14.4.19 - 17. Weiltalweg Landschaftsmarathon

Vom winterlichen Feldberg zum frischen Frühling in Weilburg

von Helmut Serowy 

Winterlich in Schnee gehüllt und frostig zeigte sich am Sonntagmorgen der hohe Taunus, wo auf der Starthöhe 473 im Schmittener Ortsteil Arnoldshain um 9.30 Uhr der Startschuss zum 17. Weiltalweg-Landschaftsmarathon fiel. Ein rechtes Kontrastprogramm zum Vorjahr, wo eine aus allen Rohren schießende Sonne die Temperaturen in den Bereich um 30 Grad jagte.

Erfreulicherweise waren die Wege und Straßen der Laufstrecke frei und während der langen Tour durch das wild-romantische Weiltal erwärmte sich die Natur allmählich. Letztlich wurden die 811 Starter über die Distanzen Marathon, 22 und 12 Kilometer für ihre Entscheidung belohnt - während des Laufes herrschten optimale Laufbedingungen.

 
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Ausrichter des Weiltalweg-Landschaftsmarathon ist der Zweckverband "Naturpark Taunus", der den Weiltalweg als einen der schönsten Wanderwege Deutschlands beschreibt. Der reizvolle Freizeitweg, der auf den Feldberghöhen bei der Weilquelle am Roten Kreuz in Schmitten beginnt und entlang der Weil bis zu deren Mündung in die Lahn bei Weilburg führt, weist eine Gesamtlänge von 47,5 Kilometer auf. Der Höhenunterschied zwischen Weilquelle und -mündung beträgt 560 Meter. Der Weiltagweg ist für Wanderer und Radfahrer gut ausgebaut und bietet in dem schmalen, verträumten Tal atemberaubende Ausblicke und vielfältige Eindrücke.

Die Kirche St Boromäus in Schmitten empfängt die Marathonläufer und zeigt den Weg ins Weiltal
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Der Startschuss für den Weiltalweg-Landschaftsmarathon fällt allerdings nicht bei der Quelle der Weil sondern neben der Hattsteinhalle im etwas tiefer gelegenen Arnoldshain, das zur Großgemeinde Schmitten zählt. Der Weiltalweg wird erst nach einer heftigen Bergabpassage in Schmitten erreicht. Über Dorfweil, Brombach, Hunoldstal, Alt- und Neuweilnau, Rod an der Weil, Emmershausen, Audenschmiede, Weilmünster, Ernsthausen, Essershausen führt die Strecke zur Mündung in die Lahn bei Guntersau. Von hier zieht sich eine lange Zielgerade entlang der Lahn zum Zielbogen auf dem Weilburger Festplatz Hainallee.

Der Weiltalweg-Landschaftsmarathon ist ein echter Erlebnislauf. Auch wenn zwischen dem 473 Meter hoch gelegenen Start und dem mit 141 Meter deutlich tiefer gelegenen Ziel ein Gefälle von 332 Metern liegt, ist die sehr profilierte Strecke äußerst anspruchsvoll. Immerhin erwarten die Läufer beim Marathon 575 Höhenmeter bergauf und 937 Höhenmeter bergab. Schnelle Zeiten sind hier also nicht zu erwarten - auch wenn Marco Diehl vom TSV Friedberg-Fauerbach hier bereits 2008 beachtliche 2:29:21 Stunden schaffte und Florian Neuschwander von Spiridon Frankfurt diesen Streckenrekord im letzten Jahr auf 2:29:15 Stunden steigerte. Dafür beeindruckt die Landschaft mit ihren Wiesen und Wäldern, den Weiltal-Siedlungen, heimlich am Flüsschen versteckten Mühlen, auf den Höhen grüßenden Burgen und Schlössern.

