6.1.18 - 38. Rodgauer Winterlaufserie in Rodgau-Jügesheim

3. Durchgang der Rodgauer Winterlaufserie 2017/2018

von Markus Heidl

Die Vöglein zwitschern, am Vormittag trauen sich zarte Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke und die Temperaturen sind mit ca. 10 °C so lau, dass am Nachmittag, pünktlich um 15 Uhr wie immer, sehr viele Läuferinnen und Läufer in kurzer Kleidung unterwegs sein werden. Ist es denn schon Frühling?

Nein, ist es nicht. Sondern Anfang Januar. Und dieser zeigte sich nicht nur darin, dass es am Nachmittag erneut regnete, sondern ebenso dadurch, dass die Helfer der Winterlaufserie auf der Strecke einiges an Arbeit hatten. Größere und kleinere Äste mussten beiseitegeschafft werden, - bei km 3 musste sogar ein umgestürzter Baum mit der Kettensäge zerkleinert und von der Strecke getragen werden - außerdem mussten die Markierungen erneuert werden. Einige Streckenteile wurden sogar planiert, was nichts daran ändern konnte, dass es hie und da sehr tief wurde. Schuld daran ist der viele Regen der letzten Wochen. Es gibt keinen Waldabschnitt um Jügesheim mehr, der nicht unter Wasser steht.

Das lange Feld bahnt sich seinen Weg durch den überlaufenden Weichsee
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Entgegen der Erwartungen war aber die Pfütze bzw. der Teich - denn an dieser Stelle ist der Weichsee über seine Ufer getreten - nach etwa 500 m nach bzw. vor dem Stadion nicht ganz so dominant wie noch im Dezember. Insgesamt war es dennoch etwas schwerer zu laufen, aber dafür gibt es die Serienwertung: es werden die besten drei Durchgänge bei vier Terminen gewertet. Wer öfter an den Start geht, hat mehr Chancen auf bessere Bedingungen.

Sowohl die führenden Frauen wie auch die schnellsten Männer haben ihr Streichergebnis allerdings schon aufgebraucht und müssen dementsprechend mit den Bedingungen Vorlieb nehmen. Wer aus den TOP3 schon zwei Mal gestartet war, fehlte heute. Und wer bereits bei einem der ersten beiden Termine fehlte, war folgerichtig beim dritten Durchgang wieder mit von der Partie.

Tagessieger Elias Chesire Führt in der Serienwertung: Christophe Krech Michael Lik und Silvio Welkner (dahinter) duellieren sich um den Sieg in der M40, Lik gewinnt

Entsprechend dieser Aussage fehlten im Januardurchgang sowohl Tobias Zöller als auch Julius Hild und Abdelkabik Zaroual Aadel. Julius schickte fristgerecht zum dritten Durchgang ein Foto seiner sonnengebräunten Beine aus dem Trainingslager, die sich gerade am Pool erholten. Christophe Krech allerdings griff heute wieder ins Geschehen ein, genau wie bei den Frauen Kerstin Bertsch, Franziska Baist, Melanie Konstanze Buhtz und Tatjana Rauhut.

Und obwohl für die Serienwertung unbehelligt, musste Christophe Krech (TV Schriesheim) heute nicht alleine laufen, zumindest zu Beginn nicht. Starke Konkurrenz kam nämlich aus Wiesbaden, in der Person von Elias Chesire (TV Waldstraße), der zwar aus den USA stammt, aber schon seit einiger Zeit in der starken Gruppe um Günther Jung bei der TV Waldstraße trainiert.

Michael Obst (mit Kappe) ist wieder einmal in blendender Winterlaufform und gewinnt die M45, HK-Läufer Nikolai Billing wird im Ziel knapp vor ihm sein Christian Stoll (2. M55) führt noch vor Stephan Pfaller, muss den 20 Jahre jüngeren aber ziehen lassen Matthias Winnhauer meldet sich nach einem Verletzungsjahr auf beeindruckende Weise zurück und läuft auf Platz 6 in der M50

Sicherte sich Stadionausgangs noch Christophe die Führung, musste er Elias alsbald ziehen lassen. Dessen Bestzeit ist mit 30'55 auch noch 50 Sekunden schneller als selbige vom Mann des TV Schriesheim. Im Ziel war der Abstand zwischen Sieger Elias (31'57) und dem nach dem jetzigen Zwischenstand Führenden der Serienwertung Christophe (32'41) deutlich. Mit dieser Zeit führt Christophe derzeit aber mit 18 Sekunden vor Tobias und weiteren 9 bzw. 12 vor Julius und Abdelkabik - der letzte Durchgang im Februar wird auch für den Ausgang der Serie sehr spannend!

Hinter den ersten beiden war es am ersten Samstag des neuen Jahres Hannes Dieterich vom PSV Grün Weiß Kassel, der nach 34'09 noch aufs Podest lief. Lange war er in einer Dreiergruppe gelaufen, die aber auf der zweiten Streckenhälfte noch so sehr zerfiel, dass sich Markus Heidl (Spiridon Frankfurt, 34'39) noch vom siebten auf den schließlich vierten Rang vorschieben konnte. Miguel Heidemann (Herrmann Radteam, 34'50) war der zweite der Dreiergruppe, der sich vorne platzieren konnte.

Tagessiegerin Nora Kusterer Führt in der Serienwertung: Kerstin Bertsch Julia Roth kann sich eine Woche nach dem Silvesterlauf um 9 Sekunden steigern

Auch bei den Frauen gab es im Januar eine Tagessiegerin, die nicht in die Serienwertung eingreift. Nora Kusterer vom SV Oberkollbach lief allen Konkurrentinnen davon und lieferte mit 36'56 für die Bedingungen eine sehr gute Leistung ab. Nach 38'19 war es Kerstin Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach), die als Tageszweite folgte und damit einmal mehr für die Serienwertung alle Karten in der Hand hält. Dort nämlich führt sie aktuell mit 1:25 min Vorsprung auf die hessische Halbmarathonmeisterin des vergangenen Jahres Franziska Baist (SKG Bad Homburg), die nach 38'54 auf Tagesrang drei folgte.

Robert Seele … ... und Sven Kempe brachten Farbe bzw. Stimmung in den Jügesheimer Wald ... und Jürgen Mangrich lief an seinem 50. Geburtstag zum ersten Mal in der M50

Hinter ihr lief Julia Roth vom TV Schweinheim auf Rang vier ein (39'19). Noch vor Wochenfrist hatte sie sich beim Frankfurter Silvesterlauf ein packendes Duell mit Irina Haub und Antonia Schermuly geliefert und schaffte es heute trotz der schwierigen Strecke, sich um neun Sekunden zu steigern. Auf Tagesrang fünf folgte dann die derzeit dritte der Serienwertung Melanie Konstanze Buhtz vom Offenbacher LC (39'38). Sie liegt derzeit 1:20 min hinter der Zweitplatzierten Franziska.

 

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Der nächste Durchgang der Rodgauer Winterlaufserie am 3. Februar wird spannend
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Sehr enge Abstände bei den Männern, etwas mehr bei den Frauen - der nächste Durchgang der Winterlaufserie wird spannend! Wieder werden wir uns vom Wetter überraschen lassen, denn zwischen eisigen Minustemperaturen über viel Regen bis hin zu warmen Temperaturen und Sonnenschein ist alles möglich. Das Gute daran: die Jügesheimer Waffeln schmecken immer!

Bericht und Fotos von Markus Heidl

Ergebnisse www.jskrodgau.de

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