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GRR-Ehrungen mit hohem Stellenwert in der Laufszene

Arne Gabius und Alina Reh sind die Straßenläufer des Jahres 2017. Sie werden bei der Jahresmitgliederversammlung in Würzburg (1. bis 3. Dezember) mit einem Sonderpreis für ihre herausragenden Leistungen in der Saison 2017 ausgezeichnet. Für besondere Leistungen im Nachwuchsbereich werden die zweifache U20-Europameisterin Lisa Oed und der U20-EM-Fünfte über 5000 m Markus Görger mit dem GRR-Förderpreis geehrt. Trainer des Jahres ist Lisa Oeds Trainer Sascha Arndt. Den Organisatorenpreis erhält die Agentur eichels: Event GmbH als Veranstalter des HAJ Hannover Marathon, bei dem aktuell auch die deutschen Halbmarathonmeisterschaften integriert sind. Mit dem GRRAward für sein Lebenswerk wird Christoph Herle ausgezeichnet, der 1984 als Olympiafünfter über 10.000 m sein bestes internationales Resultat erzielen konnte.

"Mit der Preisübergabe unterstreicht German Road Races seine Kompetenz für die deutsche Laufszene", so Horst Milde als Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Läufe in Deutschland. "Wir sind stolz darauf, dass es uns von Jahr zu Jahr gelingt, herausragende Leistungen in einem würdigen Rahmen auszuzeichnen. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig, zu den Zahlen und Medaillentabellen auch Gesichter zu präsentieren, die für die herausragenden Leistungen stehen. Ebenso wichtig ist es uns, die zumeist im Hintergrund stehenden Trainer zu ehren, denn ohne diese unermüdliche Arbeit wären viele Erfolge nicht machbar!"

Erstmals zeichnet German Road Races die Straßenläufer der Saison. Mit zwei U23-Rekorden über 10 km (31:38) und Halbmarathon (1:11:21) konnte dabei Alina Reh, die bereits als Jugendliche zweimal mit dem GRR-Nachwuchspreis ausgezeichnet wurde, ihre Vielseitigkeit auf der Bahn und im Cross nun auch mit herausragenden Leistungen auf der Straße fortsetzen. Arne Gabius ist mit zwei herausragenden Leistungen über die Halbmarathon- und Marathondistanz (1:02:31 in Kopenhagen bzw. 2:09:59 in Frankfurt) nach fast zwei schwierigen Jahren an die Spitze der deutschen Laufszene zurückgekehrt.

Seit 2004 bereits vergibt GRR Förderpreise an talentierte junge Läufer und Läuferinnen, die mit außerordentlich guten Leistungen und Erfolgen national wie auch international schon aufhorchen ließen und damit Perspektiven für die Zukunft aufweisen. Der Förderpreis ist entweder mit einem Zuschuss zur Finanzierung von Trainingslagern und physiotherapeutischen Begleitmaßnahmen dotiert oder mit der Übergabe eines wertvollen Sachpreises verbunden. Die Liste der bereits ausgezeichneten Nachwuchsläufer ist überaus honorig und weist mit zum Beispiel Gesa-Felicitas Krause, Anna Hahner, Corinna Harrer, Katharina Heinig, Alina Reh und Konstanze Klosterhalfen bzw. Martin Grau, Homiyu Tesfaye, Patrick Karl und Markus Görger absolute Spitzenkönner der Szene auf.

Seit 2005 ehrt GRR Trainer, die sich seit Jahrzehnten um die Leichtathletik und den Laufsport im Besonderen verdient machten. Trainer stehen zumeist im Schatten ihrer erfolgreichen Athleten und Athletinnen, aber ohne sie wäre der Erfolg nicht möglich. Ihre Ehrung bedeutet meist eine späte, aber nicht minder wichtige Anerkennung ihrer langjährigen Tätigkeit im Dienst des Sports, der oft auch noch ehrenamtlich geleistet wird. GRR möchte mit dieser Anerkennung allen Trainern, den Helfern und dem Vereinsstab, der sich auch noch um das Wohl der Athleten kümmert, danken und gleichzeitig motivieren, diese Aufgabe weiterhin für die Zukunft der Leichtathletik zu erfüllen. Klaus-Peter Weippert, Heiner Weber, Jürgen Stephan, Kurt Ring, Günther Scheefer oder Günter Zahn stehen für Hunderte von ehrenamtlich arbeitenden Trainern und Übungsleiter in den Vereinen.

2011 hat German Road Races die Ehrung für Organisatoren eingeführt. Ohne Organisatoren, Mitarbeiter oder Funktionäre, ehrenamtlich oder hauptamtlich, würde keine Veranstaltung, kein Lauf, kein Sportfest "über die Bühne" gehen können. Ohne den Einsatz, das Engagement und die Ideen und Initiativen der Organisatoren gäbe es die vielen Läufe und Sportfeste nicht, insofern ist es angebracht, die "Macher" hinter den Kulissen auch öffentlich mit einer Ehrung ein Dankeschön auszusprechen. Neben Friedhelm Boschulte, Gerd Zachäus, Alfred Langenbrunner und Wolfgang Kucklick konnten in den letzten Jahren auch Vereine/ Organisationen wie der SCC Berlin, BMS Die Laufgesellschaft und der Paderborner Osterlauf ausgezeichnet werden.

Der GRR-Award für das "sportliche Lebenswerk" wird seit 2013 vergeben. Wer kennt sie nicht, die Erfolge von Christa Vahlensieck, Hans Grodotzki, Charlotte Teske, Katrin Dörre-Heinig und aktuell von Christoph Herle, die mit herausragenden Ergebnissen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften der Rekordleistungen für Schlagzeilen sorgten. German Road Races möchte hier den "Heroen" früherer Tage eine Bühne geben - und neben den herausragenden sportlichen Leistungen auch das persönliche Erscheinungsbild des Preisträgers würdigen.

GRR Pressemitteilung von Wilfried Raatz vom 19. November 2017

Jürgen Kessing zum neuen DLV-Präsidenten gewählt

Eine Ära geht zu Ende, eine neue beginnt: Jürgen Kessing ist am Samstag beim 47. DLV-Verbandstag in Darmstadt zum neuen Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gewählt worden. Der 60-Jährige tritt die Nachfolge von Dr. Clemens Prokop an, der 17 Jahre lang an der Spitze des DLV stand.

Seit 2001 hatte Dr. Clemens Prokop das DLV-Präsidium angeführt, nur Max Danz (1949 bis 1970) war länger Präsident. Der promovierte Jurist aus Regensburg und Vorreiter im Anti-Doping-Kampf übergibt den Verband in der besten wirtschaftlichen Situation seiner Geschichte an seinen Nachfolger Jürgen Kessing. Der Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen wurde am Samstag auf dem Verbandstag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) von den Delegierten mit großer Mehrheit (88,3 Prozent) zum neuen Präsidenten gewählt.