Im hochgelegenen Startort Arnoldshain sind bereits das alte Rathaus, der österlich geschmückte Dorfbrunnen und die erstmals 1255 erwähnte Laurentiuskirche Blickfänge. Am Horizont verabschieden die hinter Tannenwäldern hervorlugenden Funktürme auf dem Großen Feldberg die Läufer zu ihrer 42,195-km-Tour. Nächstes Highlight ist die mächtige, in den Fels gehauene Kirche St. Karl Borromäus, auf die die Marathonis in Schmitten direkt zulaufen. Auf dem Pferdskopf erhebt sich ein hoher Aussichtsturm. Der Burgturm von Altweilnau grüßt und auf der nächsten Anhöhe erstrahlt das weitläufige Schloss Neuweilnau. Im Tal überrascht im Park Dreieich ein mittelalterlich anmutender Turm, der als Ruine aber erst Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. In dem seit keltischer Zeit besiedelten Rod an der Weil begeistert eines der ältesten Pfarrhäuser Deutschlands, dessen hohe Mauern der Bevölkerung in Kriegszeiten als Schutz dienten. Bereits 1421 wurde als Vorläufer der traditionsreichen Audenschmiede eine Waldschmiede erwähnt.

Eine Wettkampfstrecke über 22 km und 12 km werden beim Weiltalweg Landschaftsmarathon zusätzlich angeboten

Der Marktflecken Weilmünster - hinter dessen langgezogenem Marktplatz die 30-km-Marke liegt - erfreut mit seinen fachwerkhaus-umsäumten Gassen, dem historischen Ensemble Kirche/Amtshaus und dem Kirbergturm. In Freienfels erhebt sich eine weitere wuchtige Burg, die immer wieder Kulisse zu den Freienfelser Ritterspielen bildet.

Vor dem Zieleinlauf können die Läufer noch eine außergewöhnliche Entdeckung machen: drei Tunnel führen neben der Laufstrecke durch den Fels, auf dem das barocke Schloss thront - ein Eisenbahntunnel, ein Schifffahrtstunnel und ein Straßentunnel. Wenig verwundern darf, dass sich um das früher abseits gelegenen Tal mit der sich durchschlängelnden Weil zahlreiche Sagen und Geschichten ranken.

 
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Immer wieder neue Geschichten schreibt auch der inzwischen zum 17. Mal ausgetragene Weiltalweg-Landschaftsmarathon.

"Das Organisieren des Weiltalmarathons ist ein großer logistischer Aufwand. Nur mit Hilfe unserer vielen Partner und Helfer können wir das stemmen. Für deren jahrelange, treue Unterstützung sind wir deshalb immer wieder sehr dankbar", zeigte Naturpark-Geschäftsführer Uwe Hartmann eine der Herausforderungen bei der Durchführung des Events auf. "Auf der Strecke durch das idyllische Weiltal warten zirka 1500 Bananen sowie 400 klein geschnittene Äpfel auf die hungrigen Langstreckler. An den diversen Verpflegungsstellen werden zudem noch ungefähr 2000 Liter an Getränken ausgeschenkt. Hinzu kommt an "Manpower" ein Team von rund 300 Helfern entlang der Strecke, um das sportliche Großereignis gut abzuwickeln", führte er weiter aus.

Nach 30 km passieren die Läufer den Marktflecken Weilmünster mit dem historischen Amtshaus und der alten Kirche Weit breitet sich das Weilburger Schloss oberhalb des Zieles im Lahntal aus

Um so glücklicher und hochzufrieden war Uwe Hartmann, dass trotz winterlicher Temperaturen 200 Nachmelder die Zahl der Teilnehmer auf 811 hochtrieben. 713 Finisher ließen sich beim Zieleinlauf in der Hainallee unterhalb des Weilburger Schlosses feiern. Auch wenn beim eigentlichen Marathon der Boom der ersten Jahre mit jeweils rund 1000 Teilnehmern verflogen ist, knüpften diese Zahlen an die letzten Ergebnisse an.

"Die 17. Auflage des Landschaftslaufes zeigt, wie beliebt diese Sportveranstaltung ist", freute sich daher auch der Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs, der zugleich Vorsitzender des veranstaltenden Naturparks Taunus ist. Als Vereine mit den meisten gelaufenen Kilometern im Rahmen des Weiltalweg-Landschaftsmarathons zeichneten die Ausrichter den heimischen Spiridon-Club Oberlahn mit 371 Kilometern (13 Teilnehmer), das Team Naunheim mit 311 Kilometern (14 Teilnehmer) und den LC Olympia Wiesbaden mit 262 Kilometern (10 Teilnehmer) aus.

