25.8.18 - 21. Maare-Mosel-Lauf von Daun nach Gillenfeld

Mit Rückenwind durch die Vulkaneifel

von Holger Teusch 

Der Maare-Mosel-Lauf ist mit konstant über 1000 Teilnehmern im Ziel eine der größten Laufveranstaltungen in der Eifel und die größte dieser Art, die ausschließlich auf einer Punkt-zu-Punkt-Strecke durchgeführt wird. Das Herzstück ist der Maare-Mosel-Radweg. Dieser verbindet seit 1998 auf der ehemaligen Bahntrasse von Bernkastel-Kues an der Mosel über Wittlich nach Daun die berühmte Weinbauregion mit der Eifel. Weil überwiegend auf dem Radweg gelaufen wird, leitet sich daher auch der Name des Maare-Mosel-Laufs ab. Was etwas verwirrend sein kann. Denn zwar bekommt man ein Maar, einen dieser berühmten, geheimnisvollen Kraterseen der Eifel, zu sehen, ist aber meilenweit von der Mosel entfernt.

Bei der 21. Auflage, wie immer am letzten Samstag im August, gewannen Yvonne Engel vom Lauftreff Schweich mit der Streckenrekordzeit von 1:26:36 Stunden und Sammy Schu vom LTF Marpingen in 1:13:52 Stunden auf der Halbmarathon- sowie Helena Dunkel aus Daun in 39:19 Minuten und Christoph Trawinski aus Lutzerath in 38:00 Minuten auf der 10-km-Distanz. 1049 Teilnehmer kamen bei idealen Bedingungen ins Ziel. Weil die letzte Selbsterfahrung auf der Maare-Mosel-Lauf-Strecke 15 Jahre zurück liegt, war es für mich an der Zeit, mal nicht mit Kamera an, sondern mit Laufschuhen auf die Strecke zu gehen.

 

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Der Maare-Mosel-Radweg ist nicht nur Namenspate, sondern bildet auch das Herzstück aller Strecken des Maare-Mosel-Laufs
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Die Vorbereitungen: Dunkel kann ich mich noch erinnern, dass es 2003 die Startnummern im engen Dauner Bahnhof gab. Dort wurde damals der Halbmarathon gestartet. Später ging es in die Dauner Innenstadt vor das sogenannte Forum. Das hatte natürlich seinen Reiz, reizte durch steiles Bergablaufen direkt auf dem ersten Kilometer aber auch die Gelenke und erforderte organisatorisch die kurzzeitige Sperrung einer Bundesstraße.

Während es die Startnummern in den ersten Jahren am jeweiligen Startort gab, gibt es sie mittlerweile nur noch am gemeinsamen Ziel in der Schule am Pulvermaar in Gillenfeld. Hier geht trotz vierstelliger Teilnehmerzahl alles familiär zu. So familiär, dass ich beim Abholen der Startnummer für die Kinder an unseren zu zahlenden Obolus erinnern musste. Meine Halbmarathon-Startnummer hätte ich wohl auch kostenlos bekommen, hätte ich nach der Kasse (getrennt von der Nummernausgabe) gefragt.

 

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Der Bustransfer: Da Busfahrten für mich seit jeher ein Greul sind, war ich froh, dass ich meinem Maare-Mosel-Lauf erfahrenen Fotografen Dominik auf dem Weg zum Start nach Daun noch zeigen musste, wie er diverse Fotopunkte mit dem Auto anfahren kann. Wer diesen Luxus nicht hat, kann mit einem der kostenlosen Shuttlebusse vom Gillenfelder Feuerwehrhaus (etwa 200 Meter vom Ziel an der Schule entfernt) zu den Startorten Mehren (für die sogenannte Gesundlandstrecke über 7 km), Schalkenmehren (10 km und 7-km-Jugend- und Jedermannlauf sowie Walking) fahren.

Entspannt ging es auf der sogenannten Gesundland-Strecke zu, bei der nach etwa vier der sieben Kilometer in der Laufoase der Laufschule Schritt für Schritt Pause samt Massage, Venencheck und anderen Gesundheitsangeboten gemacht werden konnte Durchs dichte Grün führt der Maare-Mosel-Radweg über die Bahntrasse, die einst Daun und Bernkastel-Kues an der Mosel verband

Punkt-zu-Punkt-Strecken bedeuten für die Organisatoren immer großen (und teuren) logistischen Aufwand. Maare-Mosel-Lauf-Chefin Inge Umbach treibt der Transfer immer wieder Schweiß auf die Stirn. Aber es ist mir noch nicht zu hören gekommen, dass jemand nicht rechtzeitig zum Start kam.