Neuer DLV-Präsident: Dr. Clemens Prokop (re.) übergibt den Staffelstab nach 17 Jahren an
Jürgen Kessing. Copyrights "Benjamin Heller"

Der 60-jährige Familienvater zweier Töchter und frühere Zehnkämpfer beim ABC Ludwigshafen wird fortan die Geschicke des Verbandes leiten. Der in Worms geborene Diplom-Verwaltungs- und Betriebswirt, der unter anderem in der Staatskanzlei von Rheinland-Pfalz und als Bürgermeister von Dessau (2001 bis 2004) tätig war, will an die Errungenschaften von Prokop anschließen.

"Ich habe meine Sozialisation in der Leichtathletik erfahren", sagt der ausgebildete DLV-A-Trainer Sprung, der am Stützpunkt in Mannheim gearbeitet hat. "Ich kann der Leichtathletik durch meine Lebens- und Berufserfahrung viel zurückgeben." Den Anti-Doping-Kampf möchte Kessing weiterführen. "Wir wollen Chancengleichheit für alle." Auch die Erhöhung der Mitgliederzahlen ist eines seiner Ziele.

Dr. Clemens Prokop zum Ehrenpräsidenten ernannt

Prokop wird dem Präsidium mit seiner Expertise als Ehrenpräsident weiter erhalten bleiben und auch als Chef-Organisator der EM in Berlin (6. bis 12. August 2018) das nächste Highlight mitgestalten. Eine seiner größten Errungenschaften war die Verabschiedung des Anti-Doping-Gesetzes im Bundestag, für das sich der 60-Jährige jahrelang stark gemacht hat.

"Der Kampf gegen Doping ist unsere zentrale Herausforderung, ohne einen fairen Wettbewerb wird die Leichtathletik keine Zukunft haben", sagt der bisherige Präsident. "Die Leichtathletik ist ein kultureller Schatz, für den wir Tag für Tag gemeinsam kämpfen müssen."

DLV Medienservice - Meldung vom 18.11.2017

Eliud Kipchoge und Mary Keitany Marathonläufer des Jahres

Eliud Kipchoge und Mary Keitany sind die Marathonläufer des Jahres. Die beiden Kenianer wurden am Freitagabend bei einer Gala in Athen mit dem "AIMS Best Marathon Runner"-Preis ausgezeichnet. Die Gewinner wurden in einer Abstimmung unter gut 400 internationalen Laufveranstaltern ermittelt, die zu AIMS gehören. Die Athener Gala wurde vom internationalen Marathon- und Straßenlauf-Verband AIMS gemeinsam mit dem griechischen Leichtathletik-Verband SEGAS organisiert und live im staatlichen griechischen Fernsehen übertragen. Am Sonntag veranstaltet SEGAS den Athen-Marathon mit einem Rekordfeld von 18.500 Läufern.

 

Eliud Kipchoge mit dem BMR-Preis in Athen 2015
Mary Keitany mit ihrer Familie bei der Gala in Athen
Fotos © SEGAS-AMA

Bereits zum dritten Mal in Folge wurde Eliud Kipchoge als "AIMS Best Marathon Runner" ausgezeichnet. In den vergangenen zwölf Monaten hatte der Kenianer erneut seine Extraklasse bewiesen. Im September gewann er den Berlin-Marathon mit einer Jahresweltbestzeit von 2:03:32 Stunden. Zuvor hatte er Anfang Mai bei einem nicht regelkonformen Rennen auf dem Formel-1-Kurs von Monza die Traum-Barriere von 2:00 Stunden angegriffen. Sensationell blieb er dabei nur 25 Sekunden über dieser Schallmauer.

"Es ist eine große Ehre für mich, zum dritten Mal den AIMS Best Marathon Runner-Preis zu erhalten", sagte Eliud Kipchoge, der aus persönlichen Gründen jedoch nicht in Athen anwesend sein konnte. "Ich war vor zwei Jahren bei der Gala in Athen, und das war eine wunderbare Erfahrung."

Mary Keitany wurde zum ersten Mal Marathonläuferin des Jahres. Sie hatte vor einem Jahr zum dritten Mal in Folge den New York-Marathon gewonnen und triumphierte dann im April beim London-Marathon mit einem Afrikarekord von 2:17:01 Stunden. Diese Zeit ist zugleich ein Weltrekord für reine Frauen-Marathonrennen. "Ich hatte schon 2014 gesagt, dass ich glaube, dass der Weltrekord für reine Frauen-Rennen zu erreichen ist. Das habe ich geschafft", sagte Mary Keitany. Bezogen auf die Weltrekordzeit von Paula Radcliffe (2:15:25 Stunden) hielt sich die Kenianerin zurück: "Ich denke, ich werde versuchen, mich weiter zu verbessern und unter 2:17 zu laufen. Ich weiß nicht, ob 2:15 zu erreichen ist."

Mit dem "AIMS Lifetime Achievement Award" wurde in Athen Rosa Mota ausgezeichnet. Die Portugiesin war 1987 Marathon-Weltmeisterin und gewann ein Jahr später auch beim olympischen Marathon Gold. In Athen hatte sie 1982 den ersten ihrer drei EM-Titel im Marathon gewonnen. Während der Kapstadt-Marathon mit dem "AIMS Green Award" ausgezeichnet wurde, erhielt der Medellin-Marathon den "Social Award".

Der stellvertretende Sportminister Griechenlands, Giorgos Vassiliadis, erklärte während der Gala, die im staatlichen griechischen Fernsehen 90 Minuten lang live übertragen wurde: "Während der letzten Jahre hat sich der Athen-Marathon zu einer der wichtigsten Sportveranstaltungen Griechenlands entwickelt. Er steht für die Legende und die Historie und findet heute weltweite Beachtung. Athen ist die Heimat des Marathons."

Weitere Informationen www.athensauthenticmarathon.org

Pressemitteilung: Athen-Marathon am 11. November 2017



1 Jahr SwissRunners Ticket – ein Erfolg

Dank der Zusammenarbeit zwischen SBB RailAway und den SwissRunners ist seit dem 1. Januar 2017 bei 18 Laufsportveranstaltungen die An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr aus der ganzen Schweiz im Startgeld inbegriffen. Mit dem SwissCityMarathon – Lucerne vom 29. Oktober 2017 fand in diesem Jahr die letzte Laufveranstaltung statt, die dieses kostenlose öV-Billett für die An- und Rückreise, das sogenannte SwissRunners Ticket, anbot. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen: Insgesamt lösten 60’000 Teilnehmende ein SwissRunners Ticket und trugen dadurch dazu bei, die Klimabilanzen der Laufveranstaltungen weiter zu verbessern.

