kilometer 28 aussteigen.

Bester deutscher Läufer war Frank Schauer (Tangermünder Elbdeichmarathon) auf Rang 26 nach 2:16:55 Stunden. Thea Heim (LG Telis Finanz Regensburg) kam bei ihrem Marathondebüt als 15. nach 2:36:10 Stunden ins Ziel.

Insgesamt waren ab 8.24 Uhr drei Handbiker sowie 19.744 Läuferinnen und Läufer in den drei Wettbewerben Marathon, Halbmarathon und Staffelmarathon an den Start gegangen. Für die Teilnehmer/innen des Marathons sowie die Startläufer/innen der Staffeln gaben um 9:30 Uhr Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Haspa Vorstand Jürgen Marquardt den Start frei, traditionell per Schiffsglocke. Insgesamt 19.260 Läufer/innen - davon 10.096 Marathonteilnehmer/innen - waren bis zum offiziellen Wettkampfschluss um 15.50 Uhr im Ziel.

Tags zuvor hatte das Zehntel, Norddeutschlands größter Kinder- und Jugendlauf bei feinstem Sonnenschein für einen erfolgreichen Auftakt des Veranstaltungswochenendes gesorgt. 8.325 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen fünf und 17 waren nach drei Läufen erfolgreich im Ziel.
"Wir haben erneut ein großes Marathonwochenende mit vielen spannenden und meist glücklichen Geschichten, Gefühlen und Bildern gesehen und erlebt. Diese werden sicher für viele positiv in Erinnerung bleiben und damit diese 34. Ausgabe des Haspa Marathon Hamburg als sehr erfolgreich dastehen lassen", fasste Chef-Organisator Frank Thaleiser das Veranstaltungswochenende zusammen.
Die 35. Ausgabe des Haspa Marathon Hamburg findet am 19. April 2010 statt.

Ergebnisse und weitere Informationen unter: www.haspa-marathon-hamburg.de

Presse-Info vom 29.4.2019 von Reinald Achilles -Leiter Kommunikation-
Marathon Hamburg Veranstaltungs GmbH

Top 10-Ergebnisse
Männer
1. Tadu Abate ETH 2:08:25
2. Ayele Abshero ETH 2:08:26
3. Stephen Kiprotich UGA 2:08:31
4. Jiksa Tolosa ETH 2:08:51
5. Lucas Rotich KEN 2:09:48
6. Robert Chemonges UGA 2:09:59
7. Ryu Takaku JPN 2:10:02
8. Jonathan Korir KEN 2:10:08
9. Kohei Ogino JPN 2:10:15
10. Mert Girmalegesse TUR 2:11:07
Frauen
1. Dibabe Kuma ETH 2:24:41
2. Magdalyne Masai KEN 2:26:02
3. Failuna Matanga TAN 2:27:55
4. Veronica Nyaruai KEN 2:29:14
5. Hanna Lindholm SWE 2:29:34
6. Madai Perez MEX 2:30:04
7. Elena Loyo ESP 2:31:13
8. Linet Toroitich UGA 2:32:52

Finisherrekord für den Rosbacher Main-Lauf-Cup

Gesamtsieger sind erstmals Markus Heidl und Franziska Baist

Der Rosbacher Main-Lauf-Cup ist die größte Laufserie im Rhein-Main-Gebiet. Dass der Laufsport in der Rhein-Main-Region weiterhin boomt, belegen nicht nur die vielen Lauftreffs und Trainingsangebote in und um Frankfurt, sondern auch die Zahlen des vergangenen Laufcups. Die Agentur motion events, die auch verantwortlich für den Mainova Frankfurt Marathon Ende Oktober ist, übernahm die Organisation für den Cup seitens der Stadt Frankfurt im Jahr 2010. Im Jahr 2010 absolvierten 210 Teilnehmer fünf oder mehr Wertungsrennen, 2012 bereits 354 und im Vorjahr 2017 wurden mit 511 ein neuer Finisherrekord aufgestellt. Doch auch dieser hielt nicht lange. Zum Jahresende 2018 konnten die Veranstalter 545 Finisher vermelden. Seit der Übernahme konnten nicht nur die Finisherzahlen um das 2,5fache gesteigert werden, auch der Anteil der Frauen bei den Erwachsenen ist erfreulicherweise gestiegen. Während 2010 "nur" 39 Frauen (zu 135 Männern) beim Cup erfolgreich teilnahmen, sind es 2018 mittlerweile 152 Finisherinnen (zu 300 Männern). Hinzu kommen für das Jahr 2018 die 93 Schülerinnen und Schüler. Insgesamt wurden im Vorjahr über 17.000 Läuferinnen und Läufer bei den zehn Laufveranstaltungen gezählt.

Gesamtsieger Männer und Frauen v.l.n.r. Philipp Bartels, Lena Becker, Markus Heidl, Franziska Baist, Pia Bohland, Hendrik Pörschke - Foto © "motion events/Peter Jörg"

Vom Motto "Laufen hilft" über die Entwicklung zur hessischen Spitzenläuferin

Markus Heidl (Spiridon Frankfurt/ laufenhilft.de) und Franziska Baist (Team Main-Lauf-Cup) heißen die Gesamtsieger des 21. Rosbacher Main-Lauf-Cups. Beide Sportler sind zum ersten Mal ganz oben auf dem Treppchen und durchbrechen damit die Siegesserien Ihrer Vorgänger um Tilahun Babsa und Steffen Kothe bei den Männern sowie Kerstin Bertsch bei den Frauen.

