2.3.19 - 27. Marburger Lahntallauf

Bei frischen Temperaturen versteckte sich das Marburger Schloss im diesigen Dunst

von Helmut Serowy 

Weit über das Lahntal blickt in Marburg das markante Landgrafenschloss. Es scheint über der historischen Altstadt zu schweben, die sich eng an den mächtigen Bergkegel neben den Lahnwiesen schmiegt.

Rainer Maria Rilke schrieb 1905 an seine Frau - die Malerin und Bildhauerin Clara Westhoff: "Die kleine, krumme Stadt auf und ab gegangen bis hinauf ins Schloss und bis zur Elisabethkirche hinunter".

 
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Vor 200 Jahren bemerkte Jacob Grimm: "Zu Marburg muss man seine Beine rühren und treppauf, treppab steigen". Schließlich entdeckt man die beeindruckende Fachwerkkulisse unterhalb des Schlosses am besten zu Fuß. Zum schweißreibenden Schlendern durch die Gassen und über die Treppen sollte man sich Zeit nehmen und solides Schuhwerk tragen.

Diesige Stimmung zur Startzeit - das markante Schloss zeigt sich ebenso verhüllt wie viele Läufer bei kühler Witterung Umso bunter die "Verhüllung" von 30-km-Starterin Stephanie Cramer - es ist schließlich Faschingssamstag
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So wie das Marburger Original "Christian, Dienstmann Nr. 4", der berufshalber gut zu Fuß sein musste. Der letzte Marburger Bote und Kofferträger schleppte bis in die 1960er Jahre Professoren und Gästen das Gepäck vom Bahnhof nach Hause. Sofern er dazu Lust hatte. Legendär sind seine immerwährende Alkoholfahne, seine im Mundwinkel hängende Dauer-Zigarre und seine schlagfertigen Sprüche. Eine Marburger Zigarrenfabrik brachte gar eine Zigarrensorte mit der Bezeichnung "Marburger Christian" mit seinem Konterfei auf der Banderole auf den Mark.

Erzählt wird unter anderem, dass er einst am Bahnhof den Koffer eines Reisenden erhielt, um diesen in dessen vier Kilometer entferntes Haus zu bringen. Bei sommerlicher Witterung wollte dieser den Heimweg mit einem Spaziergang verbinden. Als er verschwitzt und abgekämpft zu Hause ankam, wartete dort bereits Christian mit dem Gepäck vor der Tür. Ihm war der Koffer zu schwer, der Weg zu weit und das Wetter zu heiß - so nahm er sich kurzerhand ein Taxi und präsentierte dem verdutzten Reisenden die Rechnung.

 
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Wenn traditionell am ersten März-Wochenende die Langstreckenläufer die Marburger Lahnwiesen überschwemmen, können sie sich von der traumhaften Altstadt-Kulisse mit dem krönenden Landgrafenschloss begeistern lassen, müssen aber nicht durch die steilen, engen Gassen hochstiefeln. Mit leichten Laufschuhen dürfen sie auf einer flachen 10-km-Runde durch das weite Lahntal rennen. Strecken zwischen 10 und 50 Kilometern gehen aber auch hier an die Substanz. Taxen und ähnliche Hilfsmittel sind dennoch nicht gerne gesehen.

An der Spitze der unendlichen Läuferschlange des Lahntallaufes in Marburg formieren sich die 10-km-Starter
Lena Ritzel (li) und Carla Costadura (re) eilen in der Verfolgergruppe der fortstürmenden Tinka Uphoff hinterher

In der Sporthalle neben dem Georg-Gassmann-Stadion befindet sich das Veranstaltungszentrum für die Meldungen und die Siegerehrungen. Vor hier führt ein kurzer Fußweg zum gegenüber liegenden Lahnufer, wo sich in den Lahnwiesen der Start- und Zielbereich befindet. Der Herborner Laufmoderator Artur Schmidt sorgte hier vor und während des sechsstündigen Laufprogrammes für Information und Unterhaltung.

Links und rechts der Lahn führt eine amtlich vermessene 10-km-Runde über Radwege hinaus in das südlich gelegenen Cappel und nach einer Schleife über Gisselberg wieder zurück. Halbmarathon- und Marathonläufer müssen, um die exakten Streckenlängen zu erreichen, kurz vor dem Zieleinlauf noch Wendepunkt-Strecken in nördlicher Richtung unter die Füße nehmen.