An den 18 Veranstaltungen, die das SwissRunners Ticket inkludierten, nahmen in diesem Jahr mehr als 170'000 Personen teil, was sogar etwas mehr ist als im vergangenen Jahr. Davon lösten 60’000 Personen das SwissRunners Ticket und profitierten von der kostenlosen An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr aus der ganzen Schweiz. Mit der Einführung des SwissRunners Tickets anfangs 2017 haben 18 Laufveranstaltungen eine vorbildliche und einmalige Lösung zur umweltschonenden Anreise an Events geschaffen. Der Transport macht in Bezug auf den gesamten CO2 Ausstoss der Veranstaltungen den grössten Anteil aus. Mit dem SwissRunners Ticket wird genau da der Hebel angesetzt und der CO2 Ausstoss weiter reduziert. Im Durchschnitt reisten in diesem Jahr 36 Prozent der Teilnehmenden mit einem SwissRunners – Ticket und zusätzlich rund 10% mit einem ÖV-Abo klimaschonend mit der Bahn und öffentlichen Nahverkehrsmitteln an die SwissRunners Veranstaltungen.

Auch 2018 wird das SwissRunners Ticket wieder an den grössten und schönsten Schweizer Laufveranstaltungen im Startgeld inklusive sein:

Swiss Snow Walk & Run Arosa 13.01.2018
Bremgarter Reusslauf 24.02.2018
Kerzerslauf 17.03.2018
Zürich Marathon 22.04.2018
20km Lausanne 28./29.04.2018
Luzerner Stadtlauf 28.04.2018
Grand-Prix von Bern 19.05.2018
Auffahrtslauf St. Gallen 10.05.2018
Stralugano 26./27.05.2018
Bieler Lauftage 07.-09.06.2018
Schweizer Frauenlauf Bern 10.06.2018
Aletsch Halbmarathon 24.06.2018
Swiss Alpine Marathon 22.-29.07.2018
Jungfrau-Marathon 07.-08.09.2018
Greifenseelauf 22.09.2018
Morat-Fribourg 07.10.2018
Hallwilerseelauf 13.10.2018
SwissCityMarathon - Lucerne 28.10.2018

Swiss Runners Medientext vom 08.11.2017

INDOOR MEETING Karlsruhe

Als Teil der Welt-Indoor-Serie mit hoher Ticketnachfrage

Seit gut einem Monat läuft der Ticketverkauf für das INDOOR MEETING Karlsruhe, das am 3. Februar 2018 Auftakt der IAAF World Indoor Tour ist. Und der Vorverkauf läuft bestens. "Gut die Hälfte der Tickets sind weg, einige Blöcke sind bereits ausverkauft", freut sich Martin Wacker, Geschäftsführer der ausrichtenden KARLSRUHE EVENT GmbH. Der Run auf die Tickets ist insofern beachtenswert, da die bislang traditionelle erste Pressekonferenz mit Topathleten noch nicht stattgefunden hat. "Die Leichtathletik-Fans der Region wissen, was für einen Wert das INDOOR MEETING in den letzten Jahren gerade durch die IAAF World Indoor Tour gewonnen hat. Mit die besten Athleten werden bei uns in Karlsruhe an den Start gehen - und einen ganz besonderen Topstar können wir Anfang Dezember verkünden", so Wacker weiter.

Dieser, aber natürlich auch das gesamte INDOOR MEETING kann dann weltweit live im Free-TV - analog zur Diamond-League im Sommer - verfolgt werden, da die gemeinsame Vermarktung der IAAF World Indoor Tour erfolgreich war. "Dies ist ein gewaltiger Meilenstein, den wir erreicht haben", stellte Sportdirektor Alain Blondel fest. "Die Tour gewinnt dadurch weiter an internationalem Renommee." Auch das Land-Baden-Württemberg hat die Strahlkraft des INDOOR MEETINGs erkannt und so hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Schirmherrschaft für das einzige internationale Hallen-Leichtathletik-Meeting in Süddeutschland übernommen.

Tickets für das 34. INDOOR MEETING Karlsruhe am 3. Februar 2018 gibt es bei der Tourist-Information Karlsruhe, Bahnhofplatz 6, 76137 Karlsruhe, per Ticket-Telefon unter 0721 25000 und online bei www.ticketmaster.de.

www.meeting-karlsruhe.de

Stationen der IAAF World Indoor Tour

03.02.18: INDOOR MEETING (Karlsruhe, GER)
06.02.18: 13. International PSD Bank Meeting (Düsseldorf, GER)
08.02.18: Madrid Indoor Meeting (Madrid, ESP)
10.02.18: New Balance Indoor Grand Prix (Boston, USA)
15.02.18: Copernicus Cup (Torun, POL)
25.02.18: Müller Indoor Grand Prix (Glasgow, GBR)

Weitere Informationen unter www.meeting-karlsruhe.de

PRESSEMITTEILUNG INDOOR MEETING Karlsruhe 13. November 2017

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Noch stärkere IAAF World Indoor Tour startet in Karlsruhe

Schirmherrschaft durch Winfried Kretschmann sowie Landeszuschuss
zeigen hohe Bedeutung

Es sind noch ziemlich genau 120 Tage bis zum INDOOR MEETING Karlsruhe am 3. Februar 2018, rechnete Moderator Wolf-Dieter Poschmann beim Businessabend der Leichtathletik in der Buhlschen Mühle vor - Gelegenheit in exklusiver Runde erfreuliche Nachrichten zu verkünden.

 

Die gemeinsame Vermarktung der Fernsehrechte der IAAF World Indoor Tour, zu deren Gründungsmitgliedern das Karlsruher Meeting gehört, sei erfolgreich gewesen, freut sich Sportdirektor Alain Blondel. "Damit beginnt eine neue Ära auf einer anderen Ebene. So können weltweit Bilder von der IAAF World Indoor Tour im Free-TV empfangen werden, analog zur Diamand-League im Sommer", verkündete Blondel.

v.l.: Alain Blondel, Pascal Rolling, Marie-Laurence Jungfleisch, Martin Wacker, Wolf-Dieter Poschmann. Bildquelle: "Jürgen Rösner"

So werde eine deutlich größere TV-Präsenz als in den vergangenen Jahren erreicht."Dies ist ein gewaltiger Meilenstein, den wir erreicht haben", stellte Meetingchef Martin Wacker, Geschäftsführer der ausrichtenden KARLSRUHE EVENT GmbH, fest. "Die gemeinsame Vermarktung war ein wesentlicher Grund für die Gründung der World Indoor Tour, die dadurch weiter an Renommee gewinnt." Prominente Unterstützung bekommt das INDOOR MEETING vom Land Baden-Württemberg. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat nicht nur die Schirmherrschaft für das einzige internationale Hallen-Leichtathletik-Meeting in Süddeutschland übernommen, auch ein Landeszuschuss ist zugesagt. "Ein weiteres Zeichen, für die Wertigkeit unserer Meetings", wie Wacker hervorhob.

