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Finisherrekord für den Rosbacher Main-Lauf-Cup

Gesamtsieger sind erstmals Markus Heidl und Franziska Baist

Der Rosbacher Main-Lauf-Cup ist die größte Laufserie im Rhein-Main-Gebiet. Dass der Laufsport in der Rhein-Main-Region weiterhin boomt, belegen nicht nur die vielen Lauftreffs und Trainingsangebote in und um Frankfurt, sondern auch die Zahlen des vergangenen Laufcups. Die Agentur motion events, die auch verantwortlich für den Mainova Frankfurt Marathon Ende Oktober ist, übernahm die Organisation für den Cup seitens der Stadt Frankfurt im Jahr 2010. Im Jahr 2010 absolvierten 210 Teilnehmer fünf oder mehr Wertungsrennen, 2012 bereits 354 und im Vorjahr 2017 wurden mit 511 ein neuer Finisherrekord aufgestellt. Doch auch dieser hielt nicht lange. Zum Jahresende 2018 konnten die Veranstalter 545 Finisher vermelden. Seit der Übernahme konnten nicht nur die Finisherzahlen um das 2,5fache gesteigert werden, auch der Anteil der Frauen bei den Erwachsenen ist erfreulicherweise gestiegen. Während 2010 "nur" 39 Frauen (zu 135 Männern) beim Cup erfolgreich teilnahmen, sind es 2018 mittlerweile 152 Finisherinnen (zu 300 Männern). Hinzu kommen für das Jahr 2018 die 93 Schülerinnen und Schüler. Insgesamt wurden im Vorjahr über 17.000 Läuferinnen und Läufer bei den zehn Laufveranstaltungen gezählt.

Gesamtsieger Männer und Frauen v.l.n.r. Philipp Bartels, Lena Becker, Markus Heidl, Franziska Baist, Pia Bohland, Hendrik Pörschke - Foto © "motion events/Peter Jörg"

Vom Motto "Laufen hilft" über die Entwicklung zur hessischen Spitzenläuferin

Markus Heidl (Spiridon Frankfurt/ laufenhilft.de) und Franziska Baist (Team Main-Lauf-Cup) heißen die Gesamtsieger des 21. Rosbacher Main-Lauf-Cups. Beide Sportler sind zum ersten Mal ganz oben auf dem Treppchen und durchbrechen damit die Siegesserien Ihrer Vorgänger um Tilahun Babsa und Steffen Kothe bei den Männern sowie Kerstin Bertsch bei den Frauen.

2016 zog Markus Heidl noch den Kürzeren, wurde Gesamtvierter und verpasste den Platz auf dem Podest. Ein Jahr später und somit bei der letzten Siegerehrung des Cups 2017 konnte er sich bereits über den 3. Platz hinter Aaron Bienenfeld und Tilahun Babsa freuen. 2018 nutzte er die Chance und darf sich über den verdienten Gesamtsieg beim Main-Lauf-Cup freuen. Heidl absolvierte neun von insgesamt zehn Läufen, holte damit drei Bonuspunkte, zwei Tagessiege in Seligenstadt (25km in 1:30:31 Std.) und Offenbach (10km in 33:24min) sowie jeweils zwei zweite und dritte Plätze. 496 Punkte in der Gesamtwertung waren für seine beiden Verfolger Philipp Bartels (Spiridon Frankfurt/ 490) und Hendrik Pörschke (ESV Blau Gold Frankfurt/ 488) uneinholbar. 2018 war ein erfolgreiches Jahr für Heidl. Er meisterte neben dem Cup auch seine Doktorprüfung im Mai und den Mainova Frankfurt Marathon Ende Oktober. Mit einer Zeit von 02:37:12 Stunden war er siebtschnellster Hesse und verbesserte damit auch seine persönliche Bestzeit. Markus Heidl ist ein Laufenthusiast, er interessiert sich für Hintergründe, bereitet sich gezielt auf den Tag X vor und schreibt regelmäßig für LaufReport.de, Runners World oder seinen Blog laufenhilft.de. "Es gibt viele Stellschrauben, an denen man drehen kann. Irgendwas lässt sich immer noch optimieren", erzählt Heidl. Er ist aber nicht nur ein richtig guter Hobbyläufer, sondern er betreibt seinen Sport auch mit Herz und Seele. Sein Lebensmotto: Laufen hilft! "Laufen hilft, egal bei was. Bei Übergewicht zum Beispiel. Oder bei Langeweile. Bei Liebeskummer. Bei Trägheit, Faulheit, zu wenig Durchhaltevermögen. Wenn einem kalt ist oder wenn man Sorgen hat. Laufen hilft immer", so Heidl.

