14.5.17 - 46. Lokalmatador-Frühlingslauf in St. Leon-Rot

Paarlauf bis kurz vor dem Ziel

Die zweite Etappe des PSD LaufCup

Text von Hannes Blank - Fotos von Johann Till & Ekkehard Gübel

Auf der zweiten Etappe des PSD LaufCup haben sich an der Spitze der Ergebnisliste im Vergleich zum Auftakt in Rheinzabern viele neue Gesichter gezeigt - der Cup bleibt also vorerst sehr ergebnisoffen. Auf einer neu ausgesuchten Strecke bewältigten 516 Teilnehmer die 10km-Strecke, die für die Serienwertung des Cups relevant ist. Weitere 272 Läuferinnen und Läufer schafften bei schwülwarmen 17 bis 20 Grad die 21,1km des Halbmarathons.

Gemeinsamer Start von 10 Kilometer und Halbmarathon beim 46. Frühlingslauf in St. Leon-Rot. Der 10 km Lauf ist zudem 2. Wertungslauf des PSD LaufCup
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Dabei gewannen Marc-Pascal Ehlen und Julia Bongiovanni den Zehner, über die 21,1km waren Florian Kienle und Franziska Fall erfolgreich. Auffällig waren die wenigen Start-Ziel-Siege: Dem siegreichen Endspurt der Gewinner auf der blauen Tartanbahn beim TSV 05 Rot ging fast immer ein Kopf-an-Kopf-Rennen über weite Teile der Strecke voraus. Das machte die Sache spannend.

Der Cup-Zehner: Neu in den Frühling

Die neue Strecke verläuft 2 Kilometer kurvenreich durch Roter Wohngebiet; dann wartet mit einer Brücke über eine Bundesstraße die einzig nennenswerte Erhebung auf die Teilnehmer. Bei Streckenkilometer 3 baut sich drohend ein weiterer und steilerer Brückenanstieg auf - doch der freundliche Streckenposten verweist kurz davor nach rechts in den Wald. Der mittlere Teil besteht dann aus eben diesem Wald, mit nur wenig Kurven und auf typischen Waldwegen.

Laufdisziplinen über 10 Kilometer und Halbmarathon werden geboten und verlaufen durch den Golfpark

Wenn sich die Bäume lichten, passieren die Läufer den Rand des SAP-Betriebsgeländes. Und so ab Kilometer 7 bekommt der Frühlingslauf einen Schuss vom herbstlichen TSV-Rot-Golfparklauf, denn dann führt die Strecke eben über diesen Golfplatz (nicht übers Grün, aber auf Golfplatzwegen). Auf diesem Stück ist der Weg leicht wellig. Es folgt die Halbmarathonweiche etwa bei Kilometer 8,5 und die letzten eineinhalb Kilometer sind wieder ganz flach bis zum Ziel im Roter Leichtathletikstadion. Bis zu Streckenkilometer 9 blieben an der Spitze Marc-Pascal Ehlen und der LSG-Karlsruhe Läufer Christoph Hakenes zusammen: "Jeder hat mal versucht, wegzukommen", berichtet Hakenes, "dann bin ich irgendwann nicht mehr mitgekommen." Ehlen siegt in 33:05 Minuten vor dem M40-Sieger, der nur sieben Sekunden langsamer war. Vielstarter Kibrom Issac (LG Kurpfalz), mit dem Sieg in Grünstadt am Vortag in den Beinen, wurde beim Roter Frühlingslauf in 33:54min Dritter.

Bei km 8 liegen die 2 schnellsten Männer über 10 Kilometer noch mit Marc-Pascal Ehlen (713) vom Team Nikar Heidelberg und Christoph Hakenes von der LSG Karlsruhe zusammen Aus dem Duo geht Marc-Pascal Ehlen als Sieger hervor Kibrom Issac von der LG Kurpfalz läuft einen Tag nach seinem Sieg beim Weinbergslauf in Grünstadt auf Rang 3 in St. Leon-Rot

Marc-Pascal Ehlen freute sich über den gewonnenen Pokal: "So etwas gibt's nur noch selten." Der 24-Jährige machte 2016 eine Wettkampfpause, um seine Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann in Heidelberg abzuschließen. Nun will er beim SV Nikar Heidelberg wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen und zwar im Triathlon. Das gelang schon ganz gut, den Triathlon-Landesligaauftakt in Backnang hat er gewonnen. Eine Woche nach dem Frühlingslauf will er beim zweiten Ligatermin in Neckarsulm starten. Der Triathlon-Kalender wird auch bestimmen, ob er an weiteren PSD LaufCup-Veranstaltungen teilnehmen kann. "Es muss terminlich passen", meint Ehlen. Nach St. Leon-Rot ist er gekommen: "...weil es nah ist und es hier eine superflache, schnelle Strecke hat." Sein Ziel auf der 10-km-Distanz für 2017 ist es unter 33 Minuten zu laufen.

Julia Bongiovanni vom engelhorn sports Team gewinnt über 10km bei den Frauen Teamkameradin Lena Berg läuft auf Rang 2 Die drittplatzierte Lisa Sauter (550) von der LG Schefflenztal zusammen mit Lena Berg und Julia Bongiovanni im Ziel

Bei den Frauen hieß die Doppelspitze Julia Bongiovanni und Lena Berg (beide vom TV Schriesheim bzw. vom engelhorn sports team). Die Paarlauf-Verbindung riss erst kurz vor dem Stadion. "Julia hat ihre Zeit durchgezogen, ich konnte nicht ganz mithalten", so Lena Berg. Schließlich gewann Bongiovanni in 37:49min vor Berg (37:55min). Dritte wurde die junge Lisa Sauter (LG Schefflenztal) in 39:47min. Bei Julia Bongiovanni wird es mit vier zu sammelten Cup-Läufen wahrscheinlich eher nichts, zu dicht ist der Wettkampfkalender. Dazu kommen berufliche Verpflichtungen der Ärztin an einigen Wochenenden.