Mit der Mode- und Sportmarke Puma konnte in der Buhlschen Mühle ein weiterer Classic-Sponsor für das INDOOR MEETING präsentiert werden. Die Herzogenauracher waren bislang Ausrüster, was sie auch weiter zusätzlich bleiben werden. "Das Meeting von Karlsruhe ist das beste auf der Welt in der Halle", so Pascal Rolling, Leiter Promotion Internationale Leichtathletik Puma: "Wir engagieren uns beim besten Meeting im Freien, der Diamand-League in Zürich. Da müssen wir uns auch für Karlsruhe engagieren. Diese Verbindung zu den besten Meetings der Welt ist uns sehr wichtig", so Rolling weiter. Verbindung zu Puma hatte auch der Top-Gast des Abends. Marie-Laurence Jungfleisch ist seit Juli Gesicht des Sportartikelherstellers und kann bereits auf einen Sieg bei der World Indoor Tour zurückblicken. 2016 gewann die mehrmalige deutsche Meisterin im Hochsprung den Tourauftakt in Karlsruhe und konnte sich dann am Ende der Tour auch die 20.000 US-Dollar Siegprämie für den Gesamtsieg im Hochsprung sichern. Am 3. Februar 2018 will sie diesen Erfolg wiederholen. "Ich springe gerne in der Halle. Die Zuschauer sind nah dran und es ist viel stimmungsvoller als Freiluft." Das Meeting in der Messehalle Karlsruhe ist in diesem Jahr Auftakt der nun insgesamt sechs Stationen umfassenden IAAF World Indoor Tour, die am 25. Februar dann in Glasgow ihr Finale hat.

Am kommenden Mittwoch, 11. Oktober, beginnt der Ticketverkauf für das 34. INDOOR MEETING Karlsruhe am 3. Februar 2018.

Weitere Informationen unter www.meeting-karlsruhe.de

PRESSEMITTEILUNG INDOOR MEETING Karlsruhe 5. Oktober 2017

FWTM und Badischer Leichtathletik-Verband veranstalten

Freiburg Marathon am 08. April 2018

Der 15. Freiburg Marathon am 08. April 2018 wird erstmals unter der Regie der FWTM gemeinsam mit dem Badischen Leichtathletik-Verband als Kooperationspartner stattfinden. Der Münchner Veranstalter runabout sports, der seit 2004 den Freiburg Marathon ausgetragen hat, hat sich aus wirtschaftlichen Gründen zurückgezogen.

Nach der Bekanntgabe, dass sich runabout sports als Veranstalter des Freiburg Marathons zurückzieht, sind bei der FWTM zahlreiche Kooperationsangebote von bundesweiten Veranstaltern sowie Unterstützungsangebote aus der regionalen Laufszene eingegangen. Die Akteure der Freiburger Laufszene haben, ebenso wie der bisherige Veranstalter des Freiburg Marathons geschlossen dazu geraten, dass die FWTM die Veranstaltung in Eigenverantwortung übernimmt. Nach Prüfung der eingegangenen Angebote hat sich die FWTM dazu entschieden, den Freiburg Marathon in Eigenverantwortung auszurichten und das wirtschaftliche Risiko zu übernehmen, da so eine nachhaltige Fortsetzung der für Freiburg als auch für den Tourismus bedeutsamen Sportveranstaltung gewährleistet ist.

 

Mit dem Badischen Leichtathletik-Verband (BLV) als Non-Profit-Organisation mit Sitz in Karlsruhe konnte ein regionaler Kooperationspartner gewonnen werden, mit dem der Freiburg Marathon nachhaltig weitergeführt werden kann. Das Veranstaltung-Knowhow der FWTM wird so um die fachlichen Erfahrungen des BLVs ergänzt.

Philipp Krämer BLV und Dr. Bernd Dallmann FWTM bei der Pressekonferenz

Der BLV beteiligt sich bereits an der Organisation des Baden-Marathon Karlsruhe und ist über den Schwesterverband am Stuttgart-Lauf beteiligt. Durch das zukünftige Engagement in Freiburg kann der BLV seine Präsenz als Sportfachverband in Südbaden noch ausbauen.

FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann: "Zum zweiten Mal haben wir Glück hinsichtlich des Veranstaltungspartners, vor 14 Jahren mit runabout sports und jetzt mit dem BLV. Dem BLV als auch uns liegt die sportliche Qualität und Dauerhaftigkeit des Freiburg Marathons am Herzen, weshalb wir uns nicht mit einem kommerziellen Anbieter zusammengetan haben, damit wir auch eine entsprechende Attraktivität für die Teilnehmer gewährleisten können."

Philipp Krämer, Präsident des BLVs: "Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit mit dem Freiburg Marathon und werden die Erfahrungen des BLV aus der Veranstaltungsorganisation, aber auch unser Verbandsnetzwerk in die Organisation einbringen. Gemeinsam mit der FWTM werden wir ein Organisationsteam bilden, das sich den Herausforderungen einer solchen Großveranstaltung erfolgreich stellen wird."

FWTM-Geschäftsführer Daniel Strowitzki: "Die FWTM war 14 Jahre mit dem Start und Ziel des Marathons an der Messe Freiburg in die Organisation miteingebunden, so dass wir uns nun auf die Austragung des 15. Marathons freuen. Unser Ziel ist es, die Zufriedenheit der Läufer zu steigern und für die Zuschauer an der Strecke sowie am Start und Ziel die Veranstaltung unterhaltsam auszubauen."

FWTM und BLV möchten den Freiburg Marathon gemeinsam optimal weiterentwickeln - bestehend aus der Übernahme von bewährten Elementen sowie der Integration von neuen Ideen. So soll vor allem das Unterhaltungsprogramm, insbesondere für Kinder, am Start- und Zielbereich auf der Messe Freiburg erweitert werden, so dass die Aufenthaltsqualität für die Zuschauer erhöht wird. So ist beispielsweise geplant, die bisherige Marathon-Messe um zusätzliche Themen zu ergänzen, um auch Besucher anzusprechen, die nicht am Marathon teilnehmen.

Die sehr gut etablierte, ehrenamtliche Helferstruktur des bisherigen Marathons, die sich aus Freiwilligen Freiburger Vereine und Institutionen zusammensetzt, soll fortgeführt werden. Auch die Streckenführung sowie die musikalische Begleitung durch Bands entlang der Stecke soll beibehalten werden. Es soll weiterhin verschiedene Streckenlängen von Marathon über Halbmarathon bis hin zur Marathonstaffel geben. Bei Letzterer teilen sich vier Läuferinnen oder Läufer die Marathondistanz - ein besonders bei Firmenteams beliebter Wettbewerb.