Marathon

Beim Weiltalweg-Landschaftsmarathon können die Läufer die Natur in vollen Zügen genießen. Obwohl zwischen dem Startort auf dem Feldberg in Arnoldshain bis zum Ziel an der Lahn in Weilburg satte 362 Meter Gefälle liegen, ist der Lauf dennoch anspruchsvoll. Insbesondere auf der ersten Streckenhälfte unterbrechen etliche heftige Steigungen und zahllose Wellen den Lauf-Rhythmus. So summieren sich die Höhenmeter auf der Strecke auf beachtliche 574 m Steigungen und 937 m Gefälle. Hier heißt es, mit Kopf zu laufen und sich das Rennen gut einzuteilen.

Lorenz Köhl (M55) erkämpft sich nach zwei "Silbermedaillen" Marathon-"Gold" im Weiltal Triathlet Dieter Metz sichert sich den zweiten Rang und Platz 1 in der M50 Die M60 führt mit Platz 15 Thomas Wild an

Das gelang dem Routinier Lorenz Köhl vom JSK Rodgau bei seinem sechsten Start im Weiltal am besten. Nach rund vier Kilometern holte er den bis dahin führenden Sieger des Jahres 2016 - Dieter Metz vom Tria-Team DSW Darmstadt - ein und baute anschließend seine Führung kontinuierlich aus. Nach zweiten Plätzen 2015 in 2:50:24 Stunden und um lediglich 16 Sekunden geschlagen 2016 in 2:45:40 Stunden feierte er in Weilburg diesmal nach 2:48:41 Stunden einen unangefochtenen Sieg.

Zugleich setzte er sich im Feld der insgesamt 228 Marathon-Finisher in der M55 überlegen an die Spitze. Dahinter verteidigte Dieter Metz seinen zweiten Rang im Gesamtklassement erfolgreich. Mit 2:52:40 Stunden gewann er zudem überlegen die M50. Gleichmäßig durchlief auch Roman Dubruvskyl aus Frankfurt die 42,195-km-Distanz und freute sich nach 2:54:55 Stunden als Dritter über den Erfolg in der M30.

 
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Christian Habicht vom ASC Marathon Friedberg - vor wenigen Wochen noch Mitorganisator des ebenfalls höchst anspruchsvollen Laufes "Rund um den Winterstein" in Friedberg mit dem nachgeholten "Jubiläums-Marathon" anlässlich der 42. Veranstaltung im Vorjahr - erreichte als Zweiter der M30 in 2:57:30 Stunden den vierten Platz im Gesamtklassement. Unter der 3-Stunden-Marke blieb noch der M45-Sieger Michael Scarabis aus Eschborn mit 2:59:14 Stunden.

Lisa Hartmann feiert mit Begleiter Frank Kremer den Frauensieg beim Weiltalweg Landschaftsmarathon Mit dem zweiten Platz gewinnt Carolin Stahl die Frauen-Hauptklasse Eine starke Schlussphase bringt Silke Böhm neben den dritten Rang die Krone in der W45

Diese begehrte Marke verpasse der Haudegen und Weiltal-Erprobte Marc Steindl vom MTV Kronberg mit 3:02:11 Stunden nur knapp. In der M55 platzierte er sich damit als Zweiter. Dichtauf folgte in 3:02:38 Stunden Alexander Demandt vom TSV Ober-Erlenbach. Das Stimmungsnest "Marktplatz Weilmünster" mit der 30-km-Marke hatte dieser noch als Vierter passiert. Auf der flacheren Schluss-Passage musste er allerdings zurückstecken. Mit dem siebten Platz sicherte er sich in der M45 den zweiten Rang. Dahinter hielt M35-Sieger Mario Müller mit 3:05:01 Stunden den dritten M45er Jörg Abke von der SG Strietwald (3:05:20 Stunden) in Schach.

Weitere Senioren-Erfolge feierten in der M40 Thorsten Wünsche aus Bad Homburg (3:20:31 Stunden), in der M60 Thomas Wild vom LTF Wintersbach (3:20:53 Stunden) und in der M65 Hector Alvarezdelvalle von Spiridon Frankfurt (3:55:04 Stunden).

