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29.10.17 - 11. Luzern SwissCityMarathon Lucerne

SwissCityMarathon Lucerne: Stadt, See, Panorama

Die Luzerner sind in der Gunst der Läufer bestens im Rennen: Beim Lucerne Marathon registriert man seit der Premiere 2007 mit 5.592 Klassierten einen stetig steigenden Zuspruch. Mit aktuell 10.075 Finishern ist man inzwischen bereits über die begehrte 10.000 Finisher-Marke gesprungen - ein überzeugender Beweis für die Beliebtheit dieses besonderen Laufes. Natürlich auch Ausdruck einer außergewöhnlichen Leistung für die Organisation, an deren Spitze nach neun Jahren ein Generationswechsel erfolgt war. Hansruedi Schorno hat den Staffelstab an seinen Sohn Reto übergeben, wohlwissend, dass hier ein ausgewiesener Fachmann die Amtsgeschäfte mit gleicher Energie und Akribie fortführen wird.

Der Schweizer Leichtathletik-Verbands-Präsident Christoph Seiler ließ es sich nicht nehmen, bei der Bilanz-Pressekonferenz die Veranstaltung in den höchsten Tönen zu loben. "Es ist ein Glücksfall für Swiss Athletics, dass wir die Schweizer Meisterschaften in einer der schönsten Städte der Schweiz austragen dürfen. Viele Veranstaltungen in der Schweiz können sich von dieser Organisation ein Stück abschneiden!" Er muss es letztlich beurteilen können, schließlich stand der begeisterte Langstreckenläufer ein Jahrzehnt beim Jungfrau-Marathon als OK-Präsident an der Spitze der Organisation.

Trotz dem Blick auf inzwischen fünfstellige Finisherzahlen mit den integrierten Wettbewerben Maratholino und den erstmals 2017 auf die national wie international gebräuchlichen 10 Kilometern anstelle der bislang ausgetragenen 5 Meilen gilt bei den Machern des Marathons am Vierwaldstätter See nach wie vor die "Schritt-für-Schritt-Devise". Und vor allem nachhaltig den Lauf über die 42,195 Kilometer (mit ihren Zusatzwettbewerben) stärken. Mit 1500 Finishern ist man hier sicherlich noch weiter steigerungsfähig, liegt aber gegenüber vergleichbaren Mitbewerbern schon bestens auf Kurs.

Bei der fünften Auflage gab es mit der Passage des seinerzeit im Rohbau befindlichen 1450 m langen Tunnels der Zentralbahn eine außerordentliche Attraktion, bei der sechsten Auflage war es die Begegnung mit dem modernen Kultur- und Kongresszentrums KKL auf dem Rückweg von Horw ins städtische Flair Luzerns, bei der siebten Auflage wurde einher gehend mit der Namensänderung in SwissCityMarathon auch die Strecke geringfügig verändert - und letztlich getreu der neuen Namensgebung zur neunten Auflage auch die Schweizer Meisterschaften als "logische Konsequenz" eingebunden. Und zur 10. Auflage gab es neben dem Durchlauf durch die swissporarena mit dem Duo-Marathon eine weitere (sinnvolle) Ergänzung, bei der sich zwei Läufer exakt mit Staffelwechsel an der Halbmarathonmarke die längste olympische Laufdistanz teilen. Das Teilnehmerlimit ist dabei weiterhin auf 500 Duos angesetzt.

Bei allen Neuerungen - eines ist geblieben: Der großartige Dreiklang aus Alpenpanorama, dem Vierwaldstätter See und der historischen Altstadt ist gesetzt, die kleinen Mosaiksteinchen helfen allenfalls, das Laufspektakel am Vierwaldstätter See weiter abzurunden.

Das landschaftlich attraktive Rennen hat sich unter den Schweizer Straßenläufen sowohl über Marathon als auch über Halbmarathon inzwischen als Nummer zwei etabliert. Gelaufen wird auf einer Halbmarathonrunde entlang des Vierwaldstätter Sees. 30 Musikgruppen, über 50.000 Zuschauer und das eindrucksvolle Alpen-Panorama erwarten die Teilnehmer in und um Luzern. Die Strecke ist nicht ganz flach, aber das darf man in der Zentralschweiz auch nicht erwarten. Der Breitensport steht in Luzern eindeutig im Mittelpunkt, auch wenn man hier und da schon mit Spitzenresultaten zu glänzen wusste. So hält Martina Strähl zum Beispiel den Marathon-Streckenrekord mit 2:39:14 Stunden, Fabienne Schlupf ist die bislang Beste auf der halben Distanz.