Als neue Distanzstrecke ist das "Badische Viertele" angedacht. Die Idee hinter dem "Badischen Viertele" ist ein Zehn-Kilometer-Lauf, was ungefähr einem Viertel der 42,1-Kilometer-Marathonstrecke entspricht. Darüber hinaus soll der Freiburg Marathon seinen besonderen Charakter behalten und auch in Zukunft ohne eingekaufte Langstreckenstars auskommen. Die Preisstruktur für das Startgeld bei der Teilnahme am Freiburg Marathon wird beibehalten. Momentan wird eine neue Webseite aufgesetzt, auf der sich Läufer ab dem 01. September 2017 für den 15. Freiburg Marathon am 08. April 2018 anmelden können.

Aktuell stellen die FWTM und der BVL gemeinsam ein Organisationsteam auf. Die FWTM übernimmt die wirtschaftliche Verantwortung sowie die Veranstalteraufgabe, das Sponsoring und Marketing wie auch die Messeorganisation. Der BLV übernimmt die Mobilisierung und Organisation der Läufer und die Organisation an und auf der Strecke. Thomas Schindler, der bereits Organisationleiter des FIDUCIA GAD Baden-Marathons in Karlsruhe ist, wird ab dem 01. Oktober für die sportlichen und technischen Belange des Freiburg Marathons zuständig sein. Der Karlsruher Marathon findet im Herbst am 17. September statt und der Freiburg Marathon im Frühling, so dass personelle Ressourcen optimal genutzt werden können und das Knowhow bei den Veranstaltungen zusammengeführt werden kann. Des Weiteren ist ein Beirat für den Freiburg Marathon als beständige Einrichtung angedacht, der sich aus der Freiburger Laufszene zusammen setzen wird.

Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG Pressemitteilung
vom 4.7.2017 - Foto © Winfried Stinn

Julia Viellehner stirbt nach Radunfall in Italien

 

Die zweimalige Duathlon-Langdistanz-Vize-Weltmeisterin, deutsche Berglaufmeisterin 2014 und München-Marathon-Siegerin 2015 ist nicht mehr aus dem Koma aufgewacht - 2005 auch mit dem GRR-Nachwuchs-Förderpreis ausgezeichnet

von Wilfried Raatz

Julia Viellehner konnte den entscheidenden Kampf ihres Lebens nicht gewinnen. Am Montag verstarb die 31jährige Ausdauersportlerin an den Folgen eines Radunfalls in der mittelitalienischen Region Emilia-Romagna, bei dem sie sich vor einer Woche lebensgefährliche Verletzungen zugezogen hatte und seitdem in der Spezialklinik Maurizio Bufalini in Cesena im Koma lag.

Jutta Viellehner wurde 2010 in Mainz Deutsche Marathon-Vizemeisterin

Die aus Winhöring im bayerischen Landkreis Altötting stammende Spitzenathletin war beim Radtraining im italienischen Adria-Ferienort Cesenatico von einem Lastwagen erfasst worden und hatte sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zugezogen. Julia war zusammen mit ihrem Lebensgefährten Thomas Stecher und einem weiteren Trainingskollegen in der profilierten Landschaft des Apennin zum "Passo delle Forche" unterwegs, als ein LKW in einer Kurve wegen eines entgegen kommenden Fahrzeugs auswich und Julia Viellehner erfasste. Wegen der Schwere der Verletzungen wurde sie sofort in ein künstliches Koma überführt, aus dem sie nicht mehr erwacht ist.

Neben ihren großartigen Erfolgen als Triathletin und Duathletin mit zwei Vize-Weltmeistertiteln auf der Langdistanz 2013 und 2015 war sie vor allem als Langstreckenläuferin mit starken Bestzeiten von 33:49 (10 km), 1:14:03 (Halbmarathon) und 2:40:26 (Marathon) erfolgreich. Sie wurde deutsche Juniorenmeisterin im Cross- und 10 km-Lauf und schaffte trotz Verletzungsanfälligkeit den Sprung in die deutsche Frauenelite und in die Nationalmannschaft im Crosslauf. 2014 holte sie sich zudem den deutschen Berglaufmeistertitel in Bergen am Chiemsee und gewann 2015 auch den München-Marathon. Als eines der großen Talente im Langstreckenlauf wurde Julia 2005 von German Road Races mit dem Nachwuchs-Förderpreis ausgezeichnet.

Die ausgebildete Heilerziehungspflegerin mit Studienabschluss in Gesundheitsmanagement gab 2013 auch ihr Debüt im Ironman-Triathlon auf Hawaii. 2014 gewann sie den EM-Titel im Halb-Ironman. Seit 2016 startete sie bei Triathlon-Wettkämpfen mit Profi-Lizenz. Die Familie musste 2015 bereits harte Schicksalsschläge verkraften, als Julias Vater Hans und Bruder Raphael beim Bergsteigen am Mount Cook in Neuseeland verunglückten.

"'Wir sehen uns im Ziel!'... waren Julias letzte Worte kurz vor ihren Rennen. "Die letzten Tage waren lang und hart! Julia hat bis zum Schluss gekämpft! Nun hat sie das Ziel erreicht und wartet dort ...", schreibt ihr Freund Tom nach ihrem Tod auf Viellehners Facebookseite. "Die Summe der vielen schweren Verletzungen haben zu einem Zustand geführt, der mit ihrem weiteren Leben nicht vereinbar gewesen wäre". Die deutsche Lauf- und Triathlonszene verliert mit Julia Viellehner eines ihrer sympathischsten Gesichter.

Wilfried Raatz am 22.5.2017 - Fotos LaufReport Archiv - HP Wilfried Raatz

Meisterehren beim METRO Marathon Düsseldorf

2018 und 2019 werden die Deutschen Marathonmeisterschaften
in Düsseldorf ausgetragen

Sieben deutsche Meistertitel hat Julian Flügel (Allgemeiner Rather Turnverein Düsseldorf/ART) bereits in seiner Vita stehen. Demnächst können in seiner sportlichen Wahlheimat Düsseldorf weitere dazu kommen, denn seit kurzem weiß die bundesdeutsche Marathonelite jeder Altersklasse, wo sie voraussichtlich am 29. April 2018 und am 28. April 2019 sein wird. In Düsseldorf, denn dann werden die deutschen Marathonmeisterschaften im Rahmen des METRO Marathons Düsseldorf ausgetragen.

"Das der METRO Marathon Düsseldorf vom Deutschen Leichtathletik Verband ausgewählt wurde, in den kommenden beiden Jahren die nationalen Meisterschaften durchzuführen, ehrt uns nicht nur, sondern ist auch eine Anerkennung unserer organisatorischen Leistung in den vergangenen Jahren", erläutert METRO Marathon Düsseldorf-Renndirektor Jan H. Winschermann.