Siegerin des Main-Lauf-Cups ist erstmals Franziska Baist vom Team Main-Lauf-Cup. Doch wie kam die junge Athletin zum Laufen und vollzog diesen Leistungssprung? Baist stammt aus einer Läuferfamilie. Ihre Eltern nahmen früher an den Wochenenden regelmäßig an Laufwettbewerben teil und Franziska Baist startete ohne viel Training in den Schüler- und Jugendrennen. Sie war erfolgreich und doch verlor sie das Laufen rund um das Abitur und während des Studiums aus den Augen. Turnen war stets ihre erste Sportart, genoss Priorität. Auch heute noch ist sie aktives Mitglied im Turnverein, doch hat die Laufleidenschaft die Freude an Turnübungen überwölbt. Mit dem Umzug nach Bad Homburg 2012 schloss sie sich einem Lauftreff an. Als Ausgleich für den Bürojob. Am Frankfurter Marathon 2014 hatte Baist erstmals als Schlussläuferin ihrer Staffel teilgenommen. Die Atmosphäre am Start vor dem Messeturm: "magisch" wie sie sagt. Das Gefühl beim Einlauf in die Festhalle: "So toll, so dass mir klar wurde, dass ich unbedingt einmal die komplette Strecke schaffen möchte." Dass sie das Vorhaben direkt im Folgejahr 2015 so schnell verwirklichte, hatte sie selbst überrascht. Sie nutzte das Frankfurter Marathonprojekt, ein sechsmonatiges umfangreiches Training mit bis zu fünf Einheiten je Woche in der Gruppe, für eine professionelle Vorbereitung ihres ersten Marathons. "Alleine", weiß Franziska Baist, "hätte ich das nicht so durchziehen können. Zumal es alleine auch viel eintöniger wäre." Mit dem Spaß am Laufen kamen die sportlichen Fortschritte der Hessin, die gebürtig aus der Rhön stammt und in Bad Homburg lebt. Und die Fortschritte beflügelten wiederum ihre Ambitionen, bei ihrem ersten Start die Festhalle in deutlich unter vier Stunden zu erreichen. Und bereits bei ihrem ersten Marathon wurden Ehrgeiz und Motivation geweckt, den sie bis heute noch in sich trägt. Sie finishte 2015 in 03:42:27 Stunden.

Seit 2016 wird sie von der ehemaligen Spitzensportlerin und Projektleiterin des Main-Lauf-Cups, Petra Wassiluk, trainiert. Wassiluk hatte bereits damals im Gespür, dass Baist eine disziplinierte und ehrgeizige Läuferin ist, die noch einen Leistungssprung vor sich hat. Und sie behielt recht. Den Mainova Frankfurt Marathon 2016 absolvierte Baist fast 30 Minuten schneller als im Vorjahr (03:15:24 Stunden). Im Main-Lauf-Cup wurde sie Siebte in der Gesamtwertung. Im Jahr darauf schaffte sie den Sprung auf das Treppchen und wurde Dritte. 2018 wurde dann zu ihrem persönlichen Erfolgsjahr. Zweite beim Brüder-Grimm-Lauf, Hessische Halbmarathon Meisterin in ihrer Altersklasse in 1:22:16 Stunden in Kassel sowie Gesamtvierte und Zweite in ihrer Altersklasse bei den Hessischen Meisterschaften in Marburg über die 10km auf der Straße in 37:59 Minuten. Gekrönt wurde das Jahr 2018 mit dem Gesamtsieg beim Cup. Dort lief Franziska Baist sieben Läufe mit, holte sich dabei vier Tagessiege in Hausen, Mühlheim, Neu-Isenburg, Rodheim sowie einen zweiten Platz in Dietzenbach-Steinberg. 498 Punkte in der Gesamtwertung sind im Jahr 2018 nicht von ihren beiden Konkurrentinnen Lena Becker (TGV Schotten / 485) und Pia Bohland (TuSpo Borken/ 484) einzuholen gewesen.

Die Teamsieger 2018: LG Rosbach-Rodheim und Bio Runner Rhein-Main

Bei den Erwachsenen holte sich bereits zum sechsten Mal das Team der Bio Runner Rhein-Main den Titel "Teilnehmerstärkstes Team". In diesem Jahr mit einem Ergebnis von insgesamt 40 Finishern. Seit 2005 starten jährlich zwischen 150 und 200 "BioRunner" unter der Leitung von Thomas Wolff, Geschäftsführer Querbeet, und Rolf Trippel bei verschiedenen Wettkämpfen in der Region und stellen beim Mainova Frankfurt Marathon Ende Oktober eines der größten Läuferteams. Auf die Gruppe wartet ein 50-Liter-Gutschein der Firma Krombacher. Die weiteren Podestplätze gingen an Spiridon Frankfurt (33) und den SC Steinberg (31), die sich über Biergutscheine von 30 bzw. 20 Liter freuen dürfen.
Bereits zum vierten Mal in Folge darf sich die LG Rosbach-Rodheim Teamsieger des BBF Junior Main-Lauf-Cups nennen und krönte damit wieder ihre gute Nachwuchsarbeit. 2018 schafften es 21 Schülerinnen und Schüler vier oder mehr Wertungsrennen zu absolvieren. Auf Platz zwei landete mit der TGS Niederrodenbach, ein neuer Verein unter den "TOP 3". 12 Nachwuchssportler konnten unter der Leitung des Abteilungsleiters Michael Grünewald beim Schülercup "finishen". Der dritte Platz ging mit 11 Finishern an Spiridon Frankfurt.

Die Lauftalente in der Region

Insgesamt 93 erfolgreiche Schülerinnen und Schüler und damit elf Nachwuchsläufer mehr als im Vorjahr absolvierten mindestens vier von zehn Wertungsrennen des BBF Junior Main-Lauf-Cups 2018. Die Altersklassenbesten waren Jonas Costa (TGS Niederrodenbach), Ben Jeritslev (LG Rosbach-Rodheim), Sara und Tabea Kiefer (SC Steinberg), Jan Büchner und Luise Brzoska (SG Frankfurt-Nied), Lara Grünewald (TGS Niederrodenbach) und Thorben Laurin Böttcher (ASC Darmstadt).