Der Halbmarathon: Abstecher über die Felder

Die Halbmarathonläufer machen ab der Weiche bei KM 8,5 einen Abstecher inklusive einer Wendepunkt- und Verpflegungsstelle und kehren an derselben Stelle wieder auf die 10km-Strecke zurück. Am schnellsten waren dort zunächst Florian Kienle (TSG 78 Heidelberg) und Benjamin Buss (engelhorn sports team) unterwegs. Buss musste jedoch bei Kilometer 18 mit muskulären Problemen aufgeben und so war der Weg frei für Florian Kienle, der das Ausscheiden seines Konkurrenten bedauerte. Im Ziel freute sich der 41jährige Heidelberger Jurist über seinen Sieg.

Florian Kienle von der TSG 78 Heidelberg gewinnt den Halbmarathon 2. wird Gernot Helferich vom Bärenfelslauf Mit Jens Müller wird ein weiterer TSG 78 Heidelberg Athlet Dritter

Auffällig war, dass er trotz der schwülwarmen Witterung kaum geschwitzt hatte: "Ja, das ist genau mein Wetter!", so Kienle, der mit dem Triathlon-Weltmeister Sebastian Kienle übrigens nicht verwandt ist. Der neue Frühlingslauf-Halbmarathonsieger war zum ersten Mal in St. Leon-Rot gestartet und ist ein echter Allrounder, was das Laufen betrifft: Er ist nicht nur Deutscher Vizemeister in der AK40 über 800m auf der Bahn, sondern war letztes Jahr auch in den Top-Ten des Heidelberger Gelitta-Trail Marathons. Als nächstes möchte er beim SRH Dämmermarathon in Mannheim über die volle Marathondistanz starten. Er hat auch den Ladenburger Triathlon ("Römerman") auf dem Zettel. "Einfach rennen!", so lautet sein Motto. Zweiter hinter Kienle (1:22:21h) wurde Gernot Helferich in 1:23:03h vor Jens Müller (TSG 78 Heidelberg), für den die Uhr bei 1:23:26h stehenblieb.

Franziska Fallmann von der LG Schefflenztal gewinnt den Halbmarathon bei den Frauen Marion Gollnick von der ASG Tria Hockenheim wird 2. Catherine Bayer-Klier vom Team ultraSports läuft auf Rang 3

Auf Gesamtrang 25 kam nach 1:32:31 h als schnellste Halbmarathon-Frühlingsläuferin Franziska Fallmann ins Ziel. Die 23-jährige machte sogar einen Endspurt und schien kaum erschöpft zu sein. Auch die Anfahrt aus der Gegend von Heilbronn zu ihrem ersten Roter Frühlingslaufstart machte ihr nichts aus: "Bei uns zuhause ist alles ein wenig hügeliger!". Sie lief zuletzt beim "Trollinger" ein paar Sekunden schneller als in Rot und war schon mal Vierte beim Marathon Deutsche Weinstraße.

 

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Zweite wurde die ehemalige Ruderathletin Marion Gollnick (ASG Tria Hockenheim, 1:37:20h) vor Catherine Bayer-Klier (Team Ultrasports, 1:39:20h).

Die schnellsten Halbmarathonis im Ziel vereint (v.l.): Die Teamkameraden von der TSG 78 Heidelberg Jens Müller (3.) und Florian Kienle (1.) und Gernot Helferich vom Bärenfelslauf (3.) Und die schnellsten 10 km Läufer mit Wertung zum PSD LaufCup mit (v.l.): Kibrom Issac (3.), Marc-Pascal Ehlen (1.) und Christoph Hakenes (2.)

Was gab es sonst noch?

Es gab als Läufergeschenk noch ein Gläschen Walldorfer Honig und ein Reflektorband. Allerdings erst im Ziel, nach erbrachter Leistung. Nachdem fast alle 10km- und Halbmarathonläufer im Ziel waren, begann noch ein ausführlicher, gut durchorganisierter Schülerlaufreigen mit farblich unterschiedlichen Punkt-Kennzeichnungen der Startnummern, die für unterschiedliche Geschlechter und Altersklassen standen.

Für Nachwuchsathletinnen und -athleten wurden Strecken von 250 m bis 1.000 m im Stadion geboten
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Der Frühlingslauf in St. Leon-Rot war die zweite Etappe des badischen-pfälzischen PSD LaufCup, dessen weitere Termine der Infoseite im LaufReport Partnerprogramm zu entnehmen sind (siehe unten). In Rot verdienten sich nur wenige Cup-Läufer aus der Top 30, die beim Auftakt im Dezember in Rheinzabern dabei waren, weitere Lorbeeren: Christoph Hakenes empfahl sich klar für einen Seriensieg der M40, außerdem sammelte Kibrom Issac schon seine zweite Zeit ein, mehr war aber kaum zu sehen. Der PSD LaufCup bleibt also vorerst sehr offen und spannend, was die Gesamtsiege betrifft, die im Oktober nach dem Hardtwaldlauf der LSG Karlsruhe gekürt werden.

Bericht von Hannes Blank
Fotos von Johann Till & Ekkehard Gübel

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