2016 zog Markus Heidl noch den Kürzeren, wurde Gesamtvierter und verpasste den Platz auf dem Podest. Ein Jahr später und somit bei der letzten Siegerehrung des Cups 2017 konnte er sich bereits über den 3. Platz hinter Aaron Bienenfeld und Tilahun Babsa freuen. 2018 nutzte er die Chance und darf sich über den verdienten Gesamtsieg beim Main-Lauf-Cup freuen. Heidl absolvierte neun von insgesamt zehn Läufen, holte damit drei Bonuspunkte, zwei Tagessiege in Seligenstadt (25km in 1:30:31 Std.) und Offenbach (10km in 33:24min) sowie jeweils zwei zweite und dritte Plätze. 496 Punkte in der Gesamtwertung waren für seine beiden Verfolger Philipp Bartels (Spiridon Frankfurt/ 490) und Hendrik Pörschke (ESV Blau Gold Frankfurt/ 488) uneinholbar. 2018 war ein erfolgreiches Jahr für Heidl. Er meisterte neben dem Cup auch seine Doktorprüfung im Mai und den Mainova Frankfurt Marathon Ende Oktober. Mit einer Zeit von 02:37:12 Stunden war er siebtschnellster Hesse und verbesserte damit auch seine persönliche Bestzeit. Markus Heidl ist ein Laufenthusiast, er interessiert sich für Hintergründe, bereitet sich gezielt auf den Tag X vor und schreibt regelmäßig für LaufReport.de, Runners World oder seinen Blog laufenhilft.de. "Es gibt viele Stellschrauben, an denen man drehen kann. Irgendwas lässt sich immer noch optimieren", erzählt Heidl. Er ist aber nicht nur ein richtig guter Hobbyläufer, sondern er betreibt seinen Sport auch mit Herz und Seele. Sein Lebensmotto: Laufen hilft! "Laufen hilft, egal bei was. Bei Übergewicht zum Beispiel. Oder bei Langeweile. Bei Liebeskummer. Bei Trägheit, Faulheit, zu wenig Durchhaltevermögen. Wenn einem kalt ist oder wenn man Sorgen hat. Laufen hilft immer", so Heidl.

Siegerin des Main-Lauf-Cups ist erstmals Franziska Baist vom Team Main-Lauf-Cup. Doch wie kam die junge Athletin zum Laufen und vollzog diesen Leistungssprung? Baist stammt aus einer Läuferfamilie. Ihre Eltern nahmen früher an den Wochenenden regelmäßig an Laufwettbewerben teil und Franziska Baist startete ohne viel Training in den Schüler- und Jugendrennen. Sie war erfolgreich und doch verlor sie das Laufen rund um das Abitur und während des Studiums aus den Augen. Turnen war stets ihre erste Sportart, genoss Priorität. Auch heute noch ist sie aktives Mitglied im Turnverein, doch hat die Laufleidenschaft die Freude an Turnübungen überwölbt. Mit dem Umzug nach Bad Homburg 2012 schloss sie sich einem Lauftreff an. Als Ausgleich für den Bürojob. Am Frankfurter Marathon 2014 hatte Baist erstmals als Schlussläuferin ihrer Staffel teilgenommen. Die Atmosphäre am Start vor dem Messeturm: "magisch" wie sie sagt. Das Gefühl beim Einlauf in die Festhalle: "So toll, so dass mir klar wurde, dass ich unbedingt einmal die komplette Strecke schaffen möchte." Dass sie das Vorhaben direkt im Folgejahr 2015 so schnell verwirklichte, hatte sie selbst überrascht. Sie nutzte das Frankfurter Marathonprojekt, ein sechsmonatiges umfangreiches Training mit bis zu fünf Einheiten je Woche in der Gruppe, für eine professionelle Vorbereitung ihres ersten Marathons. "Alleine", weiß Franziska Baist, "hätte ich das nicht so durchziehen können. Zumal es alleine auch viel eintöniger wäre." Mit dem Spaß am Laufen kamen die sportlichen Fortschritte der Hessin, die gebürtig aus der Rhön stammt und in Bad Homburg lebt. Und die Fortschritte beflügelten wiederum ihre Ambitionen, bei ihrem ersten Start die Festhalle in deutlich unter vier Stunden zu erreichen. Und bereits bei ihrem ersten Marathon wurden Ehrgeiz und Motivation geweckt, den sie bis heute noch in sich trägt. Sie finishte 2015 in 03:42:27 Stunden.

Seit 2016 wird sie von der ehemaligen Spitzensportlerin und Projektleiterin des Main-Lauf-Cups, Petra Wassiluk, trainiert. Wassiluk hatte bereits damals im Gespür, dass Baist eine disziplinierte und ehrgeizige Läuferin ist, die noch einen Leistungssprung vor sich hat. Und sie behielt recht. Den Mainova Frankfurt Marathon 2016 absolvierte Baist fast 30 Minuten schneller als im Vorjahr (03:15:24 Stunden). Im Main-Lauf-Cup wurde sie Siebte in der Gesamtwertung. Im Jahr darauf schaffte sie den Sprung auf das Treppchen und wurde Dritte. 2018 wurde dann zu ihrem persönlichen Erfolgsjahr. Zweite beim Brüder-Grimm-Lauf, Hessische Halbmarathon Meisterin in ihrer Altersklasse in 1:22:16 Stunden in Kassel sowie Gesamtvierte und Zweite in ihrer Altersklasse bei den Hessischen Meisterschaften in Marburg über die 10km auf der Straße in 37:59 Minuten. Gekrönt wurde das Jahr 2018 mit dem Gesamtsieg beim Cup. Dort lief Franziska Baist sieben Läufe mit, holte sich dabei vier Tagessiege in Hausen, Mühlheim, Neu-Isenburg, Rodheim sowie einen zweiten Platz in Dietzenbach-Steinberg. 498 Punkte in der Gesamtwertung sind im Jahr 2018 nicht von ihren beiden Konkurrentinnen Lena Becker (TGV Schotten / 485) und Pia Bohland (TuSpo Borken/ 484) einzuholen gewesen.