Unter diesen Siegern strahlen dabei einige Lauftalente mit der jungen Luise Brzoska, den Kiefern-Schwestern aus Dietzenbach und Lara Grünewald hervor. Tabea und Sara Kiefer treten nicht nur bei den Läufen des Laufcups als große Gruppe gemeinsam vom SC Steinberg an, sondern sind auch in ihren Altersklassen führend. Sara, die ältere der beiden Schwestern, gewann in der Weiblichen Jugend U16. Seit 2014 ist sie damit fünfmal in Folge Altersklassen-Siegerin, 2018 holte sie sechs Tagessiege. Auch Tabea steht ihr im Siegen nichts nach, sie wurde jeweils Altersklassensiegerin in den letzten sechs Jahren der U10, U12 und U14. 2018 machte sie alle 10 Läufe des Cups mit, holte sieben erste Plätze und damit die Maximalpunktzahl von 505. Einmal die Woche steht für beide ein Training mit Kisten, Seilen, Slalom, Koordination und Staffelspielen und natürlich dem Lauf-ABC an. Hinzu kommt einmal die Woche lockeres Lauftraining, um Kilometer zu sammeln.

Im Siegen steht den Kiefern-Schwestern Lara Grünewald, Jahrgang 2007, von der TGS Niederrodenbach nicht nach. Viermal nahm sie schon am Main-Lauf-Cup teil und gewann jeweils souverän ihre Altersklasse der unter Zehn- und Zwölfjährigen. 2018 wurde sie Dritte in der Altersklasse U12 beim Mini Marathon in Frankfurt mit einer Zeit von 18:41 Minuten über die 4,2 Kilometer. Beim Cup absolvierte sie acht Rennen und konnte ganze sieben Tagessiege für sich verbuchen. Unter allen Schülerinnen belegte die elfjährige Grünewald den 2. Platz hinter Sara (1.) und vor Tabea Kiefer (3.). Auch bei den jüngsten Schülern gibt es bereits Nachwuchstalente, die auf sich aufmerksam machen. Luise Brzoska von der SG Frankfurt-Nied gewann als Jahrgang 2010 gleich im ersten Jahr ihre Altersklasse der Weiblichen Kinder U10. Mit 123 Punkten, sieben ersten und einem zweiten Platz war sie uneinholbar für die Konkurrenz. In der Gesamtwertung der Schülerinnen im Cup belegt sie bereits den 14. Platz und das als Achtjährige vor einigen älteren Läuferinnen.

Pressemitteilung des Rosbacher Main-Lauf-Cups vom 31.1.2019 zur Abschlusssiegerehrung im Frankfurter Römer

News- & Video-Mitteilung - Athens Marathon. The Authentic am Sonntag:

AIMS-Preisträger Gladys Cherono & Horst Milde bei Athener Gala geehrt

Bei einer eindrucksvollen Gala, die live im staatlichen griechischen Fernsehen ERT zu sehen war, wurden in Athen am Freitagabend vier herausragende Persönlichkeiten des internationalen Laufsports gefeiert: Die Kenianer Gladys Cherono und Eliud Kipchoge sind die Marathonläufer des Jahres, der Deutsche Horst Milde und der Japaner Hiroaki Chosa wurden mit dem "AIMS Lifetime Achievement Award" ausgezeichnet. Zudem erhielt der Luzern-Marathon den "AIMS Green Award" und der Belgrad-Marathon den "AIMS Social Award". Der internationale Verband für Marathon- und Straßenläufe (AIMS) organisierte die Gala gemeinsam mit dem griechischen Leichtathletik-Verband SEGAS. Am Sonntag veranstaltet SEGAS den "Athens Marathon. The Authentic" auf der Original-Marathonstrecke, die von der Kleinstadt Marathon ins alte Athener Olympiastadion Panathinaikon führt. Für das Rennen hat sich die Rekordzahl von 18.750 Läufern angemeldet.

"Es ist symbolisch, dass wir hier an historischer Stätte diese Gala ausrichten. Vor gut 2500 Jahren begann die Geschichte mit der Schlacht von Marathon, die Olympischen Spiele und der Marathonlauf entstanden hier. Es ist für uns eine Verpflichtung, noch mehr Menschen zum Laufen zu bringen", sagte SEGAS-Präsident Kostas Panagopoulos in der Athener Konzerthalle Megaro.

Gladys Cherono - Foto © Victah Sailer / AMA

Gladys Cherono, die im September den Berlin-Marathon mit der Jahresweltbestzeit von 2:18:11 Stunden gewonnen hatte und damit zur viertschnellsten Läuferin aller Zeiten wurde, erklärte bei der Ehrung: "Ich bin sehr stolz, dass ich das erreichen konnte und heute diese Auszeichnung als beste Marathonläuferin des Jahres erhalten habe." Die 35-jährige ist sich sicher, dass sie ihre Berliner Bestzeit noch weiter steigern kann.

Mit einer Videobotschaft richtete sich Eliud Kipchoge an die Besucher der Gala, da der Kenianer nicht nach Athen reisen konnte. "Ich bin froh und dankbar, erneut diese Auszeichnung von AIMS erhalten zu haben und damit auch eine große Unterstützung", sagte der 34-Jährige, der in Berlin im September den Weltrekord gleich um 1:18 Minuten auf 2:01:39 Stunden verbessert hatte. Es war der größte Sprung in der Entwicklung des Marathon-Weltrekordes seit über 50 Jahren.