 
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Weit über 800 Meldungen und 812 Finisher in den gemeinsam um 10 Uhr gestarteten Wettbewerben zeigten einmal mehr das ungebrochene Interesse am Lahntallauf des Ultra Sport Club Marburg, der insbesondere viele weitreisende Ultra-Läuferinnen und -Läufer anzieht und neben der Strecke durch seine läuferfreundliche Organisation punktet. Nach einem Wintereinbruch im letzten Jahr - der sich allerdings nicht auf die Veranstaltung auswirkte, da durch die Unterstützung der Stadt Marburg die Strecke vollständig vom Schnee geräumt und gut zu belaufen war - boten sich bei der 27. Auflage wieder sehr gute Bedingungen für die Starter, die über die verschiedenen Distanzen ihre Form testen konnten. Das nutzten auch wieder sehr viele Nachmelder.

Christoph Lux gewinnt die 50-km-Königsdisziplin in Marburg Zweiter und schnellster M45-Starter ist Jörn Hesse Auf den 3. Platz im Männerrennen läuft Marcus Baldauf
In der M50 liegt mit Ferenc Zsoldos der Viertplatzierte Mann vorne

50 Kilometer

"Königsdisziplin" ist beim Lahntallauf des Ultra Sport Club Marburg der 50-km-Lauf, in dessen Rahmen auch bereits zweimal die DUV ihre Deutschen Meisterschaften austrugen. Auf dem Kurs entlang der Lahn stellte Peter Seifert (LSV Lok Arnstadt) 2011 den Streckenrekord mit 2:52:26 Stunden auf - zu dieser Zeit zugleich deutscher Rekord. Dicht heran liefen 2015 Nils Bubel aus Berlin als Deutscher Meister in 2:55:16 Stunden und 2017 Benedikt Hoffmann von der TSG Heilbronn in 2:54:12 Stunden.

Christop Lux von der TG Viktoria Augsburg (M40), der Zweite von 2016 und 2017, hatte in diesem Jahr die Ultrastrecke unter Kontrolle. Er zog sein Anfangstempo unverdrossen durch und lag schließlich mit 3:25:30 Stunden ungefährdet in Front. Jörn Hesse vom 100 Marathon Club (M45) setzte sich auf der zweiten Streckenhälfte von dem anfangs mithaltenden Marcus Baldauf vom Rennsteiglaufverein LG Süd (M40) ab und sicherte sich letztendlich ebenfalls klar den zweiten Rang in 3:37:20 Stunden vor Baldauf (3:45:42 Stunden).

 

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Ausgezeichnet hielt sich einmal mehr M50-Sieger Ferenc Zsoldos vom PSV Grün-Weiß Kassel mit 3:47:11 Stunden auf dem vierten Platz vor den M45-Athleten Stefan Daum von der LG Ultralauf (3:48:42 Stunden), Rene Strosny aus Modautal (3:50:41 Stunden) sowie dem zweiten M50-Langstreckler Christian Schüller (DZ BANK runners, 3:53:09 Stunden). Ruhig ließ es der frühere Ultra-Weltmeister Florian Reus von der LG Würzburg angehen, der die M35 in 3:54:12 Stunden gewann. Die M55 führte Uwe Görig vom VfB Schrecksbach (4:08:13 Stunden) an, die M60 Guido Piehlmeier von der LG Ultralauf (4:57:04 Stunden), die M70 Harald Heyde vom TV Breitenbach (5:12:10 Stunden).