Die Teamsieger 2018: LG Rosbach-Rodheim und Bio Runner Rhein-Main

Bei den Erwachsenen holte sich bereits zum sechsten Mal das Team der Bio Runner Rhein-Main den Titel "Teilnehmerstärkstes Team". In diesem Jahr mit einem Ergebnis von insgesamt 40 Finishern. Seit 2005 starten jährlich zwischen 150 und 200 "BioRunner" unter der Leitung von Thomas Wolff, Geschäftsführer Querbeet, und Rolf Trippel bei verschiedenen Wettkämpfen in der Region und stellen beim Mainova Frankfurt Marathon Ende Oktober eines der größten Läuferteams. Auf die Gruppe wartet ein 50-Liter-Gutschein der Firma Krombacher. Die weiteren Podestplätze gingen an Spiridon Frankfurt (33) und den SC Steinberg (31), die sich über Biergutscheine von 30 bzw. 20 Liter freuen dürfen.
Bereits zum vierten Mal in Folge darf sich die LG Rosbach-Rodheim Teamsieger des BBF Junior Main-Lauf-Cups nennen und krönte damit wieder ihre gute Nachwuchsarbeit. 2018 schafften es 21 Schülerinnen und Schüler vier oder mehr Wertungsrennen zu absolvieren. Auf Platz zwei landete mit der TGS Niederrodenbach, ein neuer Verein unter den "TOP 3". 12 Nachwuchssportler konnten unter der Leitung des Abteilungsleiters Michael Grünewald beim Schülercup "finishen". Der dritte Platz ging mit 11 Finishern an Spiridon Frankfurt.

Die Lauftalente in der Region

Insgesamt 93 erfolgreiche Schülerinnen und Schüler und damit elf Nachwuchsläufer mehr als im Vorjahr absolvierten mindestens vier von zehn Wertungsrennen des BBF Junior Main-Lauf-Cups 2018. Die Altersklassenbesten waren Jonas Costa (TGS Niederrodenbach), Ben Jeritslev (LG Rosbach-Rodheim), Sara und Tabea Kiefer (SC Steinberg), Jan Büchner und Luise Brzoska (SG Frankfurt-Nied), Lara Grünewald (TGS Niederrodenbach) und Thorben Laurin Böttcher (ASC Darmstadt).

Unter diesen Siegern strahlen dabei einige Lauftalente mit der jungen Luise Brzoska, den Kiefern-Schwestern aus Dietzenbach und Lara Grünewald hervor. Tabea und Sara Kiefer treten nicht nur bei den Läufen des Laufcups als große Gruppe gemeinsam vom SC Steinberg an, sondern sind auch in ihren Altersklassen führend. Sara, die ältere der beiden Schwestern, gewann in der Weiblichen Jugend U16. Seit 2014 ist sie damit fünfmal in Folge Altersklassen-Siegerin, 2018 holte sie sechs Tagessiege. Auch Tabea steht ihr im Siegen nichts nach, sie wurde jeweils Altersklassensiegerin in den letzten sechs Jahren der U10, U12 und U14. 2018 machte sie alle 10 Läufe des Cups mit, holte sieben erste Plätze und damit die Maximalpunktzahl von 505. Einmal die Woche steht für beide ein Training mit Kisten, Seilen, Slalom, Koordination und Staffelspielen und natürlich dem Lauf-ABC an. Hinzu kommt einmal die Woche lockeres Lauftraining, um Kilometer zu sammeln.

Im Siegen steht den Kiefern-Schwestern Lara Grünewald, Jahrgang 2007, von der TGS Niederrodenbach nicht nach. Viermal nahm sie schon am Main-Lauf-Cup teil und gewann jeweils souverän ihre Altersklasse der unter Zehn- und Zwölfjährigen. 2018 wurde sie Dritte in der Altersklasse U12 beim Mini Marathon in Frankfurt mit einer Zeit von 18:41 Minuten über die 4,2 Kilometer. Beim Cup absolvierte sie acht Rennen und konnte ganze sieben Tagessiege für sich verbuchen. Unter allen Schülerinnen belegte die elfjährige Grünewald den 2. Platz hinter Sara (1.) und vor Tabea Kiefer (3.). Auch bei den jüngsten Schülern gibt es bereits Nachwuchstalente, die auf sich aufmerksam machen. Luise Brzoska von der SG Frankfurt-Nied gewann als Jahrgang 2010 gleich im ersten Jahr ihre Altersklasse der Weiblichen Kinder U10. Mit 123 Punkten, sieben ersten und einem zweiten Platz war sie uneinholbar für die Konkurrenz. In der Gesamtwertung der Schülerinnen im Cup belegt sie bereits den 14. Platz und das als Achtjährige vor einigen älteren Läuferinnen.

Pressemitteilung des Rosbacher Main-Lauf-Cups vom 31.1.2019 zur Abschlusssiegerehrung im Frankfurter Römer

News- & Video-Mitteilung - Athens Marathon. The Authentic am Sonntag:

AIMS-Preisträger Gladys Cherono & Horst Milde bei Athener Gala geehrt

Bei einer eindrucksvollen Gala, die live im staatlichen griechischen Fernsehen ERT zu sehen war, wurden in Athen am Freitagabend vier herausragende Persönlichkeiten des internationalen Laufsports gefeiert: Die Kenianer Gladys Cherono und Eliud Kipchoge sind die Marathonläufer des Jahres, der Deutsche Horst Milde und der Japaner Hiroaki Chosa wurden mit dem "AIMS Lifetime Achievement Award" ausgezeichnet. Zudem erhielt der Luzern-Marathon den "AIMS Green Award" und der Belgrad-Marathon den "AIMS Social Award". Der internationale Verband für Marathon- und Straßenläufe (AIMS) organisierte die Gala gemeinsam mit dem griechischen Leichtathletik-Verband SEGAS. Am Sonntag veranstaltet SEGAS den "Athens Marathon. The Authentic" auf der Original-Marathonstrecke, die von der Kleinstadt Marathon ins alte Athener Olympiastadion Panathinaikon führt. Für das Rennen hat sich die Rekordzahl von 18.750 Läufern angemeldet.