Ganz fitte machen es gelegentlich auch so, dass sie zu ihrem Startort laufen. Zum Halbmarathon-Ausgangs sind es so gute 11 km. Im Rennen kommen die fehlenden Kilometer durch zwei Schleifen hinzu. Das Ehepaar Gisela und Norbert Thome vom Laufverein Spiridon Hochwald beispielsweise haben so einen langen Dauerlauf in der Marathon-Vorbereitung absolviert.

 

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Der Start: Es dürfte ziemlich selten bis einmalig sein: In Schalkenmehren starten 10-km- und 7-km-Lauf zur gleichen Zeit vom gleichen Ort nur in entgegengesetzte Richtungen. Die 10-km-Läufer drehen zunächst eine Runde ums Maar, die den 7-km-Läufern vorenthalten bleibt. Das Ganze spielt sich vor dem Heimwebereimuseum, der ehemaligen Dorfschule ab. Das Museum dokumentiert, wie sich die Kleinbauern der Eifel in früheren Zeiten ein Zubrot mit dem Weben von Stoffen verdienten. Die Lehrerin Anna Lehnert stieß in den 1920er Jahren die Gründung einer Genossenschaft in Schalkenmehren an, um das sogenannte Maartuch besser zu vermarkten. Die Heimweberei-Genosssenschaft Schalkenmehren bestand bis in die 1980er Jahre.

Die Daunerin Helena Dunkel startet zwar nicht in ihrem Wohnort, sondern auf der Hälfte der Strecke in Schalkenmehren, nutzte die guten Bedingungen aber zum 10-km-Sieg und ihrer ersten Zeit unter 40 Minuten Kuriosität in Schalkenmehren: Die 10-km-Läufer starten in die eine, die 7-km-Jedermannläufer gleichzeitig in die andere Richtung Christof Trawinski aus Lutzerath in der Eifel feierte über 10 km fast einen Heimsieg

Mehr auf den Sport konzentrieren können sich die Halbmarathonläufer beim Warten auf den Start. Dieser befindet sich seit einigen Jahren am TechniSat-Logistikzentrum im Dauner Stadtteil Boverath. Déjà-vu für mich: Wie 2003 beginnt es zu regnen, als ich mich ein bisschen einlaufen möchte. So sehr auch der Eifelboden nach der langen Trockenheit Wasser benötigt, während des Rennens sollte es trocken bleiben.

Das Logistikzentrum bietet ein bisschen Unterstellmöglichkeit und sanitäre Anlagen. Auch wärmende, aber für das Rennen nicht benötigte Kleidung kann abgegeben werden und wird zum Ziel transportiert. Los geht es dann reichlich unspektakulär. Durch das Mikrofon einer improvisierten Beschallungsanlage zählt jemand von fünf rückwärts, dann setzen sich 300 Läufer in Bewegung. Wer braucht auch eine große Startshow? Wer hier läuft will die Eifel erleben!

 

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Strecke: Womit wir beim wichtigsten wären! An dem Parcours hat sich trotz einiger Optimierungen in zwei Jahrzehnten Maare-Mosel-Lauf nichts Wesentliches geändert. Die Halbmarathonläufer biegen nach knapp 1 km auf den Maare-Mosel-Radweg ein. Dieser folgt zunächst parallel den noch liegenden Gleisen der Eifelquerbahn (vom Rhein über Kaisersesch und Ulmen nach Daun und Gerolstein) bis zum Dauner Bahnhof. Kurz danach wird das Dauner Viadukt überquert. Schon hier merkt man: So gering die Steigungen von Bahnlinien auch sind, es geht permanent leicht bergan. Bevor man ganz in den dichten Wald eintaucht, kann man einer Stelle mit einem Blick nach rechts noch einmal einen Ausblick auf Daun mit der auf dem Berg thronenden Burg erhaschen. Dann ist man zunächst in einem Tunnel aus dem Grün der Bäume. Nach rund 4 km geht es in einen richtigen Tunnel. Der 540 Meter lange Weg unter der Erde erspart den Läufern noch einmal, mindestens 30 Höhenmeter zu erklimmen. Allerdings: bis hierher ging es bereits etwa 80 Meter in die Höhe!