Der inzwischen 88-jährige Hiroaki Chosa, der von 1994 bis 2010 Präsident von AIMS war, konnte nicht zur Gala kommen. "Es ist eine große Ehre, auf diese Art gewürdigt zu werden. Ich danke all jenen, die es möglich machen, dass die Menschen bei Laufveranstaltungen Freude am Laufen haben", erklärte der Japaner.

Horst Milde - Foto © Victah Sailer / AMA

Horst Milde, der in Berlin 1964 den ersten breitensportlichen Crosslauf startete und zehn Jahre später den Berlin-Marathon gründete und in die Weltspitze führte, sagte in Athen: "Laufen ist mein Leben, und meine Familie hat diese Leidenschaft mit mir geteilt. Deswegen widme ich diese Ehrung ihnen." Horst Milde organisierte in seiner Zeit als Race-Direktor in Berlin 348 Veranstaltungen mit über 1,25 Millionen Teilnehmern. "Ich danke der griechischen Nation, dass sie der Welt den Marathonlauf geschenkt hat", sagte der 80-jährige Milde.

Die internationale Bedeutung des "Athens Marathon. The Authentic" hob bei der Gala auch der griechische Minister für Digitales, Telekommunikation und Medien, Nikos Pappas, hervor. "Der Athen-Marathon stärkt das internationale Ansehen unseres gesamten Landes", erklärte der Minister.

Bisherige AIMS-Preisträger

Best Marathon Runner of the Year

Männer:
2018 Eliud Kipchoge (KEN)
2017 Eliud Kipchoge (KEN)
2016 Eliud Kipchoge (KEN)
2015 Eliud Kipchoge (KEN)
2014 Dennis Kimetto (KEN)
2013 Wilson Kipsang (KEN)

Frauen:
2018 Gladys Cherono (KEN)
2017 Mary Keitany (KEN)
2016 Jemima Sumgong (KEN)
2015 Mare Dibaba (ETH)
2014 Florence Kiplagat (KEN)
2013 Edna Kiplagat (KEN)

Lifetime Achievement Award

2018 Horst Milde (GER)
Hiroaki Chosa (JPN)
2017 Rosa Mota (POR)
2016 Haile Gebrselassie (ETH)
2015 Frank Shorter (USA)
2014 George Hirsch (USA)
2013 Ingrid Kristiansen (NOR)

Weitere Informationen im Internet unter: www.athensauthenticmarathon.gr Hinweise:

Ein Video zur Gala kann hier heruntergeladen und veröffentlicht werden (es handelt sich um schnell zusammen geschnittenes Rohmaterial / der Link darf nicht veröffentlicht werden): https://we.tl/t-OkzxIPVvLl

Pressemitteilung Race-News-Service zum Athen-Marathon vom 10.11.2018

IAAF, ITRA und WMRA beschließen neue Partnerschaft

Gemeinsame Weltmeisterschaften im Berglauf und Trailrunab 2021

Die Leichtathletik-Familie wächst beständig weiter und expandiertdabei auf neue Gebiete. So wird 2021 ein bedeutender Meilenstein fürden Trail- und Berglaufsport mit der Einführung der "IAAF WorldTrail and Mountain Running Championships" gesetzt - das Ergebniseiner einzigartigen Partnerschaft zwischen der IAAF, der ITRA und derWMRA.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz im Vorfeld des Ultra Trail du MontBlanc (UTMB) in Chamonix verkündeten die International Trail RunningAssociation (ITRA) und die World Mountain Running Association (WMRA),dass sie sich mit dem globalen Leichtathletik-Dachverband zusammen tunund damit den Beginn einer neuen Ära für zwei der weltweit größtenLauf-Gemeinden einläuten werden.

IAAF-Präsident Sebastian Coe sagte dazu, dass Laufen die natürlichsteSache der Welt sei und man die Menschen überall in der Welt dazuermutigen wolle, in jener Umgebung zu laufen, die ihnen die meiste Freudebereitet.

Als globale Organisation sei es für die IAAF wichtig alle Läuferunter einem gemeinsamen Dach zusammen zu bringen. Und dieser Prozess würde2021 mit der Ausrichtung einer kombinierten Trail- und Berglauf-Weltmeisterschaftunter der Ägide des Weltverbandes einen weiteren entscheidenden Schrittnach vorne machen. Es sei ein neues und faszinierendes Gebiet und manfreue sich darauf Langstreckenläufern vollkommen neue Möglichkeitenzu bieten, um in spektakulären Umgebungen und auf herausforderndenStrecken miteinander zu konkurrieren, wie sie traditionelle Trail- undBerglaufveranstaltungen nun einmal aufweisen.

Mit dem neuen Abkommen werden die beiden Organisationen offizielle technischePartner der IAAF und werden neben der International Association of Ultrarunning(IAU) - einem weiteren beratenden Partner des Leichtathletikweltverbandes- daran arbeiten das Trail- und Berglaufen weltweit zu entwickeln, zuverbreiten, zu fördern und damit auf ein völlig neues Niveauzu heben.