Extraklasse zeigt Frauen-Siegerin Susanne Gölz als Gesamt-Dritte über 50 km Ina Schoebel erkämpft sich den zweiten Rang Ewa Szczeblewski freut sich über den dritten Platz und den W55-Erfolg
Lisa Hartmann läuft mit Begleitschutz zum vierten Platz und gewinnt die W30

Im Januar hatte Susanne Gölz von der LG Ultralauf (W35) in Rodgau erneut in 3:42:33 Stunden die 50 Kilometer gewonnen. Die amtierende Deutsche Vizemeisterin über diese Distanz (3:44:23 Stunden) legte in Marburg erfolgreich nach. Mit locker scheinendem Schritt durcheilte sie die 10-km-Runden im Lahntal. Zugleich mischte sie die Männer-Konkurrenz mächtig auf. Ihre erzielten 3:43:31 Stunden bedeuteten gleichzeitig den dritten Rang im Gesamteinlauf des 50-km-Laufes. Lediglich Christoph Lux und Jörn Hesse waren schneller. "Silber" holte sich die W35-Siegerin Ina Schoebel vom Team LaufStil Sinn in 4:08:02 Stunden. Ewa Szczeblewski vom LT Kassel - Gesamtzweite 2018 - lief diesmal zu "Bronze" und lag mit 4:12:29 Stunden in der W55 wieder weit vorne.

 

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Zu Platz vier und W30-Erfolg lief Lisa Hartmann von der VLG Eisenbach in 4:20:01 Stunden, gefolgt von W45-Siegerin Jolanta Drzewinska vom LT Mönchengladbach-Volksgarten (4:23:43 Stunden). Sylvia Faller von der LG Ultralauf feierte mit 4:34:40 Stunden den ersten Rang in der W50.

Marathon

In den beiden letzten Jahren steigerte der für den Kölner Laufladen Bunert startende Marian Bunte (M30) mit Marburger Wurzeln den Marathon-Streckenrekord über 2:34:24 Stunden auf 2:33:27 Stunden. Mit 35:16 min und 1:11:02 Stunden nach den beiden ersten 10-km-Schleifen lag er auch diesmal wieder auf Rekordkurs. Auf der zweiten Streckenhälfte musste er zwar zurückstecken, lag aber dennoch nach 2:39:22 Stunden erneut klar in Front und machte den Hattrick perfekt.

Zum dritten Mal in Folge siegt Streckenrekordler Marian Bunte beim Marathon Tim Rose holt sie den zweiten Rang über die klassische Distanz Den Sprung auf das dritte Podest schafft Martin Jäger

Mit einem erstaunlich gleichmäßigen Tempo schaffte Tim Rose (Trace Peformance Coaching) in 2:46:48 Stunden den zweiten Rang vor M35-Sieger Martin Jäger von der Eintracht Frankfurt (2:58:47 Stunden).

Gleich drei M50-Läufer folgten auf den Plätzen vier bis sechs. Gunnar Dussa von der LLG Wonnegau dominierte in 3:01:02 Stunden vor Russell Codd (Preston Harriers, 3:09:27 Stunden) und Jochen Philipp von den DZ BANK runners (3:12:18 Stunden).

 
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Weitere Seniorensiege erreichten in der M45 Thorsten Habedank vom Warburger SV (3:13:28 Stunden), in der M55 Matthias Huppmann von der LGV Marathon Gießen (3:16:00 Stunden), in der M40 Arne Bendixen aus Gießen (3:19:21 Stunden), in der M65 Horst Müller aus Biebergemünd (4:03:00 Stunden), in der M60 Frank Ertel von den Mühlhäuser Laufwölfen (4:17:12 Stunden), in der M75 Peter Orth von der LG Vellmar (4:29:07 Stunden) und in der M70 Jürgen Fischer vom MT Melsungen (5:11:43 Stunden).

Ihren Marathon-Sieg von 2017 wiederholt Sylke Kuhn (W45) Patricia Rolle läuft als Zweite auch in der W45 auf den zweiten Platz
W50-Erfolg und Rang drei im Klassement feiert Nicole Fietkan

Silke Kuhn von der LG Vellmar - 2017 Marathon-Siegerin und 2018 Zweite - setzte beim Marathon in den Lahnwiesen ihre Erfolge fort. Bei der 27. Auflage des Lahntallaufes hatte die W45-Läuferin mit 3:24:42 Stunden das Frauenfeld klar im Griff. Patricia Rolle von der LG Nord Berlin Ultrateam, die sich bei den Deutschen 50-km-Meisterschaften 2016 in Marburg den Vizemeister-Titel holte, erreichte als zweite W45-Starterin in 3:41:53 Stunden auch im Gesamtklassement des Marathons den zweiten Rang. Nach einem ausgeglichenen Rennverlauf sicherte sich Nicole Fietkan von der LG Vellmar in 3:45:07 Stunden "Bronze" und den Erfolg in der W50. "Silber" in der W50 holte sich die Vierte, Manuela Hohmeister aus Mörfelden-Walldorf (3:53:58 Stunden), vor der Dritten der W45, Birgit Kurzhals von der LG Vellmar (3:59:03 Stunden).