Lisa Hartmann von der VSG Eisenbach hatte sich bereits im letzten Jahr im Weiltal die Silbermedaille in 3:29:34 Stunden geholt. Begleitet vom Vereinskollegen Frank Kremer setzte sie diesmal noch einen drauf. Vor heimischer Kulisse feierte sie nach einer Steigerung auf 3:26:51 Stunden den sicheren Frauen-Erfolg - und das, obwohl wegen einer Erkältung ein Start im Weiltal auf der Kippe stand. Als Zugabe gewann sie die W35.

Platz vier und W35-Erfolg feiert Anabel Botha Bestzeit und W50-Sieg schafft Bettina Zenelji Zeitgleich liegt Stefanie Hoin in der W40 in Front Freude pur: Iris Henche gewinnt die W55

Unbedrängt strebte Carolin Stahl aus Hachenburg mit ihrem Begleiter Nils Bahlmann in 3:33:57 Stunden zu "Silber" und Hauptklassen-Sieg. Auf den letzten zwölf Kilometern drehte Silke Böhm aus Weilrod noch mal kräftig auf. Vom siebten Platz nach 30 Kilometern arbeitete sie sich zum Bronze-Rang nach vorne. Nach 3:37:42 Stunden feierte sie überglücklich auch den Gewinn der W45. Zuletzt hatte sie noch Anabel Botha vom TV Lich vom Podest verdrängt. Als Vierte durfte sich diese allerdings nach 3:40:49 Stunden mit der Goldmedaille der W35 auszeichnen lassen.

Zeitgleich in 3:42:22 Stunden überliefen als Fünfte und Sechste Stefanie Hoin aus Frankfurt und Bettina Zenelji vom Team Naunheim jubelnd die Ziellinie neben der Lahn. Bettina Zenelji erkämpfte sich mit neuer Bestzeit den Sieg in der W50. Stefanie Hoin gewann ebenfalls klar die W40. Es folgten die Zweite und Dritte der W45, Desiree Eichler aus Karben (3:43:42 Stunden) und Nicole Frenzl vom LT Oberursel (3:45:12 Stunden).

Lokalmatadorin Iris Henche vom Spiridon-Club Oberlahn (3:51:45 Stunden) ließ sich auf der endlos langen Zielgeraden ausgiebig vom Publikum als Schnellste der W55 feiern. Petra Tamme aus Gießen (4:04:20 Stunden) gewann die W60 und Bärbel Meyer aus Griesheim (5:15:53 Stunden) die W65.

Auf den letzten fünf Kilometern bringt Florian Heck den 22-km-Sieg in trockene Tücher Lange lagen Stephan Kleinhans (M35 - 2052) und Achim Krombach (M40) als Duo in Front und erreichen schließlich als Dritter und Zweiter das Ziel Vierter und Zweiter der M40 wird Stephen McGowan Dominic Rumpf (2337) und Manuel Butz laufen als 5. und 6. zu zweiten Plätzen in der Hauptklasse und der M35 Stärkster M50-Läufer ist Bernhard Schüßler

22 Kilometer

Nach einem langen und harten Winter hatten die Veranstalter im Jahre 2011 einen 22-km-Lauf angeboten, um auch den aufgrund der ungünstigen Witterungsverhältnissen weniger durchtrainierten Läufer eine Startgelegenheit zu bieten. Der Start erfolgte im Emmershausen und führte auf der immer noch recht welligen Strecke mit 329 Höhenmetern bergauf und 438 Höhenmetern bergab zum gemeinsamen Ziel nach Weilburg.

Was als einmaliges Angebot begann, etablierte sich in den Folgejahren. Inzwischen hat sich - wie bei so vielen Marathonläufen - auch im Weiltal diese kürzere Strecke mit diesmal 340 Finishern zum eigentlichen Hauptlauf gemausert.

Das Duo Stephan Kleinhans vom Team Naunheim und der bereits mit zahllosen Medaillen im Weiltal ausgezeichnete Achim Krombach vom SC Oberursel bestimmten die Pace beim 22-km-Lauf. Nach rund 17 Kilometern überlief sie allerdings der bis dahin auf dem dritten Platz folgende Triathlet Florian Heck (tri2gether coaching). Er fasste die Gelegenheit beim Schopfe, das Rennen noch zu gewinnen und setzte sich mit 1:22:54 Stunden deutlich ab.