Diese einzigartige Partnerschaft bringt alle Formen des Laufens, einesder Kernelemente der Leichtathletik unter einen gemeinsamen Schirm. Eckpfeilerdieser Kooperation soll die neue im Zweijahresrhythmus veranstaltete Trail-und Berglauf-WM sein, die 2021 erstmals ausgetragen wird. Aktuell werdendie beiden Weltmeisterschaften im Trail-und Berglaufweltmeisterschaftenjährlich ausgetragen und von der ITRA und der WMRA eigenständigorganisiert.

Für die Berglauf-Gemeinde erklärte WMRA-Präsident JonathanWyatt, dass man begeistert sei, ein Teil dieser großartigen Initiativezu sein, mit der man die Weltspitze im Trail-und Berglauf bei einem Ereigniszusammen bringen könne.

ITRA-Präsident Michel Poletti meinte Trailrunning sei eine weltweitboomende Disziplin, die entsprechende internationale Aufmerksamkeit genausoverdiene wie die Topathleten, die sie betrieben. Deswegen sei das Partnerschaftsprojektmit der IAAF ein wichtiger Schritt für diesen Sport. Es sei ein Weg,das Wissen und die Fähigkeiten aller Beteiligten zu kombinieren unddie eigenen Erfahrungen zu teilen.

Die Organisation der "IAAF World Trail and Mountain Running Championships"zusammen mit der WMRA würde laut Poletti eine glänzende Zukunftversprechen, in der jede Disziplin ihre Identität bewahren und zudemdie Werte für die man stehe hochhalten könne, nämlich Authentizität,Respekt und Fair-Play.

Ruth Croft, Weltklasse-Trailläuferin aus Neuseeland, meinte, dassdie neue Partnerschaft eine gute Sache sei, weil auch die Sportler selbstTeil eines Rennes sein wollten, bei dem alle Topathleten im Zweijahresrhythmuszusammen kämen. Das neue Konzept wäre absolut notwendig gewesen,um diesen Sport voran zu bringen.

Es mache ihn wirklich neugierig, endlich einmal alle Topläufer ineinem Rennen zu vereinen, ergänzte Jim Walmsley, Elite-Trailläuferaus den USA.

In den kommenden Monaten wollen ITRA, WMRA und IAU eng mit der IAAF zusammenarbeiten, um die Details der neuen Weltmeisterschaften festzulegen undzudem neue, ebenfalls im Zweijahresrhythmus ausgetragene Kontinentalmeisterschaftenzu kreieren, die ein weiterer Bestandteil der neuen Expansionsstrategiezur Ausdehnung des Trail- und Berglaufens in neue Bereiche sein sollen.

Ralf Klink übersetzte diese IAAF Pressemitteilungvom 28.8.2018

Ein Kurpfälzer Stabhochspringer an der Spitze der deutschen Leichtathleten

 

Der heute 60jährige Jürgen Kessing war Mehrkämpfer und Stabhochspringer beim ABC Ludwigshafen. Später wechselte der gebürtige Wormser zur MTG Mannheim, wurde dann in Mannheim DLV-A-Trainer für Sprung, bevor es ihn beruflich nach Kaiserslautern verschlug. Über die Staatskanzlei Mainz führte ihn der Weg in Ludwigshafens Partnerstadt Dessau, wo er bis zum Bürgermeister aufstieg. Seit 2004 ist er - bereits in der zweiten Amtsperiode - Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen. Und nun kam im November ein neues Amt hinzu: Jürgen Kessing übernahm den Vorsitz des Deutschen Leichtathletikverbandes und wurde damit Nachfolger von Clemens Prokop, der den DLV 17 Jahre lang geleitet hatte.

Ihre eigene sportliche Karriere begann in der Pfalz: Wie kamen Sie zur Leichtathletik?

Mein erster Verein war der ABC Ludwigshafen. Der dortige Trainer Edgar Nikolaus hat in mir das Mehrkampftalent entdeckt und die Lust am Stabhochsprung geweckt. Die vielseitige Ausbildung war sehr prägend.

Warum gerade Stabhochsprung?

Das war einfach eine Herausforderung. Stabhochsprung ist eine der komplexesten Disziplinen überhaupt: Man braucht Schnelligkeit, Kraft, Koordination… und Mut!

Welche Erfolge waren Ihnen wichtig?

Nun ja, ich war zwei Mal Rheinlandpfalz-Meister im Stabhochsprung - einmal in der Halle, einmal im Freien. Andere Platzierungen weiß ich so genau gar nicht mehr. Das ist lange her. Wir haben sehr intensiv trainiert. Mental zehre ich aber noch heute von dem damaligen Training.

Später sind Sie zur MTG Mannheim gewechselt. Und haben als Trainer gearbeitet?

Da in Ludwigshafen keine Bundesliga-Mannschaft mehr zustande kam, wurde ich von der MTG gefragt, ob ich nicht ihr Team - damals mit den Rizzi-Brüdern - verstärken wolle. Und dann wurde ich Übungsleiter für Sprung (mit A-Trainer-Schein) und Stabhochsprung. Beispielsweise der heutige Mannheimer Leiter für Sport und Freizeit, Uwe Kaliske, hat bei mir trainiert.

Sie sind dem ABC Ludwigshafen und der MTG Mannheim immer noch verbunden?

Im vergangenen Sommer hatte ich den Freundeskreis des ABC nach Bietigheim-Bissingen eingeladen. Das war lustig, alte Trainingskameraden wiederzutreffen. Auch mit den Mannheimern habe ich immer noch freundschaftliche Kontakte.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Vereine in Mannheim/Ludwigshafen?