30 Kilometer

Seit 2016 wird im Rahmen des Lahntallaufes auch der 30-km-Lauf angeboten. Bereits bei der Premiere hievte Florian Neuschwander von Spiridon Frankfurt den Streckenrekord auf beachtliche 1:42:28 Stunden. Jan Kaschura aus Holzminden siegte ein Jahr später in 1:45:48 Stunden.

Die vierte Auflage des Laufes bestimmte M50-Langstreckler Ludger Schröer von der LG Deiringsen mit 1:54:35 Stunden. Platz zwei und M40-Erfolg verbuchte Martin Huhndorf vom SC Neukirchen mit 1:57:43 Stunden. Der gleichmäßig laufende Gabriel Lautenschläger aus Gießen rückte ihm in der letzten Runde mit 1:57:56 Stunden allerdings noch dicht auf den Pelz.

Ludger Schröer dominiert als M50-Starter die 30-km-Konkurrenz Martin Huhndorf (M40) marschiert zum zweiten Rang Dem Dritten, Gabriel Lautenschläger, fehlen nach einer Aufholjagd nur wenige Sekunden zum zweiten Rang

Manuel Tschenscher vom ASC Marathon Friedberg - im letzten Jahr Dritter über 50 Kilometer - lief als Vierter und Zweiter der M40 in 1:59:23 Stunden vor Thomas Ryba aus Winterberg (2:06:21 Stunden) über die Ziellinie. Der zweite M50-Starter Rüdiger Brands von der VLG Eisenbach (2:14:07 Stunden) blieb vor den Schnellsten der M30 und M35 - Steffen Höhl (HWSB, 2:15:01 Stunden) und Uwe Hartmann (SG Stern Sindelfingen, 2:15:01 Stunden) - und M45-Sieger Mark Lembke vom MTV Kronberg (2:21:14 Stunden).

Die M55 kontrollierte Burkhard Weber aus Wuppertal in 2:25:16 Stunden. In der M65 passierten Dietmar Janke vom SC Selters und Rüdiger Ulrich von der LG Kreis Verden noch gemeinsam die Start-Ziel-Linie. Auf der dritten Runde setzte sich Janke (2:27:18 Stunden) aber noch um fast eine Minute von Ulrich (2:28:06 Stunden) ab. Peter Lukasewitz aus Marburg lag mit 3:06:47 Stunden in der M60 vorne, Hans-Uwe Zietlow aus Dietzenbach (3:32:17 Stunden) in der M70.

Souverän führt Sabine Gundel (W40) die Frauen-Konkurrenz über 30 km an Nora Goldschmidt verteidigt den zweiten Rang Eine kontinuierliche Temposteigerung bringt Michelle Bierbaum auf den dritten Platz

Ohne gefordert zu werden siegte Sabine Gundel vom TSV 05 Remsfeld bei den Frauen über 30 Kilometer. Mit 2:24:50 Stunden lag sie auch in der W40 in Front. Nora Goldschmidt aus Köln hatte eigentlich für Marathon gemeldet, lag dort mit ihren Zwischenzeiten auch durchgängig an zweiter Position. Sie nutzte das Angebot der Veranstalter, auch früher das Rennen zu beenden. Mit 2:33:09 Stunden erreichte sie auf der kürzeren 30-km-Strecke den zweiten Rang. Nach ruhigem Beginn forcierte Michelle Bierbaum vom LC Diabü Eschenburg kontinuierlich das Tempo und lief schließlich als Dritte in 2:33:48 Stunden noch dicht heran.