Bei der Ausrichtung der nationalen Titelkämpfe kann sich die METRO Marathon Düsseldorf Organisationscrew auf die bewährte Unterstützung seiner Partner verlassen. "Auf das Engagement unserer Partner konnten wir in den letzten Jahren und in der Bewerbungsphase um die Marathonmeisterschaft felsenfest bauen. Dass wird auch in den kommenden Jahren so sein", meint Winschermann.

So wichtig die Deutsche Marathon Meisterschaften 2018 auch sind Winschermann und Team konzentrieren sich aktuell auf die reibungslose Durchführung des METRO Marathons 2017 am 30. April (LaufReport wird berichten).

Pressemitteilung METRO Marathon Düsseldorf Presseteam vom 18.04.17

GRR stellt gefordertes neues Förderkonzept für den Crosslauf vor

GRR hat im Verbund mit im Laufsport führenden Vereinen, Trainern und Athleten ein Konzept für die Entwicklung des Crosslaufes entworfen - und fordert den DLV zur Erarbeitung eines neuzeitlichen Konzepts für den Mittel- und Langstreckenlauf auf Seit Jahren sind die Ergebnisse bei internationalen Auftritten im Crosslauf (und darüber hinaus im gesamten Laufbereich, Ausnahmen gibt jedoch erfreulicherweise!) eher unbefriedigend. Die Verfasser des Konzepts sehen den Crosslauf mit seinen vielfältigen, leistungsentwickelnden Facetten als wichtige Vorbereitungsstufe für eine erfolgreiche Bahn und Straßenlaufsaison an.

Ein Konzept kann jedoch nur dann greifen, wenn dieses einher geht mit grundsätzlichen Änderungen beim Verhältnis des Dachverbandes zu seinen Athleten/Innen, deren Vereine und den die Arbeit vor Ort leistenden Trainern. Der moderne Leistungssport bringt es aber auch mit sich, dass der traditionelle Begriff des Amateursportlers nicht mehr zielführend ist, so müssen die Rollen der beteiligten Institutionen "Athlet", "Verein" und "Verband" dringend neu geschrieben werden. Deshalb erfolgt zum entwickelten Cross-Konzept, das German Road Races (GRR) e.V. zusammen mit im Laufsport führenden Vereinen, Trainern und Athleten entworfen hat, vorgestellt eine Präambel. Der Dachverband wird zudem aufgefordert, ein neuzeitliches Konzept für den Bereich Mittel- und Langstrecke zu erarbeiten.

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"Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs" kritisiert neue Ausländer-Regel

Vereine werden für ihre Integrations-Arbeit bestraft

Kassel. Schon im letzten Jahr hatte der "Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs e. V." die unglückliche Terminplanung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die nationalen Meisterschaften im Straßenlauf kritisiert. Geändert, so sehen es die Vorstandsmitglieder des Vereins, hat sich seitdem wenig.

 

Zwar sind die Termine für die Marathon-DM (Frankfurt) und Halbmarathon-DM (Hannover) festgelegt. "Aber für die DM in Hannover am 9. April kann man als DM-Starter noch nicht zu den jetzt günstigen Tarifen melden, da sie in den Hannover-Marathon eingebunden ist, sondern erst später zu teureren", bemängelt Fördervereins-Vorsitzender Winfried Aufenanger (Kassel). "In Frankfurt beträgt die Startgebühr 99 Euro, aber für die integrierten Hessischen Meisterschaften gab es noch nicht einmal eine Siegerehrung", sagte Aufenanger auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins in Kassel.

Unterstützen auch weiterhin junge Athleten: (v.l.) Vorsitzender Winfried Aufenanger, Werner Wirth, Peter Siebel, Werner Grommisch, Nikolaj Dorka, Brigitte Aufenanger und Rosi Siebel vom "Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs".
Foto: Michael küppers /punkt.waldert.küppers.

Die Botschaft des Vereins, der sich seit vielen Jahren vor allem die Unterstützung der deutschen Läufer auf die Fahne geschrieben hat, ist eindeutig: Die Deutschen Marathon-Meisterschaften sollten wieder mehr den kleineren oder mittleren Marathons zugesprochen werden: "Man drängt jetzt die Talente in die großen Marathons, das ist der falsche Weg." Schriftführer Werner Grommisch (Essen): "Wir müssen auch die Prämienausschüttung für die Deutschen Meister attraktiver machen."

Eine andere Entwicklung gehe ebenfalls in die falsche Richtung. Die neue Regel, dass keine Ausländer mit deutschem Startpass mehr bei den Deutschen Meisterschaften gewertet werden, "ist ein falsches Signal", so der Förderverein-Vorstand. Bisher waren zum Beispiel Nicht EU-Staatsbürger bei Deutschen Meisterschaften startberechtigt, wenn sie seit mindestens einem Jahr ihren ständigen Aufenthalt im DLV-Gebiet hatten sowie zusätzlich einen Startpass für einen deutschen Verein besaßen. Gerade Vereine, die sich sehr stark für die Integration einsetzen, werden nun für ihre Initiativen bestraft, auch wenn der DLV diese Kritik in seiner Stellungnahme zur Regeländerung zurückweist. Vor allem für die Mannschaftswertungen könnte das starke Auswirkungen haben. Dass parallel die Regel für die Landesverbände nicht gelte, mache die Sache zusätzlich kompliziert. Möglich also, dass ein Athlet in der Deutschen Bestenliste nur mit Zusatzanmerkung aufgeführt wird, in der Landesbestenliste aber mit seiner Leistung ganz normal. "Das kann so wirklich nicht sein", fordert Winfried Aufenanger, der dabei auch Zuspruch von deutschen Athleten erhält, die sich durchaus weiter offen der Konkurrenz stellen wollen. Auch Martin Grüning, Chefredakteur von "Runner's World", übt in seiner klugen Klartext-Kolumne "Heimlich, still und leise" in der aktuellen Ausgabe scharfe Kritik an der neuen Regel.

Als Erfolg wertete der Förderverein, dass die Olympianormen in diesem Jahr runtergesetzt wurden - nach massiver Kritik zuvor, auch vom Förderverein. Allerdings fiel der Rückblick auf Olympia und die Europameisterschaft (Halbmarathon) nicht zufrieden stellend aus. "Unsere Marathon-Männer haben sich in Rio zwar insgesamt positiv dargestellt", zog Aufenanger Bilanz, "aber in Zukunft sollte man international mal wieder mehr riskieren und eine andere Taktik wählen." Olympiatourismus sollte nicht das Ziel sein, dabei nahm der Förderverein die Leistung von Anja Scherl ausdrücklich aus, die trotz der Doppelbelastung durch Beruf und Sport aus dem Olympia-Straßenlaufteam herausragte.