Die Region Rhein-Neckar ist in der Leichtathletik stark. Da sind sehr engagierte Menschen zugange. Beispielsweise ABC und MTG haben unterschiedliche Schwerpunkte. Die MTG ist stark im Sprint, Hürdenlauf und Wurf, der ABC legt sein Augenmerk auf den Sprung sowie Stabhochsprung - und macht eine gute Nachwuchsarbeit.

Wie sehen Sie die Leichtathletik in der Region, auch außerhalb des Stadions?

Die Mannheimer Juniorengala hat einen exzellenten Ruf und ist ja ein Highlight in der Region. Aber auch die Straßenläufe wie der Marathon gehören zur Leichtathletik-Familie. Ich würde mir wünschen, dass die vielen Hobbyläufer auch in die Vereine kommen. Und dort die Betreuung, die Trainingsqualität und die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten schätzen lernen. Mein Ziel ist es, die Menschen an die Vereine heranzuführen: Der DLV hat 820.000 Mitglieder, bis 2030 soll es in Richtung eine Million gehen.

Werden Sie die Anti-Doping-Politik Ihres Vorgängers fortsetzen?

Das Anti-Doping-Gesetz ist das Lebenswerk von Clemens Prokop. Es ist unheimlich wertvoll. Meine Position ist ganz auf der Linie meines Vorgängers. Medaillenzählen kann nicht das Nonplusultra sein. Wenn ich sehe, wie Gesa Krause sich nach ihrem Sturz aufgerappelt und nicht geklagt hat, dann halte ich diese Leistung für fast wertvoller als einen Medaillengewinn. Sie hat damit für den Sport eine unschätzbare menschliche Größe gezeigt.

Sie steigen gleich mit einer Großveranstaltung ins Amt ein: den Europameisterschaften in Berlin (6. Bis 12. August). Eine ideale Gelegenheit für den DLV, sich zu präsentieren?

Ja, ich freue mich schon darauf. Das Leichtathletik-Publikum ist ein Garant für gute und faire Stimmung. Und Berlin ist eine Reise wert. Wir haben für die Außenveranstaltungen eine "Europäische Meile" am Breitscheidplatz geplant: Dort, wo der Terroranschlag war, werden Start und Ziel der Straßenläufe und Siegerehrungen sein. Ein symbolträchtiges Zeichen. Ich hoffe Ihre LeserInnen werden dabei sein. Wer nicht, wird etwas verpassen.

Mit DLV-Präsident Jürgen Kessing sprach Birgit Schillinger
Foto: Stadt Bietigheim-Bissingen

Vienna City Marathon zum Thema "Sport" in der neuen Regierung:

Wir Veranstalter brauchen im Sport eine Stimme!

Anders als in der Vergangenheit wird im aktuellen Regierungsprogramm dem Thema "Sport" durchaus breiter Raum eingeräumt. Alle, denen der Sport am Herzen liegt, können das nur positiv sehen.

Unverändert bleibt hingegen der engsichtige Fokus auf Verbände und Institutionen des organisierten Sports. Dies ist auch in aktuellen Stellungnahmen der Bundes-Sportorganisation (BSO) zur Regierungsbildung so ersichtlich.

"Der Stellenwert privater Sportveranstalter und die damit verbundenen Chancen werden weiterhin nicht erkannt. Die großen Bewegungsinitiativen der österreichischen Sportszene brauchen jedoch ein intelligentes Mitwirken und volle Unterstützung. Keine einzige jährlich wiederkehrende nationale und internationale Breitensportveranstaltung wird auf Initiative der österreichischen Sportstrukturen organisiert bzw. veranstaltet. Wir Veranstalter, die hunderttausende Menschen zum Sport aktivieren, brauchen eine Stimme, um unseren Anliegen Gehör zu verschaffen", so Wolfgang Konrad, Veranstalter des Vienna City Marathon, der mit jährlich über 42.000 gemeldeten Teilnehmern aus über 120 Ländern größten Sportveranstaltung Österreichs.

Die Revolution in der Bewegungskultur der letzten Jahrzehnte und alle damit verbundenen sozialen und technologischen Innovationen wurden von privaten Initiativen ins Leben gerufen, nicht von den offiziellen Sportinstitutionen. Der Laufsport und andere Bereiche des Ausdauersports haben sich enorm entwickelt und unsere Gesellschaft verändert. Freizeitsportler sind von belächelten Außenseitern zu Vorbildern in unserer Gesellschaft geworden. Laufveranstaltungen sind heute angesehene " Active Lifestyle Events".

Active Lifestyle Veranstaltungen wie der Vienna City Marathon sind auch ideale Plattformen für österreichische Spitzensportler zur Limit-Erbringung für internationale Großveranstaltungen wie Olympische Spiele, Welt- oder Europameisterschaften, oder zur Erbringung nationaler und internationaler Rekorde.

Dennoch haben Active Lifestyle Veranstaltungen im organisierten Sport (BSO, Dach- und Fachverbände) keine Stimme und sind aus der politischen Diskussion ausgeklammert.

Sie werden im Vergleich zu einmalig stattfindenden Veranstaltungen in Bezug auf die Mittelverteilung der öffentlichen Hand unverhältnismäßig bzw. gar nicht berücksichtigt.