"Es ist symbolisch, dass wir hier an historischer Stätte diese Gala ausrichten. Vor gut 2500 Jahren begann die Geschichte mit der Schlacht von Marathon, die Olympischen Spiele und der Marathonlauf entstanden hier. Es ist für uns eine Verpflichtung, noch mehr Menschen zum Laufen zu bringen", sagte SEGAS-Präsident Kostas Panagopoulos in der Athener Konzerthalle Megaro.

Gladys Cherono - Foto © Victah Sailer / AMA

Gladys Cherono, die im September den Berlin-Marathon mit der Jahresweltbestzeit von 2:18:11 Stunden gewonnen hatte und damit zur viertschnellsten Läuferin aller Zeiten wurde, erklärte bei der Ehrung: "Ich bin sehr stolz, dass ich das erreichen konnte und heute diese Auszeichnung als beste Marathonläuferin des Jahres erhalten habe." Die 35-jährige ist sich sicher, dass sie ihre Berliner Bestzeit noch weiter steigern kann.

Mit einer Videobotschaft richtete sich Eliud Kipchoge an die Besucher der Gala, da der Kenianer nicht nach Athen reisen konnte. "Ich bin froh und dankbar, erneut diese Auszeichnung von AIMS erhalten zu haben und damit auch eine große Unterstützung", sagte der 34-Jährige, der in Berlin im September den Weltrekord gleich um 1:18 Minuten auf 2:01:39 Stunden verbessert hatte. Es war der größte Sprung in der Entwicklung des Marathon-Weltrekordes seit über 50 Jahren.

Der inzwischen 88-jährige Hiroaki Chosa, der von 1994 bis 2010 Präsident von AIMS war, konnte nicht zur Gala kommen. "Es ist eine große Ehre, auf diese Art gewürdigt zu werden. Ich danke all jenen, die es möglich machen, dass die Menschen bei Laufveranstaltungen Freude am Laufen haben", erklärte der Japaner.

Horst Milde - Foto © Victah Sailer / AMA

Horst Milde, der in Berlin 1964 den ersten breitensportlichen Crosslauf startete und zehn Jahre später den Berlin-Marathon gründete und in die Weltspitze führte, sagte in Athen: "Laufen ist mein Leben, und meine Familie hat diese Leidenschaft mit mir geteilt. Deswegen widme ich diese Ehrung ihnen." Horst Milde organisierte in seiner Zeit als Race-Direktor in Berlin 348 Veranstaltungen mit über 1,25 Millionen Teilnehmern. "Ich danke der griechischen Nation, dass sie der Welt den Marathonlauf geschenkt hat", sagte der 80-jährige Milde.

Die internationale Bedeutung des "Athens Marathon. The Authentic" hob bei der Gala auch der griechische Minister für Digitales, Telekommunikation und Medien, Nikos Pappas, hervor. "Der Athen-Marathon stärkt das internationale Ansehen unseres gesamten Landes", erklärte der Minister.

Bisherige AIMS-Preisträger

Best Marathon Runner of the Year

Männer:
2018 Eliud Kipchoge (KEN)
2017 Eliud Kipchoge (KEN)
2016 Eliud Kipchoge (KEN)
2015 Eliud Kipchoge (KEN)
2014 Dennis Kimetto (KEN)
2013 Wilson Kipsang (KEN)

Frauen:
2018 Gladys Cherono (KEN)
2017 Mary Keitany (KEN)
2016 Jemima Sumgong (KEN)
2015 Mare Dibaba (ETH)
2014 Florence Kiplagat (KEN)
2013 Edna Kiplagat (KEN)

Lifetime Achievement Award

2018 Horst Milde (GER)
Hiroaki Chosa (JPN)
2017 Rosa Mota (POR)
2016 Haile Gebrselassie (ETH)
2015 Frank Shorter (USA)
2014 George Hirsch (USA)
2013 Ingrid Kristiansen (NOR)

Weitere Informationen im Internet unter: www.athensauthenticmarathon.gr Hinweise:

Ein Video zur Gala kann hier heruntergeladen und veröffentlicht werden (es handelt sich um schnell zusammen geschnittenes Rohmaterial / der Link darf nicht veröffentlicht werden): https://we.tl/t-OkzxIPVvLl

Pressemitteilung Race-News-Service zum Athen-Marathon vom 10.11.2018

IAAF, ITRA und WMRA beschließen neue Partnerschaft

Gemeinsame Weltmeisterschaften im Berglauf und Trailrunab 2021

Die Leichtathletik-Familie wächst beständig weiter und expandiertdabei auf neue Gebiete. So wird 2021 ein bedeutender Meilenstein fürden Trail- und Berglaufsport mit der Einführung der "IAAF WorldTrail and Mountain Running Championships" gesetzt - das Ergebniseiner einzigartigen Partnerschaft zwischen der IAAF, der ITRA und derWMRA.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz im Vorfeld des Ultra Trail du MontBlanc (UTMB) in Chamonix verkündeten die International Trail RunningAssociation (ITRA) und die World Mountain Running Association (WMRA),dass sie sich mit dem globalen Leichtathletik-Dachverband zusammen tunund damit den Beginn einer neuen Ära für zwei der weltweit größtenLauf-Gemeinden einläuten werden.