Auch 2017 unterstützt der "Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs" wieder Athleten mit einem Zuschuss. Hendrik Pfeiffer (23, TV Wattenscheid), der sich nach verletzungsbedingten Olympia-Aus nun auf Tokio 2020 vorbereitet, gilt mit seinen 2:13:11 beim Düsseldorf-Marathon als Mann der Zukunft auf der Königsdistanz und passt mit seinen Ambitionen und seinem Ehrgeiz ebenso in das Förderungsprofil wie Jens Nerkamp (27, PSV Grün-Weiß Kassel), der in diesem Jahr bei der Halbmarathon-EM in Amsterdam sein Nationalmannschaftsdebüt feierte und behutsam im Marathon auf der "Road to Tokio" aufgebaut werden soll. Als Dritte im Bunde kommt U23-Läuferin Franziska Reng (LG Telis Finanz Regensburg) in den Genuss der Förderung. Die 20-jährige Studentin will ebenfalls künftig die Richtung Marathon einschlagen. "Dass wir 2017 drei statt bisher zwei Athleten fördern, zeigt, dass wir uns auch weiterhin stark für den Laufbereich einsetzen werden", betont Winfried Aufenanger, der mit dem Förderverein einen intensiveren Interessensaustausch auf Trainer- und Funktionärsebene fordert.

Verein zur Förderung des deutschen Straßenlaufs e.V. - Presse-Info 2.1.2017

Der MÜNCHEN MARATHON erhält den Social Award der AIMS

Weltkongress der Marathonveranstalter ehrt Münchner Engagement für Flüchtlinge
Montag, 7. November 2016 - Für die 2015 ins Leben gerufene Aktion "Laufend integrieren" wird der MÜNCHEN MARATHON am kommenden Freitag in Athen ausgezeichnet. Die Münchner Veranstaltung, die auch 2016 wieder mehr als 20.000 Teilnehmer verzeichnet hatte, wird von der "Association of International Marathons and Distance Races" (AIMS) auf deren Weltkongress mit dem "Social Award" ausgezeichnet. Zu den Geehrten gehören außerdem die lebende Langstreckenlegende Haile Gebrselassie (Äthiopien) für sein Lebenswerk sowie Eliud Kipchoge (Kenia), der 2016 den London Marathon gewann und in Rio de Janeiro auch noch Olympiasieger wurde, und Jemima Sumgong, ebenfalls aus Kenia, der Gleiches bei den Frauen gelang.

Im Marathon geht es nicht nur darum, Spitzenzeiten zu würdigen, sondern auch besondere Initiativen. Die AIMS orientiert sich an den acht Millenniums-Entwicklungs-Zielen der Vereinten Nationen für eine bessere Welt und findet, dass der MÜNCHEN MARATHON sich mit seinen Projekten zur Einbindung von Flüchtlingen. Stichwort "Laufend integrieren" besonders hervor tut.

Im Sommer 2015 war München die erste Anlaufstelle für Menschen gewesen, die vor Krieg und Armut ihre Heimat verlassen hatten, täglich trafen Tausende in Sonderzügen am Münchner Hauptbahnhof ein. Einige Wochen später, beim Marathon-Wochenende, standen sie als Helfer an der Strecke. Einige wagten sich auch selbst auf die Strecken (Marathon, Halbmarathon, 10 KM). Zusammen mit dem Sozialreferat der Stadt München und verschiedenen Hilfsorganisationen hatte der MÜNCHEN MARATHON schnell reagiert und ein eigenes Programm zur Integration von Flüchtlingen in die Laufveranstaltung auf die Beine gestellt.

Der "laufend integrieren"-Lautreff in Aktion
Gernot Weigl und Münchens 3. Bürgermeisterin Christine Strobl bei der Spendenübergabe

"Junge Flüchtlinge waren stets in der Situation gewesen, Hilfe annehmen zu müssen - nun konnten sie etwas zurückgeben", kommentiert Gernot Weigl den Eifer, mit dem die Flüchtlinge sich in die Organisation einbrachten. Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern aus bayerischen Vereinen standen sie an den Verpflegungsständen an der Strecke und übernahmen organisatorische Aufgaben im Olympiastadion.

Doch nicht nur als freundliche Helfer prägten Flüchtlinge das Bild des MÜNCHEN MARATHON. 2015 und 2016 nahmen insgesamt 76 Flüchtlinge das kostenfreie Startangebot des Veranstalters an. Zum Programm gehörten eine gezielte Vorbereitung, die im Vorfeld des Marathons auch allen anderen Interessenten offen stand: "Laufend integrieren."

Armbänder mit diesem Motto wurden auf der Marathon-Messe in der Olympiahalle und im Onlineshop angeboten - aus diesem Erlös und Sponsoring-Geldern konnten die Veranstalter im letzten Jahr 30.000 Euro zweckgebunden zur Unterstützung von Flüchtlingen an das Sozialreferat der Stadt München spenden.

"München liefert ein großartiges Beispiel dafür, wie das Laufen helfen kann, die großen humanitären Herausforderungen unserer Zeit anzugehen", sagt Paco Borao, der Präsident der AIMS, in der weltweit über 400 Laufveranstalter organisiert sind. In den Jahren davor hatten etwa der Tokio Marathon oder der "Great Ethiopian Run" den Social Award erhalten.

"Wir haben neue Freunde gewonnen und bewegende Reaktionen der Münchner erfahren", erklärt Gernot Weigl, der Renndirektor des MÜNCHEN MARATHON. Selbstverständlich wird München das Projekt "Laufend integrieren" fortführen. "Wir werden es sogar ausbauen", kündigt Gernot Weigl an. "Ein großes Thema für 2017 wird Inklusion sein. Wir wollen, auch die Integration von Menschen mit Handicap beim MÜNCHEN MARATHON künftig fördern.

www.muenchenmarathon.de

Presse-Info MÜNCHEN MARATHON, ROTWAND | Digitale PR GmbH am 7.11.16

Sportsucht im Marathonsport

 

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sich Silke Hippler mit dem Thema auseinandergesetzt. "Zur Prävalenz der primären Sportsucht im Marathonsport - eine Online-Befragung" so lautet der Arbeitstitel und auch LaufReport-Leser waren vor Wochen angehalten, an der Befragung teilzunehmen. Mit der Auswertung der Befragung schließt die Arbeit. Eine kurze Zusammenfassung ist ihr voran gestellt. Das Thema weckt aber sicher das Interesse von Läuferinnen und Läufern soweit, dass man es nicht beim Lesen der Zusammenfassung belässt.

Zum Beitrag von Silke Hippler im LaufReport klick HIER

Lauf-Wahl leicht gemacht....