Großes Schlitzohr wird nach der Fledermauspopulation der 560 Meter lange ehemalige Eisenbahntunnel genannt, durch den die Halbmarathonläufer laufen Am ehemaligen Bahnhof von Schalkenmehren kann man das ehemalige Bahnhofsgebäude bewundern, das jetzt als Ferienwohnung dient Stefan Losch war als Gesamt-7. des Halbmarathons und Sieger der Altersklasse M50 in 1:23:18 Stunden der schnellste Teilnehmer der großen Läufergruppe des TUSEM Essen, die ein Wochenende in der Vulkaneifel verbrachten

Das sollte man sich vor Augen halten. Laufen nach Kilometer-Zeiten ist schwierig. Halbmarathon-Siegerin Yvonne Engel und Trainer-Ehemann Dirk hatten 4:05 Minuten pro Kilometer als grobe Richtschnur angepeilt. Das schaffte das Paar am Ende fast auf die Sekunde genau. Aber wer in der langgezogenen Steigung zum Tunnel sklavisch nach einem angepeilten Kilometer-Schnitt läuft wird ein Fiasko erleben.

Ich hatte das erste Mal in 30 Jahren meine Laufuhr bei einem Wettkampf vergessen. Nach Gefühl laufen erwies sich aber auch als schwer. Am Ende des Tunnels fühlten sich die Beine schon müde an, die Atmung am Limit und die verheißungsvolle Gruppe und auch alle anderen Mitläufer aus dem Anstieg waren enteilt.

Es war genau das eingetreten, was ich vermeiden wollte. Denn der gleichmäßige Anstieg ist noch die leichtere Prüfung. Kurz nach dem Tunnelausgang wird nämlich der Maare-Mosel-Radweg verlassen. Erst über einen geteerten Wirtschaftsweg, später über Schotter- bald über frisch gemulchte Wiesenwege mit einigen zwar kurzen, aber heftigen Steigungen geht es Richtung Schalkenmehrener Maar. Das bietet auf dem mittleren Maar-Rundweg ein tolles Panorama. Und allein dafür sollte man als Läufer seine Kraft aufsparen. Persönlich befand ich mich kurz vor km 10, am höchsten Punkt der Strecke (etwa 490 Meter) im Tief. Gedanken kamen auf das Rennen vorzeitig zu beenden. Das ist auf Punkt-zu-Punkt-Landschaftslaufstrecken zwar grundsätzlich nicht einfach. Aber ich wusste ja, wo Dominik als Fotograf samt Auto in der Nähe stehen würde.

 
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Eine Trommlergruppe sorgte am gefürchteten Anstieg am Rand des Naturschutzgebiets Mürmes nach 14 km des Halbmarathon für lockere Beine Abgeerntete Felder verbreiteten schon etwas Herbststimmung, wenn es abseits des Maare-Mosel-Radwegs durch die Eifellandschaft ging

Zum Glück widerstand ich der Versuchung! Denn ist erst der Streckenabschnitt auf dem unteren Maar-Rundweg erreicht, über den zuvor bereits die 10-km-Läufer unterwegs waren, zeigt sich bald, der Vorteil der Maare-Mosel-Lauf-Strecke. Auf dem unteren Maar-Rundweg ist zwar noch einmal eine fiese Steigung zu bewältigen, die ich zum Fotografieren immer aufsuche, weil man die Läufer schön vor dem Hintergrund von Maar und Ort Schalkenmehren ablichten kann. Ich musste mich noch etwas den kurzen Anstieg nach Schalkenmehren hinein, vorbei an kunstvollen Holzschnitzereien und zum ehemaligen Bahnhof mit seiner alten Diesellok und den Relikten des Dampfzeitalters quälen. Aber wieder zurück auf dem Maare-Mosel-Radweg stellte ich fast schon verwundert fest: Es rollt wieder!

Gepaart mit Rückenwind keimte auf der sacht abwärts führenden ehemaligen Bahnstrecke wieder etwas Hoffnung auf, dass es vielleicht doch nicht ganz so schlimm werden würde. Die nächste Bewährungsprobe wartet aber bereits bei km 14: Mürmesanstieg. Dominik hatte mich auf der Fahrt nach Daun als erfahrener Maare-Mosel-Lauf-Halbmarathoni gewarnt: 2017, allerdings bei gut zehn Grad höheren Temperaturen, habe er sich den Anstieg mit dem Ausblick auf das Naturschutzgebiet Mürmes, einem Flachmoor in einem ehemaligen Maarkessel, den die Trierer Kurfürsten vier Jahrhunderte lang als Fischteiche nutzten, extrem zu schaffen gemacht. "Ich habe mich nur auf die Cola an der Verpflegung oben gefreut", erzählte er mir.