IAAF-Präsident Sebastian Coe sagte dazu, dass Laufen die natürlichsteSache der Welt sei und man die Menschen überall in der Welt dazuermutigen wolle, in jener Umgebung zu laufen, die ihnen die meiste Freudebereitet.

Als globale Organisation sei es für die IAAF wichtig alle Läuferunter einem gemeinsamen Dach zusammen zu bringen. Und dieser Prozess würde2021 mit der Ausrichtung einer kombinierten Trail- und Berglauf-Weltmeisterschaftunter der Ägide des Weltverbandes einen weiteren entscheidenden Schrittnach vorne machen. Es sei ein neues und faszinierendes Gebiet und manfreue sich darauf Langstreckenläufern vollkommen neue Möglichkeitenzu bieten, um in spektakulären Umgebungen und auf herausforderndenStrecken miteinander zu konkurrieren, wie sie traditionelle Trail- undBerglaufveranstaltungen nun einmal aufweisen.

Mit dem neuen Abkommen werden die beiden Organisationen offizielle technischePartner der IAAF und werden neben der International Association of Ultrarunning(IAU) - einem weiteren beratenden Partner des Leichtathletikweltverbandes- daran arbeiten das Trail- und Berglaufen weltweit zu entwickeln, zuverbreiten, zu fördern und damit auf ein völlig neues Niveauzu heben.

Diese einzigartige Partnerschaft bringt alle Formen des Laufens, einesder Kernelemente der Leichtathletik unter einen gemeinsamen Schirm. Eckpfeilerdieser Kooperation soll die neue im Zweijahresrhythmus veranstaltete Trail-und Berglauf-WM sein, die 2021 erstmals ausgetragen wird. Aktuell werdendie beiden Weltmeisterschaften im Trail-und Berglaufweltmeisterschaftenjährlich ausgetragen und von der ITRA und der WMRA eigenständigorganisiert.

Für die Berglauf-Gemeinde erklärte WMRA-Präsident JonathanWyatt, dass man begeistert sei, ein Teil dieser großartigen Initiativezu sein, mit der man die Weltspitze im Trail-und Berglauf bei einem Ereigniszusammen bringen könne.

ITRA-Präsident Michel Poletti meinte Trailrunning sei eine weltweitboomende Disziplin, die entsprechende internationale Aufmerksamkeit genausoverdiene wie die Topathleten, die sie betrieben. Deswegen sei das Partnerschaftsprojektmit der IAAF ein wichtiger Schritt für diesen Sport. Es sei ein Weg,das Wissen und die Fähigkeiten aller Beteiligten zu kombinieren unddie eigenen Erfahrungen zu teilen.

Die Organisation der "IAAF World Trail and Mountain Running Championships"zusammen mit der WMRA würde laut Poletti eine glänzende Zukunftversprechen, in der jede Disziplin ihre Identität bewahren und zudemdie Werte für die man stehe hochhalten könne, nämlich Authentizität,Respekt und Fair-Play.

Ruth Croft, Weltklasse-Trailläuferin aus Neuseeland, meinte, dassdie neue Partnerschaft eine gute Sache sei, weil auch die Sportler selbstTeil eines Rennes sein wollten, bei dem alle Topathleten im Zweijahresrhythmuszusammen kämen. Das neue Konzept wäre absolut notwendig gewesen,um diesen Sport voran zu bringen.

Es mache ihn wirklich neugierig, endlich einmal alle Topläufer ineinem Rennen zu vereinen, ergänzte Jim Walmsley, Elite-Trailläuferaus den USA.

In den kommenden Monaten wollen ITRA, WMRA und IAU eng mit der IAAF zusammenarbeiten, um die Details der neuen Weltmeisterschaften festzulegen undzudem neue, ebenfalls im Zweijahresrhythmus ausgetragene Kontinentalmeisterschaftenzu kreieren, die ein weiterer Bestandteil der neuen Expansionsstrategiezur Ausdehnung des Trail- und Berglaufens in neue Bereiche sein sollen.

Ralf Klink übersetzte diese IAAF Pressemitteilungvom 28.8.2018

Ein Kurpfälzer Stabhochspringer an der Spitze der deutschen Leichtathleten

 

Der heute 60jährige Jürgen Kessing war Mehrkämpfer und Stabhochspringer beim ABC Ludwigshafen. Später wechselte der gebürtige Wormser zur MTG Mannheim, wurde dann in Mannheim DLV-A-Trainer für Sprung, bevor es ihn beruflich nach Kaiserslautern verschlug. Über die Staatskanzlei Mainz führte ihn der Weg in Ludwigshafens Partnerstadt Dessau, wo er bis zum Bürgermeister aufstieg. Seit 2004 ist er - bereits in der zweiten Amtsperiode - Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen. Und nun kam im November ein neues Amt hinzu: Jürgen Kessing übernahm den Vorsitz des Deutschen Leichtathletikverbandes und wurde damit Nachfolger von Clemens Prokop, der den DLV 17 Jahre lang geleitet hatte.

Ihre eigene sportliche Karriere begann in der Pfalz: Wie kamen Sie zur Leichtathletik?

Mein erster Verein war der ABC Ludwigshafen. Der dortige Trainer Edgar Nikolaus hat in mir das Mehrkampftalent entdeckt und die Lust am Stabhochsprung geweckt. Die vielseitige Ausbildung war sehr prägend.

Warum gerade Stabhochsprung?

Das war einfach eine Herausforderung. Stabhochsprung ist eine der komplexesten Disziplinen überhaupt: Man braucht Schnelligkeit, Kraft, Koordination… und Mut!

Welche Erfolge waren Ihnen wichtig?