Lauftermine bei Lauftreff.de

Im Laufkalender unseres Berliner Partners Lauftreff.de sind weit über 5000 Volkslauf-Veranstaltungen aufgelistet.

Besonderer Service der LaufReport-Partnerseite Lauftreff.de sind ausgereifte Suchmaschinen zur effektiven Auswahl geeigneter Laufveranstaltungen. Die Auswahlangaben sind jeweils verlinkt zu weiteren Infos bzw. zur Veranstalter-Homepage sowie zu verhandenen Laufankündigungen im LaufReport. Die Daten werden laufend aktualisert und auf den neuesten Stand gebracht.

Das Medical Team von SCC EVENTS informiert

Bei Langstrecken-Wettbewerben wie Halbmarathon- oder Marathonläufen bestehe kein höheres Risiko, eine Herzattacke zu erleiden als im sonstigen Leben. Dies wurde jetzt im Rahmen einer Langzeit-Studie in den USA festgestellt, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde (Cardiac Arrest during Long-Distance Running Races).

In die Untersuchung flossen die Daten von 10,9 Millionen Läuferinnen und Läufern ein, die zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 31. Mai 2010 an Marathon- und Halbmarathonläufen in den USA teilgenommen hatten. In diesem Zeitraum erlitten 59 Teilnehmer einen Herzstillstand, 42 davon starben. Von den 59 Betroffenen waren 51 Männer, wobei anzumerken ist, dass in den USA der Frauenanteil bei Halbmarathon- und Marathonläufen deutlich höher liegt als in Europa; teilweise sind dort in etwa gleich viele Frauen wie Männer am Start solcher Veranstaltungen.
Dies bedeutet, dass Herzattacken bei Laufwettbewerben nicht häufiger auftreten als im normalen Leben. "Die Tatsache, dass es sich dabei in der Regel um sportlich aktive Menschen handelt, die auch sonst einen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil pflegen, spielt insofern eine untergeordnete Rolle, als einerseits familiäre Dispositionen (Herzerkrankungen bei Eltern, Geschwistern und nahen Verwandten) und andererseits unerkannte Vorerkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck) eine wichtige Rolle spielen", erklärte Dr. Lars Brechtel, medizinischer Direktor des BMW BERLIN-MARATHON.

Im Vergleich mit der Studie aus den USA liegt die Häufigkeit für schwere kardiale Zwischenfälle beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON und beim BMW BERLIN-MARATHON, den beiden größten deutschen Laufveranstaltungen ihrer Art, im Vergleichszeitraum zwischen 2000 und 2011 leicht höher. Dies begründet sich einerseits bereits mit dem Hinweis der Autoren, dass die Häufigkeit in ihrer Studie möglicherweise unterschätzt wird, weil nicht alle Zwischenfälle erfasst werden konnten. Auch unterscheidet sich die Geschlechterverteilung der Teilnehmer in den USA deutlich von der in Europa. Während in Berlin ca. 75% der Teilnehmer Männer sind (diese tragen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Zwischenfälle in sich), gehen in den USA etwa gleichviele Männer wie Frauen an den Start. So waren auch in den vergangenen Jahren bei den beiden Berliner Großveranstaltungen ausschließlich Männer von derartigen Vorfällen betroffen.

Auffallend ist, dass das zugrunde liegende Krankheitsspektrum deutlich unterschiedlich ist. Während in den USA insbesondere die hypertrophe Kardiomyopathie - eine genetisch bedingte Herzerkrankung - in ca. der Hälfte aller Fälle für die schweren kardialen Zwischenfälle verantwortlich gemacht wurde, stehen in Berlin typischerweise die Fälle mit Minderdurchblutung des Herzens bedingt durch eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße und die daraus folgenden Herzinfarkte im Vordergrund.

Gegenüber den USA ist die Überlebenschance bei schweren kardialen Zwischenfällen in Berlin jedoch besser, was durch die gute medizinische Versorgungsstruktur und die präventiven Bemühungen des Medical Teams von SCC EVENTS erreicht wird.

Auffallend ist, dass ein Drittel der betroffenen Läufer in den USA in den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf bereits kardiale Symptome aufwies. 17% hatten zudem eine positive Familienanamnese, 10% Anzeichen einer viralen Infektion in den letzten zwei Wochen vor dem Vorfall. Somit wäre eine weitere Reduktion der Zwischenfälle möglich, wenn entsprechende Screening-Angebote wie der PAPS-Test (Persönlicher Aktivitäts- und Präventions-Screening-Test) und entsprechend daraus resultierende sportärztliche Untersuchungen konsequent genutzt werden würden. Ebenso sollte auf einen Start bei Vorliegen eines Infektes in den Wochen vor dem Rennen verzichtet werden.

Der PAPS-Test ist seit Jahren in den Anmeldeprozess bei allen Veranstaltungen von SCC EVENTS integriert und gibt den Teilnehmern erste Hinweise auf ein möglicherweise individuell erhöhtes Risiko. Sportmedizinische Voruntersuchungen können durch diesen Test nicht ersetzt werden. Sie sollten vielmehr von jedem Läufer eigenverantwortlich vor einer Teilnahme an Laufveranstaltungen wahrgenommen werden.

SCC-Pressemitteilung von Thomas Steffens vom 18.01.2012

Nur ein Marathon ist ein Marathon

Ist der "Marathon" im Sinne einer Laufveranstaltung 42.195 Meter lang oder bloß 38 Kilometer? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an, in welcher Sportart man aktiv ist. Im Laufsport ist weltweit eine exakte Streckenvermessung etabliert. Im Triathlon ermöglicht das Regelwerk hingegen Abweichungen von bis zu zehn Prozent. Dem entspricht auf der Marathondistanz eine Kürzung um 4,2 Kilometer! "Triathlonstrecken können nicht als ordnungsgemäß vermessene Distanzen gelten, solange nicht die gleichen Vorgangsweisen wie im Straßenlauf angewandt werden", so Hugh Jones von AIMS, der Vereinigung der Internationalen Marathons und Straßenläufe. Der Vienna City Marathon betont, dass Laufleistungen bei Triathlons deshalb relativiert werden müssen und der Name "Marathon" im Laufsport wie eine Marke positioniert werden soll. ... weiter geht es HIER

PRESSE-INFO VIENNA CITY MARATHON, 4. Oktober 2011

Dokumentarfilmer Michael Schwarz traf Läufer Horst Preisler:

Videoinstallation „Lebenslauf“ – jetzt preisgekrönt

Als Preisler die Anfrage erreichte, ob er bereit sei, an einem solchen Projekt mitzuwirken, war sein erster Gedanke: „Klar, so kann ich doch jungen Menschen helfen, ein solches Projekt zu gestalten.“ Zum Beitrag von Wolfgang W. Schüler im LaufReport klick HIER