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03.06.18 - 35. Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg

Laufen und schauen an Feuer und Wasser

Warum ist es an Rhein und Ruhr so schön? Oder wenn schon nicht idyllisch, so doch wenigstens ausgesprochen spannend?

Die Gastgeber des 35. Rhein-Ruhr-Marathons am Sonntag, 3. Juni, in Duisburg wollen das paketweise vor Augen führen. In Zusammenarbeit mit dem DuisburgKontor, das die Stadt touristisch vermarktet, hat der veranstaltende Stadtsportbund Duisburg Erlebnispakete für Laufwochenende an Rhein und Ruhr geschnürt.

Im Mittelpunkt der "Marathon und mehr"-Angebote steht das Thema Industriekultur. Immer inklusive: die Startnummer für den Duisburg-Lauf.

Befragungen zeigen, dass Hafen und Stahl weit über die Stadt hinaus eine große Faszination besitzen und ein wichtiger Grund für eine Erkundungsreise ins Ruhrgebiet sind. Erfahrungen mit Gästen aus dem In- und Ausland führen zudem vor Augen: Gerade die Industrielandschaft mit ihren Kathedralen aus Stein und Stahl bringen die Besucher ins Staunen. Nicht zu vergessen: der Tatort Ruhrort. Horst Schimanski ist nach wie vor eine Identifikationsfigur für Duisburg.

Die drei Arrangements - jeweils verbunden mit einer Übernachtung - tragen diesem Interesse an der Stadt Rechnung. Veit Lawrenz, Tourismusexperte beim DuisburgKontor, hat in Zusammenarbeit mit dem SSB die Erlebniswochenenden geplant.

Hafenrundfahrt mit Blick auf die Strecke

Zum einen können Erlebnishungrige eine Hafenrundfahrt buchen. Die Laufstrecke des Rhein-Ruhr-Marathons führt direkt durch den größten Binnenhafen der Welt. Die Reise mit einem Schiff der Weißen Flotte erlaubt den dazu passenden Perspektivwechsel. Die Lauftouristen schauen nicht vom Ufer auf den Fluss, sondern dieses Mal vom Fluss aufs Ufer. Streckenbesichtigung mal anders. Die Hafentour führt ebenfalls vorbei an der Skulptur Rheinorange an Kilometer 780. Dort wo die Ruhr in den Rhein fließt. Wie grün die Stadt ist, sehen die Binnenschiffer ebenso wie das industrielle Duisburg.

Landschaftspark Nord mit Aussicht auf Duisburg

Der Ausflug an einen Kultort der Industriekultur zeigt die Stahlstadt von ihrer aufregendsten Seite: Die 90-minütige Führung durch den Landschaftspark erinnert an die Zeit, als in Meiderich 1000 Feuer in der Nacht brannten. Zugleich führt die Tour vor Augen, wie sich altes Eisen neu schmieden lässt. Der Landschaftspark mit seinem Klettergarten und dem Tauchgasometer ist nach Meinung des englischen Guardians der schönste Park in Deutschland. Als kleine Warmlaufübung für den Marathon: Das Treppensteigen bis aufs 70 Meter hohe Dach eines der Hochöfen.

Schimanski-Tour mit Einblick in den Tatort Ruhrort

Schließlich hat Veit Lawrenz eine "Schimmi"-Tour für Marathon-Läufer gebucht. Die Journalistin Dagmar Dahmen führt seit Jahren Tatort-Fans an die Drehorte der Schimanski-Krimis. Pommes und Currywurst inklusive, wenn das der Ernährungsplan vor dem Rennen erlaubt. Dagmar Dahmen erkundet "die zwielichtigsten Ecken" des Hafenstadtteils Ruhrort, erzählt Geschichten von den Dreharbeiten und Anekdoten aus Duisburger Tatort-Tagen. Der Besuch der Horst-Schimanski-Gasse, direkt beim "Hübi", darf nicht fehlen. Wer am Sonntag darauf durch Ruhrort läuft, wird sich dort fast schon kriminell heimisch fühlen.

Uwe Busch, Geschäftsführer der Stadtsportbundes, sieht die Chance über die drei touristischen Pakete mehr Läuferinnen und Läufer außerhalb der Region für den Rhein-Ruhr-Marathon zu gewinnen. "Die meisten Starter kommen aus einem Umkreis von etwa 50 Kilometern. Sie kommen gern und regelmäßig wieder, denn die Organisation passt. Der Start im Sportpark Duisburg und das Ziel in der Arena des MSV sind für sie attraktiv. Wenn es darum geht, Läuferinnen und Läufer von weiter weg für uns zu interessieren, dann wollen wir ihnen zusätzlich reviertypische Erlebnisse bieten", so Uwe Busch.

Die Attraktivität des Austragungsorts spiele bei der Entscheidung für eine Meldung eine wichtige Rolle. Uwe Busch: "Das wollen wir nutzen, denn Duisburg hat Sehenswürdigkeiten, die es so nirgends sonst in Deutschland gibt."

Die Stadt wirbt mit ihrem Image "Feuer und Wasser". Und das erfolgreich: Die Besucherzahlen steigen seit Jahren stetig. Allein im vergangenen Jahr um 13 Prozent und bis zum Sommer 2017 um weitere knapp fünf Prozent. Stadttouristiker Veit Lawrenz sieht dabei die "Laufkundschaft" als interessante Zielgruppe: "Für uns ist der Rhein-Ruhr-Marathon eine gute Plattform. Wer bei einem Marathon startet, ist mit Sicherheit aktiv und ein Mensch, der lieber etwas erlebt, als zu Hause zu sitzen. Duisburg passt da ins Bild. Wir sind vielleicht nicht der passende Urlaubsort für Sonnenanbeter. Für Besucher, die Neugier und Schaulust mitbringen, sind wir dagegen genau richtig." Über den Marathon wolle man genau diese Gruppe ansprechen.

Weitere Informationen:

www.rhein-ruhr-marathon.de

Fotos und Logos: Veranstalter

Duisburg Rhein-Ruhr-Marathon 2018 im LaufReport-Partnerprogramm HIER
LaufReport über den Duisburg Rhein-Ruhr-Marathon 2017 HIER