Helga von Bredow von der SG Chattengau feierte mit dem vierten Platz in 2:35:18 Stunden den Erfolg in der W50. Die Plätze fünf und sechs erreichten Lisa Maria Bürgel vom ASC Weißbachtal (2:37:20 Stunden) und Cornelia Gierth vom Team bevegt (W30-2:41:40 Stunden) vor den Zweiten der W50 und W40 - Ursula Demuth (LT Freigericht, 2:41:32 Stunden) und Birgit Lauber aus Winterberg (2:42:42 Stunden). Die W45 führt Manu Pomnitz vom Hünfelder SV in 2:44:10 Stunden an. Weit vorne landete auch wieder W60-Läuferin Rosi Hausner vom Treiser LWT (2:45:23 Stunden). Antje Hollstein aus Cuxhagen (3:01:41 Stunden) führte die W55 an.

Halbmarathon

Souverän hatte M45-Ass Markus Schraub von Blau-Gelb Marburg die 223 Halbmarathon-Finisher im Lahntal im Griff. Die zwei Runden mit der zusätzlichen Wendepunkt-Einlage vor dem Zieleinlauf gewann er mit über fünf Minuten Vorsprung in 1:18:02 Stunden. Zweiter und Sieger der M35 wurde Lars Hildebrand vom TSV Reiblos in 1:23:34 Stunden vor dem Triathleten Moritz Spitz von der TSG Limbach (1:24:03 Stunden) und Jan Philipp Weller von der SK Wunderthausen (1:25:45 Stunden).

Lokalmatador Markus Schraub (M45) rockt den Halbmarathon Lars Hildebrand führt als Zweiter die Verfolger an Platz Drei sichert sich Moritz Spitz

Als Zweite der M45 und der M35 folgten Axel Schäfer vom TSV Frankenberg (1:27:08 Stunden) und Simon Weitzel vom TC Stadtallendorf (1:27:33 Stunden). Udo Menn von der TSG Helbershausen (1:32:01 Stunden), Carsten Bock vom Treiser LWT (1:33:44 Stunden), Erwin Jost vom Hünfelder SV-LT (1:34:17 Stunden) und Günter Lowak von der LGV Marathon Gießen (1:34:38 Stunden) überzeugten in der M50, M55, M60 und M65.

Ebenfalls für Blau-Gelb Marburg startete die Frauensiegerin Jana Schütt (W35). Sie schaffte die 21,1-km-Strecke in 1:33:54 Stunden. Damit lag sie sicher vor der stärksten W45-Läuferin Sandra Klement vom SC Neukirchen (1:38:06 Stunden). Brutto und Nettozeiten beeinflussten die Wertung um den dritten Rang im Gesamteinlauf und den Hauptklassen-Sieg. In der Gesamtwertung wird Tabea Lorch (Laufen gegen Leiden) mit 1:40:02 Stunden/1:39:16 Stunden auf Rang drei und Katharina Wagner aus Lich mit 1:40:10 Stunden/1:38:59 Stunden auf Rang vier geführt.

Ebenfalls klar in Front im Halbmarathon liegt bei den Frauen Jana Schütt Ungefährdet hält sich Sandra Klement (W45) auf dem zweiten Platz Tabea Lorch wird aufgrund ihrer Bruttozeit als Dritte geführt

Als Fünfte lief Andrea Dullnig aus Buseck mit 1:42:06 Stunden in der W45 auf den zweiten Platz, gefolgt von W30-Siegerin Inna Gleim aus Marburg (1:43:31 Stunden). Die W50 konnte Birgit Reese vom TV Wetter (1:46:31 Stunden) für sich entscheiden, die W40 Dagmar Wollny vom TVE Netphen (1:50:08 Stunden). Über ihre Erfolge in der W60 und der W55 freuten sich Rosel Stula vom Pulheimer SC (2:04:43 Stunden) und Annette Schaub vom Team Naunheim (2.04:55 Stunden), in der W65 Ilse Hammer aus Lich (2:19:48 Stunden).

10 Kilometer

Mit 344 Finishern war der 10-km-Lauf in Marburg einmal mehr am stärksten besetzt. Die Konkurrenz auf der langen Schleife links und rechts der Lahn dominierte allerdings ein Läufer, den niemand auf der Rechnung hatte.