Die Frauen-Konkurrenz dominiert über 22 km Franziska Schneider Ausgezeichnet hält sich als Zweite auch Wonny Keil Nadine Heck gewinnt als Dritte die W30

Im Finish hatte M40-Sieger Achim Krombach mit 1:24:14 Stunden die größeren Reserven und sicherte sich als Gesamt-Zweiter beim inzwischen neunten 22-km-Lauf seine bereits siebte Medaille (dreimal Silber, viermal Bronze). Stephan Kleinhans lief dichtauf in 1:24:25 Stunden wie im Jahre 2017 zu "Bronze" und siegte in der M35. Vierter und Zweiter der M40 wurde Stephen McGowan (Hochheim/Main - Rough Pubbers) in 1:28:48 Stunden.

Nach einem zügigen Trainingslauf arbeiteten sich die gemeinsame Sache machenden Dominic Rumpf vom TuSpo Holzhausen (1:32:37 Stunden) und Manuel Butz vom LT Emmershausen (1:32:51 Stunden) auf der zweiten Streckenhälfte noch auf die Plätze fünf und sechs nach vorne. In der Männer-Hauptklasse und der M35 erreichten sie jeweils die zweiten Ränge. Dahinter erkämpfte sich Bernhard Schüßler vom LC Mengerskirchen mit 1:33:18 Stunden den Erfolg in der M50.

Schnellster der M30 war Jan-Philipp Wiesner vom TV Obernhain (1:34:56 Stunden). Die M45 führte Michael Johns aus Bad Homburg (1:35:56 Stunden), die M55 Christof Konschak aus Königstein (1:39:21 Stunden), die M60 Chris Fröhlich von der LG Brechen (1:40:26 Stunden), die M65 Bernd Dombach aus Weinbach (1:57:43 Stunden) und die M75 Peter Büttler von der SG Rodmeim (2:13:22 Stunden) an.

Platz fünf und W45-Erfolg schafft Rabea Heymann Forsch ist in der W50 Heike Voigt unterwegs Marieluise Hermanns (2051) - begleitet von Silke Fiedler - läuft in der W55 zum Sieg

Als Gesamt-Siebte trumpfte beim 22-km-Lauf Franziska Schneider vom VfL Waldbreitbach auf. Mit der bisher zweitschnellsten Zeit von 1:33:15 Stunden lief sie damit bis auf eine halbe Minuten an den 2014 durch Nicole Lönneker vom Team Naunheim aufgestellten Streckenrekord (1:32:47 Stunden) heran. Sie setzte sich zudem mit zwei Minuten Vorsprung in der Frauen-Hauptklasse vor der Gesamt-Zweiten Wonny Keil aus Innsbruck an die Spitze. Die weitgereiste Wonny Weil überzeugte mit ihren erzielten 1:35:03 Stunden ebenfalls.

Mit dem dritten Rang in 1:40:20 Stunden übernahm die Triathletin Nadine Heck (tri2gether coaching) die Führung in der W30. Eng wurde dahinter der Zieleinlauf zwischen der dritten Hauptklasseläuferin Antonia Abel aus Mainz (1:41:11 Stunden) und der W45-Siegerin Rabea Heymann aus Schmitten (1:41:32 Stunden). Lilli Teresa Probst (1:45:05 Stunden) sicherte sich den zweiten Platz in der W30. Romina Michel vom Team LaufStil Sinn (1:46:23 Stunden) lief in der Hauptklasse als Vierte ein.

Weitere Klassensiege verbuchten die folgenden Kristina Steinmetz aus Usingen (1:47:14 Stunden) in der W35 und Heike Voigt vom TuS Weilnau (1:47:25 Stunden) in der W50. Miriam Jupe vom TVE Nethphen (1:49:36 Stunden) gewann die W40, Marieluise Hermanns vom AS LahnLaender Lahnau (1:58:21 Stunden) die W55 und Ursula Köppe vom TuS Hornau (2:14:45 Stunden) die W65.