Nun ja, ich war zwei Mal Rheinlandpfalz-Meister im Stabhochsprung - einmal in der Halle, einmal im Freien. Andere Platzierungen weiß ich so genau gar nicht mehr. Das ist lange her. Wir haben sehr intensiv trainiert. Mental zehre ich aber noch heute von dem damaligen Training.

Später sind Sie zur MTG Mannheim gewechselt. Und haben als Trainer gearbeitet?

Da in Ludwigshafen keine Bundesliga-Mannschaft mehr zustande kam, wurde ich von der MTG gefragt, ob ich nicht ihr Team - damals mit den Rizzi-Brüdern - verstärken wolle. Und dann wurde ich Übungsleiter für Sprung (mit A-Trainer-Schein) und Stabhochsprung. Beispielsweise der heutige Mannheimer Leiter für Sport und Freizeit, Uwe Kaliske, hat bei mir trainiert.

Sie sind dem ABC Ludwigshafen und der MTG Mannheim immer noch verbunden?

Im vergangenen Sommer hatte ich den Freundeskreis des ABC nach Bietigheim-Bissingen eingeladen. Das war lustig, alte Trainingskameraden wiederzutreffen. Auch mit den Mannheimern habe ich immer noch freundschaftliche Kontakte.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Vereine in Mannheim/Ludwigshafen?

Die Region Rhein-Neckar ist in der Leichtathletik stark. Da sind sehr engagierte Menschen zugange. Beispielsweise ABC und MTG haben unterschiedliche Schwerpunkte. Die MTG ist stark im Sprint, Hürdenlauf und Wurf, der ABC legt sein Augenmerk auf den Sprung sowie Stabhochsprung - und macht eine gute Nachwuchsarbeit.

Wie sehen Sie die Leichtathletik in der Region, auch außerhalb des Stadions?

Die Mannheimer Juniorengala hat einen exzellenten Ruf und ist ja ein Highlight in der Region. Aber auch die Straßenläufe wie der Marathon gehören zur Leichtathletik-Familie. Ich würde mir wünschen, dass die vielen Hobbyläufer auch in die Vereine kommen. Und dort die Betreuung, die Trainingsqualität und die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten schätzen lernen. Mein Ziel ist es, die Menschen an die Vereine heranzuführen: Der DLV hat 820.000 Mitglieder, bis 2030 soll es in Richtung eine Million gehen.

Werden Sie die Anti-Doping-Politik Ihres Vorgängers fortsetzen?

Das Anti-Doping-Gesetz ist das Lebenswerk von Clemens Prokop. Es ist unheimlich wertvoll. Meine Position ist ganz auf der Linie meines Vorgängers. Medaillenzählen kann nicht das Nonplusultra sein. Wenn ich sehe, wie Gesa Krause sich nach ihrem Sturz aufgerappelt und nicht geklagt hat, dann halte ich diese Leistung für fast wertvoller als einen Medaillengewinn. Sie hat damit für den Sport eine unschätzbare menschliche Größe gezeigt.

Sie steigen gleich mit einer Großveranstaltung ins Amt ein: den Europameisterschaften in Berlin (6. Bis 12. August). Eine ideale Gelegenheit für den DLV, sich zu präsentieren?

Ja, ich freue mich schon darauf. Das Leichtathletik-Publikum ist ein Garant für gute und faire Stimmung. Und Berlin ist eine Reise wert. Wir haben für die Außenveranstaltungen eine "Europäische Meile" am Breitscheidplatz geplant: Dort, wo der Terroranschlag war, werden Start und Ziel der Straßenläufe und Siegerehrungen sein. Ein symbolträchtiges Zeichen. Ich hoffe Ihre LeserInnen werden dabei sein. Wer nicht, wird etwas verpassen.

Mit DLV-Präsident Jürgen Kessing sprach Birgit Schillinger
Foto: Stadt Bietigheim-Bissingen

Vienna City Marathon zum Thema "Sport" in der neuen Regierung:

Wir Veranstalter brauchen im Sport eine Stimme!

Anders als in der Vergangenheit wird im aktuellen Regierungsprogramm dem Thema "Sport" durchaus breiter Raum eingeräumt. Alle, denen der Sport am Herzen liegt, können das nur positiv sehen.

Unverändert bleibt hingegen der engsichtige Fokus auf Verbände und Institutionen des organisierten Sports. Dies ist auch in aktuellen Stellungnahmen der Bundes-Sportorganisation (BSO) zur Regierungsbildung so ersichtlich.

"Der Stellenwert privater Sportveranstalter und die damit verbundenen Chancen werden weiterhin nicht erkannt. Die großen Bewegungsinitiativen der österreichischen Sportszene brauchen jedoch ein intelligentes Mitwirken und volle Unterstützung. Keine einzige jährlich wiederkehrende nationale und internationale Breitensportveranstaltung wird auf Initiative der österreichischen Sportstrukturen organisiert bzw. veranstaltet. Wir Veranstalter, die hunderttausende Menschen zum Sport aktivieren, brauchen eine Stimme, um unseren Anliegen Gehör zu verschaffen", so Wolfgang Konrad, Veranstalter des Vienna City Marathon, der mit jährlich über 42.000 gemeldeten Teilnehmern aus über 120 Ländern größten Sportveranstaltung Österreichs.

Die Revolution in der Bewegungskultur der letzten Jahrzehnte und alle damit verbundenen sozialen und technologischen Innovationen wurden von privaten Initiativen ins Leben gerufen, nicht von den offiziellen Sportinstitutionen. Der Laufsport und andere Bereiche des Ausdauersports haben sich enorm entwickelt und unsere Gesellschaft verändert. Freizeitsportler sind von belächelten Außenseitern zu Vorbildern in unserer Gesellschaft geworden. Laufveranstaltungen sind heute angesehene " Active Lifestyle Events".