Wenn von Sportgroßveranstaltungen die Rede ist, sind stets internationale Meisterschaften gemeint, die nur ein einziges Mal stattfinden, meist nur geringe Nachhaltigkeit aufweisen und häufig mit kostenintensiven Infrastrukturmaßnahmen verbunden sind.

Großveranstaltungen wie der Vienna City Marathon sind sichtbarer Ausdruck und treibende Kräfte der aktiven Sportausübung. Sie mobilisieren hunderttausende Menschen jährlich wiederkehrend zum Sport, sind die Quelle für einen gesünderen und bewussteren Lebensstil, und das ohne Infrastrukturkosten und mit enormen wirtschaftlichen gesundheitlichen und nachhaltigen Effekten. Sie sind der Ausdruck für ein gemeinsames und friedvolles Miteinander unabhängig von Nation, Religion und Hautfarbe, so Wolfgang Konrad in seinen Anliegen an die neue Bundesregierung.

Die großen Bewegungsinitiativen der österreichischen Sportszene benötigen in der Politik eine Vision sowie ein intelligentes Mitwirken. Sie benötigen die volle Unterstützung, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden und die darin verbundenen Chancen für die ganze Gesellschaft wahrzunehmen.

Danke für Ihr Interesse und die Berichterstattung! VCM-Team, Andreas Maier.

VCM-Pressemitteilung vom 18.12.17

Lauf-Wahl leicht gemacht....

Lauftermine bei Lauftreff.de

Im Laufkalender unseres Berliner Partners Lauftreff.de sind weit über 5000 Volkslauf-Veranstaltungen aufgelistet.

Besonderer Service der LaufReport-Partnerseite Lauftreff.de sind ausgereifte Suchmaschinen zur effektiven Auswahl geeigneter Laufveranstaltungen. Die Auswahlangaben sind jeweils verlinkt zu weiteren Infos bzw. zur Veranstalter-Homepage sowie zu verhandenen Laufankündigungen im LaufReport. Die Daten werden laufend aktualisert und auf den neuesten Stand gebracht.

GRR stellt gefordertes neues Förderkonzept für den Crosslauf vor

GRR hat im Verbund mit im Laufsport führenden Vereinen, Trainern und Athleten ein Konzept für die Entwicklung des Crosslaufes entworfen - und fordert den DLV zur Erarbeitung eines neuzeitlichen Konzepts für den Mittel- und Langstreckenlauf auf Seit Jahren sind die Ergebnisse bei internationalen Auftritten im Crosslauf (und darüber hinaus im gesamten Laufbereich, Ausnahmen gibt jedoch erfreulicherweise!) eher unbefriedigend. Die Verfasser des Konzepts sehen den Crosslauf mit seinen vielfältigen, leistungsentwickelnden Facetten als wichtige Vorbereitungsstufe für eine erfolgreiche Bahn und Straßenlaufsaison an.

Ein Konzept kann jedoch nur dann greifen, wenn dieses einher geht mit grundsätzlichen Änderungen beim Verhältnis des Dachverbandes zu seinen Athleten/Innen, deren Vereine und den die Arbeit vor Ort leistenden Trainern. Der moderne Leistungssport bringt es aber auch mit sich, dass der traditionelle Begriff des Amateursportlers nicht mehr zielführend ist, so müssen die Rollen der beteiligten Institutionen "Athlet", "Verein" und "Verband" dringend neu geschrieben werden. Deshalb erfolgt zum entwickelten Cross-Konzept, das German Road Races (GRR) e.V. zusammen mit im Laufsport führenden Vereinen, Trainern und Athleten entworfen hat, vorgestellt eine Präambel. Der Dachverband wird zudem aufgefordert, ein neuzeitliches Konzept für den Bereich Mittel- und Langstrecke zu erarbeiten.

... dazu und weiter geht es HIER

Sportsucht im Marathonsport

 

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sich Silke Hippler mit dem Thema auseinandergesetzt. "Zur Prävalenz der primären Sportsucht im Marathonsport - eine Online-Befragung" so lautet der Arbeitstitel und auch LaufReport-Leser waren vor Wochen angehalten, an der Befragung teilzunehmen. Mit der Auswertung der Befragung schließt die Arbeit. Eine kurze Zusammenfassung ist ihr voran gestellt. Das Thema weckt aber sicher das Interesse von Läuferinnen und Läufern soweit, dass man es nicht beim Lesen der Zusammenfassung belässt.

Zum Beitrag von Silke Hippler im LaufReport klick HIER

Das Medical Team von SCC EVENTS informiert

Bei Langstrecken-Wettbewerben wie Halbmarathon- oder Marathonläufen bestehe kein höheres Risiko, eine Herzattacke zu erleiden als im sonstigen Leben. Dies wurde jetzt im Rahmen einer Langzeit-Studie in den USA festgestellt, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde (Cardiac Arrest during Long-Distance Running Races).