Nach dem Start führen (v.li) Dominik Hölzer (1.M45), Patrick Droß (1. HK) und Frederik Ehling (Sieger) die 12-km-Läufer durch die Straßen von Weilmünster Sarah Haustein (3147) und Tytti Kirvesmies (dahinter) dominieren die Frauen-Konkurrenz

12 Kilometer

Auf dem weitläufigen Marktplatz des "Marktflecken" Weilmünster starteten zum jetzt sechsten Mal die 12-km-Läufer auf einer flacheren, aber immer noch welligen Strecke in Richtung Weilburg. Gleichzeitig mit den 22-km-Läufern wurden diese um 10.30 Uhr - eine Stunde nach den Marathonis - losgeschickt. 145 Finisher eröffneten am Lahnbogen unterhalb des mächtigen Basaltkegels den Reigen der Zieleinläufe.

Auf der "Sprintstrecke" entwickelte sich in der Männer-Konkurrenz eine spannende Entscheidung, die Frederik Ehling aus Frankfurt mit 45:46 min in Front sah. Der M30-Sieger löste sich damit von dem zu einen schnellen Trainingslauf angetretenen Patrick Droß vom TuSpo Holzhausen, der in 46:04 min die Männer-Hauptklasse anführte. Das Podest komplettierte der stärkste M45-Läufer Jochen Nieratschker (Team Tri-Tra-Trullala), der den Zielbogen nach 46:28 min erreichte.

Als Vierter siegte Dominik Hölzer von der LG Lahn-Aar-Esterau (48:20 min) in der M40 vor dem Zweiten und Dritten der M30, Jens Hubert (48:41 min) und Julian Schepp (50:31 min) vom Team Naunheim. Erfolgreich waren bei den Senioren außerdem Carl Kühn vom Team Eselsmühle (52:52 min) in der M50, Michael Saul vom LT Reifenberg (58:32 min) in der M55, Ulli Noll vom TuS Brandoberndorf (1:03:45 Stunden) in der M60, Robert Blum vom TuS Weilmünster (57:19 min) in der M65, Francisco Barranco-Morales aus Heusenstamm (1:06:16 Stunden) in der M70 und Werner Thies von der TG Camberg (1:20:09 Stunden) in der M75.

Langersehnt – das Ziel neben der Lahn in Weilburg
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Eine langwierige Verletzung hatte die Streckenrekordlerin über die 12-km-Distanz - Sarah Haustein vom Team Naunheim, die 2016 48:33 min erreichte - für ein volles Jahr außer Gefecht gesetzt. Mit einem beeindruckenden Rennen meldete sie sich jetzt wieder zurück. Auch wenn es nach ihrer Aussage noch nicht recht rund läuft, schaffte sie mit 50:28 min die bisher zweitschnellste Zeit auf der Strecke und musste lediglich fünf Männern den Vortritt lassen. Widerstand leistete anfangs allerdings die Hauptklassen-Zweite Tytti Kirvesmies von Spiridon Frankfurt, die sich mit 52:24 min ebenfalls erfolgreich schlug.

Eng wurde der Zieleinlauf um den dritten Podestplatz. W35-Starterin Miriam Nickolay aus Düren schaffte diesen in 58:42 min vor Elke Frank vom TSV Niederkleen, die mit 58:52 min ihren Titel in der W50 verteidigte. Johanna Schlegel-Reuter aus Schmitten sicherte sich den ersten Rang in der W45 mit 59:44 min. Christina Böhm vom LC Diabü Eschenburg (1:00:24 Stunden) lief als Sechste in der Hauptklasse auf den dritten Platz. Die W40 gewann Julia Moses (1:04:50 Stunden), die W55 Claudia Hoffarth vom TV Lohra (1:04:53 Stunden), die W60 Roswitha Pistor von der TSG Usingen (1:01:03 Stunden) und die W65 Ursula Rosenthal vom SV Hadamar (1:15:54 Stunden).

Beim 12-km-Lauf wird zusätzlich eine Mannschaftswertung geführt. Hier setzte sich das Team Eselsmühle (Carl Kühn, Andreas Geßner, Felix Hoffarth) in 2:38:36 Stunden vor dem Team Naunheim und dem TuS Weilmünster durch. Die Frauen-Mannschaft gewann das Trio des TuS Weilmünster (Andrea Schäfer, Petra Cemic, Sabrina Rosenkranz) in 3:32:46 Stunden.

Bericht und Fotos von Helmut Serowy

Ergebnisse www.volkslauf.de
Info naturpark-taunus.de/laufveranstaltung/marathon

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