Active Lifestyle Veranstaltungen wie der Vienna City Marathon sind auch ideale Plattformen für österreichische Spitzensportler zur Limit-Erbringung für internationale Großveranstaltungen wie Olympische Spiele, Welt- oder Europameisterschaften, oder zur Erbringung nationaler und internationaler Rekorde.

Dennoch haben Active Lifestyle Veranstaltungen im organisierten Sport (BSO, Dach- und Fachverbände) keine Stimme und sind aus der politischen Diskussion ausgeklammert.

Sie werden im Vergleich zu einmalig stattfindenden Veranstaltungen in Bezug auf die Mittelverteilung der öffentlichen Hand unverhältnismäßig bzw. gar nicht berücksichtigt.

Wenn von Sportgroßveranstaltungen die Rede ist, sind stets internationale Meisterschaften gemeint, die nur ein einziges Mal stattfinden, meist nur geringe Nachhaltigkeit aufweisen und häufig mit kostenintensiven Infrastrukturmaßnahmen verbunden sind.

Großveranstaltungen wie der Vienna City Marathon sind sichtbarer Ausdruck und treibende Kräfte der aktiven Sportausübung. Sie mobilisieren hunderttausende Menschen jährlich wiederkehrend zum Sport, sind die Quelle für einen gesünderen und bewussteren Lebensstil, und das ohne Infrastrukturkosten und mit enormen wirtschaftlichen gesundheitlichen und nachhaltigen Effekten. Sie sind der Ausdruck für ein gemeinsames und friedvolles Miteinander unabhängig von Nation, Religion und Hautfarbe, so Wolfgang Konrad in seinen Anliegen an die neue Bundesregierung.

Die großen Bewegungsinitiativen der österreichischen Sportszene benötigen in der Politik eine Vision sowie ein intelligentes Mitwirken. Sie benötigen die volle Unterstützung, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden und die darin verbundenen Chancen für die ganze Gesellschaft wahrzunehmen.

Danke für Ihr Interesse und die Berichterstattung! VCM-Team, Andreas Maier.

VCM-Pressemitteilung vom 18.12.17

Lauf-Wahl leicht gemacht....

Lauftermine bei Lauftreff.de

Im Laufkalender unseres Berliner Partners Lauftreff.de sind weit über 5000 Volkslauf-Veranstaltungen aufgelistet.

Besonderer Service der LaufReport-Partnerseite Lauftreff.de sind ausgereifte Suchmaschinen zur effektiven Auswahl geeigneter Laufveranstaltungen. Die Auswahlangaben sind jeweils verlinkt zu weiteren Infos bzw. zur Veranstalter-Homepage sowie zu verhandenen Laufankündigungen im LaufReport. Die Daten werden laufend aktualisert und auf den neuesten Stand gebracht.

GRR stellt gefordertes neues Förderkonzept für den Crosslauf vor

GRR hat im Verbund mit im Laufsport führenden Vereinen, Trainern und Athleten ein Konzept für die Entwicklung des Crosslaufes entworfen - und fordert den DLV zur Erarbeitung eines neuzeitlichen Konzepts für den Mittel- und Langstreckenlauf auf Seit Jahren sind die Ergebnisse bei internationalen Auftritten im Crosslauf (und darüber hinaus im gesamten Laufbereich, Ausnahmen gibt jedoch erfreulicherweise!) eher unbefriedigend. Die Verfasser des Konzepts sehen den Crosslauf mit seinen vielfältigen, leistungsentwickelnden Facetten als wichtige Vorbereitungsstufe für eine erfolgreiche Bahn und Straßenlaufsaison an.

Ein Konzept kann jedoch nur dann greifen, wenn dieses einher geht mit grundsätzlichen Änderungen beim Verhältnis des Dachverbandes zu seinen Athleten/Innen, deren Vereine und den die Arbeit vor Ort leistenden Trainern. Der moderne Leistungssport bringt es aber auch mit sich, dass der traditionelle Begriff des Amateursportlers nicht mehr zielführend ist, so müssen die Rollen der beteiligten Institutionen "Athlet", "Verein" und "Verband" dringend neu geschrieben werden. Deshalb erfolgt zum entwickelten Cross-Konzept, das German Road Races (GRR) e.V. zusammen mit im Laufsport führenden Vereinen, Trainern und Athleten entworfen hat, vorgestellt eine Präambel. Der Dachverband wird zudem aufgefordert, ein neuzeitliches Konzept für den Bereich Mittel- und Langstrecke zu erarbeiten.

... dazu und weiter geht es HIER

Sportsucht im Marathonsport

 

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sich Silke Hippler mit dem Thema auseinandergesetzt. "Zur Prävalenz der primären Sportsucht im Marathonsport - eine Online-Befragung" so lautet der Arbeitstitel und auch LaufReport-Leser waren vor Wochen angehalten, an der Befragung teilzunehmen. Mit der Auswertung der Befragung schließt die Arbeit. Eine kurze Zusammenfassung ist ihr voran gestellt. Das Thema weckt aber sicher das Interesse von Läuferinnen und Läufern soweit, dass man es nicht beim Lesen der Zusammenfassung belässt.

Zum Beitrag von Silke Hippler im LaufReport klick HIER

Das Medical Team von SCC EVENTS informiert

Bei Langstrecken-Wettbewerben wie Halbmarathon- oder Marathonläufen bestehe kein höheres Risiko, eine Herzattacke zu erleiden als im sonstigen Leben. Dies wurde jetzt im Rahmen einer Langzeit-Studie in den USA festgestellt, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde (Cardiac Arrest during Long-Distance Running Races).