Weil Regen nicht ausgeschlossen war, hatte Ralf Baumsteiger von Michelin Bad Kreuznach den praktischen Regenponcho aus dem Starterbeutel mit auf die Laufstrecke genommen und konnte ihn gleich testen Alois und Jonathan Pitzen vermieste der Regenschauer nach gut 90 Laufminuten die Stimmung ebenso wenig, wie André Görg Der Isländer Eirikur Ragnarsson hatte theoretisch gesehen die weiteste Anreise zum Maare-Mosel-Lauf. Er fühlte sich offensichtlich wohl, obwohl die Eifel vulkanisch nicht mehr ganz so aktiv ist, wie seine Heimat

Mit entsprechendem Respekt ging ich den Anstieg, zunächst über die dröhnende Autobahn A1, an. Die Sambasistas sorgten wie immer kurz darauf mit brasilianischen Trommelklängen für Abwechslung. Unmerklich beschleunigte sich der Schritt. Die Steigung (immerhin rund 50 Höhenmeter auf etwa 1 km) hatte auch dank unterstützendem Rückenwind schon ihren Schrecken verloren.

Kurios dazu: Nach der Niedergeschlagenheit und Gedanken ans Aufgeben wenige Kilometer zuvor, hieß es plötzlich auf die Euphoriebremse treten. Der Läufer vor mir, der mich in der langen Steigung zum Tunnel hinauf abgehangen hatte, schien näher zu kommen. Aber nur nichts über-, sondern nach der nächsten Verpflegungsstation, der fünften, die ich angesichts kühler 17 Grad trotz des verlockenden Angebots ausließ, zurück ins Alfbachtal stürzen. Nach etwas Asphalt auf den Höhen wird der Weg nämlich holpriger. Zudem bläst das einzige Mal während des gesamten Rennens der frische Wind auf 1 km mal richtig ins Gesicht. 3 km vor dem Ziel ist man aber auf dem Maare-Mosel-Radweg. Zumal mit diesem Rückenwind kann nun eigentlich nichts mehr aufhalten. Am ehemaligen Bahnsteig Udler gibt es noch einmal Verpflegung (diesmal blieb laut Umbach angesichts der Kühle viel Wasser übrig) und vor allem fetzige Musik für den Schluss-Spurt über die leicht abfallende Strecke auf glattem Asphalt.

Signal auf freie Fahrt! Yvonne Engel vom Lauftreff Schweich lief mit ihrem Mann und Trainer Dirk zum Halbmarathonsieg in Streckenrekordzeit Aus dem dunklen Tunnel heraus kamen der sechsmalige Sieger Sammy Schu (links) vom LTF Marpingen und der spätere Zweitplatzierte Martin Müller von der LG Meulenwald Föhren gemeinsam heraus gelaufen

Gillenfeld und damit das Ziel kommt schnell näher. Für die letzten 700 Meter wird der Maare-Mosel-Radweg verlassen. Auf der höchsten Erhebung des Orts thront imposant die aus Basaltstein gebaute Kirche St. Andreas mit ihrem aus dem 14. Jahrhundert stammenden Turm. Unterhalb befinden sich die Schule und das Ziel.

Die Rennen: Etwa 400 Meter vor dem Ziel ruft mir Lauffreund Michael Reinhold eine Zeit zu. Ohne Uhr laufend die erste Rückmeldung überhaupt, wie schnell ich unterwegs war. Und die Erkenntnis: Eine Uhr und eine Zeit unterwegs hätten wahrscheinlich motivierend gewirkt.

Auf den letzten Metern kommen mir Sammy Schu und Martin Müller entgegen. Der Saarländer hat seinen sechsten Maare-Mosel-Lauf-Sieg auf dem letzten Teilstück über den Radweg klargemacht. 1:13:52 Stunden musste er laufen. 2017 war er eine Sekunde schneller. Aber nur bei seinem ersten Sieg 2012 (in 1:13:08) und 2013 als Zweitplatzierter mit 1:13:22 Stunden hinter dem damals in 1:09:10 Stunden Streckenrekord laufenden Florian Neuschwander wesentlich flotter. Müller war froh, lange mit Schu, der damit mit Rekordsieger Dietmar Bier aus Trier gleichgezogen hat, mitzuhalten. In 1:13:59 Stunden lief er ähnlich schnell wie beim topfebenen Trierer Stadtlauf. Ein weiteres Indiz für die guten Bedingungen beim 21. Maare-Mosel-Lauf: Der aus dem Streckenanrainerort Udler stammende Sebastian Zens lief als dritter bei seinem ersten Halbmarathon in der Eifel 1:18:01 Stunden.