Egal, ob am Schwanenplatz, am Europaplatz oder am finalen Knotenpunkt Verkehrshaus, es war schon erstaunlich, wie reibungslos das Nebeneinander (oder besser Miteinander) von Läufern, Zuschauern und Passanten funktionierte. Dies gilt natürlich auch für das Verkehrshaus mit den vielfältigen Zeitzeugen der Verkehrsgeschichte, das als das meistbesuchte Museum der Schweiz gilt. Das Areal mit den zahlreichen Gebäuden und Exponaten platzte schier aus allen Nähten, zumal für die Läufer ein Catwalk für die Finisher, eine Bühne für die Siegerehrung sowie eine Brückenkonstruktion für die Fußgängerströme zusätzlich aufgebaut werden mussten. Wohl selten gibt es einen Zieleinlauf, der eindrucksvoll die Entwicklung von Technik und körperlicher Leistungsfähigkeit demonstriert.

SwissCityMarathon - mehr Swissness wie in Luzern geht nicht! Das ist verbürgt, denn eine landesweite Umfrage des Unternehmens Campaignfit unter 7200 Schweizern hatte aufgezeigt, dass nur Luzern das ganze Spektrum an Swissness bieten kann. Und dies ist der Ansatz für die Organisatoren mit einem außergewöhnlichen Spagat zwischen Kultur und Geschichte, Natur und Sport.

Für 100 Franken (Frühbucherrabatt) gibt es eine bemerkenswerte Leistungspalette, die neben dem Standardservice auch Gratis-SMS, Finisher-Präsent, die Pasta- oder Rösti-Portion am Vorabend bei der Expo im mondänen Hotel Schweizerhof, einem Schnuppertag im Verkehrshaus am Veranstaltungstag und eine günstige Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Gratis-Shuttle über den Vierwaldstätter See beinhaltet.

Selbst wenn sich das Wetter wie zuletzt nicht unbedingt "Goldener Oktober-like" zeigte, die vielen fleißigen Hände der Organisation haben stets mit viel Herzblut und Hingabe eine Veranstaltung vom Feinsten gezaubert. Denn alleine unter diesen besonderen Bedingungen zeigt es sich, wer ein Meister seines Faches ist.

2013 gab die zweifache Berglauf-Europameisterin Martina Strähl im Hinblick auf die Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich ein bemerkenswertes Debüt mit dem neuen Streckenrekord von 2:39:14 Stunden. 2014 lieferten sich mit den beiden EM-Starterinnen Fabienne Schlumpf und Patricia Morceli und der Duathlon-WM- und EM-Vierten Julia Viellehner starke Namen über die Halbmarathondistanz ein packendes Rennen. 2015 und 2016 lieferten dann auch die Männer sowohl über Marathon als auch über Halbmarathon mit 2:26:18 (Fabian Kuert) und 1:05:42 (Christopher Zablocki) neue Streckenbestmarken nach.

Mit einem stärkeren Schuss Stadt-Charakter möchten die Macher den emotionalen Dreiklang mit Vierwaldstätter See und dem herrlichen Landschaftspanorama noch weiter in den Vordergrund rücken als dies bislang der Fall war. Ideen jedenfalls gibt es bei den Marathon-Organisatoren reichlich, denn eines ist gewiss: Die Macher des Lucerne Marathon verstehen es, mit innovativen und spannenden Elementen immer neue Emotionen zu schaffen - und die Läufer aus Nah und Fern zu begeistern.

Alle Infos zur Veranstaltung gibt es unter

www.swisscitymarathon.ch

Info zum SwissCityMarathon Lucerne 2017 im LaufReport-Partnerprogramm HIER
LaufReport über den SwissCityMarathon Lucerne 2016 HIER