In die Untersuchung flossen die Daten von 10,9 Millionen Läuferinnen und Läufern ein, die zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 31. Mai 2010 an Marathon- und Halbmarathonläufen in den USA teilgenommen hatten. In diesem Zeitraum erlitten 59 Teilnehmer einen Herzstillstand, 42 davon starben. Von den 59 Betroffenen waren 51 Männer, wobei anzumerken ist, dass in den USA der Frauenanteil bei Halbmarathon- und Marathonläufen deutlich höher liegt als in Europa; teilweise sind dort in etwa gleich viele Frauen wie Männer am Start solcher Veranstaltungen.
Dies bedeutet, dass Herzattacken bei Laufwettbewerben nicht häufiger auftreten als im normalen Leben. "Die Tatsache, dass es sich dabei in der Regel um sportlich aktive Menschen handelt, die auch sonst einen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil pflegen, spielt insofern eine untergeordnete Rolle, als einerseits familiäre Dispositionen (Herzerkrankungen bei Eltern, Geschwistern und nahen Verwandten) und andererseits unerkannte Vorerkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck) eine wichtige Rolle spielen", erklärte Dr. Lars Brechtel, medizinischer Direktor des BMW BERLIN-MARATHON.

Im Vergleich mit der Studie aus den USA liegt die Häufigkeit für schwere kardiale Zwischenfälle beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON und beim BMW BERLIN-MARATHON, den beiden größten deutschen Laufveranstaltungen ihrer Art, im Vergleichszeitraum zwischen 2000 und 2011 leicht höher. Dies begründet sich einerseits bereits mit dem Hinweis der Autoren, dass die Häufigkeit in ihrer Studie möglicherweise unterschätzt wird, weil nicht alle Zwischenfälle erfasst werden konnten. Auch unterscheidet sich die Geschlechterverteilung der Teilnehmer in den USA deutlich von der in Europa. Während in Berlin ca. 75% der Teilnehmer Männer sind (diese tragen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Zwischenfälle in sich), gehen in den USA etwa gleichviele Männer wie Frauen an den Start. So waren auch in den vergangenen Jahren bei den beiden Berliner Großveranstaltungen ausschließlich Männer von derartigen Vorfällen betroffen.

Auffallend ist, dass das zugrunde liegende Krankheitsspektrum deutlich unterschiedlich ist. Während in den USA insbesondere die hypertrophe Kardiomyopathie - eine genetisch bedingte Herzerkrankung - in ca. der Hälfte aller Fälle für die schweren kardialen Zwischenfälle verantwortlich gemacht wurde, stehen in Berlin typischerweise die Fälle mit Minderdurchblutung des Herzens bedingt durch eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße und die daraus folgenden Herzinfarkte im Vordergrund.

Gegenüber den USA ist die Überlebenschance bei schweren kardialen Zwischenfällen in Berlin jedoch besser, was durch die gute medizinische Versorgungsstruktur und die präventiven Bemühungen des Medical Teams von SCC EVENTS erreicht wird.

Auffallend ist, dass ein Drittel der betroffenen Läufer in den USA in den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf bereits kardiale Symptome aufwies. 17% hatten zudem eine positive Familienanamnese, 10% Anzeichen einer viralen Infektion in den letzten zwei Wochen vor dem Vorfall. Somit wäre eine weitere Reduktion der Zwischenfälle möglich, wenn entsprechende Screening-Angebote wie der PAPS-Test (Persönlicher Aktivitäts- und Präventions-Screening-Test) und entsprechend daraus resultierende sportärztliche Untersuchungen konsequent genutzt werden würden. Ebenso sollte auf einen Start bei Vorliegen eines Infektes in den Wochen vor dem Rennen verzichtet werden.

Der PAPS-Test ist seit Jahren in den Anmeldeprozess bei allen Veranstaltungen von SCC EVENTS integriert und gibt den Teilnehmern erste Hinweise auf ein möglicherweise individuell erhöhtes Risiko. Sportmedizinische Voruntersuchungen können durch diesen Test nicht ersetzt werden. Sie sollten vielmehr von jedem Läufer eigenverantwortlich vor einer Teilnahme an Laufveranstaltungen wahrgenommen werden.

SCC-Pressemitteilung von Thomas Steffens vom 18.01.2012

Nur ein Marathon ist ein Marathon

Ist der "Marathon" im Sinne einer Laufveranstaltung 42.195 Meter lang oder bloß 38 Kilometer? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an, in welcher Sportart man aktiv ist. Im Laufsport ist weltweit eine exakte Streckenvermessung etabliert. Im Triathlon ermöglicht das Regelwerk hingegen Abweichungen von bis zu zehn Prozent. Dem entspricht auf der Marathondistanz eine Kürzung um 4,2 Kilometer! "Triathlonstrecken können nicht als ordnungsgemäß vermessene Distanzen gelten, solange nicht die gleichen Vorgangsweisen wie im Straßenlauf angewandt werden", so Hugh Jones von AIMS, der Vereinigung der Internationalen Marathons und Straßenläufe. Der Vienna City Marathon betont, dass Laufleistungen bei Triathlons deshalb relativiert werden müssen und der Name "Marathon" im Laufsport wie eine Marke positioniert werden soll. ... weiter geht es HIER

PRESSE-INFO VIENNA CITY MARATHON, 4. Oktober 2011

Dokumentarfilmer Michael Schwarz traf Läufer Horst Preisler:

Videoinstallation „Lebenslauf“ – jetzt preisgekrönt

Als Preisler die Anfrage erreichte, ob er bereit sei, an einem solchen Projekt mitzuwirken, war sein erster Gedanke: „Klar, so kann ich doch jungen Menschen helfen, ein solches Projekt zu gestalten.“ Zum Beitrag von Wolfgang W. Schüler im LaufReport klick HIER

 

© copyright
Die Verwertung von Texten und Fotos, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne Zustimmung der LaufReport.de Redaktion (Adresse im IMPRESSUM) unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.

Datenschutzerklärung