Sebastian Zens (lauf-freude.de) aus Udler am Streckenrand rannte bei seinem Debüt über die Maare-Mosel-Lauf-Königsdistanz in 1:18:01 Stunden direkt auf den 3. Platz Michelle Bauer aus dem nahen Steiningen lief beim Maare-Mosel-Lauf die Halbmarathondistanz und rund zwei Minuten schneller als jemals zuvor: 2. Platz Vorjahresgewinnerin Marina Wierz vom Lauftreff Schweich begann nach einem Verletzungsjahr den Halbmarathon langsam, wurde aber immer schneller und schaffte es so auf den dritten Platz

Yvonne Engel und Trainer-Ehemann Dirk hatten sich diesmal die Zahlen genau angeschaut. "Vor ein paar Jahren habe ich den Streckenrekord knapp verpasst, weil wir nicht wussten, wo er liegt", erzählte die 41-Jährige vom Lauftreff Schweich, dass ihr dieser Fehler nicht noch einmal passierte. Die 1:27:59 Stunden, die Thurid Faßbender 2003 erzielte, waren somit nach 15 Jahren Geschichte. Das Ehepaar Engel lief 1:26:36 Stunden und sogar ihre Vereinskameradin Michelle Bauer blieb in 1:27:31 Stunden unter der alten Bestmarke. Die 29-Jährige stammt aus der Eifel, wohnt im nahen Steinigen und kennt deshalb die Maare-Mosel-Lauf-Strecke vom Training. Den Schweicher Erfolg komplett machte Vorjahresgewinnerin Marina Wierz als Drittplatzierte in 1:33:37 Stunden. Bei ihrem Steigerungslauf verdrängte die 27-Jährige W50-Siegerin Claudia Mordas von TUSEM Essen (1:33:53) auf den vierten Gesamtplatz.

Über 10 km war vor allem das Frauenrennen mit der Daunerin Helena Dunkel an der Spitze flott. Die 33-Jährige blieb in 39:19 Minuten erstmals in ihrem Leben unter 40 Minuten und distanzierte Annette Reiser (LG RWE Power/40:51) und die Gewinnerin des Jahres 2016 Kathrin Stöcker (LAZ Puma Rhein-Sieg/41:56) deutlich. Lokalmatador Christof Trawinski aus dem nahen Lutzerath reichten exakt 38 Minuten, um Alexander Kober (LG Vulkaneifel/38:09) und Christian Feilen (SC Blau-Weiß Schalkenmehren/38:52) auf die Plätze zu verweisen.

Der Anstieg auf der Maar-Runde bietet eine tolle Perspektive für Fotografen, verlangt den Läufern nach etwa der Hälfte der 21,1-km-Distanz aber viel ab Ein Regenbogen spannte sich für die Halbmarathonläufer kurz vor dem Ziel in Gillenfeld über das Alftal Obwohl es kühl war, schüttete sich der M40-3. und Gesamt-10. des Halbmarathon Jörg Peters (Mach Melli Mobil) an der Verpflegungsstelle am Schalkenmehrener Maar einen Becher Wasser über den Kopf
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Das Fazit: Persönlich: Man lernt auch nach 30 Laufjahren nicht aus. Konkret: Nicht aufgeben, auch wenn es schlecht läuft. Manchmal kommt der zweite Wind - und wenn es Rückenwind ist.

Der Organisatorin: Inge Umbach zeigte sich weitgehend zufrieden. Beim Ablauf an sich habe alles geklappt. Die kühle Witterung brachte den Sanitätern einen ruhigen Nachmittag, geringeren Wasserverbrauch an den Verpflegungsstellen, aber auch geringere Umsätze bei der Bewirtung. "Man kann nicht alles haben", sagt die 64-Jährige dazu. Woran man arbeiten müsse: Die Siegerehrungen für die vielen, insgesamt neun Wettbewerbe ziehen sich ihrer Meinung nach gerade bei kühler Witterung zu lange hin.

Bericht von Holger Teusch
Fotos: Dominik von Wirth, Michael Teusch, Franz-Josef Ott

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Ergebnisse www.maaremosellauf.de
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