In die Untersuchung flossen die Daten von 10,9 Millionen Läuferinnen und Läufern ein, die zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 31. Mai 2010 an Marathon- und Halbmarathonläufen in den USA teilgenommen hatten. In diesem Zeitraum erlitten 59 Teilnehmer einen Herzstillstand, 42 davon starben. Von den 59 Betroffenen waren 51 Männer, wobei anzumerken ist, dass in den USA der Frauenanteil bei Halbmarathon- und Marathonläufen deutlich höher liegt als in Europa; teilweise sind dort in etwa gleich viele Frauen wie Männer am Start solcher Veranstaltungen.
Dies bedeutet, dass Herzattacken bei Laufwettbewerben nicht häufiger auftreten als im normalen Leben. "Die Tatsache, dass es sich dabei in der Regel um sportlich aktive Menschen handelt, die auch sonst einen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil pflegen, spielt insofern eine untergeordnete Rolle, als einerseits familiäre Dispositionen (Herzerkrankungen bei Eltern, Geschwistern und nahen Verwandten) und andererseits unerkannte Vorerkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck) eine wichtige Rolle spielen", erklärte Dr. Lars Brechtel, medizinischer Direktor des BMW BERLIN-MARATHON.

Im Vergleich mit der Studie aus den USA liegt die Häufigkeit für schwere kardiale Zwischenfälle beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON und beim BMW BERLIN-MARATHON, den beiden größten deutschen Laufveranstaltungen ihrer Art, im Vergleichszeitraum zwischen 2000 und 2011 leicht höher. Dies begründet sich einerseits bereits mit dem Hinweis der Autoren, dass die Häufigkeit in ihrer Studie möglicherweise unterschätzt wird, weil nicht alle Zwischenfälle erfasst werden konnten. Auch unterscheidet sich die Geschlechterverteilung der Teilnehmer in den USA deutlich von der in Europa. Während in Berlin ca. 75% der Teilnehmer Männer sind (diese tragen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Zwischenfälle in sich), gehen in den USA etwa gleichviele Männer wie Frauen an den Start. So waren auch in den vergangenen Jahren bei den beiden Berliner Großveranstaltungen ausschließlich Männer von derartigen Vorfällen betroffen.

Auffallend ist, dass das zugrunde liegende Krankheitsspektrum deutlich unterschiedlich ist. Während in den USA insbesondere die hypertrophe Kardiomyopathie - eine genetisch bedingte Herzerkrankung - in ca. der Hälfte aller Fälle für die schweren kardialen Zwischenfälle verantwortlich gemacht wurde, stehen in Berlin typischerweise die Fälle mit Minderdurchblutung des Herzens bedingt durch eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße und die daraus folgenden Herzinfarkte im Vordergrund.

Gegenüber den USA ist die Überlebenschance bei schweren kardialen Zwischenfällen in Berlin jedoch besser, was durch die gute medizinische Versorgungsstruktur und die präventiven Bemühungen des Medical Teams von SCC EVENTS erreicht wird.

Auffallend ist, dass ein Drittel der betroffenen Läufer in den USA in den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf bereits kardiale Symptome aufwies. 17% hatten zudem eine positive Familienanamnese, 10% Anzeichen einer viralen Infektion in den letzten zwei Wochen vor dem Vorfall. Somit wäre eine weitere Reduktion der Zwischenfälle möglich, wenn entsprechende Screening-Angebote wie der PAPS-Test (Persönlicher Aktivitäts- und Präventions-Screening-Test) und entsprechend daraus resultierende sportärztliche Untersuchungen konsequent genutzt werden würden. Ebenso sollte auf einen Start bei Vorliegen eines Infektes in den Wochen vor dem Rennen verzichtet werden.

Der PAPS-Test ist seit Jahren in den Anmeldeprozess bei allen Veranstaltungen von SCC EVENTS integriert und gibt den Teilnehmern erste Hinweise auf ein möglicherweise individuell erhöhtes Risiko. Sportmedizinische Voruntersuchungen können durch diesen Test nicht ersetzt werden. Sie sollten vielmehr von jedem Läufer eigenverantwortlich vor einer Teilnahme an Laufveranstaltungen wahrgenommen werden.

SCC-Pressemitteilung von Thomas Steffens vom 18.01.2012

Nur ein Marathon ist ein Marathon

Ist der "Marathon" im Sinne einer Laufveranstaltung 42.195 Meter lang oder bloß 38 Kilometer? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an, in welcher Sportart man aktiv ist. Im Laufsport ist weltweit eine exakte Streckenvermessung etabliert. Im Triathlon ermöglicht das Regelwerk hingegen Abweichungen von bis zu zehn Prozent. Dem entspricht auf der Marathondistanz eine Kürzung um 4,2 Kilometer! "Triathlonstrecken können nicht als ordnungsgemäß vermessene Distanzen gelten, solange nicht die gleichen Vorgangsweisen wie im Straßenlauf angewandt werden", so Hugh Jones von AIMS, der Vereinigung der Internationalen Marathons und Straßenläufe. Der Vienna City Marathon betont, dass Laufleistungen bei Triathlons deshalb relativiert werden müssen und der Name "Marathon" im Laufsport wie eine Marke positioniert werden soll. ... weiter geht es HIER

PRESSE-INFO VIENNA CITY MARATHON, 4. Oktober 2011

Dokumentarfilmer Michael Schwarz traf Läufer Horst Preisler:

Videoinstallation „Lebenslauf“ – jetzt preisgekrönt

Als Preisler die Anfrage erreichte, ob er bereit sei, an einem solchen Projekt mitzuwirken, war sein erster Gedanke: „Klar, so kann ich doch jungen Menschen helfen, ein solches Projekt zu gestalten.“ Zum Beitrag von Wolfgang W. Schüler im LaufReport klick HIER

 

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