Christian Oppel (Wohltuer GmbH) nutzte einen Besuch in Marburg zu einem Start in den Lahnwiesen und stürmte gleich vom Start weg der endlosen Läuferschlange davon. Sein Solo zog er bis zum Zieleinlauf durch, wo er vom Herborner Moderator Artur Schmidt stürmisch empfangen wurde. Mit 33:13 min lag er klar in Front.

Einen Start-Ziel-Sieg feiert über 10 km Christian Oppel Jamal Sanhaji erreicht den zweiten Rang Das Podest vervollständigt Alexander Hirschhäuser

Jamal Sanhaji von Blau-Gelb Marburg (M30) - vor Wochenfrist beim Saisoneinstieg auf der Bahn in Wetter über 10.000 m Zweiter mit 32:43 min - folgte in 34:00 min. Zu "Bronze" lief der Deutsche Hochschul-Vizemeister im Crosslauf, Alexander Hirschhäuser vom ASC Breidenbach (34:12 min).

Eng wurde es in der großen Verfolgergruppe hinter den Medaillen-Gewinnern. Hier setzte sich Relin Mehrhoff (Trianhas VfL Bad Arolsen - M30) mit 34:31 min vor M45-Sieger Uwe Friedrich vom Chemnitzer PSV (34:40 min), Clemens Möller vom VfL Marburg (34:44 min), dem schnellsten M40-Starter Sebastian Schaake von Blau-Gelb Marburg (34:51 min) und Matthias Berg vom Gymnasium Philippinum Marburg (34:58 min) durch. Hinter dem zweiten M40-Läufer Lars Siegmund von Blau-Gelb Marburg (35:26 min) gewann Sedric-Steffen Haus vom LC Diabü Eschenburg (35:37 min) die M35.

Ein M50-Trio hatte Stefan-Uwe Best vom Team Naunheim mit 41:11 min unter Kontrolle. Klaus Werner aus Stadtallendorf (45:36 min) gewann die M55, Andreas Rumpf vom TuSpo Holzhausen (47:02 min) die M60, Altmeister Wendelin Häusler vom Stadt-Lauf-Treff Gießen (51:18 min) die M70, Miloud Chennini vom VfL Marburg (1:05:41 min) die M65.

Tinka Uphoff hat bereits den neuen 10-km-Streckenrekord vor Augen Top-Leistung zeigt auch die Zweite, Clara Costadura Dicht auf feiert Lena Ritzel eine neue Bestzeit über 10 km
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Gleich drei hessische Spitzenläuferinnen setzten im Frauenfeld über 10 Kilometer Ausrufezeichen. Die amtierende Hessische 10-km-Frauenmeisterin Tinka Uphoff von der SG 1877 Frankfurt-Nied (W35) steigerte den Marburger Streckenrekord auf glänzende 36:00 min. In einem Rennen auf Angriff blieb sie damit um 21 Sekunden unter ihrer Jahresbestzeit 2018. Die Süddeutsche Hallenmeisterin über 3000 m und Hessische Vizemeisterin im Crosslauf, Clara Costadura von Spiridon Frankfurt, blieb mit 36:36 min um 14 Sekunden unter ihrer Vorjahreszeit. Laut jubelte als Dritte auch Lokalmatadorin Lena Ritzel vom VfL Marburg. Ihre Aufwärtstendenz nach dem Wechsel aus der Jugend setzte sie ungebrochen fort. Die Hessenmeisterin über 3000 m in der Halle steigerte ihre Bestmarke über 10 Kilometer auf 36:42 min.

Es dauerte eine Weile bis Christiane Rothmann aus Marburg nach 43:57 min als Vierte und Zweite der W35 vor Sabine Seefried (Marburg, 44:51 min) und Viola Rüdele (Oberursel, 44:52 min) die Ziellinie erreichte.

Die Seniorinnen führte in der W50 Anja Lotz-Platt vom FC Kombach in 47:12 min knapp vor Alexandra Verhoeven aus Linden (47:14 min) an. Rata Ozolina aus Marburg (48:53 min) siegte in der W45, Hedwig Riehl vom SV Erfurtshausen (51:30 min) in der W60, Marieluise Hermanns vom AS LahnLaender Lahnau (53:35 min) in der W55.

Bericht und Fotos von Helmut Serowy

Ergebnisse www.volkslauf.de Info www.ultra-marburg.de/lahntallauf

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